Arbeitszeugnis mit Aufhebungsvertrag

Fragen zu Zeugnissen und Nachweisen: Müssen alle bisherigen Zeugnisse mitgeschickt werden? Welche Nachweise sind wichtig? Wie müssen die Zeugnisse geordnet werden?
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Notna
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Arbeitszeugnis mit Aufhebungsvertrag

Beitrag von Notna » 07.03.2019, 16:35

Hallo zusammen :) ,

ich bin Student und bis vor kurzem noch Werkstudent gewesen.
Meine Werkstudententätigkeit bei einem Mittelständischem Unternehmen habe ich durch einen Aufhebungsvertrag, nach 3 Monaten beendet.
Daher wird in meinem Arbeitszeugnis die Schlussklausel lauten: „in gegenseitigem Einvernehmen beendet“.

Meine Frage lautet nun wie das Zeugnis im Lebenslauf kommt und wie Personaler auf so eine Schlussklausel reagieren.

Dass Zeugnis würde ich an sich gerne in mein Lebenslauf mit aufnehmen da ich bis auf ein Praktikumszeugnis und Bachelorandenzeugnis keine Praxiserfahrung habe.

Vielen Dank für die Antworten im Voraus! :)

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 07.03.2019, 18:07

Gegenseitiges Einvernehmen: Dir wurde nahegelegt, selber zu kündigen, damit dir nicht gekündigt würde.
Wenig bis keine Beruserfahrung zu haben, ist für Studis relativ normal. Wenn du aber, was durchaus zu empfehlen ist, Berufserfahrung vorweisen möchtest, wäre das Mittel der Wahl, dir einen neuen Job zu suchen und den letzten als Erfahrung unter den Tisch fallen zu lassen. Drei Monate weniger Berufserfahrung wiegen weniger schwer, als dass dir nahe gelegt wurde, zu kündigen.

Zerschmetterling
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Beitrag von Zerschmetterling » 07.03.2019, 18:18

Hallo, ich habe mit meinem letzten AG auch einen Aufhebungsvertrag geschlossen. Im Zeugnis stand: "Frau XXX verlässt uns auf eigenen Wunsch, was wir sehr bedauern." Das ist natürlich deutlich günstiger. Hast Du noch die Möglichkeit, was abändern zu können?

Ansonsten stimme ich TheGuide zu.

VG Zerschmetterling

Notna
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Beitrag von Notna » 07.03.2019, 23:21

Erstmals danke für Eure Antworten,

ja ich hatte die Möglichkeit die Schlussklausel abändern zu können.
Jedoch hat mir der AG geraten das Arbeitsverhältnis per Aufhebungsvertrag zu beenden, damit es zu keiner Kündigung da diese im Arbeitszeugnis noch schlechter wäre.

Einen andere Werkstudententätigkeit anzutreten ist mir leider nicht möglich. Da ich ab nächstem Monat Vollzeitangestellt als Bachelorand bin und danach mein Studium beendet habe.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 08.03.2019, 08:04

Ein Master ist nicht vorgesehen?
Berufserfahrung erwirbst du dann ja in deiner Vollanstellung als Bachelorand.

Jameson
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Beitrag von Jameson » 19.03.2019, 12:27

Die Beendigungsformulierung "verlässt uns auf eigenen Wunsch" kann regelmäßig dann eingefordert werden, wenn ein Aufhebungsvertrag auf Betreiben des Arbeitnehmers geschlossen wurde.
Solch eine Ausscheiden auf eigenen Wunsch wirft aber nur dann keine Fragen auf, wenn direkte eine Folgeanstellung angetreten wird. Eine Eigenkündigung in die Arbeitslosigkeit hinein lässt den Leser zweifeln.

isotykep
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Re: Arbeitszeugnis mit Aufhebungsvertrag

Beitrag von isotykep » 12.08.2019, 14:24

Hallo,

ich möchte hier nochmal nachfragen. Ich habe ebenfalls Anfang April 2019 einen Aufhebungsvertrag unterschrieben und heute das Arbeitszeugnis mit der Note "sehr gut" erhalten (wurde im Aufhebungsvertrag so festgehalten). Was mich etwas stutzig macht ist die Schlussformulierung

"Herr xyz verlässt unser Unternehmen mit dem 01.08.2019 auf eigenen Wunsch."

In meinem Aufhebungsvertrag steht dazu noch folgendes

"Der zwischen den Parteien bestehende Arbeitsvertrag wird auf Veranlassung der Firma, jedoch im gegenseitigen Einvernehmen, zur Vermeidung einer anderweitigen - arbeitgeberseitigen - betriebsbedingten Kündigung aufgehoben"

Die Schlussformulierung ist somit irgendwie falsch aber gleichzeitig auch richtig. Ich habe im Einvernehmen unterschrieben aber mir wurde eine betriebsbedingte Kündigung in Aussicht gestellt. Ich hätte sicherlich die Möglichkeit, die Schlussformulierung nochmal anpassen zu lassen.

Ich würde dazu gerne eure Meinung hören, da ich niemanden alternatives habe den ich fragen könnte.

Jameson
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Re: Arbeitszeugnis mit Aufhebungsvertrag

Beitrag von Jameson » 13.08.2019, 10:23

Hallo Isotykep,
isotykep hat geschrieben:
12.08.2019, 14:24
Hallo,

ich möchte hier nochmal nachfragen. Ich habe ebenfalls Anfang April 2019 einen Aufhebungsvertrag unterschrieben und heute das Arbeitszeugnis mit der Note "sehr gut" erhalten (wurde im Aufhebungsvertrag so festgehalten).
woher weißt du dass dein Zeugnis tatsächlich für eine unterm Strich sehr gute Wertung steht?
isotykep hat geschrieben:
12.08.2019, 14:24
Was mich etwas stutzig macht ist die Schlussformulierung

"Herr xyz verlässt unser Unternehmen mit dem 01.08.2019 auf eigenen Wunsch."
Steht da wirklich dass du das Unternehmen mit dem 01.08.2019 verlässt... war das denn wirklich dein letzter Arbeitstag, oder nicht doch eher der 31.07.19? :wink:
isotykep hat geschrieben:
12.08.2019, 14:24

In meinem Aufhebungsvertrag steht dazu noch folgendes

"Der zwischen den Parteien bestehende Arbeitsvertrag wird auf Veranlassung der Firma, jedoch im gegenseitigen Einvernehmen, zur Vermeidung einer anderweitigen - arbeitgeberseitigen - betriebsbedingten Kündigung aufgehoben"

Die Schlussformulierung ist somit irgendwie falsch aber gleichzeitig auch richtig. Ich habe im Einvernehmen unterschrieben aber mir wurde eine betriebsbedingte Kündigung in Aussicht gestellt. Ich hätte sicherlich die Möglichkeit, die Schlussformulierung nochmal anpassen zu lassen.

Ich würde dazu gerne eure Meinung hören, da ich niemanden alternatives habe den ich fragen könnte.
OK, wenn ich dich recht verstehe ist die Formulierung "auf eigenen Wunsch" möglich. Ob sie aber auch von Vorteil ist sei mal dahingestellt.

isotykep
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Re: Arbeitszeugnis mit Aufhebungsvertrag

Beitrag von isotykep » 13.08.2019, 12:20

woher weißt du dass dein Zeugnis tatsächlich für eine unterm Strich sehr gute Wertung steht?
Die Firma nutzt ein Programm womit sie Noten von 1-5 vergibt und entsprechende Textbausteine für das Zeugnis rauskommen. Ich kann den gesamten Inhalt hier aber nochmal posten (auch wenn ich den Thread jetzt missbrauche, da nicht mein eigener).

Herr xyz verfügt über ein hervorragendes und auch in Randbereichen sehr tiefgehendes Fachwissen, welches er in unser Unternehmen stets in höchst gewinnbringender Weise einbrachte. Aufgrund seiner sehr guten Auffassungsgabe war er jederzeit in der Lage, auch schwierige Situationen sofort zutreffend zu erfassen und schnell sehr gute Lösungen zu finden.

Herr xyz zeigte jederzeit große Eigeninitiative und identifizierte sich immer voll mit seinen Aufgaben und unserem Unternehmen, wobei er auch durch seine große Einsatzfreude überzeugte. Auch in Situationen mit größtem Arbeitsaufkommen erwies er sich immer als in höchstem Maße belastbar. Alle Aufgaben führte er jederzeit vollkommen selbstständig, äußerst sorgfältig und planvoll durchdacht aus. Er agierte immer ruhig, überlegt, zielorientiert und in höchstem Maße präzise. Dabei überzeugte er stets in besonderer Weise sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht. Herr xyz war in ganz besonders hohem Maße zuverlässig. Für alle auftretenden Probleme fand er ausnahmslos gute Lösungen. Die Leistungen von Herrn xyz haben jederzeit und in jeder Hinsicht unsere vollste Anerkennung gefunden.

Er wurde wegen seines stets freundlichen und ausgeglichenen Wesens allseits sehr geschätzt. Er war immer hilfsbereit, zuvorkommend und stellte, falls erforderlich, auch persönliche Interessen zurück. Sein Verhalten zu Vorgesetzten, Kolleginnen und Kollegen sowie Kundinnen und Kunden war ausnahmslos vorbildlich und loyal.

Herr xyz verlässt unser Unternehmen mit dem 01.08.2019 auf eigenen Wunsch. Wir bedauern dies sehr, weil wir mit ihm einen sehr guten Mitarbeiter verlieren. Wir bedanken uns für die stets sehr guten Leistungen und wünschen ihm für die Zukunft beruflich und privat weiterhin viel Erfolg und alles Gute.

Das mit dem 01.08.2019 scheint ein Fehler zu sein. Mein letzter offizieller Arbeitstag war der 31.07.2019 (war seit April 2019 freigestellt).
Ob sie aber auch von Vorteil ist sei mal dahingestellt.
Ich hab mir das natürlich bisschen überlegt, wie rum das für mich am besten wäre. Da ich ein sehr gutes Arbeitszeugnis bekommen habe und auf eigenen Wunsch die Firma verlasse, ist es sicherlich vorteilhafter wie wenn ich ein sehr gutes Arbeitszeugnis habe aber die Firma mich loswerden wollte. Ich kann es auch entsprechend sachlich Begründen, ohne über meinen Ex Arbeitgeber herzuziehen.

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