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Absage nach VG - XING-Nachricht an Gesprächspartner?
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Jobangebot absagen - Formulierung? << Zurück :: Weiter >> Diskriminierung im Bewerbungsverfahren erlebt?  
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tanda
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 06.03.2013
Beiträge: 233
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet / Südhessen, bei Darmstadt

BeitragVerfasst am: 30.12.2016, 23:06    Titel: Absage nach VG - XING-Nachricht an Gesprächspartner?

Hallo,

vor kurzem hatte ich ein Vorstellungsgespräch. Einige Tage später bekam ich eine telefonische Absage. Als Grund wurde mir gesagt, dass meine Gehaltsvorstellung zu hoch sei. Ich hatte diese im Anschreiben angegeben und auf Nachfrage geantwortet, dass die Summe als Verhandlungsbasis gedacht sei. Bei der telefonischen Absage wurde mir gesagt, dass das Bruttojahresgehalt über 5.000 Euro geringer wäre. Die Personalerin sagte mir, dass sie mich in der zweiten Runde gesehen hätte, ich aber wegen der großen Differenz zwischen Gehaltsvorstellung und Budget für die Stelle vom Abteilungsleiter aussortiert worden sei. Jetzt bin ich traurig, weil im Gespräch alles gut gepasst hat und es nur am Gehalt gescheitert ist, obwohl das Gehaltsthema im VG nicht angesprochen wurde.

Ein ehemaliger Arbeitskollege hat auch mal nach dem VG eine Absage erhalten. Einige Zeit später hat er dem Abteilungsleiter über XING geschrieben, dass er nach wie vor Interesse an der Stelle hat und für den Fall, dass wieder eine solche Stelle zu besetzen ist, um Kontaktaufnahme gebeten. Einige Monate später, als klar war, dass eine Kollegin die Probezeit nicht übersteht, wurde er vom Abteilungsleiter über XING kontaktiert und gefragt, ob er noch Interesse an der Stelle hat, dann zum Probearbeitstag eingeladen und schließlich eingestellt. Konkurrenz hatte er zu diesem Zeitpunkt keine mehr, denn die freiwerdende Stelle wurde nicht erneut ausgeschrieben.

Jetzt überlege ich, ob und wie ein solches XING-Schreiben an den Abteilungsleiter auch in meiner Situation sinnvoll ist. Ich würde wirklich gerne in diesem Unternehmen arbeiten, hatte nur das Gehaltspotenzial für die Stelle überschätzt, weil ich dachte, dass große Unternehmen besser bezahlen. Mit 6.000-7.000 Euro weniger wäre ich auch einverstanden gewesen. Leider hat mir niemand das für die Stelle geplante Bruttojahresgehalt verraten. Wie formuliert man ein solches XING-Schreiben am besten? Sollte ich auf das Gehaltsthema eingehen oder besser nicht?
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Bewerber






Verfasst am:     Titel: Empfehlungen



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BlackDiamond
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 12.06.2016
Beiträge: 636

BeitragVerfasst am: 30.12.2016, 23:29    Titel:

Naja, was heißt hier "dass es NUR am Gehalt gescheitert ist" - das Gehalt ist nunmal eine wichtige Komponente und fast alle Unternehmen, die ich kenne, laden eben bei zu hohen Gehaltsdifferenzen auch nicht weiter ein, hat ja auch wenig Sinn.

Ich staune hier manchmal auch, wenn ich lese, was so bei der Gehaltsangabe geschrieben wird. Da wird anderen geraten, doch einfach nochmal kräftig was draufzulegen, denn Gehalt wäre doch verhandelbar und dann könnte man sich locker in der Mitte trefffen. Klar, viele Branchen sind unterschiedlich, aber ich kenne doch einige. Ich kenne es aber nur ausnahmslos so, dass man die Gehaltsvorstellung eines Bewerbers ernst nimmt und wenn die nicht zumindest grob in die Gehaltsstruktur des Unternehmens passt, wird derjenige halt gar nicht eingeladen und das wars. Und dass einer oder mehrere wegen zu hoher Gehaltsvorstellung von vorne herein rausfällt, kommt bei fast jeder Stellenausschreibung vor. Ich wäre da immer vorsichtig.

Klar, du kannst das so machen, ich würde denjenigen aber über seine Firmen-e-mail anschreiben und nicht über xing oder Linkedin. Immer vorausgesetzt, dass du ihn persönlich kennengelernt hast, und dann hast du ja auch seine e-mail Adresse.

Ob das hier der Fall sein wird, dass derjenige die Probezeit nicht übersteht und ob du dann auch noch frei sein wirst, wäre allerdings schon ziemlich viel des Zufalls. Schließlich werden bis dahin höchstwahrscheinlich 6 Monate Zeit vergehen.
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tanda
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 06.03.2013
Beiträge: 233
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet / Südhessen, bei Darmstadt

BeitragVerfasst am: 31.12.2016, 09:49    Titel:

BlackDiamond hat Folgendes geschrieben:
Naja, was heißt hier "dass es NUR am Gehalt gescheitert ist" - das Gehalt ist nunmal eine wichtige Komponente und fast alle Unternehmen, die ich kenne, laden eben bei zu hohen Gehaltsdifferenzen auch nicht weiter ein, hat ja auch wenig Sinn.

Klar, du kannst das so machen, ich würde denjenigen aber über seine Firmen-e-mail anschreiben und nicht über xing oder Linkedin. Immer vorausgesetzt, dass du ihn persönlich kennengelernt hast, und dann hast du ja auch seine e-mail Adresse.

Ob das hier der Fall sein wird, dass derjenige die Probezeit nicht übersteht und ob du dann auch noch frei sein wirst, wäre allerdings schon ziemlich viel des Zufalls. Schließlich werden bis dahin höchstwahrscheinlich 6 Monate Zeit vergehen.


Aber ich wurde ja eingeladen, nachdem ich auf die E-Mail-Nachfrage geantwortet hatte, dass die Summe eine Verhandlungsbasis ist. Erst nach dem VG bin ich ausgeschieden, obwohl das Gehalt darin gar nicht thematisiert wurde und es sowohl fachlich als auch auf der persönlichen Ebene wirklich gut gepasst hat. Weinen

In der Probezeit kann man jederzeit rausfliegen. Klar können noch mehrere Monate vergehen aber ich bin zurzeit in einem befristeten Arbeitsverhältnis, das Ende September ausläuft. Natürlich ist die Chance, dass sich dort noch etwas für mich ergibt, eher gering aber trotzdem könnte ich sie nutzen. Bei einem ehemaligen Kollegen hat es auf diese Weise geklappt.
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TheGuide
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 12.07.2013
Beiträge: 9746

BeitragVerfasst am: 31.12.2016, 10:54    Titel:

Wenn du wirklich der Auffassung bist, dass deine Gehaltsforderung der ausschlaggebende Grund für deine Nichteinstellung war - woher weißt du das? Ist das mehr als nur Spekulation? - dann würde ich das auch erwähnen. Wobei 6 - 7.000 Tacken im Jahr weniger schon eine Hausnummer ist...
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tanda
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 06.03.2013
Beiträge: 233
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet / Südhessen, bei Darmstadt

BeitragVerfasst am: 31.12.2016, 11:07    Titel:

TheGuide hat Folgendes geschrieben:
Wenn du wirklich der Auffassung bist, dass deine Gehaltsforderung der ausschlaggebende Grund für deine Nichteinstellung war - woher weißt du das? Ist das mehr als nur Spekulation? - dann würde ich das auch erwähnen. Wobei 6 - 7.000 Tacken im Jahr weniger schon eine Hausnummer ist...


Ja, ich weiß, dass alles über 5.000 Euro wohl schon grenzwertig ist. Dass meine zu hohe Gehaltsvorstellung ausschlaggebend für die Absage war, weiß ich ja vom Telefonat mit der Personalerin, die mir die Absage telefonisch mitgeteilt hat.
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BlackDiamond
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 12.06.2016
Beiträge: 636

BeitragVerfasst am: 31.12.2016, 12:30    Titel:

Aber bitte auch nicht vergessen, dass es eben andere gab, die zum zweiten Gespräch eingeladen wurden, bei denen nicht nur die Gehaltsvorstellung in den Rahmen passte, sondern die auch fachlich überzeugt haben. Und von denen ist es dann eine geworden. Ob du der finale Kandidat geworden wärst, wenn deine Gehaltsvorstellung von vorne herein besser gepasst hätte, ist ja auch nicht gesagt.

Dass "alles über 5.000 grenzwertig ist" kann man so auch nicht generell sagen. Das kommt auf den Job, die Gehaltsklasse, die Branche und das Unternehmen an.
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tanda
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 06.03.2013
Beiträge: 233
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet / Südhessen, bei Darmstadt

BeitragVerfasst am: 31.12.2016, 12:57    Titel:

BlackDiamond hat Folgendes geschrieben:
Aber bitte auch nicht vergessen, dass es eben andere gab, die zum zweiten Gespräch eingeladen wurden, bei denen nicht nur die Gehaltsvorstellung in den Rahmen passte, sondern die auch fachlich überzeugt haben. Und von denen ist es dann eine geworden. Ob du der finale Kandidat geworden wärst, wenn deine Gehaltsvorstellung von vorne herein besser gepasst hätte, ist ja auch nicht gesagt.

Dass "alles über 5.000 grenzwertig ist" kann man so auch nicht generell sagen. Das kommt auf den Job, die Gehaltsklasse, die Branche und das Unternehmen an.


Vor Weihnachten waren lediglich die Erstgespräche. Und es wurden zwei Personen für diese Stelle gesucht. Die Entscheidung, welche beiden Bewerber die Stellen bekommen, kann also noch gar nicht gefallen sein.

Ich meinte, dass alles über 5.000 € Differenz zwischen Bruttojahresgehalt und Budget für die Stelle wohl zu grenzwertig ist.


Zuletzt bearbeitet von tanda am 31.12.2016, 14:28, insgesamt einmal bearbeitet
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BlackDiamond
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 12.06.2016
Beiträge: 636

BeitragVerfasst am: 31.12.2016, 14:00    Titel:

tanda hat Folgendes geschrieben:


Vor Weihnachten waren lediglich die Erstgespräche. Und es wurden zwei Personen für diese Stelle gesucht. Die Entscheidung, welche beiden Bewerber die Stellen bekommen, kann also noch gar nicht gefallen sein.


Ändert aber nichts am Fakt, dass es auch nach dem ersten Aussieben anscheinend noch immer genügend Bewerber gibt, unter denen sie die finalen Kandidaten aussuchen können. Ob die endgültige Entscheidung schon gefallen ist, ist doch nicht so wichtig, du bist halt nun mal leider raus. Ich würde mich auch nicht so sehr an der zu hohen Gehaltsforderung aufhängen. Das war der zentrale Punkt, aber es kann ja gut sein, dass es noch einen oder zwei andere Punkte gab, weshalb deine Bewerbung für diese Stelle nicht so gut gepasst hat, aber das muss sie dir ja nicht mitteilen, die zu hohe Gehaltsforderung ist ja KO Kriterium genug.

Zitat:
Ich meinte, dass alles über 5.000 € Differenz zwischen Bruttojahresgehalt und Budget für die Stelle wohl zu grenzwertig ist.

Ja, da hast du sicher recht, ich hatte es mir auch fast gedacht, wollte es aber so generell nicht stehen lassen, falls es andere sehen und daraus falsche Schlüsse ziehen.

Sag mal, wenn du 6-7000 Euro drüber lagst, du den Job aber gerne gehabt und auch für diesen Betrag weniger gemacht hättest, hast du aber auch sauber daneben gelegen, hm? Naja, beim nächsten mal wirds besser laufen. Wer weiß, wofür es gut war, sag ich immer.
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tanda
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 06.03.2013
Beiträge: 233
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet / Südhessen, bei Darmstadt

BeitragVerfasst am: 31.12.2016, 14:20    Titel:

BlackDiamond hat Folgendes geschrieben:
Sag mal, wenn du 6-7000 Euro drüber lagst, du den Job aber gerne gehabt und auch für diesen Betrag weniger gemacht hättest, hast du aber auch sauber daneben gelegen, hm? Naja, beim nächsten mal wirds besser laufen. Wer weiß, wofür es gut war, sag ich immer.


Ja, da habe ich wohl zu viel daneben gelegen. Traurig

Ich gebe jetzt im Anschreiben generell das Bruttojahresgehalt um 2.000 € geringer an und signalisiere mit dem Wort "Bereich" meine Verhandlungsbereitschaft, so dass deswegen keine Nachfragen mehr nötig sind.
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Zerschmetterling
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 14.01.2015
Beiträge: 332
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 31.12.2016, 14:36    Titel:

Meine persönliche Vermutung (wirklich nur eine Vermutung) ist, dass das Gehalt nicht DAS entscheidende Out-Kriterium war. Denn in aller Regel wird man, wenn das Wunschgehalt so extrem von dem abweicht, was das Unternehmen zahlen will/kann, nicht mal zum VG eingeladen - es sei denn vielleicht, es ist eine Experten-Stelle, deren Anforderungen extrem speziell sind und für die nur wenige Bewerber überhaupt in Frage kommen. Es wurde Dir eben so mitgeteilt, weil die Angabe anderer Gründe dem AG Probleme bereiten könnte.

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr Cool Lachen

LG Zerschmetterling
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tanda
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 06.03.2013
Beiträge: 233
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet / Südhessen, bei Darmstadt

BeitragVerfasst am: 31.12.2016, 14:55    Titel:

Zerschmetterling hat Folgendes geschrieben:
Meine persönliche Vermutung (wirklich nur eine Vermutung) ist, dass das Gehalt nicht DAS entscheidende Out-Kriterium war. Denn in aller Regel wird man, wenn das Wunschgehalt so extrem von dem abweicht, was das Unternehmen zahlen will/kann, nicht mal zum VG eingeladen - es sei denn vielleicht, es ist eine Experten-Stelle, deren Anforderungen extrem speziell sind und für die nur wenige Bewerber überhaupt in Frage kommen. Es wurde Dir eben so mitgeteilt, weil die Angabe anderer Gründe dem AG Probleme bereiten könnte.


Nein, das glaube ich nicht. Die Personalerin hat mich ja extra angerufen, um mir telefonisch die Absage begründen zu können. Und da meinte sie, dass es fachlich und persönlich gut gepasst hat, der Fachvorgesetzte mich aber wegen meiner zu hohen Gehaltsvorstellung nicht in die zweite Runde gelassen hat. Und vor der Einladung zum Vorstellungsgespräch hatte sie extra bei mir per E-Mail nachgefragt, ob Verhandlungsspielraum besteht.
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FRAGEN
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 22.07.2006
Beiträge: 12165

BeitragVerfasst am: 31.12.2016, 15:20    Titel:

tanda hat Folgendes geschrieben:
Und da meinte sie, dass es fachlich und persönlich gut gepasst hat, der Fachvorgesetzte mich aber wegen meiner zu hohen Gehaltsvorstellung nicht in die zweite Runde gelassen hat.


DAS wiederum klingt für mich jetzt komisch. Ist es denn der Job des FACHvorgesetzten, über das Budget zu entscheiden bzw. jemanden aus solchen Gründen abzulehnen? Wäre DER nicht eher für die inhaltliche Ebene... und die Personalabteilung im Zweifel für das Gehaltsthema zuständig?
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tanda
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 06.03.2013
Beiträge: 233
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet / Südhessen, bei Darmstadt

BeitragVerfasst am: 31.12.2016, 15:25    Titel:

FRAGEN hat Folgendes geschrieben:
tanda hat Folgendes geschrieben:
Und da meinte sie, dass es fachlich und persönlich gut gepasst hat, der Fachvorgesetzte mich aber wegen meiner zu hohen Gehaltsvorstellung nicht in die zweite Runde gelassen hat.


DAS wiederum klingt für mich jetzt komisch. Ist es denn der Job des FACHvorgesetzten, über das Budget zu entscheiden bzw. jemanden aus solchen Gründen abzulehnen? Wäre DER nicht eher für die inhaltliche Ebene... und die Personalabteilung im Zweifel für das Gehaltsthema zuständig?


Das weiß ich nicht. Vielleicht gab es ein Gesamtbudget für beide Stellen zusammen und er wollte die beiden Neueinzustellenden nicht unterschiedlich bezahlen.
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cre
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 22.06.2016
Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: 31.12.2016, 16:00    Titel:

BlackDiamond hat Folgendes geschrieben:

Ich staune hier manchmal auch, wenn ich lese, was so bei der Gehaltsangabe geschrieben wird. Da wird anderen geraten, doch einfach nochmal kräftig was draufzulegen, denn Gehalt wäre doch verhandelbar und dann könnte man sich locker in der Mitte trefffen. Klar, viele Branchen sind unterschiedlich, aber ich kenne doch einige. Ich kenne es aber nur ausnahmslos so, dass man die Gehaltsvorstellung eines Bewerbers ernst nimmt und wenn die nicht zumindest grob in die Gehaltsstruktur des Unternehmens passt, wird derjenige halt gar nicht eingeladen und das wars. Und dass einer oder mehrere wegen zu hoher Gehaltsvorstellung von vorne herein rausfällt, kommt bei fast jeder Stellenausschreibung vor. Ich wäre da immer vorsichtig.


Hier muss ich einmal uneingeschränkt zustimmen. Ich habe es schon einmal an anderer Stelle geschrieben, Gehaltsverhandlungen sind kein türkischer Basar.
Ich sehe da jetzt nämlich gleich zwei Probleme bei dir. Zunächst einmal zahlt der Arbeitgeber dank der AG-Anteile sogar noch mehr als dein Bruttogehalt. 6-7.000 mehr sind dann ja ca 10.000 mehr für ihn (grob geschätzt ohne Anspruch auf Richtigkeit)
Wenn du allerdings gleichzeitig bereit bist dich um 500 Euro im Monat runter handeln zu lassen, ja das zeigt ja das du eigentlich kein Durchsetzungsvermögen hast oder deinen eigenen Wert nicht kennst.
Ich würde auch nie dazu schreiben, dass es eine Verhandlungsbasis ist. Wenn sonst alles passt und es nur am Geld scheitert, wird der AG schon was dazu sagen.

Außerdem hat die Personalerin dir zwar gesagt, das es nur am Geld lag, dass heißt aber nicht das du die Stelle automatisch bekommen hättest wenn deine Gehaltsangaben niedriger gewesen wären.


Letztlich spricht nichts dagegen den AG noch einmal anzuschreiben, dich noch einmal für das freundliche Gespräch zu bedanken und zu signalisieren das du auch weiterhin INteresse hast. Vom Gehalt würde ich gar nicht reden, dass würde dann die neue Runde ergeben.
Aber darauf hoffen das hier noch etwas passiert würde ich nicht, sondern mich lieber weiter bewerben und beim nächsten Mal die Gehaltsvorstellungen etwas realistischer machen.
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tanda
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 06.03.2013
Beiträge: 233
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet / Südhessen, bei Darmstadt

BeitragVerfasst am: 31.12.2016, 16:19    Titel:

cre hat Folgendes geschrieben:
BlackDiamond hat Folgendes geschrieben:

Ich staune hier manchmal auch, wenn ich lese, was so bei der Gehaltsangabe geschrieben wird. Da wird anderen geraten, doch einfach nochmal kräftig was draufzulegen, denn Gehalt wäre doch verhandelbar und dann könnte man sich locker in der Mitte trefffen. Klar, viele Branchen sind unterschiedlich, aber ich kenne doch einige. Ich kenne es aber nur ausnahmslos so, dass man die Gehaltsvorstellung eines Bewerbers ernst nimmt und wenn die nicht zumindest grob in die Gehaltsstruktur des Unternehmens passt, wird derjenige halt gar nicht eingeladen und das wars. Und dass einer oder mehrere wegen zu hoher Gehaltsvorstellung von vorne herein rausfällt, kommt bei fast jeder Stellenausschreibung vor. Ich wäre da immer vorsichtig.


Wenn du allerdings gleichzeitig bereit bist dich um 500 Euro im Monat runter handeln zu lassen, ja das zeigt ja das du eigentlich kein Durchsetzungsvermögen hast oder deinen eigenen Wert nicht kennst.
Ich würde auch nie dazu schreiben, dass es eine Verhandlungsbasis ist. Wenn sonst alles passt und es nur am Geld scheitert, wird der AG schon was dazu sagen.

Außerdem hat die Personalerin dir zwar gesagt, das es nur am Geld lag, dass heißt aber nicht das du die Stelle automatisch bekommen hättest wenn deine Gehaltsangaben niedriger gewesen wären.

Letztlich spricht nichts dagegen den AG noch einmal anzuschreiben, dich noch einmal für das freundliche Gespräch zu bedanken und zu signalisieren das du auch weiterhin INteresse hast. Vom Gehalt würde ich gar nicht reden, dass würde dann die neue Runde ergeben.
Aber darauf hoffen das hier noch etwas passiert würde ich nicht, sondern mich lieber weiter bewerben und beim nächsten Mal die Gehaltsvorstellungen etwas realistischer machen.


Der Wert eines Bewerbers entspricht nicht immer dem erzielbaren Marktpreis. Trotz angeblichem Fachkräftemangel sind die Gehälter auch bei Konzernen tiefer im Keller als ich dachte. Traurig

Wenn man im Anschreiben die Gehaltsvorstellung nennt und schreibt "im Bereich von xx.xxx Euro brutto pro Jahr" signalisiert man Verhandlungsbereitschaft. Das kann dafür entscheidend sein, ob man eingeladen wird oder nicht, wenn man etwas drüber liegt. Die Personalerin hatte mich ja nur vorab kontaktiert, weil sie aus der Formulierung im Anschreiben nicht erkennen, ob überhaupt ein Spielraum nach unten besteht.

Mit einer niedrigeren Gehaltsvorstellung wäre ich in die zweite Runde gekommen.

Natürlich werde ich mich weiter bewerben und mache mir keine großen Hoffnungen, dass es bei diesem Unternehmen doch noch klappt.
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