Aufbau und Formulierung eines Arbeitszeugnis

Fragen zu Zeugnissen und Nachweisen: Müssen alle bisherigen Zeugnisse mitgeschickt werden? Welche Nachweise sind wichtig? Wie müssen die Zeugnisse geordnet werden?
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quantum
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Aufbau und Formulierung eines Arbeitszeugnis

Beitrag von quantum » 23.11.2013, 20:27

Habe zum Aufbau und zur Formulierung eines Arbeitszeugnisses Fragen:
Muss sich ein qualifiziertes Arbeitszeugnis so gliedern?

1. Überschrift und Einleitung
a. Person (Geburtstag etc.)
b. Art und Beginn des Beschäftigungsverhältnisses
c. Vorstellung des Arbeitgebers
2. Aufgabenbeschreibung
3. Leistungsbeurteilung, darin:
a. Arbeitsbereitschaft : Eigeninitiative etc.
b. Arbeitsbefähigung : Belastbarkeit etc.
c. Fachkenntnisse
d. Arbeitsweise- und –Stil
e. Arbeitserfolg und Ergebnisse
f. Aussage über die Gesamtzufriedenheit
4. Beurteilung des sozialen Verhaltens (ggü. Vorgesetzten u. Kollegen)
5. Beendigungsformel, darin:
a. Ausstellungsgrund
b. Dankes- (und bei Endzeugnis: ggf. Bedauerns-) Formel
c. Zukunftswünsche
6. Ausstellungsort, -datum und Unterschrift

Zu 1.:
Ist 1.c ein Muss?
Muss sich der Arbeitgeber kurz vorstellen, zB auf welchem Gewerbe das Unternehmen tätig ist oder ist das überflüssig?

Zu 2.:
- Können die Aufgaben auch stichpunktartig aufgezählt werden, also unter Aufzählungszeichen ? Oder doch lieber satzweise?

Zu 3.:
- Könnte 3c (Fachkenntnisse, EDV) auch unter 2. gefasst werden, da hier ein fachlicher Zusammenhang besteht?

- Wäre folgende Formulierung ok?
„Die Bearbeitung unterschiedlichster Sachverhalte führt sie aufgrund ihres sehr guten Auffassungsvermögens
jederzeit schnell und erfolgreich aus.
Besonders hervorzuheben ist ihr Urteilsvermögen, das sie auch in schwierigen Lagen zu einem eigenständigen, abgewogenen
und zutreffenden Urteil befähigt.
Frau X identifiziert sich mit ihrer Aufgabe und arbeitet mit viel Engagement, Sorgfalt und Eigeninitiative.
Ihre Arbeitsweise ist von großer Selbständigkeit, Effizienz und strukturellem Vorgehen geprägt. Darüber hinaus weist sie ein
hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit auf.
Auch bei sehr hoher Arbeitsbelastung erzielte sie sehr gute Arbeitsergebnisse.“

Wäre euch zum Dank verpflichtet, wenn ihr mir helfen könntet :D

Chrissilly
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Registriert: 29.10.2013, 18:25

Beitrag von Chrissilly » 24.11.2013, 20:40

Hallo quantum,

generell ist das der Idealfall eines Aufbaus. Häufig werden allerdings einige Komponenten weggelassen. Das handelt jeder Arbeitgeber anders.
zu 1c, wie oben gesagt, das kommt auf den Arbeitgeber an und kann Arbeitgeberspezifisch gesehen werden.

zu 2,
auch dies ist häufig ganz unterschiedlich. Übersichtlicher wird es allerdings auch für zukünftige Arbeitgeber wenn es Spiegelstriche sind. Aber auch hier habe ich schon die unterschiedlichsten Arten gesehen: Spiegelstriche, Fließtext oder Bewertung des Arbeitnehmers Anhang von den unterschiedlichen Tätigkeiten.

zu 3,
es kommt darauf an ob die EDV Kenntnisse den Arbeitnehmer besonders ausgezeichnet haben. Dann kommt es unter den Bereich Fachwissen.

zu der Formulierung,
was genau für eine Note soll es denn sein? Willst du eine Note 2 formulieren?

VG
Chrissilly

quantum
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Registriert: 23.11.2013, 19:47

Beitrag von quantum » 26.11.2013, 00:27

Hallo Chrissilly!

Danke für deine umfassende Antwort.
Sie wird mir auf jeden Fall weiterhelfen.

Zur Formulierung:

Es soll ein "sehr gut" vergeben werden. Passt die ausgewählte Formulierung oder sollte man andere Worte wählen bzw. Text anreichern?

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