Berufe mit Zukunft 2016, 2026, 2099, 2364, 7638???

Fragen zu Ausbildungs- und Studiengängen, Praktikumsmöglichkeiten, Lerninhalten, Lerntipps etc.
Antworten
Lassesein
Beiträge: 18
Registriert: 29.10.2015, 15:47

Berufe mit Zukunft 2016, 2026, 2099, 2364, 7638???

Beitrag von Lassesein » 29.10.2015, 17:02

8)

Ich komme aus so einer Sicherheitsfamilie, wo wir Kinder was solides aber auch was mit Aufstieg beruflich machen sollen. Im Grunde Staatsjobs. Ich habe mich damit näher beschäftigt. So schlecht sind die Jobs beim Staat nicht, auch wenn es hippere gibt. Irgendetwas mit Medien kommt für mich nicht in Frage. :wink:

Es kommt immer auf das an, was man kann. Das ist klar. Welche Berufe könnte ihr empfehlen, welche haben richtig Zukunft, weil sie immer gefragt sind, also soetwas wie Hebamme, Bestatter, Feuerwehr, Lehrer. Es gibt bestimmt viele Branchen und Berufe, die ich nicht kenne, aber die auch immer gefragt sein werden, selbst in 7638. Die würden mich interessieren.

Benutzeravatar
Hazel-Rah
Beiträge: 155
Registriert: 10.06.2014, 11:53

Beitrag von Hazel-Rah » 29.10.2015, 17:27

Sicher wird es Jobs geben, wo Maschinen nicht den Menschen ersetzen können. Die, die du genannt hast, halte ich spontan für plausibel. Zur Gegenüberstellung: In Japan werden schon Pflegeroboter eingesetz.

Ich nehme mal an, dass im Zuge des technischen Fortschritts in absehbarer Zeit Jobs geben wird, die man heute noch gar nicht kennt.

Dazu kann ich dir den polnischen Sci-Fi-Schriftsteller Stanislaw Lem empfehlen.
In seiner summa technologiae (kein Sci-Fi) entwirft er eine Meta-Theorie technischer Evolution.

Wikipedia: Auf diesen Grundlagen kommt Lem zur Gegenüberstellung von technischer und biologischer Entwicklung. Beides sind materielle, sich selbst organisierende Systeme, in denen Entwicklung und Fortschritt möglich ist. Die Triebkraft dieser selbstregulativen Entwicklungsschemata ist das ihnen innewohnende Streben nach einem stabilen Zustand des Gleichgewichts. Lem verwendet hierfür den aus der Kybernetik stammenden Begriff der „Homöostase“.

Der Typ hat unheimlich viel, was tatsächlich eingetreten ist, vorweggenommen. Er wurde halt erst sehr spät ins Englische übersetzt. Bild

Lassesein
Beiträge: 18
Registriert: 29.10.2015, 15:47

Beitrag von Lassesein » 29.10.2015, 21:02

Hazel-Rah hat geschrieben:Ich nehme mal an, dass im Zuge des technischen Fortschritts in absehbarer Zeit Jobs geben wird, die man heute noch gar nicht kennt.
Das ist wahrscheinlich. Die meisten heutigen Jobs hat es vor 100 Jahren noch nicht gegeben, viele Berufe sind ausgestorben. Meine Prognose ist, dass es in den nächsten 100 Jahren mehr heutige Berufe überleben. Wissen kann man es nie.

Interessante Theorie. Vielleicht muss ich in 30 Jahren zum Marsfahrer oder Augendesigner umschulen. 8)

Benutzeravatar
FRAGEN
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12159
Registriert: 22.07.2006, 18:18

Beitrag von FRAGEN » 29.10.2015, 23:50

Das ist wirklich eine interessante Frage. Aus dem Stand würde ich sagen: Die zukunftsichersten Berufe sind die, bei denen sich die entscheidenden Tätigkeiten und Qualitäten am schlechtesten automatisieren lassen. Das wären m. E. vor allem soziale und künsterische Berufe. Der Haken besteht jetzt darin, dass diese im Ganzen relativ sicheren Berufe für den Einzelnen relativ unsicher sind. Von denen, die nach heutiger Sachlage für den Einzelnen relativ sicher sind (im von Dir erwähnten Staatsdienst) wiederum wird wiederum im Ganzen Vieles durch fortschreitende Digitalisierung in naher Zukunft komplett verschwinden...

Die von Dir erwähnten Beispiele sicherer Berufe sind dies auch nicht alle im gleichen Maße: Bei den Lehrern z. B. wechseln sich Phasen von "Mangel" und "Schwemme" mit jeweils grossem Medienecho in schöner Regelmässigkeit ab. Die Hebamme lässt sich zwar nicht maschinell ersetzen... der zahlenmässige Bedarf hängt allerdings stark von der demographischen Entwicklung ab. Der Tod wird die Menschheit zwar für immer begleiten... die Auswirkungen des aktuellen Einäscherungstrends schlagen sich momentan allerdings schon recht deutlich in dem Beruf nieder.

Womit ich sagen will: M. E. ist der gesamte "Sicherheitsansatz" weit weniger sicher, als man spontan denken könnte. Nach meiner festen Überzeugung ist die persönliche Sicherheit unter'm Strich am größten, wenn man seinen Interessen und Talenten folgt. Die Kraft und Motivation, die in der gefühlt "passenden" Betätigung liegt, wird eine gewaltige Hilfe sein, wenn in der Mitte des Weges Kurskorrekturen im Detail notwendig werden. Wenn die grundsätzliche Richtung stimmt, wird man sich wesentlich besser auf Neuerungen aller Art einstellen können... und weiterhin seinen Spass daran haben...

Vielleicht ist der Busfahrer von heute dann der Marsfahrer von 7638... ;-)

Lassesein
Beiträge: 18
Registriert: 29.10.2015, 15:47

Beitrag von Lassesein » 03.11.2015, 17:01

Du hast recht. Ich kann nicht in die Zukunft gucken. Ich muss einen Beruf auswählen, der aktuell zu mir passt und bei dem ich einen guten Abschluss erreichen kann. Alles weitere ist Zukunftsmusik.

Antworten