Arbeiten von zu Hause nach Schicksalsschlag

Auch im Berufsleben steht man immer wieder vor Herausforderungen und Problemen. Die könnt ihr hier diskutieren.
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Fave
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Arbeiten von zu Hause nach Schicksalsschlag

Beitrag von Fave » 13.08.2016, 21:18

Hallo zusammen!

Ich habe vor 2 Jahren einen „kleinen“ Schicksalsschlag erlitten, welcher mir nicht mehr wirklich erlaubt, 8h durchzuarbeiten, was mit 27 Jahren wirklich unbefriedigend ist.
Nun suche ich eine Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten. Geistig funktioniere ich sehr gut. Das Problem liegt um die Beine und Hüfte, sodass die Wege zur Arbeit sehr viel Kraft kosten und genauso die Wege bei der Arbeit problematisch sind. Zu Hause könnte ich mir das Einrichten wie ich will. Leider hat mein Arbeitgeber auch „Keine Möglichkeit“ für Work from Home.

Nun bin ich auf der Suche nach einer Möglichkeit online Geld zu verdienen um davon zu leben… (Nein, bitte keine E-Books verkaufen o.ä  )… Ich meine Tatsächlich einen wirklichen Beruf auszuüben. Ich denke sowas wie Designen, Homepages Erstellen, Programmieren, Sachbearbeitung funktioniert online, oder?


Ich kenne mich etwas im Marketingbereich aus, habe auch schon hier und da Programmiert, Sachbearbeitung, MS-office usw. sind kein Problem, Tastschreiben über 90 WPM

Habt ihr da Ideen oder Quellen, wie man das so angeht?


Ich freue mich über jeden Ratschlag, oder Kontaktaufnahme zu jemanden, der diesen Weg vllt schonmal gegangen ist..


Grüße

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FRAGEN
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Re: Arbeiten von zu Hause nach Schicksalsschlag

Beitrag von FRAGEN » 13.08.2016, 22:09

Fave hat geschrieben:Zu Hause könnte ich mir das Einrichten wie ich will. Leider hat mein Arbeitgeber auch „Keine Möglichkeit“ für Work from Home.
Kannst Du das einmal präzisieren? Würdest Du Deine jetzige Tätigkeit wirklich komplett aus dem Homeoffice betreiben können oder gäbe es da Abstriche in irgendeiner Form (Arbeitspensum, inhaltliche Abstimmungen mit Kollegen, Aussenkontakte...?)? Wäre die "Keine-Möglichkeit"-Aussage möglicherweise rein politisch zu verstehen (in dem Sinne, keinen Präzedenzfall zu schaffen, auf die sich dann ggf. andere berufen könnten)? Und wie sieht Deine derzeitige Arbeitssituation aus? Gehst Du unter Schmerzen hin oder bist Du schon draussen?
Fave hat geschrieben:Ich meine Tatsächlich einen wirklichen Beruf auszuüben. Ich denke sowas wie Designen, Homepages Erstellen, Programmieren, Sachbearbeitung funktioniert online, oder?
Grundsätzlich funktionieren kann so etwas wohl schon. Da ist die Frage wohl eher, wo so auf die Schnelle ein entsprechendes Know-How auf Profi-Niveau herkommt... zuzüglich des geschäftlichen Know-Hows, um so ein eigenes Unternehmen mit allem Drum&Dran zu betreiben. Ganz blöd gefragt: Hast Du momentan irgendeine Fähigkeit, die als externe Dienstleistung eines Einzelnen aus Sicht eines Unternehmens Sinn ergäbe? Falls nicht: Wärst Du auf absehbare Zeit physisch und psychisch zu einer entsprechenden Ausbildung in der Lage?

cre
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Beitrag von cre » 16.08.2016, 20:46

Due Frage ist hier wirklich wo deine Fähigkeiten liegen. Gerade beim designen, homepage erstellen usw. reicht es nicht wenn man ein bissel mit Paint/HTML rummachen kann und da du von "hier und da programmiert" sprachst, gehe ich mal davon aus das du kein wirklicher Profi bist. Und da wird es auf dem Freelancer-Markt die solche Sachen anbieten schwer.

Grundsätzlich wäre natürlich interessant wie sich deine Einschränkung genau dar stellt. Hast du da ein ärztliches Attest usw.? Dann wäre gggf. der Ganz zu einem Arbeitsanwalt interessant um zu sehen in wieweit dein Arbeitgeber dich deshalb nicht kündigen darf usw.

Im übrigen würde ich Heimarbeit nur als letzte Möglichkeit wählen. Das ist nämlich verdammt hart, weil du dich selber kontrollieren musst mit Abgabeterminen usw. Klingt einfach, ist aber nicht so leicht und das kann ich dir aus Erfahrung sagen.

Romanum
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Beitrag von Romanum » 18.08.2016, 17:08

Fave hat geschrieben:welcher mir nicht mehr wirklich erlaubt, 8h durchzuarbeiten

...

Das Problem liegt um die Beine und Hüfte, sodass die Wege zur Arbeit sehr viel Kraft kosten und genauso die Wege bei der Arbeit problematisch sind.

Ein gesundheitlicher Schicksalsschlag ist immer problematisch, und stellt die normalen Dinge in Frage. Aber ganz grundsätzlich bist du "nur" nicht voll erwerbsfähig. Die einzigen sinnvollen Anlaufstellen sind daher für dich erst mal:

1. Hausarzt und medizinische Einrichtungen zur Wiederherstellung deiner Gesundheit

2. Bundesagentur für Arbeit: https://www.arbeitsagentur.de/web/conte ... /index.htm

3. Integrationsamt: https://www.integrationsaemter.de/Leist ... index.html

Dort bekommst du kompetente Hilfe, um teilweise oder vollständig wieder am "normalen" Arbeitsleben teilnehmen zu können, und finanzielle Hilfen.

Alles andere sind Träumereien...

Ich kenne mich etwas im Marketingbereich aus, habe auch schon hier und da Programmiert, Sachbearbeitung, MS-office usw. sind kein Problem, Tastschreiben über 90 WPM

Kannst du eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung oder ein Studium vorweisen? Wenn nicht, dann solltest du dich darauf konzentrieren. Es gibt viele Möglichkeiten der Unterstützung und Hilfen; gerade in deinem Alter. Also verrenne dich nicht unnötig in deinem Wunsch, von zu Hause zu arbeiten. Einen kleinen Verdienst kann man sich vielleicht nebenbei aufbauen - über Jahre und neben dem Hauptjob. Aber davon auszugehen, dass man von jetzt auf gleich seinen Lebensunterhalt 40, 50 Jahre von zu Hause erwirtschaften kann, ist realitätsfremd.



katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 18.08.2016, 22:11

Ich gebe Romanum recht: Es gibt bestimmt mehr Hilfsstellen, als Du denkst. Recherchiere ein bisschen (aber gründlich).

Homeoffice taugt wirklich nicht als Haupterwerb.

franzler
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??

Beitrag von franzler » 29.11.2016, 17:33

das würde ich nicht unbedingt unterschreiben. Es kommt darauf an, in welchem Bereich Fave qualifiziert ist.
Wenn sich jemand gut in einem gefragten Themenbereich auskennt besteht die Möglichkeit als Texter zu arbeiten. Das Problem ist die ersten Aufträge zu bekommen.
Das zweite Problem: nicht jeder taugt zur Selbstständigkeit, da damit auch weiter Arbeiten wie Steuer (ELSTER Umsatzsteuervoranmeldunge etc. etc) auf denjenigen zukommen.
katerfreitag hat geschrieben:Ich gebe Romanum recht: Es gibt bestimmt mehr Hilfsstellen, als Du denkst. Recherchiere ein bisschen (aber gründlich).

Homeoffice taugt wirklich nicht als Haupterwerb.

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