Bewerbung bei einem Bundestagsabgeordneten

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Philiboy
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Bewerbung bei einem Bundestagsabgeordneten

Beitrag von Philiboy » 04.03.2009, 15:10

Hallo, ich bewerbe mich bei einem Abgeordneten des deutschen Bundestages. Ich studiere Europäische Studien und internationale Beziehungen in Portsmouth, England. Ich würde gern ein Praktikum im Bundestag machen, weil ich glaube dass es in meinem Lebenslauf einen guten Eindruck machen wird. Hier ist mein Motivationsschreiben:
Sehr geehrter Herr XXXXX,
Als politisch interessierter Student aus Delmenhorst habe ich mich mit großem Interesse über ihre Tätigkeiten informiert und bewerbe mich hiermit für ein Praktikum in ihrem Abgeordnetenbüro in Berlin.
Ich studiere Europäische Studien und Internationale Beziehungen an der Universität in Portsmouth (England). Zwischenstaatliche Beziehungen innerhalb der EU, aber auch Europäische Sozial-, Landwirtschafts- und Verbraucherschutzpolitik stellen die thematischen Schwerpunkte meines Studiums dar. Ich habe ein besonderes Interesse an deutscher Außenpolitik - speziell in Bezug auf die Europäische Union. In diesem Zusammenhang erscheint es mir wichtig die Arbeitsweisen der deutschen Innenpolitik besser zu verstehen, um sie auch in einen besseren Gesamtzusammenhang mit deutscher Europapolitik stellen zu können.
Die angesprochenen Bereiche interessieren mich aufgrund meiner bisher erworbenen Kenntnisse. Darüber hinaus sind mir Eigeninitiative, Kommunikationsfähigkeit und Durchsetzungsvermögen ebenso selbstverständlich wie erfolgreiche Arbeit im Team. Ich bin flexibel und sehe ein Praktikum im deutschen Bundestag als eine spannende Bereicherung an.
Als Student stünde ich Ihnen in den Sommermonaten zwischen Anfang Juni bis Ende September zur Verfügung. Ich hoffe wieder von Ihnen zu hören und würde mich freuen mehr über Sie, die Partei und der deutschen Politik aus nächster Nähe zu erfahren.

Mit freundlichen Grüßen
Ich hoffe jemand kann mir helfen und erklären ob das so in Ordnung ist. Ich bin mir nicht sicher ob der Einleitungssatz in Ordnung ist. Ich versuche darauf aufmerksam zu machen dass ich aus Delmenhorst komme (weil das Vorraussetzung ist bei diesem Abgeordneten ein Praktikum zu machen). Im ersten Satz schreibe ich auch "mit großem Interesse". Wäre es besser wenn ich "ausgiebig" schreiben würde? Glaube ihr dass ich persönlich genug werde? Der Abgeordnete spezialisiert sich auf Verbraucherschutz und Landwirtschaft und ich habe entsprechend versucht eine Verbindung zu meinem Studium herzustellen. Im vorletzten Satz schreibe ich dass ich dem Abgeordneten zur Verfügung "stünde". Wäre "zur Verfügung stehen" vielleicht passender? Außerdem: ich studiere in England und wollte wissen ob es vielleicht ein Nachteil sein könnte wenn ich mich bei einem deutschen Abgeordneten bewerbe? Ich versuche im Motivationsschreiben das Problem zu umgehen, indem ich eine Verbindung von meinem Studium zur deutschen Politik herstelle. Ich würde gerne wissen ob ich hierauf noch weiter eingehen sollte? Ich habe etwas bedenken bezüglich der Länge des Schreibens, deswegen frage ich. Vielen Dank für Hilfen.

Philip
Zuletzt geändert von Philiboy am 04.03.2009, 16:34, insgesamt 1-mal geändert.

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 04.03.2009, 16:32

Den eigenen Namen solltest du auch aussternen.

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Re: Bewerbung bei einem Bundestagsabgeordneten

Beitrag von Knightley » 04.03.2009, 16:52

Anredepronomen werden groß geschrieben.
Sehr geehrter Herr XXXXX,

als politisch interessierter Student aus Delmenhorst
Ich hoffe wieder von Ihnen zu hören und würde mich freuen mehr über Sie, die Partei und der deutschen Politik aus nächster Nähe zu erfahren.
Der Schlusssatz ist etwas seltsam... Hast du dafür Alternativen?
Ich bin mir nicht sicher ob der Einleitungssatz in Ordnung ist.
Ist so in Ordnung.
Im ersten Satz schreibe ich auch "mit großem Interesse". Wäre es besser wenn ich "ausgiebig" schreiben würde?
Ich sehe da keinen Unterschied.
Im vorletzten Satz schreibe ich dass ich dem Abgeordneten zur Verfügung "stünde". Wäre "zur Verfügung stehen" vielleicht passender?
Ist so in Ordnung.

Die Länge des Anschreibens ist auch in Ordnung. Ich denke nicht, dass es ein großes Problem darstellt, dass du in England studierst, im Gegenteil ist das doch ein Vorteil.

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Beitrag von Philiboy » 06.03.2009, 21:04

Vielen Dank für die Hilfe! Ich würde aber gerne eine ergänzung machen. Diesen Satz möchte ich noch dem letzten Satz vorstellen:

"Sofern Sie sich in Delmenhorst aufhalten, können Sie sich auch in den Osterferien, zwischen dem 5. Und 16. April, in einem persönlichen Gesprch von mir überzeugen lassen."

Ich bin mir etwas unsicher ob dieser Satz für die bewerbung angemessen ist. "Sofern Sie sich in Delmenhorst aufhalten" klingt vielleicht etwas unangemessen. Wäre es besser ich schreibe "Wenn sie sich in Delmenhorst aufhalten"? Ist die Setzung der Kommatar korrekt (ich hoffe ich darf das so fragen)? Danke nochmal

Philip

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Beitrag von Philiboy » 08.03.2009, 13:09

Hallo,

Ich wollte fragen ob mir jemand helfen kann? Ich habe den Satz noch einmal überarbeitet: "Über die Osterferien, zwischen dem 5. und 16. April, befinde ich mich in Deutschland und ich überzeuge Sie gerne in einem persönlichen Gespräch." Denkt ihr es ist so besser? Danke

Philip

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Beitrag von Knightley » 08.03.2009, 17:50

Ja, besser.

Oder noch etwas anders: "Über die Osterferien, zwischen dem 5. und 16. April, befinde ich mich in Deutschland, so dass ich Sie in einem Gespräch von meinen fachlichen und persönlichen Stärken überzeugen kann."

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Beitrag von Philiboy » 08.03.2009, 18:15

Ja das klingt noch besser. Vielen Dank!

Philip

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Beitrag von Philiboy » 10.03.2009, 15:54

Ich habe doch noch eine kurze Frage: Die Adresse die ich angegeben habe ist die meiner Eltern in Deutschland auf der ich registriert bin. Soll ich diese oder die englische Adresse angeben? Das gleiche habe ich auch beim lebenslauf gemacht. Vielen Dank

Philip

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Marlenchen
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Beitrag von Marlenchen » 11.03.2009, 01:37

Was für dich besser ist? Wo siehst du denn da Probleme?

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