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Bewerbung persönlich abgeben

Neben dem Versand der Bewerbung per Post, per Bewerbungsformular oder E-Mail haben Sie auch noch die Möglichkeit, Ihre Bewerbung persönlich abzugeben. Diese Möglichkeit ist nachvollziehbarerweise durch die Entfernung zwischen Wohnort und dem Sitz des Arbeitgebers eingeschränkt. Eine persönliche Abgabe der Bewerbungsunterlagen ist allerdings nur in Ausnahmefällen sinnvoll, da das Ziel, Initiative zu zeigen und einen guten persönlichen Eindruck beim Entscheider zu hinterlassen, nur selten gelingt.


Wann ist die persönliche Abgabe der Bewerbung sinnvoll?

Eine persönliche Abgabe der Bewerbung ist immer dann sinnvoll, wenn Sie mit der Übergabe gleich einen guten persönlichen Eindruck hinterlassen und mit dem Ansprechpartner ins Gespräch kommen wollen. Bei standardisierten Personalauswahlverfahren dagegen bringt es keine Vorteile, die Bewerbung persönlich abzugeben. Daraus ergibt sich schon die erste Schlussfolgerung: die persönliche Abgabe der Bewerbung ist bei kleinen Arbeitgebern sinnvoller als bei großen Arbeitgebern. Grundsätzlich kann die persönliche Übergabe der Bewerbung vor allem in folgenden Situationen sinnvoll sein:

  • Wenn es sich beim Job um einfache Tätigkeiten handelt.
  • Wenn Sie sich um Praktika, Nebenjobs oder Aushilfsstellen bewerben.
  • Wenn Sie sich in Mangelberufen bzw. seltenen Berufen bewerben.
  • Wenn der Betrieb inhabergeführt und klein ist, so dass Sie die Bewerbung gleich an die Inhaberin oder an den Inhaber übergeben können.
  • Wenn Sie zur persönlichen Übergabe aufgefordert werden.
  • Wenn im Job das Erscheinungsbild eine größere Rolle spielt (zum als Verkäuferin oder Fitnesstrainer).
  • Wenn Sie ein Bewerber mit "Makeln" (zum Beispiel langjährige Lücken aufgrund von Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Familienzeit oder schlechte Noten) sind, der selten zu persönlichen Gesprächen eingeladen wird.

Bei einer persönlichen Übergabe der Bewerbung kommen Sie im Idealfall mit Inhabern oder Mitarbeitern des Arbeitgebers ins Gespräch. Der große Nachteil der persönlichen Abgabe besteht allerdings dann darin, dass Sie mündlich überzeugend auftreten müssen und dass Sie im übergebenden Anschreiben nicht mehr auf diese Gesprächsinhalte eingehen können. Gerade bei Initiativbewerbungen ist es daher eine Alternative, wenn Sie vor dem Schreiben der Bewerbung ein Telefonat mit dem jeweiligen Arbeitgeber führen. So erfahren Sie gleich, ob die Stelle noch zu besetzen ist und welcher Bewerbungsweg gewünscht wird. Manchmal sagen die Gesprächspartner dann auch: "Ja, kommen Sie gerne vorbei und wir besprechen uns miteinander."


Der erste Eindruck zählt

Wie Sie sicherlich wissen, ist der erste Eindruck besonders wichtig, um Sympathien aufzubauen. Das ist gerade der große Vorteil der persönlichen Übergabe. Mit einem freundlichen, seriösen und selbstsicheren Auftreten können Sie somit einen Vorteil erzielen. Bei größeren Arbeitgebern ist diese Bewerbungsmethode deswegen nicht praktikabel, da es eigene Personalabteilungen gibt und die Personalauswahl stark standardisiert ist. Zudem gehen auf eine Stellenanzeige sehr viele Bewerbungen ein.

Wenn Sie die Bewerbung persönlich abgeben wollen, dann sollten Sie immer versuchen, die Bewerbung dem vermutlichen Ansprechpartner für die Personalauswahl (Inhaberin, Filialleiter, Personalsachbearbeiter) direkt zu übergeben und ein kurzes Gespräch zu führen. Wenn Sie Ihre Bewerbung nur einem Angestellten oder dem Pförtner übergeben können, dann verpufft der Vorteil einer persönlichen Abgabe der Bewerbung.

Für die persönliche Übergabe der Bewerbung ist eine Bewerbungsmappe angebracht. Damit fahren oder gehen Sie also zum jeweiligen Arbeitgeber und fragen am Empfang oder (bei sehr kleinen Unternehmen) in einem Büro nach dem richtigen Ansprechpartner für die Personalauswahl, da Sie gerne Ihre Bewerbung persönlich abgeben wollen. Setzen Sie die Angestellten dabei aber nicht unter Druck: wenn keine persönliche Abgabe möglich ist, dann bitten Sie freundlich um Weiterleitung Ihrer Bewerbungsunterlagen.

Probleme bei der persönlichen Übergabe der Bewerbungsunterlagen

Das größte auftretende Hauptproblem besteht darin, dass Sie den gewünschten Ansprechpartner gar nicht antreffen bzw. dieser beschäftigt ist, so dass Sie die Bewerbung bei der Sekretärin, dem Pförtner oder einem anderen Mitarbeiter abgeben müssen. Dann investieren Sie selbst Zeit und Fahrtkosten, aber ohne den Vorteil der persönliche Abgabe nutzen zu können. Diesem Risiko sollten Sie sich immer bewusst sein.

Außerdem müssen Sie immer davon ausgehen, dass die gewünschten Ansprechpartner nur wenig Zeit haben. Deshalb bereiten Sie sich auf das Gespräch immer gut vor. In einigen kurzen Sätzen müssen Sie Ihr Anliegen darstellen können. Arbeiten Sie auch einige wenige konkrete Fragen vor, die Ihr Interesse zeigen und die Sie im persönlichen Gespräch stellen können. Die Fragen können sich um die Aufgaben und das Unternehmen drehen.

Schlussendlich sollten Sie bei Ihren Überlegungen bedenken, dass die persönliche Abgabe der Bewerbung nicht von allen Ansprechpartnern positiv gesehen wird, vor allem weil die Übergabe den Inhabern oder Personalleitern wertvolle Zeit kostet. Je nachdem wie man Ihnen dies mitteilt, bekommen Sie aber auch schon einmal einen persönlichen Eindruck vom jeweiligen Arbeitgeber, der sehr wertvoll sein kann.

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