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Bezug zum Unternehmen herstellen – Sympathien gewinnen?

Wie Sie vielleicht schon in Bewerbungsbüchern oder auf Webseiten gelesen haben, gibt es kontroverse Meinungen, ob in einem Anschreiben auch näher auf den Arbeitgeber eingegangen werden soll, warum man sich als Bewerber gerade dort bewirbt. Die Fürsprecher sind der Meinung, dass ein Bewerber damit zeige, sich mit dem Arbeitgeber genauer auseinandergesetzt und die Bewerbung dementsprechend nicht beliebig verschickt zu haben. Somit gewönne der Bewerber dann Sympathiepunkte.


Die Widersacher stehen dagegen auf dem Standpunkt, dass in einem Anschreiben schon zu wenig Platz für die Selbstdarstellung sei und die Informationen über den Arbeitgeber dem Personalverantwortlichen sowieso bekannt wären. Durch den Verzicht auf einen Bezug zum Arbeitgeber bliebe mehr Raum für die fachlichen Fakten; vor allem weil dieser selten wirklich individuell und originell sei.

So unterschiedlich die Bewerber sind, so unterschiedlich sind auch die Personalverantwortlichen: bei dem einen wird ein Bezug zum Unternehmen, zur Behörde oder zur sonstigen Arbeitgeberinstitution gerne gesehen, andere wiederum überlesen ihn. Deshalb kann es auch keinen pauschalen Ratschlag zum Unternehmensbezug geben. Generell ist es aber so, dass je größer und bekannter das Unternehmen ist, desto mehr Informationen sind verfügbar, desto mehr Bewerbungen erhält das Unternehmen und desto bürokratischer erfolgt die Bearbeitung der Bewerbungen. Somit ist es also schwieriger, mit einem individuellen Unternehmensbezug Sympathie aufzubauen. Bei mittleren und kleinen Unternehmen, in denen vielleicht sogar der Chef oder die Chefin die Bewerbung liest, ist das dann schon leichter. Allerdings sollte der Unternehmensbezug dann auch wirklich individuell sein und nicht nur allgemein die Produkte und Dienstleistungen gelobt werden.


Um einen interessanten und nicht zu allgemeinen Unternehmensbezug herstellen zu können, sammeln Sie über das betreffende Unternehmen so viele Informationen wie möglich. Hilfreiche Informationen zu einem Unternehmen finden sich natürlich vorwiegend im Internet; gegebenenfalls können Sie sich auch Informationsmaterial zusenden lassen. Bei großen Unternehmen ist die Informationsrecherche naturgemäß leichter. Bei kleinen Unternehmen bietet es sich zudem an, sich vor allem im Bekannten- und Familienkreis über das Unternehmen umzuhören.

Darüber hinaus ist ein Telefonanruf beim Personalverantwortlichen durchaus nützlich, um zusätzliche Informationen zu erhalten. Vor einem Telefonanruf sollten Sie sich aber ein paar sinnvolle Fragen überlegen, die Ihr wirkliches Interesse zeigen. Einfach nur anzurufen, um angerufen zu haben, bringt keine Vorteile. Die Vorbereitung eines Telefonanrufes ist daher unabdingbar. Dann können Sie auch leichter auf die Antworten reagieren, so dass das Telefongespräch konstruktiv abläuft. Die gegenseitige Sympathie kann dann dazu führen, dass der Personalverantwortliche Informationen preisgibt, die nicht öffentlich auffindbar sind.

Wie schon bemerkt, ist der Unternehmensbezug kein Muss. Ein Unternehmensbezug sollte nur ins Anschreiben eingebaut werden, wenn dieser wirklich individuell ist. Wenn das nicht der Fall ist und Ihnen nur Floskeln einfallen, dann lassen Sie ihn weg. Geeignete Orte für einen Bezug zum Unternehmen sind im Anschreiben nach dem Einleitungssatz bzw. nach dem Einleitungsabsatz bzw. vor dem Schlusssatz. Wenn der Einleitungssatz relativ kurz ist, dann können Einleitungssatz und Unternehmensbezug in einem einzigen Absatz stehen.

Im Detail bedanken Sie sich für das Telefongespräch und beziehen sich dann auf eine individuelle Information (bestimmte Anforderung, Produkte, Bekanntheitsgrad, Erfolge), die Sie beeindruckt oder die Sie eben zu einer Bewerbung bei genau diesem Arbeitgeber veranlasst. Dabei brauchen Sie den Stellenfundort an sich nicht noch einmal wiederholen, denn dieser steht notfalls im Betreff.

Beispiele für einen speziellen Bezug zum Arbeitgeber:

  • "Zudem danke ich für das sehr informative Telefonat mit Ihnen am 24.11., welches mich zu meiner Bewerbung zusätzlich motiviert. Mit Ihren Produkten sind Sie Weltmarktführer in der XYZ-Branche, der seine Umsätze jährlich im zweistelligen Prozentbereich steigert. Dieser Erfolg beeindruckt mich, so dass ich mit meiner internationalen Berufserfahrung gerne für Sie arbeite."
  • "Der lokalen Presse entnahm ich, dass Ihre Gärtner-Auszubildenden wiederholt zu den besten in Bayern gehören. Das zeigt mir, dass ich mit meiner herausragenden Leistungsbereitschaft und meinen vielzähligen praktischen Erfahrungen im Landschaftsbau bei Ihnen die Unterstützung bekomme, um diese betriebliche Tradition fortzusetzen."

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