Abschluss Bewerbungsschreiben - Schlussformulierung

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 16.10.2011, 22:52

Solche Nuancen sind m. E. reine Geschmackssache, Frnzsk. Was der eine "höflich" findet, betrachtet der nächst als "unterwürfig"... was dem einen "dynamisch" erscheint, ist für den nächsten "prollig". Wenn ich überhaupt etwas zu "Schluss-Sätzen sagen würde... dann, dass sie mit dem sonstigen Tonfall des Briefs in Einklang stehen sollten. Stilistische Brüche sind das einzige, was wirklich jedem mit Sicherheit negativ ins Auge sticht...

katharsis
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Schlusswort für Bewerbung

Beitrag von katharsis » 22.12.2011, 11:03

Hallo,

ich bewerbe mich zZt. um ein Praktikum im Rahmen meines Studiums in einer Klinik. Mein Vater hat mir das "organisiert" und meinte, ich solle mich dann dort schriftlich bewerben. Die Klinik ist 600 km (jepp) entfernt, daher werde ich in der Zeit bei meinem Vater wohnen.

Es wäre ja etwas bekloppt, am Schluss das übliche "über ein Bewerbungsgespräch", "über eine Einladung", "...würde ich mich freuen" rein zu schreiben, wenn ich den Praktikumsplatz sowieso bekomme (durch den Vater). Nun ja, kurz gesagt: Wie ersetze ich das adäquat? So nach dem Motto "über eine Reaktion auf meine Bewerbung würde ich mich sehr freuen". Aber vielleicht könnte man das etwas souveräner lösen.

Ach ... und meint ihr, in meinem speziellen Fall sei ein Lebenslauf notwendig? Wie gesagt, es ist ein Praktikum, welches ich bekomme (Chef = Arztkollege von Vater. Bewerbung = nur um das formal abzuwickeln).

Dankeschön

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 22.12.2011, 12:27

Hallo katharsis,

auch wenn Du das Praktikum schon in der Tasche hast, wirst du nicht umhin kommen, eine formale Bewerbung dort abzugeben. Schon alleine, um dem Arbeitgeber zu signalisieren, dass Du das Praktikum sehr ernst nimmst.

Denn die art deiner "Bewerbung" signalisiert der klinik deine Einstellung zu dem Praktikum. Und da es offensichtlich private Verbindungen zwischen den Verantwortlichen der klinik und deinem Vater gibt, kannst du davon ausgehen, dass man deinem Vater kontaktiert, sollte Deine bewerbung oberflächlich, halbherzig und / oder schlampig sein.

Davon abgesehen könnte eine zu lasche Bewerbung gar das Praktrikum gefährden. Denn es hat schon manchen jungen Menschen gegeben, der in einer vergleichbaren Situation sich des Praktikums sicher war, eine oberflächliche, unvollständige Formalbewerbung abgegeben hat und der arbeitgeber darauf entschieden hat, die Zusage zum Praktikum zurückzunehmen, da man die Ernsthaftigkeit der Motivation des Berwerbers in Frage stellte.

Deshalb wirst Du nicht umhin kommen, eine aussagekräftige Bewerbung nebst Lebenslauf und Anschreiben zu verfassen; und dabei bitte keinen Konjunktiv "würde", da er von personalverantwortlichen negativ ausgelegt wird.

Viele Grüße aus Duisburg

katharsis
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Beitrag von katharsis » 22.12.2011, 12:47

Okay, Danke. Ja, halbherzig sieht die Bewerbung ohnehin nicht aus. Sie ist schon ordentlich geschrieben, allerdings weiß ich nicht, wie ich das Schlusswort "anders" schreiben soll, eben auf dem Bezug auf das übliche "Vorstellungsgespräch", welches in meinem Falle nicht möglich wäre zu besuchen (bzw. nur unter äußersten Umständen). Was könnte ich ersatzweise schreiben? "Auf eine Reaktion auf meine Bewerbung freue ich mich."?

Dankeschön & Grüße

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 22.12.2011, 12:53

Hallo katharsis,

vor den geschilderten Hintergründen dürfte ausnahmsweise der folgende Abschluss zulässig sein:

"Ich freue mich sehr, das Praktikum in Ihrer Klinik in der zeit von xx bis yy anzutreten."

Viele Grüße aus Duisburg

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 22.12.2011, 13:31

Ich sehe das ein kleines Bisschen anders: WENN jemand trotz Zusage "unter der Hand" auf einer formellen Bewerbung besteht... dann wird derjenige sie auch richtig formell haben wollen. Dann kann der Hintergrund nämlich eigentlich nur sein, dass die Wirklichkeit (das vorab gesicherte "Zuschieben" der Stelle) für Aussenstehende nicht wahrnehmbar sein soll... woraus dann wiederum folgt, dass die Bewerbung sich von "komplett externen" äusserlich nicht unterscheiden darf. Wäre zumindest meine Meinung zum Thema....

PaddyB
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Schlusssatz, nachdem ich bereits eingeladen wurde

Beitrag von PaddyB » 08.11.2018, 10:56

Hi,
ich habe morgen ein Gespräch an einer Schule und würde gerne meine Bewerbung direkt da lassen. Hierbei findet das Gespräch dann allerdings direkt statt. Ein Schlussatz ala:
"Wenn ich Sie bis hierhin überzeugen konnte, freue ich mich sehr über die Einladung zu einem persönlichen Gespräch" fällt ja damit flach. Jemand eine Idee, wie man das umschiffen kann...?

Beste Grüße
Paddy

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TheGuide
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Re: Schlusssatz, nachdem ich bereits eingeladen wurde

Beitrag von TheGuide » 08.11.2018, 12:58

PaddyB hat geschrieben: "Wenn ich Sie bis hierhin überzeugen konnte, freue ich mich sehr über die Einladung zu einem persönlichen Gespräch"
Ganz abgesehen von deiner eigentlichen Frage ist der Satz eh suboptimal, da ihm der Zweifel, dass du überzeugen konntest inhärent ist. Und wenn du schon selbst an dir zweifelst, warum sollte dein Adressat von dir überzeugt sein? Ist also psychologisch ungeschickt? Überhaupt solltest hier keine Bedingungssätze bilden.

Es ist natürlich eine Frage der Einschätzung, ob du wirklich noch ein Anschreiben beibringen musst. Ein Anschreiben ist ja eigentlich ein Türöffner, aber du stehst längst in der Tür. Also sollten Zeugnisse und Lebenslauf meiner Einschätzung nach reichen. Wenn du dich aber mit Anschreiben sicherer fühlst, was ich verstehen würde, dann müsste dieses natürlich anders gestaltet sein. Es müsste von vornherein deutlich werden, dass das Anschreiben nach dem VG den Adressaten an deine Qualitäten erinnen soll.
Statt der Freude auf das VG müsste es die Freude auf die Zusammenarbeit ausdrücken.

PaddyB
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Beitrag von PaddyB » 13.11.2018, 09:10

Danke :)

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