Anschreiben für (Aushilfs-)Tätigkeit im Museum

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foxilove04
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Anschreiben für (Aushilfs-)Tätigkeit im Museum

Beitrag von foxilove04 » 19.01.2020, 20:23

Hallo zusammen
Möchte (wieder) Einstieg finden in einen kulturellen Job als nebentätigkeit. Nun eröffnet bei mir in der Nähe ein Museum und ich möchte mich daher bewerben. Hier ein erster Versuch seit langem zu einem abschreiben.
über ein Feedback würde ich mich sehr freuen.

Sehr geehrte Frau ..,
als Kunsthistorikerin und Buchwissenschaftlerin sowie Diplom-Finanzwirtin FH (Steuer) möchte ich mich bei Ihnen vorstellen und mich um eine (Neben-)Tätigkeit für das Museum bewerben.
Ich habe mein Studium der Buchwissenschaften und Kunstgeschichte an der Universität mit einer Bachelorthesis zum Thema „xy“ abgeschlossen.
Weiterhin habe ich an der Fachhochschule für öffentlichen Dienst ein Dualstudium zur Dipl.-Finanzwirtin abgeschlossen mit einer Abschlussarbeit zum Thema „xy“. Diese zusätzlichp Ausbildung rührt daher, dass die Arbeit im Kulturbereich einer prekären Beschäftigung unterliegt und die Einstiegschancen gering sind. Durch meine vorherige kulturell ausgerichtete Bildung, habe ich mich darum dazu entschieden eine Tätigkeit am xy zur Neuentwicklung eines xyverfahrens anzunehmen, da ich hierbei meine erworbenen Kenntnisse im vorhergehenden kulturell geprägten Studium intensiver einbringen kann als in einer Position im xy-amt.
Dennoch möchte ich wieder und vermehrt meine Leidenschaft für die museale Arbeit konkreter verfolgen.
Mein Interesse galt schon früh den kulturellen Thematiken. Diverse Praktika in Museen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit sowie Bestandspflege, u.a. im Museum xy, wo die Mithilfe bei der Jubiläumsfeier zu meinen Tätigkeitsschwerpunkten zählte, veranschaulichen dies. Daher freue ich mich über die Gelegenheit, das Team bei Veranstaltungen zu unterstützen.
Durch meine aufgeschlossene Art fällt es mir leicht, auf Menschen zuzugehen. Deshalb war ich u.a. in Buchhandlungen (Buchhandlung xy) neben dem Studium bzw. danach aushilfsweise als Verkäuferin tätig. Zu meinen Kernaufgaben zählten insbesondere die Beratung und das Kassieren. Ich bin daher mit einer Scannerkasse vertraut und kann mich schnell in neue Kassensysteme einarbeiten. Vertretungsweise eine Kassiertätigkeit, beispielsweise im Museumsshop zu übernehmen, stellt daher kein Problem für mich dar. Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft und Englisch-/Französischkenntnisse runden mein Profil ab.
Wie Sie sehen bin ich vielseitig und verlässlich, was zu meinen Stärken zählt. Ich bin sehr engagiert und kann mich schnell in neue Aufgabengebiete einarbeiten.
Über eine Rückmeldung von Ihnen freue ich mich und stehe zu einem Gespräch jederzeit zur Verfügung. Anbei erhalten Sie meine Bewerbungsunterlagen als Portfolio.

Mit freundlichen Grüßen

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TheGuide
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Re: Anschreiben für (Aushilfs-)Tätigkeit im Museum

Beitrag von TheGuide » 19.01.2020, 23:13

foxilove04 hat geschrieben:
19.01.2020, 20:23
als Kunsthistorikerin und Buchwissenschaftlerin sowie Diplom-Finanzwirtin FH (Steuer) möchte ich mich bei Ihnen vorstellen und mich um eine (Neben-)Tätigkeit für das Museum bewerben.
Die Funktionen des Bewerbungsanschreibens musst du nicht noch mal aufgreifen. Mit dem Betreff ist das abgegolten, dass du dich bewirbst. Dass du dich dabei vorstellst, ist auch klar.
Ich habe mein Studium der Buchwissenschaften und Kunstgeschichte an der Universität mit einer Bachelorthesis zum Thema „xy“ abgeschlossen.
Steht im Lebenslauf und wiederholt Information aus Satz 1. Welche Relevanz hat deine B.A.-Arbeit für die Stelle?
Weiterhin habe ich an der Fachhochschule für öffentlichen Dienst ein Dualstudium zur Dipl.-Finanzwirtin abgeschlossen mit einer Abschlussarbeit zum Thema „xy“.
Lebenslauf.
Diese zusätzlichp Ausbildung rührt daher, dass die Arbeit im Kulturbereich einer prekären Beschäftigung unterliegt und die Einstiegschancen gering sind. Durch meine vorherige kulturell ausgerichtete Bildung, habe ich mich darum dazu entschieden eine Tätigkeit am xy zur Neuentwicklung eines xyverfahrens anzunehmen, da ich hierbei meine erworbenen Kenntnisse im vorhergehenden kulturell geprägten Studium intensiver einbringen kann als in einer Position im xy-amt.
Du musst dich nicht rechtfertigen. In dein Anschreiben gehören
1.) deine Motivation
2.) deine stellenspezifischen Kenntnisse
3.) deine Stärken im Sinne positiver Charaktereigenschaften.
Bei 2. und 3. belegst du aus deinem Lebenslauf, aber im Zentrum deiner Aussagen stehen die Kenntnisse und Stärken, nicht die Lebenslaufstationen (denn die kann man ja dort nachlesen!)
Dennoch möchte ich wieder und vermehrt meine Leidenschaft für die museale Arbeit konkreter verfolgen.
Nichtssagend.
Mein Interesse galt schon früh den kulturellen Thematiken.
Nichtssagend. Was heißt "schon früh"?
Durch meine aufgeschlossene Art fällt es mir leicht, auf Menschen zuzugehen.
Aufgrund...
Zu meinen Kernaufgaben zählten insbesondere die Beratung und das Kassieren. Ich bin daher mit einer Scannerkasse vertraut und kann mich schnell in neue Kassensysteme einarbeiten. Vertretungsweise eine Kassiertätigkeit, beispielsweise im Museumsshop zu übernehmen, stellt daher kein Problem für mich dar.
Wiederholungen vermeiden und positiv ausdrücken!
Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft und Englisch-/Französischkenntnisse runden mein Profil ab.
Mischung von Stärken und Kenntnissen.
Wie Sie sehen bin ich vielseitig und verlässlich, was zu meinen Stärken zählt. Ich bin sehr engagiert und kann mich schnell in neue Aufgabengebiete einarbeiten.
...und arbeite mich schnell ... ein.
Anbei erhalten Sie meine Bewerbungsunterlagen als Portfolio.
Verschwende keinen Platz mit Selbstverständlichkeiten.

foxilove04
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Re: Anschreiben für (Aushilfs-)Tätigkeit im Museum

Beitrag von foxilove04 » 22.01.2020, 10:41

Vielen Dank für die super konstruktive Kritik. Ich habe mir mein Anschreiben nochmals „vorgeknüpft“, hier das Ergebnis und danke fürs nochmalige lesen:

Sehr geehrte Frau ..,
inspiriert von der Mitarbeitervorstellung auf der Homepage des (Ihres? => Fraglich, da der Adressat ja nicht Besitzer des Museums ist) xymuseums, schicke ich ebenfalls meine Motivation für die Museumsarbeit voraus: auch mich faszinieren Museen von Kindheitstagen an, weil dort Kultur und seine Geschichte mit allen Sinnen erfahrbar wird und in einem Raum eine ganze Welt zum Erlebnis werden kann.
So kam es auch dazu, dass mein erstes Schulpraktikum in einem Museum stattfand. Diverse weitere studiumsbegleitende Praktika in Museen, wo die Mithilfe im Bereich Public Relations zu meinen Tätigkeitsschwerpunkten zählte, veranschaulichen meine Motivation für die öffentlichkeitsbezogene Museumsarbeit. Daher freue ich mich über die Gelegenheit, das Team zum Beispiel bei der Organisation von Veranstaltungen zu unterstützen.
Neben meiner Begeisterung für Museen ist auch die Liebe zu Kunst und Büchern seit jeher vorherrschend, was sich schließlich in der Fachwahl meines Erststudiums äußerte: Kunstgeschichte und Buchwissenschaften.
Die Thematik der Buchhistorie auch unter dem religionsbezogenen Aspekt finde ich dabei besonders spannend zu erforschen, warum ich daher einige Studienarbeiten hierzu verfasst habe und mich schließlich auch zum Gegenstand meiner Bachelorthesis führte.
Meine vorherig kulturbezogene Ausbildung erweiterte ich um ein mehr wirtschaftlich geprägtes Studium zur Diplom-Finanzwirtin in der xyverwaltung. Im Anschluss habe ich mich dazu entschieden eine Tätigkeit am xy zur Neuentwicklung eines xyverfahrens anzunehmen. Meine erworbenen Kenntnisse im vorhergehenden Bachelor-Studium bringe ich hinsichtlich Methoden wissenschaftlichen Arbeitens zur Erstellung von spezifischen Anforderungen zielgerichtet ein.
Durch meine aufgeschlossene Art fällt es mir leicht, auf Menschen zuzugehen. Deshalb war ich u.a. in Buchhandlungen (Buchhandlung xy) neben dem Studium bzw. in Folge aushilfsweise als Verkäuferin tätig. Zu meinen Kernaufgaben zählten insbesondere die Kundenberatung und der aktive Verkauf. Hierbei übernahm ich den Aufbau sowie die ansprechende Präsentation der Bücher und dem dazugehörigen Sortiment. Daneben half ich auch bei Wareneingängen, Bestellungen und Reklamationen mit. Eine Tätigkeit beispielsweise im Museumsshop zu übernehmen, stellt daher kein Problem für mich dar. Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft und Teamfähigkeit runden mein Profil ab. Ich bin sehr engagiert und ich arbeite mich schnell in neue Aufgabengebiete ein.
Über eine Rückmeldung von Ihnen freue ich mich und stehe zu einem Gespräch jederzeit zur Verfügung.

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Re: Anschreiben für (Aushilfs-)Tätigkeit im Museum

Beitrag von TWend » 23.01.2020, 17:35

Hallo foxilove04,

dein Anschreiben als Motivationsschreiben ist dir meiner Meinung nach schon gut gelungen.
Aber es ist (wahrscheinlich) auch zu lang. Daher empfehle ich, einige Inhalte zu entfernen
bzw. auch so umzuformulieren, dass sich der Text flüssiger und einprägsam liest.

Wenn du in einer zweiten Betreffzeile die Quelle (Homepage) des Stellenangebotes angibst
(was auch wichtig ist), dann musst du diese URL im Text nicht weiter wiederholen.

Insofern würde ich die Einleitung so formulieren:
Sehr geehrte Frau [Name],

auch mich faszinieren Museen seit Kindheitstagen sehr. Denn darin werden Kultur und Geschichte
mit allen Sinnen erfahrbar, so dass bereits in einem Raum eine ganze Welt zum Erlebnis werden kann.


Das sollte auch genügen. Der einleitende Hinweis auf deine Inspiration anlässlich eines Mitarbeiter-
Kommentars auf der Homepage kann in einem Anschreiben entfallen, das auf nur einer A4-Seite
ausschließlich das Wesentliche enthalten soll.

Ebenso lässt sich der nächste Abschnitt kürzen:
So habe ich mein erstes Schulpraktikum in einem Museum absolviert, dem schließlich weitere
studienbegleitende Praktika folgten. Dabei hat mir die aktive Unterstützung des Bereiches
Public Relation besonders viel Freude bereitet, so dass es mich auch hoch motiviert, das Team
in der Öffentlichkeitsarbeit allgemein und speziell bei der der Organisation von Events wirksam
verstärken zu können.


Auch die Begeisterung für Kunst und Bücher ist mir seit jeher zu eigen, weshalb ich mit viel
Enthusiasmus Kunstgeschichte und Buchwissenschaften studiert habe. Die Buchhistorie - auch unter
dem religionsbezogenen Aspekt - fand ich dabei besonders spannend, so dass sich diese Thematik
in einigen meiner Studienarbeiten und schließlich in meiner Bachelorthesis wiederfand.


Inwieweit dieser Abschnitt wichtig ist, muss das Stellenangebot entscheiden. Wenn darin Kenntnisse
der Kunstgeschichte und Buchwissenschaften bzw. speziell sogar der Buchhistorie erwartet werden,
dann ist dieser vorstehende Text natürlich ein Muss.

Ansonsten empfehle ich, sich in erster Linie an die Aufgaben und Anforderungen des Stellenangebotes
zu halten und daran das Anschreiben/Motivationsschreiben auszurichten.

Somit solltest Du auch die weiteren Abschnitte deines Anschreiben-Entwurfes nochmal mit dem Inhalt
des Stellenangebotes vergleichen - und gegebenenfalls Text daraus streichen bzw. ergänzen.

Bewirb dich erfolgreich!

Tilo

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TheGuide
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Re: Anschreiben für (Aushilfs-)Tätigkeit im Museum

Beitrag von TheGuide » 27.01.2020, 04:19

Im Prinzip geht es ja um eine Stelle als nichtwissenschaftliche Hilfskraft. Die Bewerbung geht total am Bewerbungsziel vorbei.

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