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Ausbildung Physikalisch-technischer Assistent & Physikalisch-technische Assistentin

Physikalisch-technische Assistenten beschäftigen sich überwiegend mit der Planung, Durchführung, Auswertung und Dokumentation von physikalischen Untersuchungen. Dabei assistieren sie vor allem Naturwissenschaftlern, Technikern oder Ingenieuren. Bei der Ausbildung zum Physikalisch-technischen Assistenten bzw. zur Physikalisch-technischen Assistentin handelt es sich um eine schulische Ausbildung an Berufsfachschulen und Berufskollegs, die zwischen zwei und vier Jahren dauern kann. Als typische Arbeitgeber kommen Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Entwicklungsabteilungen von Unternehmen oder auch vereinzelt Behörden in Frage.

Schwerpunkte bei der Arbeit als Physikalisch-technischer Assistent bzw. Physikalisch-technische Assistentin

Der berufliche Alltag ist durch die Arbeit im Labor geprägt. Mit Hilfe der Physikalisch-technischen Assistenten werden Experimente durchgeführt, Werkstoffe überprüft sowie physikalische Produkte und Produktionsverfahren entwickelt. Je nach Profil der wissenschaftlichen, behördlichen oder industriellen Einrichtung sind die Labore oftmals auf einige Fachgebiete spezialisiert, was sich auch auf die Ausbildung auswirkt. Aber der Grundaufbau des Arbeitsalltages ist ziemlich ähnlich.

So müssen anfangs immer die technischen Apparaturen aufgebaut bzw. technische Prüffelder in Betrieb genommen werden, nachdem ihre Funktionsfähigkeit überprüft wurde. Um diese Funktionsfähigkeit über einen möglichst langen Zeitraum zu gewährleisten, gehören zu den regelmäßigen Aufgaben auch die Pflege und Wartung der technischen Anlagen; auftretende Fehler werden erfasst und gegebenenfalls zur Störungsbeseitigung an andere Fachkräfte weitergeleitet, währenddessen kleinere Reparaturen selbst übernommen werden.

Die Physikalisch-technischen Assistenten tragen auch Sorge dafür, dass die technischen Apparaturen genau das messen, was gemessen werden soll - dafür unterbreiten sie den Vorgesetzten unter Umständen konstruktive Änderungen der technischen Apparaturen. Die weiteren benötigten Arbeitsmaterialien werden auch von den Physikalisch-technischen Assistenten beschafft und entsprechend ihren Eigenschaften sorgfältig vorbereitet.

Je nach Aufgabenstellung kann ein Versuch sehr kurz oder sehr lange dauern bzw. muss ein Experiment öfters (unter Umständen mit Veränderung einiger Variablen) wiederholt werden. Dabei sind die Physikalisch-technischen Assistenten für die reibungslose Durchführung und die Einhaltung der Laborbestimmungen verantwortlich; sie übernehmen auch die Kontrolle diverser physikalischer Messgeräte. Die Ergebnisse der Versuche werden dokumentiert und im Anschluss unter verschiedenen wissenschaftlichen Prämissen ausgewertet; dafür bereiten die Physikalisch-technischen Assistenten die Daten, beispielsweise in Form von Statistiken, Formeln und Tabellen, mithilfe von Computerprogrammen vor.

Ein Beispiel für einen Arbeitseinsatz ist die Plasmaphysik. Hierbei sind die Temperaturen, unter denen die Experimente stattfinden, entweder sehr hoch oder sehr niedrig. Man simuliert hier zum Beispiel den Zustand bei Blitzen oder Kernfusionen, überhitzt also Gase und untersucht dann zum Beispiel das genaue Verhalten der atomaren Teilchen. In der Hochvakuumtechnik sind dagegen die Drücke sehr niedrig. Besonders kleine Teilchen wie Elektronen oder Ionen verhalten sich im Vakuum ganz besonders und können dabei im geschlossenen Gefäß auch nicht einfach entweichen, und folglich gut beobachtet werden.

Physikalisch-technische Assistenten arbeiten zwar vorwiegend in Labors, in denen Versuche und Forschungen durchgeführt werden. Es gibt aber auch noch weitere Einsatzmöglichkeiten, zum Beispiel in öffentlichen Verwaltungen und Ämtern, in denen Materialprüfungen, Eichungen oder technische Überprüfungen durchgeführt werden. Hier gehören neben der Auswertung der Ergebnisse auch das Verfassen von ausführlichen Berichten zu den weiteren Aufgaben. Ganz spannend sind natürlich die Arbeitsplätze in Kriminallabors, in denen natürlich auch Physikalisch-technische Assistenten gebraucht werden, um bei der Suche nach Indizien zu helfen. Die Spuren, die am Tatort oder auf Tatwerkzeugen hinterlassen wurden, gilt es, mit modernen kriminaltechnischen Methoden zu analysieren und zu sichern.

Allgemeines Anforderungsprofil als Physikalisch-technischer Assistent bzw. Physikalisch-technische Assistentin

Ein junger Mensch, der an dieser Tätigkeit interessiert ist, sollte ein Faible für Technik und die Fächer Mathematik und Physik mit Interesse und guten schulischen Leistungen bestritten haben. Denn diese Themengebiete sind ein Hauptbestandteil der täglichen Arbeit eines Physikalisch-technischen Assistenten.

Der Technische Assistent für Physik, wie er auch manchmal bezeichnet wird, sollte gerne im Team arbeiten und ein gute Teamfähigkeit besitzen, da er überwiegend in einer kleinen Gruppe aus Wissenschaftlern, Assistenten und Technikern tätig ist. Solche Gruppen können auch aus Mitgliedern verschiedener Fachgebiete zusammengestellt sein, so dass es Physikalisch-technischen Assistenten auch keine Probleme bereiten sollte, interdisziplinär zu arbeiten. Eine weitere wichtige Eigenschaft, die angehende Physikalisch-technische Assistenten mitbringen sollten, ist eine gewisse Akribie und Ausdauer bei der Arbeit. Denn die Forschungen und Experimente, an denen sie teilnehmen, können sich über lange Zeit hinziehen.

Weiterbildung als Physikalisch-technischer Assistent bzw. Physikalisch-technische Assistentin

Auch nach eine Ausbildung zum Physikalisch-technischen Assistenten bzw. zur Physikalisch-technischen Assistentin muss man sich ständig weiterbilden und neues Wissen aneignen, um den aktuellen Anforderungen gerecht werden zu können. So kann nach ein paar Jahren Berufserfahrung eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker bzw. zur staatlich geprüften Technikerin in verschiedenen Fachrichtungen angestrebt werden. Zu den Fachrichtungen gehören beispielsweise Maschinentechnik, Physiktechnik oder Werkstofftechnik. Wenn man sich noch weiter in die Materie vertiefen möchte, dann ist ein Studium an einer Hochschule eine gute Variante, zum Beispiel in den Studienfächern Physik, Werkstofftechnik oder Wirtschaftsingenieurwesen.

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