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Bewerbung auf Empfehlung durch Bekannte und Mitarbeiter

Bei einer Bewerbung auf Empfehlung bewerben Sie sich nicht auf eine konkrete Stellenausschreibung. Vielmehr haben Sie von Bekannten, Verwandten, Freunden oder Arbeits- oder Vereinskollegen einen Tipp bekommen, dass bei einem bestimmten Arbeitgeber eine konkrete Stelle intern zu besetzen ist bzw. Initiativbewerbungen grundsätzlich immer gerne gesehen werden. Die Tippgeber arbeiten dabei nicht unbedingt bei diesem Arbeitgeber. Um sich einen vermeintlichen Vorteil zu sichern, wollen viele Bewerber den Empfehlungsgeber im Anschreiben erwähnen. Aber damit sich so eine Empfehlungsangabe nicht nachteilig auswirkt, sind einige Dinge zu beachten. Besonders wichtig: Der Empfehlungsgeber ist immer nur der Aufhänger, aber nie der Grund für Ihre Bewerbung auf Empfehlung.


Keine Floskeln in der Einleitung verwenden

Oftmals wollen Bewerber einen Empfehlungsgeber gerne im Einleitungssatz erwähnen, greifen dabei aber auf Floskeln zurück, so dass die Anschreiben eher floskelhaft und nicht überzeugend beginnen:

"Sehr geehrte Frau Müller,

durch einen Mitarbeiter habe ich erfahren, dass Sie auf der Suche nach Facharbeitern im Bereich Mechatronik sind."

Eine andere floskelhafte Formulierung:

"Sehr geehrte Frau Müller,

von einem langjährigen Mitarbeiter habe ich erfahren, dass Sie im Bereich Vertrieb eine Stelle besetzen wollen und bewerbe mich daher bei Ihnen."

Oder solche allgemeinen Formulierungen lauten folgendermaßen:

"Sehr geehrte Frau Müller,

ich habe durch Bekannte erfahren, dass Sie Mitarbeiter suchen. Deshalb bewerbe ich mich bei Ihnen."

Mit solchen Formulierungen verschaffen Sie sich keine Vorteile, obwohl Sie sich dies mit der Angabe eines Empfehlungsgebers eigentlich erhoffen. Sie erwecken mit solchen Formulierungen eher den Eindruck, als wenn Sie sich nicht aus eigenem Antrieb bewerben würden. Der Arbeitgeber könnte zum Beispiel zudem denken, dass empfehlungsgebende Mitarbeiter betriebsinterne Informationen unbefugt weitergegeben haben. Einige Arbeitgeber können dies als negativ empfinden und diese negative Bewertung auf den Bewerber übertragen.

Außerdem nutzt Ihnen eine Bewerbung auf Empfehlung wenig, wenn der Arbeitgeber aufgrund der Anonymität keinen Bezug zwischen sich und dem Empfehlenden herstellen kann. Außerdem sollte der Grund für eine Bewerbung bei einem Arbeitgeber nicht nur eine ungeprüfte Empfehlung sein. So ist es viel überzeugender, wenn Sie auch tatsächliche Gründe nennen könnten, die Sie am Arbeitgeber und an der potentiellen Stelle gut finden.


Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung auf Empfehlung

  • Namensnennung des Empfehlungsgebers: Wenn Ihr Empfehlungsgeber Ihnen seinen derzeitigen Arbeitgeber empfiehlt, dann sollten Sie sich in der Bewerbung auch immer namentlich auf ihn beziehen. Wenn Sie einfach nur von einem Mitarbeiter oder Bekannten schreiben, dann kann die angeschriebene Person keine Zuordnung treffen, so dass die Empfehlung verpufft. Denn eine Empfehlung durch eine anonyme Person ist nicht sinnvoll. Bei sehr großen Unternehmen kann es zudem sinnvoll sein, die berufliche Funktion anzugeben, so dass der Empfehlungsgeber besser zugeordnet werden kann. Sie sollten mit Ihrem Empfehlungsgeber allerdings vorher klären, ob eine Namensnennung überhaupt erwünscht ist. Denn die Weitergabe von Informationen zu möglichen internen Vakanzen ist manchmal heikel. Wenn eine Namensnennung nicht gewünscht ist, dann verzichten Sie am besten komplett auf die Nennung eines Empfehlungsgebers. Darüber hinaus sollte Sie auf die Nennung eines Empfehlungsgebers verzichten, wenn dieser keinen aktuellen und näheren Bezug zum empfohlenen Arbeitgeber hat.
  • Empfehlungsgeber muss gut beleumdet sein: Sie müssen auf irgendeine Weise herausfinden, ob Ihr Empfehlungsgeber überhaupt beim Arbeitgeber gut angesehen ist. Von einem positiven Ansehen ist umso eher auszugehen, je länger der Empfehlende beim Arbeitgeber schon arbeitet. Finden Sie im Gespräch mit dem Empfehlungsgeber heraus, wie das Verhältnis zu den Vorgesetzten und zu den Kollegen ist. Wenn der Empfehlungsgeber eher schlecht über Vorgesetzte und Arbeitsbedingungen berichtet, dann ist Vorsicht geboten.
  • Gründe für Empfehlung angeben: Wenn Sie sich schon auf einen internen Mitarbeiter beziehen, dann sollten Sie immer auch schreiben, was der Empfehlungsgeber für positive Sachverhalte über den Arbeitgeber mitgeteilt hat. (zum Beispiel: gutes Betriebsklima, gute Auftragslage, anspruchsvolle Aufgaben, flexible Arbeitszeiten). Am besten ist es aber, wenn sich in einem Gespräch herauskristallisiert, dass der Arbeitgeber Mitarbeiter mit ganz speziellen Qualifikationen sucht, die Sie mitbringen. Darauf können Sie sich dann schon in der Einleitung und im weiteren Anschreiben beziehen. Mit der Nennung von nachvollziehbaren Gründen verleihen Sie Ihrer Einleitung und Ihrem gesamten Anschreiben mehr Substanz.
  • Empfehlungsgeber muss über Sie informiert sein: Falls Ihre Bewerbung beim Arbeitgeber positiv aufgenommen wird, wird der Empfehlende unter Umständen über Sie befragt. Er sollte dann wenigstens über Ihre wichtigsten beruflichen Stationen und fachlichen Stärken Auskunft geben und Sie auch wirklich etwas ausführlicher als passenden Mitarbeiter empfehlen können.

Formulierungen für die Bewerbung auf Empfehlung

Wie bisher schon angedeutet: Der Empfehlungsgeber ist immer nur der Aufhänger, aber nie der Grund für eine Bewerbung. Wichtig ist, dass Sie sich mit der Stelle und dem Arbeitgeber auch inhaltlich auseinandersetzen. Diese inhaltliche Auseinandersetzung muss in Ihrem Anschreiben erkennbar sein. Zudem ist es wichtig, dass Sie Ihre beruflichen Qualifikationen und Erfahrungen in Bezug zu den Anforderungen der potentiellen Stelle darstellen. Und nur wenn Ihre Argumentation auch schlüssig ist, werden Sie im Anschreiben überzeugen. Deshalb können Sie einen Empfehlungsgeber durchaus im Betreff und in der Einleitung nennen, aber nur mit Beachtung der obigen Tipps können Sie Ihr Anschreiben individuell gestalten. Folgende Formulierung dient Ihnen als Muster:

"Sehr geehrte Frau Müller,

Ihr langjähriger Mitarbeiter in der Abteilung Konstruktion, Herr Meier, hat mir vom sehr guten Betriebsklima, von der guten Auftragslage und vom Bedarf an qualifizierten Zerspanungsmechanikern berichtet. Als berufserfahrene Fachkraft in den Bereichen Konstruktion und Zerspanung ist meine Bewerbung sicherlich von Interesse für Sie."

Eine weitere beispielhafte Formulierung:

"Sehr geehrte Frau Müller,

Ihr Mitarbeiter, Herr Schulze, hat mir Ihr Unternehmen empfohlen, weil es innovativ und sehr mitarbeiterfreundlich sei. Die potentiellen Aufgaben als Einkäuferin für technische Produkte erledige ich schon seit vier Jahren mit Erfolg. Da ich gerne in einem Unternehmen der ABC-Branche arbeiten möchte, bewerbe ich mich um die Stelle als Kaufmännische Sachbearbeiterin."

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