Aufhebungsvertrag im Bewerbungsverfahren angeben

Welche anderen Bewerbungsstrategien kennt ihr noch? Fragen dazu bitte hier reinschreiben.
Antworten
wolkenkranich
Beiträge: 4
Registriert: 18.10.2017, 07:00

Aufhebungsvertrag im Bewerbungsverfahren angeben

Beitrag von wolkenkranich » 18.10.2017, 07:14

Hallo,
seit meinem Studienabschluss arbeite ich in einem größeren Unternehmen in Österreich. Jetzt ist es so dass nach einem Abteilungswechsel (alte Abteilung wurde aufgelöst) ich immer Probleme mit meinem neuen Vorgesetzten
hatte, er hat mir nie was zugetraut und mich beim Kennenlerngespräch auch mit "was wollen Sie als Frau in der IT" begrüßt. Das hat mich natürlich schon von Anfang an alles etwas demotiviert. Auch musste ich dann
ständig vor anderen aus meiner Abteilung mit teilweise sinnlosen Aufgaben beweisen, dass ich meine Arbeit gut ist, was auch jedes mal gut geklappt hat. Aber es ist halt nicht schön wenn jemand andauernd an deiner
eigenen Leistung zweifelt und dir nichts zutraut. Nun ist es so da in Österreich der Arbeitgeber ohne Angabe von Gründen dem Arbeitnehmer jederzeit kündigen kann. Und da mein Chef ja "gnädig" war hat er mir anstatt
mir zu kündigen einen Auflösungsvertrag angeboten, welchen ich unterschrieben habe (die Alternative wäre ja gekündigt zu werden) zum Ende diesen Jahres.

Bisher habe ich keinen Grund gesehen diese Tatsache mit dem Auflösungsvertrag bei einer Bewerbung oder in einem Vorstellungsgespräch anzugeben, die Frage wann ich starten könnte habe ich auch wahrheitsgemäß immer mit dem
01.01.2018 beantwortet. Meine Frage ist aber nun, da ich evtl einen Job in Aussicht habe ob ich im aktuell laufenden Bewerbungsverfahren (ich war schon beim Vorstellungsgespräch) das mit dem Auflösungsvertrag noch
angeben soll oder ob ich das verschweigen kann - ich meine im Grunde ist das ja nicht so wichtig für den neuen Job und ich bin ja auch nicht Arbeitslos, etc? Wie würdet ihr das handhaben? Und wenn ihr das angeben würdet wie würdet ihr das jetzt zu dem Zeitpunkt noch einbringen?

Grüße wolkenkranich

Benutzeravatar
TheGuide
Bewerbungshelfer
Beiträge: 11561
Registriert: 12.07.2013, 12:44

Beitrag von TheGuide » 18.10.2017, 10:12

Du bist gegenüber dem Arbeitgeber zur Wahrheit verpflichtet (in D gibt es da Ausnahmen bzgl. die Arbeit nicht einschränkender Krankheiten und Familienplanung, wie das in AU ist, weiß ich nicht). Allerdings heißt zur Wahrheit verpflichtet zu sein nicht, dass du ihm, solange er nicht nachfrägt, alles offenlegen musst.
Dein Abteilungsleiter scheint ja ein ziemlicher STOP zu sein. Ist das Kündigungsrecht bei euch wirklich so arbeitnehmerfeindlich? Hast du eine Abfindung ausgehandelt?

wolkenkranich
Beiträge: 4
Registriert: 18.10.2017, 07:00

Beitrag von wolkenkranich » 18.10.2017, 13:14

Wie gesagt, sie haben mich halt gefragt wie meine Kündigungsfrist ist und das habe ich gesagt und dann halt dass ich gern zum 01.01. anfangen würde. Ich hab es ihn damit ja nicht angelogen, hätte er mich gefragt ob ich aktuell in einem ungekündigten Verhältnis bin hätte ich nein sagen müssen das ist mir klar. Aber so dürfte es ja auch kein Problem geben oder kann das im Nachhinein noch ein Problem sein? (Im Arbeitszeugnis würde es ja drin stehen aber das will er normalerweise ja nicht haben?)

Mein Abteilungsnleiter ist menschlich echt nicht gut und die andere Frau in meiner Abteilung ist schon im März gegangen (hat studiert und wollte das Praxissemester in der Firma machen, Chef hat das Gespräch mit ihr so lang rausgezogen bis sie sich was anderes gesucht hat) und auch schon ein paar andere haben zumindest mal die Abteilung gewechselt. Abfindung gibts so direkt in Österreich auch nicht, nur eine Abfertigung, welche im Grunde später auf die Rente gerechnet wird. In AU ist es halt so gedacht, dass ein Arbeitsverhältnis von beiden Seiten aus passen muss und auch beide Seiten die Möglichkeit haben, dieses ohne Angabe von Gründen zu beenden. Finde ich auch nicht so super aber kann man nicht ändern.

Benutzeravatar
TheGuide
Bewerbungshelfer
Beiträge: 11561
Registriert: 12.07.2013, 12:44

Beitrag von TheGuide » 18.10.2017, 14:51

Das Wort, was mir die Forensoftware zensiert hat, war im Übrigen S E X I S T. Ich würde an deiner Stelle (am besten erst nach Erhalt des Arbeitszeugnisses), den S E X I Smus des Vorgesetzten im Übrigen mal in der Personalabteilung zur Sprache bringen. Das ist keiner der sich zum Vorgesetzten eignet.

Man stelle sich vor, dies wäre ein Forum über historische Nautik und man müsste jedesmal, wenn man S E X T A N T schreiben wollte so ein Bohei machen: STOP.

Antworten