Anruf vor Bewerbung, um Pluspunkte zu sammeln?

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hindenburg
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Anruf vor Bewerbung, um Pluspunkte zu sammeln?

Beitrag von hindenburg » 17.08.2009, 10:47

Hallo,

Ich habe gerade eine Stellenauschreibung gefunden, die gut zu meinem Profil passt. Da will ich aber vorher noch unbedingt anrufen, um einen Pluspunkte zu sammeln. Sollte man es eher kurz machen? Meine Fragen waeren zur Zeit, ob die Stelle frei ist (Anzeige ist 5 Tage alt), nachhacken, ob die Bewerbung online sein soll, und eine Frage zum Aufgaben.

Sollte man sicher am Anfang vorstellen und, falls ja, wie?

Danke!

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 17.08.2009, 13:53

und, falls ja, wie?
Was für Möglichkeiten siehst du denn da? Meinst du deinen ganzen Lebenslauf vorstellen? Das wäre unnötig, wenn nicht danach gefragt wird.

Bomki_123
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Beitrag von Bomki_123 » 17.08.2009, 21:18

Ich würde es ehr kurz halten. Eine Stellenausschreibung die 5 Tage alt ist, sollte noch weitesgehend aktuell sein.
Also sofern der Name an den das Anschreiben gehen soll nicht in der Ausschreibung vermerkt ist, würd ich diesen kurz erfragen.

Ich finde übrigens nicht, das du dir dadurch Pluspunkte erwirkst!
Denn im Regelfall landet man bei einer Sekräterin die ja nicht zu Ihrem Chef sagt, ah heut hat Frau / Herr angerufen und sich interessiert.
Wenn da 50 Bewerbungen auf dem Tisch liegen, hilft dir dein Anruf auch nicht weiter!

Nunja, das ist meine Meinung.
Vllt. vertreten Erfahrene eine andere Meinung!

hindenburg
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Beitrag von hindenburg » 18.08.2009, 11:05

... ich würde sagen, dass man eher selten bei der Sekräterin landet dann eher bei der Zentrale der HR Abteilung.

Wieso sollte es nicht von Vorteil sein, wenn man beim Anschreiben erwähnen kann, dass man vorher telefoniert hat?

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klarabella
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Beitrag von klarabella » 18.08.2009, 15:36

hindenburg hat geschrieben:Wieso sollte es nicht von Vorteil sein, wenn man beim Anschreiben erwähnen kann, dass man vorher telefoniert hat?
Weil die Taktik dafür zu bekannt und abgelutscht ist?

Coach
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Beitrag von Coach » 18.08.2009, 15:48

Es kommt immer auf die Größe des Unternehmens an, wo man landet.

Ist man bei der Sekretärin kann man Fragen, ob der Entscheider Zeit für ein paar kurze Fragen zum Stellenangebot hat. Sollte dies nicht der Fall sein, kann man einen Rückruf (erneuten Anruf) zu einer gewissen Zeit vereinbaren.

Ist man beim Entscheider, kann man sein Anliegen direkt persönlich vorbringen. Entweder er hat direkt Zeit oder aber man trifft auch hier eine Rückrufvereinbarung.

Hat man das persönliche Gespräch geführt, sollte man sich dann im Anschreiben auch bedankend darauf beziehen.

Hat nix mit Abgelutschtheit - Abgedroschenheit - macht ja jeder - oder sonst irgend einer derartigen Anmerkungen zu tun.

hindenburg
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Beitrag von hindenburg » 19.08.2009, 09:06

Wer sagt es bringt nichts? Da haette ich nicht erfahren, dass die Anzeige nach 6 Tagen nicht mehr aktuell war.
Ist das eigentlich normal? Gibt es da keine Mindestzeit fuer sowas?

**mizi**
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Beitrag von **mizi** » 19.08.2009, 13:40

ich als Personaler empfinde dieses vorherige Anrufen eher als negativ. Meistens ruft derjenige nur aus dem Grund an, weil er anrufen will und stellt dann solche Fragen, bei denen ich mir automatisch mit der flachen Hand auf die Stirn klatsche. Dazu gehört auch: Ist die Stelle noch frei? (und das dann, wenn die gerad erst veröffentlicht wurde...). Normalerweise veröffentlichen wir keine Stellenanzeigen, weil wir Langeweile haben und Anrufe bekommen wollen, weil sonst niemand mit uns spricht....

Allerdings helfen diese Anrufe auch gut beim Aussortieren. Manchmal hätten wir jemanden auf Grund seiner Unterlagen eingeladen, aber wenn der am Telefon absolut unfähig war (und am besten noch mehrmals angerufen hat um einen jedes Mal 20 Minuten das Ohr abzukauen), dann will man den nicht kennen lernen. Man kann auch am Telefon den ersten Eindruck ruinieren.

Ergebnis: Ich rate absolut davon ab- es sei denn man hat einen WIRKLICH GUTEN Grund.
Bei dir, hindenburg, macht es eher den Eindruck als wenn du anrufen willst, weil du anrufen willst und nicht weil du was zu sagen hast. Sorry.

hindenburg
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Beitrag von hindenburg » 20.08.2009, 10:45

Macht Sinn!

Wobei ich hier auf jedem Fall wissen wollte, ob ich für die Stelle geeignet gewesen wäre. So war Erfahrung mit mechanischen und elektrischen Systemen empfohlen. Sonst hat das Profil gut gepasst. Also wollte ich wissen, wie die Schwerpunkte sind - vielleicht muss man die elektrischen Systeme beherrschen.

Zu der Frage, ob die Stelle noch frei ist - gerade hier war das die sinnvollste. Aus irgendeinen Grund war die Anzeige 6 Tage nach Erscheinen nicht mehr aktuell. Wie hätte ich das sonst erfahren? Da kommt man ja nicht drauf.

Londonbysun
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Für Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung - anrufen?

Beitrag von Londonbysun » 02.09.2009, 13:05

Hallo Forum,

nachdem ich in einem anderen Forum nun gelesen haben, dass "anrufen sowieso immer das beste ist", habe ich mal über diesen Aspekt nachgedacht.

Häufig heißt es ja in Stellenanzeigen, man könne sich "Für Vorabfragen an Herrn/Frau XY wenden." Habe ich bisher noch nie gemacht. Ein Fehler? Was kann man sinnigerweise bei einem solchen Telefonat vorher klären oder besser, was sollte man klären? Und: Hebt ein solches Telefonat die Chancen meiner Bewerbung, beachtet zu werden, weil sich der Angerufene an mich erinnert?

Freue mich auf eure Erfahrungen...

LG

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klarabella
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Beitrag von klarabella » 02.09.2009, 13:50

Das hängt ganz und gar von der Situation ab. Wenn du wirklich Fragen hast, dann solltest du wirklich anrufen, aber von Empfehlungen das standardmäßig zu tun oder Bewerbungen persönlich abzugeben, halte ich nicht so viel.

Wie absurd solche Ideen ohne konkreten Anlass sind, stellt man fest, wenn man überlegt, sehr viele Bewerber würde diesen großartigen Rat befolgen. Dann stapeln sich nur nur 300 Mappen und Mails, sondern davon stehen 100 Mann vor der Tür in der Hoffnung ein außerplanmäßiges Vorstellungsgespräch zu erschleichen. Wer sich bei 20 Unternehmen deutschlandweit bewirbt, hat auch ein logistisches und finazielles Problem, wollte er diesen Rat befolgen. ;-)

Sowas kann klappen, klar, besonders, wenn man bei Unternehmen vor Ort mit flachen Hierarchien anklopft und sich für Jobs bewirbt, in denen Mut und eine gewisse Aufdringlichkeit sogar eher von Vorteil sind oder eben dort, wo alles noch bodenständig per Handschlag besiegelt wird.

Gleiches gilt für Anrufe. 20 Anrufer, die es für total schlau halten, nochmal nachzufragen, ob die Stelle WIRKLICH noch frei ist oder ob man auch WIRKLICH eine Onlinebewerbung an die angegebene E-Mal-Adresse schicken darf, fallen wohl kaum positiv auf.

Man sollte wirklich gut abwägen.

Ich bin übrigens nicht der Typ, für solche Vorabanrufe und muss damit leben, wenn ich damit meine Chancen reduziere.

Londonbysun
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Beitrag von Londonbysun » 02.09.2009, 14:00

klarabella hat geschrieben:Ich bin übrigens nicht der Typ, für solche Vorabanrufe und muss damit leben, wenn ich damit meine Chancen reduziere.
Genau das bin ich nämlich auch nicht. Nur fängt man nach hagelnden Absagen an, abzuwägen, ob man sich nicht mal ändern müsste... :wink:

Persönliches Abgeben der Mappe halte ich auch für Schnickschnack. Ebenso das sinnlose Telefonat mit der Frage danach, ob die Stelle noch frei ist. Aber dafür haben die Unternehmen wohl auch kaum die Möglichkeit des Telefonats eingeräumt.

Vielleicht eher für solche Anrufer, die sich durch kluge Fragen vorab einige Stufen auf der Auswahlliste nach oben bringen. Wobei wir wieder bei der Frage wären, was das denn für Fragen sein könnten...

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klarabella
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Beitrag von klarabella » 02.09.2009, 14:08

Vielleicht geht es bei solchen Fragen auch gar nicht darum einen kompetenten Ansprechpartner für die unheimlich tiefgehenden und beeindruckenden Fragen der anderen Bewerber zu präsentieren, sondern darum, den Entscheider von den zwangsläufig aufkommenden, nur vermeintlich klugen Fragen zu entlasten.

Ich zweifle nicht daran, dass man wirklich Fragen haben könnte oder dass mancher wirklich weiß, sich dadurch in Szene zu setzen, aber ich glaube nicht, dass es den überwiegenden Teil der unvermeidlichen Anrufe darstellt, so dass sich die Eindrichtung einer "Hotline" lohnen würde.

Auch das ist natürlich abhängig vom Stellenangebot. Ich kann mir wiederum auch vorstellen, dass der gesondert genannte Ansprechpartner evtl. der zukünftige direkte Vorgesetzte oder der einarbeitende Mitarbeiter ist, während die Bewerbung an die Personalabteilung zu senden wäre.

lajla
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Beitrag von lajla » 05.10.2009, 17:19

Ich möchte mich bei Schulen bewerben, die um die 1000 Bewerbungen bekommen. Da im Internet kein Ansprechpartner genannt wird, wollte ich gerne anrufen und durch eine direkte Anrede Pluspunkte zu sammeln. Natürlich würde ich meinen Anruf auch im Bewerbungsschreiben (z.B. als Einleitung) erwähnen.
Ist dies zu emfpehlen?

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Anruf vor der Bewerbung. Kann ich das fragen?

Beitrag von tamara_kulsen » 20.06.2010, 19:40

Hallo,

ich möchte mich gerne auf eine sehr interessante Stelle als Projektmanagerin bewerben. Ich möchte meine Chancen durch einen persönlichen Anruf erhöhen. Ein Bekannter arbeitet in dem Unternehmen, allerdings eine andere Abteilung. Er meinte, dass der Personaler sehr freundlichen sei und ich mich ruhig melden soll. Nun möchte ich aber mit konkreten Fragen punkten. Das erste was ich wissen wollen würde: Es ist eine Bewerbung per email erwünscht, allerdings soll dies nicht 1MB überschreiten. Ich komme nie dahin! Soweit kann ich garnicht komprimieren. Kann ich dies als Grund für einen Anruf nutzen? Ich könnte ihn fragen, ob ich die Zeugnisse nachreichen soll, oder evtl seine direkte emailadresse erhalten kann, um meine Bewerbung mit dem größeren Dateianhang an ihn schicken zu können?. Meine zweite Fragen würde sich evtl. an die Anforderung richten, dass in dem Anforderungsprofil drinsteht, verhandlungssicheres Deutsch und Englischkenntnisse. Kann ich fragen, ob das "verhandlungssicher" sich auch auf Englisch bezieht? Oder andersrum, ich habe fließende Englischkenntnisse, aber würde dies nicht als verhandlungssicher bezeichen, wobei ich gerne meine Englischkenntnisse erweitern möchte und weiß, dass ich das in kürzester Zeit auch schafft.
Jedenfalls möchte ich auf alle Fälle anrufen. Ich bin offen für weitere Tipps für Anrufbeweggründe.

Ich freue mich sehr auf eure Antworten.

LG
Tamara

**mizi**
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Beitrag von **mizi** » 21.06.2010, 07:58

Für mich sind das jetzt keine Gründe, warum ich anrufen würde.

Wer erzählt anderen eigentlich, dass man mit einem Anruf die Bewerbungschancen erhöht? Es ist mir langsam wirklich unbegreiflich! Wenn du keine richtig wichtigen Fragen hast, dann lass es einfach, weil du dich sonst eher ins schlechte Licht rückst.

Wenn du es nicht schaffst 1MB draus zu machen (meine letzte Bewerbung hatte 10 Seiten und ich hatte 253 KB - es ist also machbar!), dann lass halt einige Zeugnisse weg und schreib, dass du die nachreichen kannst.
Wenn keine personalisierte Mailadresse angegeben ist, dann ist es auch nicht erwünscht.

Und ob deine Englischkenntnisse nun fließend oder verhandlungssicher sind, das ist wirklich Ansichtssache, das musst du allein entscheiden, ob es reicht, das wird dir kaum ein Personaler sagen.

tamara_kulsen
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Beitrag von tamara_kulsen » 28.06.2010, 13:16

danke Mizi,

habe jetzt die Bewerbungsunterlagen doch auf 1,1MB hinbekommen :-). Das Telefonat war dann überflüssig. Mal sehen, ob ich überzeugen konnte.

VG
Tamara

demJanus
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Anrufen und namentliches Anschreiben pro/contra?

Beitrag von demJanus » 05.10.2010, 14:52

Also aus gegebenen Anlass würde ich gern mal eine kurze und knappe Umfrage starten wollen. Bitte nur kurze und prägnante Begründungen.

Anschreiben mit Namen
Wenn genannt natürlich, ansonsten sage Ich grundsätzlich herausfinden nicht verkehrt, aber je größer das Unternehmen desto eher kann darauf verzichtet werden. In einem größeren Unternehmen, wo ich mich bewerben werde, wird in den Bewerbungstipps (immer lesen wenn vorhanden!) sogar explizit die Anrede "Sehr geehrte Damen und Herren" im Anschreiben verlangt.

Telefonisches Vorabgespräch
Nein bei großen Unternehmen. Da gehe ich davon aus das es die personaler eher nervt, erst recht natürlich wenn nichts wirliches gesagt werden muss. Bei kleinen Unternehmen eventuell sinnvoll, aber vom Einzelfall abhängig.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 06.10.2010, 01:08

Ich entnehme Deiner Formulierung, dass Du es eilig hast. In diesem Fall würde ich die Forumssuche empfehlen... nicht aus persönlicher Faulheit, sondern weil die Dir (gerade bei einem Thema, zu dem es schon Hunderte von Threads gegeben hat) mit sehr hoher Sicherheit deutlich schneller zu einem weitreichenden Überblick über die wesentlichen Meinungen verhelfen wird. Du wirst auf diesem Wege ein hohes Vielfaches der zu erwartenden Einträge in diesem einen Thread erhalten. Eins vorab: Die Meinungen gehen drastisch auseinander... ;-)

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Beitrag von demJanus » 06.10.2010, 16:57

nö, eilig eigentlich nicht. Da suggeriert das "gegebenen Anlass" wohl ein wenig zu viel. Die Suche habe ich natürlich schon bemüht, lieferte mir jedoch nur sehr fragmentiert Informationen.
Dein Fazit entspricht aber so in etwa dessen, was ich bislang aufgeschnappt habe. Die Meinungen gehen bei diesem Thema wohl wirklich sehr weit auseinander. Die Ultima Ratio gibts da offenbar nicht.

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Beitrag von FRAGEN » 06.10.2010, 18:24

demJanus hat geschrieben:Die Ultima Ratio gibts da offenbar nicht.
Man könnte auch sagen: "Ultima Ratio heisst: Kommt drauf an!"... ;-)

Die Betriebsgrösse, die Du schon genannt hast, ist sicherlich ein Punkt. Ein anderer ist die Position, um die es geht. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man z. B. bei einem Verkaufs- oder Vertriebsmenschen tatsächlich ein besonderes Mass an Initiative dieser Art sehen möchte. Da kann die Art der Gesprächseinleitung und - führung ja tatsächlich gute Hinweise auf unmittelbare Fachkompetenzen geben. Bei einem Entwicklungsingenieur (um einmal ein vollkommen aus der Luft gegriffenes Beispiel zu nennen) sehe ich den Qualifikationsaspekt an dieser Stelle überhaupt nicht... ;-)

Ein anderer Punkt ist definitiv die persönliche Stärkenlage. Es gibt Leute, bei denen die Überzeugungskraft in schriftlicher und mündlicher Form aus den verschiedensten Gründen deutlich auseinanderklafft. Grundsätzlich empfiehlt sich natürlich ein Erstkontakt von einer möglichst starken Seite. Sonderfall dieses Themas (und hier im Forum auch nicht so selten): Bewerbung von Ausländern. Bei vielen (auch vielen, die ich persönlich kenne) könnte der Akzent bei rein akustischer Kommunikation dazu führen, dass Intelligenz und Bildung deutlich unterschätzt werden. Andererseits: Spricht ein Ausländer ein besonders gutes Deutsch, könnte dieser Eindruck via Telefon etwaigen Vorurteilen nach Name und Foto entgegen wirken... ;-)

Wieder ein anderer Punkt ist der tatsächliche Informationsbedarf, der mit dem real existierenden Inserat geschaffen wird. Je lückenhafter dieses ist, desto nachvollziehbarer (u. U. möglicherweise sogar zwingender) wäre ein Anruf vorab. Das scheint bei den Inseraten, auf die Du Dich bewirbst bislang selten zuzutreffen. Bei denen liesse sich eine Bewerbung ja fast schon durch reines Ankreuzen der zutreffenden Punkte auf einer Kopie der Anzeige gestalten... ;-)

Das liesse sich noch lange fortsetzen... aber ich denke, Du siehst, worauf ich hinaus will... ;-)

M.Burns
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Anruf vor dem Senden der Bewerbungsunterlagen?

Beitrag von M.Burns » 09.05.2014, 13:17

Hallo.

Ich hab mal eine Frage zur Kontaktaufnahme.
Man hört ja immer wieder, dass man vor dem Senden der Bewerbungsunterlagen telefonisch mit dem Unternehmen in Kontakt treten soll. Ist das wirklich so?

Wenn in der Anzeige der Name des Ansprechpartners und alle wichtigen Informationen bereits gegeben sind, finde ich es komisch dort anzurufen.

Nur wenn dort kein Ansprechpartner genannt wird, würde ich in der Zentrale nachfragen, wer die Bewerbungen bearbeitet.

Man könnte eventuell nachfragen, in welcher Form (ale eine oder mehrere Dateien) die Bewerbungsunterlagen gewünscht werden.

Was denkt ihr?
Zuletzt geändert von M.Burns am 13.05.2014, 20:50, insgesamt 1-mal geändert.

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TheGuide
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Re: Anruf vor dem Sendender Bewerbungsunterlagen?

Beitrag von TheGuide » 09.05.2014, 14:59

M.Burns hat geschrieben:Ich hab mal eine Frage zur Kontaktaufnahme.
Man hört ja immer wieder, dass man vor dem Senden der Bewerbungsunterlagen telefonisch mit dem Unternehmen in Kontakt treten soll. Ist das wirklich so?
Eine Umfrage der Arbeitsagentur bei Unternehmen hat ergeben, dass die Personalabteilungen irritiert sind, weil so wenig Leute anrufen, dafür seien doch die Telefonnummern extra angegeben.
Wenn in der Anzeige der Name des Ansprechpartners und alle wichtigen Informationen bereits gegeben sind, finde ich es komisch dort anzurufen.
Kann ich gut nachvollziehen.
Das Telefonat sollte schon überlegt sein. Was will man, welche Fragen hat man.

dicker Zeh
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Beitrag von dicker Zeh » 09.05.2014, 16:27

hallo mr burns,

da du im VG sowieso fragen stellen sollst denk dir doch schon im vorfeld einige aus und nimm diese als aufhänger.

Lies die stellenbeschreibung sehr ausführlich und denke dir dann zwei drei kluge fragen aus.
Beispiel.

Englischkenntnisse sind erforderlich. dann wäre eine frage z.b. ich hatte soundsoviel jahre englisch und beherrsche diese sprache auch recht gut aber nicht verhandlungssicher ist das für die zu besetzende stelle wichtig ?

meinetwegen häng noch dran das du dann an der VHS noch einen kurs belegen willst

Vorteil: kann ein nettes gespräch werden, du kannst infos in die bewerbung einbauen die andere nicht haben, und hast eine schöne referenz als einleitungssatz.
" wie in unserem telefonat vom xxxxx besprochen übersende ich ihnen meine vollständigen bewerbungsunterlegen"

grundsätzlich gilt: wenn die namen und tel.nr. angeben sollte man das nutzen. wenn es um vertrieb geht wo es um deine kommunikationfähigk. geht erst recht.

Tip: übe erst mal, ruf mal blind bei zwei, drei firmen an wo du sowieso nicht arbeiten willst

vile glück
:D :D :D

M.Burns
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Beitrag von M.Burns » 09.05.2014, 16:44

Wenn ich Personaler wäre und bei mir Leute anrufen, obwohl alles in der Anzeige drin steht, dann würde ich mir immer denken, die Leute haben die Anzeige nicht richtig gelesen. :D

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