Alles nur zum kotzen!!!!

Wie geht es weiter nach Absagen? Was kann daraus gelernt werden? Lass andere an deinen Erfahrungen teilhaben. Berichte über gute und schlechte Erfahrungen bei der Stellensuche.
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Hateself
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Alles nur zum kotzen!!!!

Beitrag von Hateself » 18.03.2018, 17:42

Immer wenn ich denke alle Unverschämtheiten und Irrsinn was Personaler von ein erwarten erlebt zu haben, werd ich immer wieder eines Besseren belehrt, hier mal zwei Beispiele:

Nr.1) Eine AUSBILDUNGS(!!!)stelle, die als Voraussetzung eine abgeschlossene Ausbildung in XYZ sehen wollen. Ich muss mich also ausbilden lassen, um mich ausbilden zu dürfen? Ist die Lebenswirklichkeit der Personaler schon so weit abgedriftet?! Hab mich zwar trzd beworben, aber so wie ich die Pappenheimer kenne, wird das eh nix.

Nr.2) Da schreibt und feilt man einen ganzen Tag an einer Initiativbewerbung und schickt es ab. Da flattert eine Absage: Begründung "überqualifiziert" (die btw dämlichste Aussage von allen wenn sich Personaler um die eigentlichen Gründe dank AGG drücken). Das geilste kommt aber erst noch: Für einen ähnlichen Beruf soll aber bitte schön erstmal ein 900h Praktikum vorweisen um überhaupt dort arbeiten zu dürfen. Aha, mir fehlt es also an Erfahrung, aber wenn ich Erfahrung sammeln will, bin ich also doch überqualifiziert? Oh, wie konnte ich es wagen, ein Abitur zu haben, srry, ich Unmensch =_=

Ey diesen Scheiß Personalerpisser, die eh nur durch Vitamin B sich in Papas Chefsessel kutschieren ließen, haben echt ein Knall heutzutage. Ich will am liebsten jeden einzelnen ein klatschen und ihre Einrichtung kurz und klein schlagen -.-

Ehrlich. Würde ich nicht das Ziel haben zu mein Freund zu ziehen und die Vorgaben des JC einhalten muss, kann ich mir das Bewerben komplett sein und Hausfrau werden, dann müsste ich mir nicht mehr scheiß antun =_= Gott wie ich diese Spacken hasse!!!!!

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 19.03.2018, 00:25

In dem einen Fall scheint es so zu sein, dass die Ansprüche bewusst sehr hoch geschraubt werden, um möglichst wenige Bewerbungen zu erhalten. Offenbar können die sich das leisten. Wer händeringend Bewerber benötigt, der macht so etwas nicht.

Im Falle der Überqualifizierung ist das etwas schwieriger. Es gibt nämlich die "echte" und die "falsche" Überqualifizierung.

Nehmen wir an, du hast einen Ausbildungsplatz anzubieten, den gut jemand mit einem Rwalschulabschluss machen kann. Realistisch ist heute in D, dass dafür trotzdem ein Abiturient genommen wird (was ein Problem für Realschüler darstellt). Der Abiturient ist nicht krass überqualifiziert. Jetzt kommt aber für diese Ausbildungsstelle - sagen wir mal des Bankkaufmanns - ein arbeitsloser Diplombetriebswirt auf die Idee sich zu bewerben. Der hat bereist eine höherwertige Ausbildung. Natürlich ist der überqualifiziert. Er wird mit seinem Gehalt unzufrieden sein und er wird sich in der Ausbildung langweilen, weil er fast alles, was er in der Ausbildung lernt, bereits viel komplizierter im Studium gemacht hat. Und was macht ein unglücklicher Arbeitnehmer? Entweder er kündigt oder er fällt aus (falsche Krankheiten, echte Krankheiten, psychosomatische Krankheiten ggf. sogar Burnout).
Wenn er krank ist oder feiert, blockiert er einen Arbeitsplatz, der nicht anderweitig besetzt werden kann, wenn er kündigt, zieht das wieder den ganzen Rattenschwanz von Bewerbungsprozess und Einarbeitung nach sich.
Hier haben wir es mit der "echten" Überqualifizierung zu tun und der Personaler tut schon aus Bewerbersicht gut daran, den Bewerber eben genau deswegen auszusortieren.

Dann gibt es noch die "falsche" Überqualifizierung. Das ist letztlich nur der Versuch, auf eine möglichst wenig verletzende Art zu sagen: "Wir wollen dich hier nicht haben, bewirb dich bloß nicht wieder bei uns." Über die tatsächliche Qualifikation besagt das gar nichts, kann sogar das Ggt. sein, dass man den Bewerber für absolut unterqualifiziert hält.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 19.03.2018, 00:39

Und noch mal etwas anderes, hateself: Ich verstehe ja, dass du Frust hast. Ich habe denselben Frust auch häufig genug verspürt. Ich habe mich eine zeitlang auf behördliche Stelle beworben in den gehobenen und in den höheren Dienst. Problem: Für den höheren Dienst hätte ich promoviert sein müssen, für den gehobenen durfte ich kein abgeschlossenes Studium haben. Und so saß ich zwischen den Stühlen, für die eine Stelle unter- für die andere überqualifiziert. Freilich ist der Grund hier für verpflichtende Promotion in der Ausbildung des höheren Dienstes, dass hier mehrere tausend Absolventen auf jährlich vielleicht zwanzig Stellen hereinbrechen. Da ist die Promotion schon ein hartes Kriterium, welches die Notwendigkeit einer Sichtung von mehreren tausend Bewerbungen erheblich reduziert.

Also, ich verstehe deinen Frust. Nur kann ich dir nur empfehlen zu lernen, konstruktiver damit umzugehen. Mit Hass erreichst du gar nichts. Und es wird dir auch nicht helfen, Personaler als "den Feind" zu sehen. Personaler machen ihren Job und der lautet, für vakante Stellen die bestmögliche Arbeitnehmerpersönlichkeit zu finden und den anderen auf nette und juristisch unanfechtbare Art und Weise zu verklickern, dass sie's nicht sind. Je nach Art und Weise, dass sie's nur diesmal nicht waren oder dass sie es niemals sein werden. Unternehmen sind nun mal keine Wohltätigkeitsvereine und selbst die müssen mit ihrem Geld umgehen.

JohnDoe_99
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Beitrag von JohnDoe_99 » 21.03.2018, 17:00

Wenn du mit Mega Referenzen und fast 5 Jahre erfolglos auf Jobsuche bist, wird es mehr als Frust.

Ich bin bereits krank geworden durch die Absagen und habe Frau und Familie verloren.

Ich kenne dieses "uberqualifiziert". Für die angestrebte Position zu gering Qualifiziert, und für eine der nachweisbaren Qualifikationen zu teuer.

Geh irgendwo ein Klo putzen und lebe einfach glücklich, fast 5 Jahre Job suche ohne Erfolg macht dich kaputt.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 21.03.2018, 19:00

Ja John Doe, du versuchts aber auch auf Deibel komm raus dich auf Stellen zu bewerben, die du formal nicht packst und erwartest, dass der Personaler mit dir ein Risiko eingeht, welches er mit deinem Mitbewerber nicht eingeht. Wenn dein Mitbewerber sich als Nulpe herausstellt, kann der Personaler sagen: Die Papiere haben gestimmt, stand alles schwarz auf weiß da. Wenn du dich als Nulpe herausstellst, steht der Personaler doof da: Er hat mir aber sein Wort gegeben. Außerdem hast du ja einen Job.

JohnDoe_99
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Beitrag von JohnDoe_99 » 22.03.2018, 10:12

Ich bewerbe mich auf Positionen die ich aktuell auch ausführe.

Sogar seit paar Wochen vom aktuellen Arbeitgeber bestätigt.

Also nix von wegen, stellen die über meine Qualifikation liegen. Sondern gleichwertige Stellen. Wenn es ein Unternehmen was auch auf nicht Führungskräfte göttlich bezahlt, ist es ja nun abundzu vorgekommen, das mir gesagt wurde zu überqualifiziert für diese Stellenausschreibung.

Das kann sich ja ein Personalverwaltung ja fast 5 Jahre antun. Auch der sollte mal auf Jobsuche gehen und durch Dauerabsagen oder ein Witzlohn angeboten bekommen.

Ich bin aktuell krank geschrieben mit Depressionen, meine Familie ist gegangen und alles nur, weil mit so ein Wisch fehlt wie Meister oder Techniker.

TheGuide das ist nicht hinnehmbar, das nur in h der Problemfall bin.

Wir sagte mir Montag ein Geschäftsführer eines 30 Mann Unternehmens, ihn ist es egal welche Titel seine Angestellten zu Beginn haben, aber wer in die höhere Laufbahn will, muss sich weiterqualifizieren, solange sind es nur einfache Angestellte.

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Beitrag von TheGuide » 22.03.2018, 17:45

Der Geschäftsführer vom Montag, ist das der, bei dem du zum Vorstellunsgegsräch warst, wo du gestern geklagt hast, dass noch eine Rückmeldung da sei und du das als "Stille Absage" interpretiert hast? Heute ist Donnerstag. Gib den Leuten doch mal acht Arbeitstage, bevor du sie aburteilst.

JohnDoe_99
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Beitrag von JohnDoe_99 » 23.03.2018, 17:35

Nein den Geschäftsführer kenne ich vom Verein aus. Ist zwar andere Branche aber auch Baunebengewerbe.

Auch bei ihn musste ich meinen Frust und Ärger über solche "arroganten" Aussagen runter schlucken. Jeder ist zum Zeitpunkt der Einstellung gleich, nur für die gehobenere Tätigkeit muss die Person aus eigener Tasche und in seiner Freizeit sich weiter qualifizieren.

Sorry man soll also alles selber stemmen, damit der Chef eine weitere Führungskraft bekommt?

Aber was soll man machen, mit solchen Chefs und so denkenden personalern, muss man mit Anfang 20 seine weiterqualifiezierung angehen, was von Erfahrung her eher mit Ende 20 Anfang 30 passt.

Mich wundert es das die meisterschule bis auf 1-2 alles nur welche mit berufserfahrung sind.

Ich sehe es einfach als riesen Armutszeugnis das jede Firma, denkt das mit Familie als zeit und geldfaktor, der Meister möglich ist.

Gibt im Freundeskreis 3, die die meisterschule teilzeit abgebrochen haben oder es 2x nicht geschafft haben. Es sollte jeder personaler und Geschäftsführer einfach bekannt sein, das Meister vollzeit und Firmen finanziert das erfolgreichste und für den Betroffenen auch finanziell machbar ist.

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