Bewerbung in der Verwaltung - Ordnungsamt

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Noci80
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Bewerbung in der Verwaltung - Ordnungsamt

Beitrag von Noci80 » 23.11.2010, 20:51

Hallo zusammen,
möchte die Branche wechseln. Bin dankbar für jeden Hinweis...

Sehr geehrter Herr ....,

sie suchen einen Mitarbeiter im Ordnungsamt - Einwohnermeldeamt, der viel Eigeninitiative und Engagement mitbringt? Dann bin ich der Richtige für Sie!
Da ich mich beruflich verändern möchte, bemühe ich mich aktiv um eine heimatnahe Arbeitsstelle, bei der ich meine Fähigkeiten und Kompetenzen dauerhaft unter Beweis stellen kann.

Durch meine momentane Aufgabe als Filialleiter, lernte ich schnell sorgfältiges Arbeiten und Zuverlässigkeit. Einen sicheren Umgang mit MS-Office-Anwendungen erlangte ich bereits durch meine Affinität und Erfahrung im Umgang mit dem Internet und allgemein mit Computern. Hilfsbereitschaft und große Freude an der Arbeit im Team entwickelten sich bei mir schon in der Jugend. Da ich mich sehr für Mannschaftssport interessiere.
Belastbarkeit ist ebenfalls eine Stärke von mir. Denn ich bleibe auch in Stresssituation ruhig und erkenne das Wesentliche.

Da ich mich aus einer ungekündigten Position bewerbe, bitte ich Sie, meine Unterlagen diskret zu behandeln.

Zu einem Vorstellungsgespräch stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.



Mit freundlichen Grüßen

Romanum
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Beitrag von Romanum » 24.11.2010, 16:44

Arbeite mal bitte diesen Artikel http://www.bewerbung-forum.de/anschreiben.html durch, dann hast du schon sehr viele Ansätze für generelle Verbesserungen.
Sehr geehrter Herr ....,

Sie suchen einen Mitarbeiter im Ordnungsamt - Einwohnermeldeamt Würde ich eher in Klammern schreiben., der viel Eigeninitiative und Engagement mitbringt? Dann bin ich der Richtige für Sie!
Da ich mich beruflich verändern möchte, bemühe ich mich aktiv um eine heimatnahe Arbeitsstelle, Hieraus geht aber nur hervor, dass du irgendetwas arbeitet möchtest, aber nicht, warum gerade dort.bei der ich meine Fähigkeiten und Kompetenzen dauerhaft unter Beweis stellen kann.
Durch meine momentane Aufgabe als Filialleiter, lernte ich schnell sorgfältiges Arbeiten und Zuverlässigkeit. Einen sicheren Umgang mit MS-Office-Anwendungen erlangte ich bereits durch meine Affinität und Erfahrung im Umgang mit dem Internet und allgemein mit Computern.
Es kommt nicht so sehr darauf an, was du erlernt hast, sondern wie du deine Kenntnisse und Fähigkeiten anwendest.

Im gesamten Anschreiben liest man sehr wenig über den Bezug zur angestrebten Tätigkeit.

Noci80
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Beitrag von Noci80 » 25.11.2010, 22:18

hab die bewerbung nochmal komplett neu geschrieben. Ist es besser als vorher??? Bitte Rückmeldungen...


Sehr geehrter Herr ... ,



da ich in ... als Trainer einer Jugendmannschaft tätig bin, ist es für mich sehr wichtig eine heimatnahe Arbeitsstelle zu finden.
durch einen Bekannten bin ich im Internet auf Ihre Stellenanzeige aufmerksam geworden, dass Sie einen Arbeitsplatz im Ordnungsamt (Einwohnermeldeamt) anbieten. Das habe ich mit großer Aufmerksamkeit gelesen und bewerbe mich hiermit auf diese Stelle.

Aufgrund des abwechslungsreichen Zusammenspiels von Tätigkeiten im Verwaltungsbereich und Umgang mit Kunden, spricht mich Ihr Angebot sehr an.
Da ich mich in meiner Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel viel mit der Beratung und Betreuung von Kunden beschäftigt und diese in meinem weiteren beruflichen Werdegang intensiviert habe, ist diese anspruchsvolle Aufgabe in der Gemeinde ... besonders interessant für mich.
Meine derzeitigen Tätigkeiten als Filialleiter beziehen sich hauptsächlich auf die Abrechnung im finanziellen Bereich, sowie auf die Dokumentationsverwaltung per EDV. Somit bin ich mit dem Umgang von Officeanwendungen routiniert.
Ich habe mich eingehend mit dem von Ihnen angebotenen Berufsbild beschäftigt und bin überzeugt , dass dieses Tätigkeitsfeld sehr meinen beruflichen Perspektiven entspricht.

Herausforderungen gegenüber bin ich stets offen und arbeite mich durch meine hohe Lernbereitschaft schnell in neue Aufgabenbereiche ein.

Meine Fähigkeiten, verbunden mit großer, persönlicher Motivation, möchte ich sehr gerne in Ihrem Team einbringen und freue mich über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch.

Mit freundlichen Grüßen,

dasto
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Beitrag von dasto » 26.11.2010, 10:55

Dein Einstiegssatz ist unpassend, nur weil Du Trainer bist, willst Du Heimatnah arbeiten- d.h. Du könntest auch in der Müllabfuhr arbeiten. Vielleicht gehst Du deutlicher auf die Anforderungen der Aufgabe mit ein, um dies mit Deinem Werdegang und Deinen Kenntnissen zu verbinden.

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Beitrag von Noci80 » 26.11.2010, 20:54

mir hat aber der bekannte, der mir den hinweis der stelle gab und dort auch arbeitet gesagt, dass ich dies unbedingt mit reinschreiben soll. an welcher stelle kann ich denn am besten reinschreiben, dass ich trainer einer jugendmannschaft bin?

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Lucky Luke
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Beitrag von Lucky Luke » 26.11.2010, 23:35

Noci80 hat geschrieben:an welcher stelle kann ich denn am besten reinschreiben, dass ich trainer einer jugendmannschaft bin?
In dem Absatz, in dem du deine persönlichen Stärken, deine Softskills wie z.B. Zuverlässigkeit beschreibst. In diesem Absatz als letzten Satz dann so in etwa:
In meiner Freizeit bin in Trainer der Musterstädter Jugendmannschaft.
Da musst du gar nicht großartig schreiben: Durch meine Tätigkeit als Trainer der Musterstädter Jugendmannschaft beweise ich regelmäßig soziales Engagement, Durchsetzungsvermögen und stragegisches Vorgehen. Das denkt der Leser sich dann schon! :wink: Und er denkt lieber selber.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 26.11.2010, 23:48

Mal etwas ganz anderes: Was für eine Art von "Mitarbeiter" wird in diesem Amt denn eigentlich gesucht? Kann sich da jeder "einfach so" bewerben? Bei einer Behörde müsste es doch so etwas wie eine Stellenbeschreibung geben? Weisst Du BTW, was Du da verdienen würdest?

Noci80
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Beitrag von Noci80 » 27.11.2010, 11:31

Man muss entweder ne kaufmännische Ausbildung vorweisen oder eine Ausbildung im Bereich Verwaltung. Bezahlt wird nach TVöD. Aber wieso fragst du???
Wenn ich die Einleitung ändere, kann man den Rest so lassen???
Hab leider nicht so die Erfahrung im Bewerbung schreiben...

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 27.11.2010, 12:14

Noci80 hat geschrieben:Man muss entweder ne kaufmännische Ausbildung vorweisen oder eine Ausbildung im Bereich Verwaltung. Bezahlt wird nach TVöD. Aber wieso fragst du???
Die Stellenbeschreibung wäre erstens interessant, um (zunächst einmal für Dich selbst) abzuschätzen, ob die dort wohl an jemanden wie Dich denken. Du bist als Filialleiter ja in gewissem Sinne "Führungskraft". Wärst Du das bei dem Amt ebenfalls? Damit in Zusammenhang hätte halt die Frage gestanden, ob Du (falls Du KEINE wärst) wohl mit der Bezahlung zurecht kämst. Darüber hinaus ist es natürlich immer gut, wenn man möglichst präzise auf die konkreten Anforderungen der jeweiligen Stelle eingehen kann. Deinen bisherigen Formulierungen kann man nicht entnehmen, dass Du so richtig wüsstest, was Du dort zu tun hättest... ;-)

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Beitrag von Noci80 » 27.11.2010, 14:22

ja, ich bin momentan als filialleiter führungskraft. nein in dem neuen job wäre ich keine führungskraft.
das ist auch so gewollt und ja ich weiß auch, daß ich dort dann weniger verdienen werde.
aber ich möchte mehr zeit mit meiner familie verbringen. ich bin nicht mehr bereit 60 std die woche zu arbeiten und meine kinder nur am wochenende zu sehen und dann nichts mit ihnen machen zu können, weil ich mich von der stressigen woche erholen muss.
das kann ich doch aber nicht in die bewerbung schreiben. sonst wird mir das ja gleich so ausgelegt, dass ich faul wär.
wie soll ich denn genauer auf die geforderten anforderungen eingehen???
ich werde dort am pc arbeiten, akten sortieren und wenn ich im Einwohnermeldeamt tätig bin, pässe erstellen. was genau muss ich da ändern???

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Beitrag von FRAGEN » 27.11.2010, 17:56

Noci80 hat geschrieben:ja, ich bin momentan als filialleiter führungskraft. nein in dem neuen job wäre ich keine führungskraft.
das ist auch so gewollt und ja ich weiß auch, daß ich dort dann weniger verdienen werde. [...]was genau muss ich da ändern???
Das kann ich Dir aus dem Stand auch nicht im Detail sagen. Sicher ist nur, dass die Formulierungen Deines bisherigen Anschreibens nicht gerade hiernach anhören:
Noci80 hat geschrieben:ich werde dort am pc arbeiten, akten sortieren und wenn ich im Einwohnermeldeamt tätig bin, pässe erstellen.
Für mich klingt Deine Umschreibung der Zielsetzung angesichts des tatsächlichen Sachverhalts nach ziemlich derber Ironie:
Noci80 hat geschrieben:Ich habe mich eingehend mit dem von Ihnen angebotenen Berufsbild beschäftigt und bin überzeugt , dass dieses Tätigkeitsfeld sehr meinen beruflichen Perspektiven entspricht.

Herausforderungen gegenüber bin ich stets offen und arbeite mich durch meine hohe Lernbereitschaft schnell in neue Aufgabenbereiche ein.
So etwas würde dann passen, wenn Du Dich von der Filial- zur Gebietsleitung bewerben würdest... ;-)

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Beitrag von Noci80 » 27.11.2010, 21:05

ja supi. Jetzt bin ich total verunsichert. Aber was ich ändern muss, kannst du mir im Detail auch nicht sagen. Wenn ich dich richtig verstehe, soll ich bei dem Anschreiben nicht so dick auftragen! So nach dem Motto der Job ist eigentlich scheiße, aber ich würde ihn trotzdem nehmen, oder wie???

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Beitrag von FRAGEN » 27.11.2010, 21:59

Noci80 hat geschrieben:So nach dem Motto der Job ist eigentlich scheiße, aber ich würde ihn trotzdem nehmen, oder wie???
Das wäre zwar weiss Gott nicht gut... klänge aber immerhin ganz nicht so absurd wie die bisherige Version. Mal ehrlich: Was würdest Du von jemandem denken, der sich (einschliesslich der entsprechenden Einkommensverluste) vom "Filialleiter" zum "Aktensortierer" herabbewirbt, und Dir das allen Ernstes als "Herausforderung" im Sinne seiner "beruflichen Perspektiven" zu verkaufen versucht? Man soll seinen Leser niemals für bescheuert halten... und wenn man es tut, sollte man es ihm nicht frontal unter die Nase reiben... ;-)

Mein Vorschlag wäre, mich noch einmal genau über die angestrebte Tätigkeit zu informieren... und exakt auf diese hin so nah wie möglich an der Wahrheit zu argumentieren... und bei dieser Gelegenheit ruhig auch noch einmal überlegen, ob gerade DIESER Wechsel tatsächlich das ist, was ich will... ;-)

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Beitrag von Noci80 » 28.11.2010, 23:58

So hier mal die dritte...Hofftelich jetzt mal positive kritik ;-)

durch einen Bekannten aus Ihrem Haus bin ich auf Ihre Stellenanzeige aufmerksam geworden. Da sich Ihr Stellenangebot mit meinen Erwartungen und Wünschen deckt, möchte ich mich auf diese Anzeige bewerben.

Aufgrund des abwechslungsreichen Zusammenspiels von Arbeiten im Verwaltungsbereich spricht mich Ihr Angebot sehr an.
In meiner Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel habe ich viel mit der Beratung und Betreuung von Kunden zu tun gehabt und diese in meinem weiteren beruflichen Werdegang intensiviert. Meine derzeitigen Tätigkeiten als Filialleiter beziehen sich hauptsächlich auf die Abrechnung im finanziellen Bereich und Verwaltung, sowie die Organisation des Tagesgeschäftes.
Moderner Datenverarbeitung gegenüber bin ich sehr aufgeschlossen.
Diese Aufgaben möchte ich gerne in Ihrem Haus Übernehmen.
Im Handel sind die Arbeitszeiten mittlerweile so lang, dass man kaum noch Familienleben wahr nehmen kann. Deshalb suche ich eine Alternative, wo ich meine Fähigkeiten anwenden kann. Aber dennoch Zeit für meine Familie habe.
In meiner Freizeit bin ich als der Trainer der F-Jugendmannschaft in ... tätig

Da ich mich aus einer ungekündigten Position bewerbe, bitte ich Sie, meine Unterlagen diskret zu behandeln.

Zu einem Vorstellungsgespräch stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.



Mit freundlichen Grüßen

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therese
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Beitrag von therese » 01.12.2010, 19:42

Hast du nicht einen Ansprechpartner?
Das kommt immer besser als Sehr geehrte Damen und Herren (du schreibst es nicht daher gehe ich davon aus).
Frag deinen Bekannten ob du ihn namentlich erwähnen darfst.
Aufgrund des abwechslungsreichen Zusammenspiels von Arbeiten im Verwaltungsbereich
Da fehlt mir beim Lesen irgendwie das "und", also der Gegenpart zum abwechslungsreichen Zusammenspiel.
dass man kaum noch Familienleben wahr nehmen kann
Aus psychologischer Sicht distanzierst du dich von diesem Abschnitt, was man an dem "man" erkennen kann. Es wird hier unpersönlich, als würdest du nicht hinter dieser Aussage stehen (wollen).
Was mich wiederum zu der persönlichen Anmerkung motiviert: Ist es wirklich DAS was du machen willst??
Ok, sehe ich ein. 60h arbeiten geht nicht mit einem Familienleben, aber wie schon meine Vorredner schreiben, das ist ein richtiger Abstieg und ich frage mich ob das nicht ein Schnellschuss ist. Gibt es in deiner bisherigen Stelle keine Möglichkeit einen sanfteren Abstieg zu schaffen?
Oder mal doof gesagt: Ein Filialleiter kann auch 40h arbeiten. Er muss es nur wollen. Und wenn du dann deine Aufgaben nicht schaffst, kannst du vielleicht eine Assistenz bewilligt bekommen, oder die Aufgaben anders verteilen.

Bedenke, du musst in dem von dir gewählten Beruf den Rest deines Arbeitslebens verbringen! Wem ist geholfen, wenn du 40h arbeitest, aber dafür total gefrustet bist weil dich nichts mehr reizt und dich dort alles langweilt? Du bist ja nicht durch Zufall Filialleiter geworden, sondern aus Ehrgeiz und weil du sicherlich auch was auf dem Kasten hast.

Noci80
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Beitrag von Noci80 » 28.02.2011, 11:02

Ich verstehe nicht ganz, dass jeder denkt, dass es ein Abstieg ist. Ich leite jetzt seit 4 Jahren eine Filiale (oder meine eine zu leiten) und bin mit der Situation unzufrieden. Da von den Gebietsleitern permanent ein größerer Stunden- und Abschreibungsdruck aufgebaut wird. Daraus ergibt sich, dass man die älteren Mitarbeiter am liebsten solange "zermörbt" bis sie freiwillig gehen. Das kann und will ich aber nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Vielleicht bin ich einfach kein Filialleiter. Darum möchte ich sagen, habe ich mir das schon ganz gut überlegt, was ich mache möchte. Wenn ich im Einzelhandel bleibe, dann bin ich Verkäufer und das ist, finde ich, ein Abstieg.

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