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Tipps für gute Formulierungen im Anschreiben

Die passenden Formulierungen für das Anschreiben zu finden, fällt vielen Bewerbern sehr schwer. Zum einen weil sie sich zu selten mit den eigenen Fähigkeiten und Qualifikationen auseinandersetzen bzw. diese zu negativ einschätzen. Zum anderen fehlt vielen Bewerbern die notwendige Erfahrung im Schreiben von Texten, vor allem wenn dieses nicht zum eigentlichen Berufsalltag gehört.


Im Anschreiben ist bei der Formulierung der Sätze eine einfache Sprache zu verwenden, die durch die richtige Wortwahl die Aussagen unterstützt. Zudem sollten die Sätze hinsichtlich ihrer Struktur verständlich und nicht zu lang sein. Um eine gute Lesbarkeit zu gewährleisten, achten Sie bitte darauf, einzelne Sätze sprachlich aufeinander abzustimmen.

Grundsätzlich sollten Sie die folgenden typischen Fehler bei der Formulierung des Anschreibens vermeiden:

  • Im Anschreiben den Lebenslauf wiederholen: Viele Bewerber neigen dazu, im Anschreiben noch einmal den Lebenslauf wiederzugeben, und zwar in chronologischer Reihenfolge. Charakteristisch für solche langatmigen Wiederholungen ist auch die Darstellung von schulischen und beruflichen Entscheidungswegen und die Verwendung der Vergangenheitsform: "informierte ich mich", "entschied ich mich", "beschloss ich", "besuchte ich", "arbeitete ich" usw. Anstatt einer kompletten Lebenslauf-Wiederholung müssen Sie sich im Anschreiben auf die wichtigsten Fakten Ihres Lebenslaufes konzentrieren: Ihr Fachwissen, Ihre letzten Berufserfahrungen, Ihre größten Stärken und Ihre besten Qualifikationen.
  • Keine Darstellung des Nutzens und der Vorteile für den Arbeitgeber: Ein Arbeitgeber beschäftigt Mitarbeiter, um bestimmte Aufgabenstellungen und Probleme zu lösen. Sie können etwas, also sollten Sie im Anschreiben darstellen, was Sie mit diesem Können für den Arbeitgeber erreichen werden. Stellen Sie daher einen Zusammenhang zwischen Ihrem Können und Ihren Leistungen sowie den positiven Auswirkungen Ihrer Arbeit für den Arbeitgeber her. Was macht für den Arbeitgeber den Unterschied aus, wenn Sie die Anstellung erhalten und kein Mitbewerber?
  • Zu viele Ich-Sätze: Mit reinen Ich-Sätzen ("Ich kann", "Ich bin", "Ich habe" usw.) tätigen Sie immer nur einfache Aussagen, aber Sie argumentieren nicht. Durch die alternative Verwendung des Possessivpronomens "mein" und die Verknüpfung mit weiteren Aussagen zum Nutzen des eigenen Könnens erstellen Sie ein aussagekräftiges Anschreiben. Außerdem vermeiden Sie durch einen Verzicht auf Ich-Sätze die Verwendung von sprachlich wenig aussagekräftigen Modalverben (können, sollen, wollen, müssen, mögen, dürfen) und Hilfsverben (haben, werden, sein). Dementsprechend liest sich Ihr Anschreiben dann viel lebhafter und interessanter.
  • Eigenschaften und Kenntnisse werden nur aufgezählt: Die bloße Aufzählung von Eigenschaften und Fähigkeiten, die als Anforderungen im Stellenangebot genannt werden, ist wenig substantiell. Es reicht beispielsweise nicht aus, einfach nur zu schreiben, dass Sie Kenntnisse in MS Word hätten. Dieses Textverarbeitungsprogramm muss heute schließlich jeder sicher beherrschen; interessant ist es dagegen für den Arbeitgeber, welche Aufgaben Sie damit besonders gut durchführen können und worin der Nutzen für den Arbeitgeber besteht. Stellen Sie daher Ihre Kenntnisse und Stärken immer an konkreten Beispielen der beruflichen Vergangenheit oder in Bezug zu den Anforderungen der ausgeschriebenen Stelle bzw. zu einem Nutzen für den angeschriebenen Arbeitgeber dar.
  • Keine Fokussierung auf das Wesentliche: Viele Bewerber machen außerdem den Fehler, einfach zu viele Eigenschaften in das Anschreiben einzubauen - und dann auch immer dieselben, wie Kommunikationsfähigkeit, Kundenorientierung und Teamfähigkeit. Ihnen sollte aber bewusst sein, dass sich viele Bewerber als kommunikationsfähig, teamfähig oder kundenorientiert bezeichnen. Wie soll ein Personaler nur entscheiden, wer am besten diese Eigenschaften mit Leben ausfüllt? Die Verwendung von Beispielen oder die Fokussierung auf den Nutzen Ihrer Kompetenzen für den Arbeitgeber setzen voraus, dass Sie sich mit Ihren tatsächlich vorhandenen Eigenschaften und Qualifikationen auch auseinandersetzen und die Bedeutung für Sie herausarbeiten. Wenn Sie darauf achten, dann gewinnt Ihr Anschreiben an Glaubwürdigkeit und Substanz. Diese Vorgehensweise ist im gesamten Anschreiben anzuwenden.
  • Keine direkte Ansprache vom Leser: Vor allem wenn Sie in der Anrede einen konkreten Ansprechpartner nennen, dann sprechen Sie den Ansprechpartner auch im Anschreibentext selbst mit den Anredepronomen "Sie" bzw. "Ihr" an. Somit bauen Sie eine Verbindung zum Leser auf und wecken eher Sympathie für Sie.
  • Viele Rechtschreibfehler: Je nach Stelle und Position werden wenige Rechtschreibfehler Ihnen nicht unbedingt gleich das Genick brechen. Aber zu viele Rechtschreibfehler sind nicht nur ein Ausdruck von Rechtschreibproblemen, sondern von mangelnder Sorgfalt. Wenn Sie eine Rechtschreibschwäche haben, dann sind Sie eben darauf angewiesen, die Rechtschreibprüfung auf dem Computer zu verwenden und ein Wörterbuch zur Hand zu nehmen. Zusätzlich können Sie weitere Personen um ein kontrollierendes und korrigierendes Lesen bitten.

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