Bewerbung mit schlechten Noten formulieren? Erklären?

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Arbeitslose
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Bewerbung mit schlechten Noten formulieren? Erklären?

Beitrag von Arbeitslose » 12.04.2009, 17:53

Hallo,

ich habe nach einigen Absagen jetzt den Hinweis bekommen, dass es an meinen "schlechten" Noten auf der Berufsschule liegt. Der Durchschnitt ist 3,8.

Im Nachhinein kann ich die natürlich nicht verbessern. :?

Ich habe aber inzwischen bereits mehr als 7 Jahre Berufserfahrung und durchweg positive Arbeitszeugnisse (Note 1 - 2).

Sollte ich ihm Anschreiben darauf eingehen? Mit einem Satz wie: "Ich bin eher praktisch veranlagt, daher fallen meine Arbeitszeugnisse auch positiver aus als die der Berufsschule."

Vielen Dank für eure Hilfe.

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FRAGEN
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Re: Im Anschreiben auf schlechte Noten eingehen?

Beitrag von FRAGEN » 13.04.2009, 11:18

Arbeitslose hat geschrieben:ich habe nach einigen Absagen jetzt den Hinweis bekommen, dass es an meinen "schlechten" Noten auf der Berufsschule liegt.
Je länger jemand im Beruf ist, desto stärker liegt das Augenmerk normalerweise auf den Arbeitszeugnissen. Die "3,8" in der Lehre sind zwar mit Sicherheit kein Pluspunkt, dürften bei durchgehend guten - sehr guten Arbeitszeugnissen über 7 Jahre aber auch definitiv kein Todesurteil sein. Von daher würde ich - auch Deinem Posting nach - eher den Eindruck "allgemeiner Lieblosigkeit" als Grund vermuten. Daran würde auch ein zusätzlicher Satz nichts ändern; unter Umständen könnte er diesen Eindruck sogar noch verstärken. Wie sähe denn ein typisches Anschreiben von Dir aus?

Arbeitslose
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Beitrag von Arbeitslose » 13.04.2009, 12:41

Ich möchte mein Anschreiben ehrlich gesagt hier nicht veröffentlichen, da ich nicht möchte, dass eine Firma eventuell mal danach googelt und dann denkt, ich hätte es irgendwo abgeschrieben. (Vielleicht ein bisschen paranoid, ich weiß. :roll: )

Mein Anschreiben und Lebenslauf wurde allerdings von einer Bewerbungscoachingfirma aufpoliert, die mir netterweise mein alter Arbeitgeber nach der Kündigung finanziert hat.

Im Anschreiben gehe ich immer auf die aktuelle Firma ein, warum ich dort arbeiten möchte und inwiefern es zu meinen bisherigen Erfahrungen passt.

Mein erstes Posting erscheint vielleicht etwas "lieblos", weil ich einfach sehr frustriert bin.

Am Alter können die Absagen auch nicht liegen, ich bin erst Anfang zwanzig.

Gut, ich kann die großen Firmen auch teilweise verstehen, da sie ja nach irgendwas gehen müssen. Der erste Schritt werden da schon die Noten sein...

Eine andere Idee habe ich noch: könnte man im Anschreiben direkt ein Probearbeiten anbieten oder wirkt das zu bedürftig?

Ich danke dir für dein Feedback.

Schönen Ostermontag noch. :)

etdipling
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Beitrag von etdipling » 13.04.2009, 13:18

Vielleicht ist die Wahrheit dann hier Trumpf. Als letzter Absatz, wie du es dir schon gedacht hast dann:

"Meine Leistungen haben sich seit der praktischen Tätigkeit als ... sehr verbessert. Jedoch habe ich erfahren das meine Abschlussnote in der Berufsschule der Grund für meine jetzt länger andauernde Jobsuche ist. Ich würde mich sehr freuen, wenn sie mir die Möglichkeit geben, in einem Vorstellungsgespräch, sich von meinen Qualitäten zu überzeugen, das ich die ausgeschriebene Stelle zu ihrer vollsten zufriedenheit ausfüllen werde."

(krasse NLP -Scheiße und ein Fünfsatz :-) )

alina78
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Beitrag von alina78 » 14.04.2009, 19:27

etdipling hat geschrieben:Vielleicht ist die Wahrheit dann hier Trumpf. Als letzter Absatz, wie du es dir schon gedacht hast dann:

"Meine Leistungen haben sich seit der praktischen Tätigkeit als ... sehr verbessert. Jedoch habe ich erfahren das meine Abschlussnote in der Berufsschule der Grund für meine jetzt länger andauernde Jobsuche ist. Ich würde mich sehr freuen, wenn sie mir die Möglichkeit geben, in einem Vorstellungsgespräch, sich von meinen Qualitäten zu überzeugen, das ich die ausgeschriebene Stelle zu ihrer vollsten zufriedenheit ausfüllen werde."

(krasse NLP -Scheiße und ein Fünfsatz )

Ganz ehrlich: Wäre ich Personalchef, hätte jemand mit so einem Satz im Anschreiben bei mir keine Chance! Dann lieber weglassen und ein gutes aktuelleres Arbeitszeugnis hinzufügen, das sowieso viel aussagekräftiger sein sollte als ein mehrere Jahre altes Schulzeugnis. Da stimmte ich mit FRAGEN absolut überein. :wink:
Zuletzt geändert von alina78 am 14.04.2009, 20:58, insgesamt 1-mal geändert.

alina78
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Beitrag von alina78 » 14.04.2009, 19:53

@Arbeitslose: Du kannst deine Chancen auf den Job bei schlechten Schulnoten auch dadurch erhöhen, wenn du von dir aus eine Probearbeitszeit anbietest, damit der Arbeitgeber dich unverbindlich schonmal testen und sich selbst ein Bild von deinen Fähigkeiten machen kann. Hinterher kann er immer noch ablehnen oder aber bestenfalls sagen, dass er von deiner Arbeitsweise überzeugt ist. Ich drücke dir jedenfalls die Daumen dabei :wink:

heddi
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Beitrag von heddi » 30.04.2009, 03:38

@ arbeitslose

Mal ne kurze Zwischenfrage: Du bist Anfang 20 und hast schon 7 Jahre Berufserfahrung? Wie hast Du das hinbekommen?

2ce
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Schlechte Noten im Anschreiben erklären?

Beitrag von 2ce » 27.05.2009, 04:43

Hallo Leute :)

Ich weiss mein Titel hört sich lächerlich an..
Ihr denkt euch bestimmt wie will man denn schlechte Noten erklären
ich weiss auch nicht ob das eher doof ankommen würde, wenn ich es mit in die bewerbung reinbringen würde also bitte ich euch um Hilfe.

Also ich hab meinen sekundarabschluss1 im Sommer 2008 abgeschlossen doch leider mit nicht so guten Noten. Der Grund dafür ist aber nicht von faulheit oder so.
Im Jahre 2007 bin ich erkrankt eine Aplästische Anemie anfangs sah es garnicht gut aus und die ärzte wussten erst garnicht was ich habe und mein Blutbild sah schon sehr schlecht aus ich war also noch an der Grenze. Mir wurde 3x Knochenmark abgenommen und ich musste fast täglich blut abnehmen lassen. Das hat mir wirklich sehr zu schaffen gemacht, denn es sah garnicht gut aus für mich. Ich hatte ständig blaue flecken und blutete durch die Nase oder mein Zahnfleisch. Also musste ich die Schule im 2tn halbjahr abbrechen und widerholte dann die letzte stufe. Ein jahr später ging es mir um einiges besser und mein blutbild war stabiler. Doch leider war es nicht ganz so gut aber ich strengte mich an und versuchte mich zu Konsentrieren trotz vielen fehltagen habe ich dann doch meinen Abschluss bekommen.

Naja zum Glück stehen die ganzen fehltage nicht im Zeugnis aber meine Noten sehen nicht so gut aus. Ich schreibe das alles hier rein damit ihr mich ein bisschen verstehen könnt. Vor der Krankheit war ich eigentlich immer recht gut gewesen in der Schule.

Nun habe ich schon so viele Bewerbungen abgeschickt aber immer nur absagen. Inzwichen geht es mir viel besser und mein Blutbild ist Stabil ich muss nur noch 2 mal im Jahr Blut abgeben.
Aber meint ihr ich könnte das mit den schlechten Noten irgendwie mit reinschreiben?

etdipling
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Beitrag von etdipling » 27.05.2009, 12:45

Naja, körperliche Behinderungen werden ja angegeben. Aber du wirst dann trotzdem gleich behandelt. Dabei gehts nur darum das man nciht diskriminiert wird. Öffentliche Institute schreiben das in etwa im so aus. Wenn du Notenmäßig genauso gut bist, dann "müssen" sie dich nehmen.

Jetzt ist das mit deiner Krankheit so, das auch wenn sie heftig war, jeder es dir so auslegen kann, das man es selber auch schwer hatte. Jeder findet für sich gründe. - Andererseits ist es bei dir so schlimm das man dafür verständnis findet. Aber stellt man dich deshalb ein? - Ich denke nicht. (Keiner will etwas riskieren, sie kennen dich ja nicht.)

Jede art der Rechtfertigung und Erklärung ist ein Eingeständnis.

Da das mit deinen schriftlichen Bewerbungen nciht klappt, gilt für die, wie für alle mit schlechten Noten, steh auf der Matte. Das Heißt, geh zu jobmessen und rede mit den Personalern persönlich. Geh direkt in die Unternehmen und versuche dich persönlich vor zu stellen. Besuche Vorträge und komme direkt mit den Mitarbeitern ins Gespräch. Es ist ganz klar socializing gefragt.

2ce
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Beispiel

Beitrag von 2ce » 27.05.2009, 17:45

Hallo ich brauche dringende Hilfe, denn ich bin mir nicht sicher ob ich das so mit in die Bewerbung schreiben könnte.
Hatte heute einen Termin bei meiner Berufsberaterin, die hat mir gesagt ich könnte es mit in die Bewerbung schreiben.
Also hab ich es mal versucht aber bin mir nicht so sicher, wie es rüberkommen würde.
Also bitte ich euch um Hilfe, was sagt ihr dazu?

durch Ihre Anzeige auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit habe ich erfahren, dass Sie einen Ausbildungsplatz zur Rechtsanwaltsfachangestellten in Ihrer Kanzlei anbieten. Ich möchte mich hiermit mit großem Interesse bei Ihnen für die ausstehende Stelle bewerben. Im Sommer 2008 habe ich die zwei jährige Berufsfachschule Wirtschaft in Bad Kreuznach mit dem Sekundarabschluss 1 abgeschlossen. Da ich im letzten Schuljahr krank war, hatte ich Probleme in der Schule, was sich auf meine Noten ausgewirkt hat. Die Krankheit ist allerdings verheilt, dies kann ich auch vorweisen. Deshalb würde ich Sie gerne persönlich mit einem Praktikum überzeugen.


Und den rest schreibe ich dann ganz normal weiter.
Was meint ihr könnte ich das so lassen oder sollte ich es mit der Krankheit ganz weg lassen?

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Schnuckii
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Re: Beispiel

Beitrag von Schnuckii » 04.06.2009, 19:59

durch Ihre Anzeige auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit habe ich erfahren, dass Sie einen Ausbildungsplatz zur Rechtsanwaltsfachangestellten in Ihrer Kanzlei anbieten. Ich möchte mich hiermit mit großem Interesse bei Ihnen für die ausstehende Stelle bewerben. Im Sommer 2008 habe ich die zwei jährige Berufsfachschule Wirtschaft in Bad Kreuznach mit dem Sekundarabschluss 1 abgeschlossen. Da ich im letzten Schuljahr krank war,hatte ich Probleme in der Schule, was sich auf meine Noten ausgewirkt hat. Die Krankheit ist allerdings verheilt, dies kann ich auch vorweisen. Deshalb würde ich Sie gerne persönlich mit einem Praktikum überzeugen.




würde ich schreiben:

da ich im letzen schuljahr schwer erkrankt bin, hatte dies Auswirkungen auf meine Fehlzeiten und somit auf meine Schulnoten.
Ich bin auf dem besten Weg der Genesung, was ich Ihnen auch vorweisen kann. Meine Motivation und meine Fähigkeiten möchte ich Ihnen gerne in einem Praktikum unter Beweis stellen.

angus-young
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Bewerbung jetzt, oder nach Halbjahreszeugnis (Bessere Noten)

Beitrag von angus-young » 15.12.2010, 15:35

Ich besuche momentan die 12. (und dank G8 auch abschließende) Klasse des Gymnasiums in Bayern.
Da mein Zeugnis in der 11. Klasse nicht besonders gut ausgefallen ist und ich mir eine Verbesserung im Halbjahreszeugnis der 12. Klasse erhoffe, habe ich mir die Frage gestellt, ob es klüger ist sich jetzt sofort zu bewerben, oder bis zum Halbjahreszeugnis abzuwarten.
Das Problem ist, dass ich gerade z.B. in Englisch letztes Jahr nur 6 Punkte hatte (+4), dieses Halbjahr und damit im Halbjahreszeugnis vermutlich aber auf 10, oder 11 Punkte kommen könnte.
Ebenso sieht es in anderen Fächern dieses Jahr deutlich besser aus.

Die Bewerbung wäre für eine Ausbildung zum Fachinformatiker Systemintegration.

Was bleibt ist die Frage:
Jetzt mit einem Zeugnis (Schnitt ca. 2,9) bewerben und hoffen, oder bis Februar warten und dann mit dem besseren Zeugnis bewerben? (Erwarteter Schnitt ca.2,6)

Nun hoffe ich hier auf Rat
(Falls das das falsche Unterforum ist tut es mir leid, aber es erschien mir am passendsten)

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 20.12.2010, 19:39

Oftmals muss man sich ja sowieso mit mehreren Halbjahreszeugnissen bewerben.

Außerdem gibt es Bewerbungsfristen, vor allem bei größeren Unternehmen und Behörden dürften diese im Februar schon verstrichen sein, wobei Dezember auch schon spät ist.

Daher solltest du eine Liste mit den wichtigsten Arbeitgebern machen, wo du gerne hin willst, und die Bewerbungsfristen, u.U. auch telefonisch, herausfinden. Dementsprechend siehst du ja, wann du dich bewerben solltest.

Bei Ausbildungsstellen in Zeitungen/ Zeitschriften und im Internet, die du so bei deiner Recherche findest, guckst du auch nach den Bewerbungsfristen und bewirbst dich dementsprechend, kannst also bis Februar warten oder nicht. Wo kein Datum angegeben ist, verschickst du deine Bewerbung mit dem entsprechenden Zeugnis relativ zeitnah (so ca. spätestens nach 2 Wochen).

Beba29
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Bewerbung mit schlechten noten

Beitrag von Beba29 » 06.09.2011, 01:46

Hallo brauche hilfe!
Soll man in dem bewerbungsanschreiben auf die schlechten noten hinweisen

Romanum
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Beitrag von Romanum » 06.09.2011, 15:35

Du müsstest dein Problem schon ausführlicher schildern. Was für ein Durchschnitt, welcher Abschluss, wofür willst du dich jetzt bewerben, was versprichst du dir vom Hinweis usw.?

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Beitrag von Beba29 » 07.09.2011, 20:25

Also mein realschulabschluss ist ziemlich schlecht. Und jetzt bin ich ein bisschen älter und mir ist die klar geworden das mir ein beruf sehr wichtig ist als nur ein hilfsarbeiter zu sein. Würde mich gerne eine ausbildung als technischer zeichner machen.

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 07.09.2011, 22:44

Andere Abschlüsse hast du nicht?

Dann musst du mit anderen Vorteilen punkten, bspw. deiner praktischen Erfahrung.

Wenn du jetzt 29 bist, dann liegt die Schule ja auch schon lange zurück und du musst darauf nicht großartig eingehen. Du bist jetzt eben motiviert, eine Ausbildung zu beginnen.

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Beitrag von Beba29 » 08.09.2011, 08:32

ja ich habe eine andere schulische Ausbildung aber die wird hier nicht anerkannt. Bin mittlerweile 24 aber habe nur bis jetzt nur so Aushilfejobs gemacht, es ist nicht verbunden mit der Ausbildung

elfenbibu
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Beitrag von elfenbibu » 08.09.2011, 09:40

Hallo Beba29,

möchte dir ganz ehrlich sagen es ist nie zu spät für eine Schule...

Ich selbst bin 26 und kann aus eigener Erfahrung dir nachfühlen wie es ist ständig nur hilfsarbeiter zu sein. Ich wurde mit 20 Mutter und war daher 5 Jahre nur für meinen Sohn zuhause und habe nur einen Hauptschulabschluss...

Seit Herbst letzten Jahres gehe ich noch einmal auf eine 2 jährige Berufsfachschule und mache meine Fachschulreife nach und bewerbe mich momentan auch für eine Ausbildung... -> mit dem neuen Abschluss!

Und es läuft sehr gut muss ich sagen!

Also ich geb dir den Tipp wenn du was erreichen willst und es von deinen Noten nicht reicht dann setze dich nocheinmal hin und verbesser es!

Zu ALT ist man nie!

Grüße
elfenbibu

Beba29
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Beitrag von Beba29 » 08.09.2011, 17:23

Hallo,

ich weiss nicht ob mir das weiter helfen kann aber bei uns kann man in zwei Jahren eine Weiterbildung schule als Kaufmännische Sachbearbeiterin absolvieren und das ist eine Abendschule und mir passt es weil ich auch arbeiten muss. Alle andren schulen sind weiter weg....

Was meint ihr????

larsg
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Schlechte Noten begründen

Beitrag von larsg » 25.01.2012, 16:39

Hallo liebe Community,

mit zahlreichen Beiträgen habt ihr mir schon sehr geholfen.
Kurz zu mir: Ich bin 23, Studienabbrecher (Facility Management - 3. Semester) und komme aus Münster.
Ich bewerbe mich gerade auf BWL, aber als Alternativplan möchte ich mich gerne für einige Ausbildungen bewerben.

Nun kommen wir zu meinen Fragen/Problemen:

Mein Abitur hab ich nicht gut abgeschlossen (3.4), Mathenote 5, Deutsch 4, Englisch 3 (später ist man leider immer schlauer, dass man hätte mehr machen können ;-) )
Nun möchte ich mich aber, gerade aus dem wirtschaftlichen Interesse, bei kaufmännischen Betrieben bewerben. Zum Beispiel als Bankkaufmann.

Ich habe einen gut gefüllten Lebenslauf, mit unterschiedlichen Nebenjobs unter anderem bin ich noch als "Croupier" (Poker Dealer) tätig.
Ich weiß, wie ich Bewerbungen schreiben muss und was ich alles einbauen kann (da gibt es ja bei euch massig Informationen im Forum).

Bei den meisten Ausbildungsberufen steht jedoch, dass die Mindestnoten bei befriedigend oder besser liegen müssen.
Bewirbt man sich jetzt trotzdem auf gut Glück oder ist das nur verschwendete Zeit und Geld?
Welche anderen Ausbildungsberufe könntet ihr empfehlen? Ich möchte jetzt nicht unbedingt eine Ausbildung als Bürokaufmann machen, dafür habe ich dann doch kein Abitur gemacht.. ;-)

Ich kann übrigens sicher das ein oder andere gute Arbeitszeugnis beifügen.

Ich wäre über Hilfe sehr dankbar,

Liebe Grüße

Lars

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 25.01.2012, 17:24

Hallo larsg,

wenn Du alternativ über eine Ausbildung nachdenkst, dann solltest du zunächst ein mal das Abitur und alles andere vergessen. Denn es geht dann einzig und alleine um die Frage nach Deinem Wunschberuf, den beruf, den du gerne von morgens bis abends, 5 Tage die woche, 12 Monate im Jahr ausüben möchtest.

Überspitz formuliert: wäre dein Wunschberuf Müllmann, dann solltest Du ihn erlernen - Abitur hin oder her. Denn eine berufliche Zufriedenheit, die auch auf das Privatleben ausstrahlt, findet nur der, der genau das macht, was er machen möchte.

Es nutzt nichts, wenn man einen Job macht, der einem ein hohes einkommen beschert, aber die Unzufriedenheit da ist; wenn das Einkommen mehr die Funktion von Schmerzensgeld hat.

Die Frage, was dein Wunschberuf ist, kannst nur Du alleine beantworten. Mehr was handwerkliches, bürotechisches oder doch eher etwas kreatives? Möglichkeiten gibt es mehr als genug.

Natürlich spielen auch Abi-Noten eine Rolle. Viel wichtiger ist aber eine aussagekräftige Bewerbung, bei der man während des Lesens bereits die Motivation, die Begeisterung des Bewerbers spürt. Das ist für viele Ausbildungsberufe wichtiger, als jede Schulnote; zumal in Deinem Fall das Abi etwas länger zurückliegt.

Viele Grüße aus Duisburg

larsg
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Beitrag von larsg » 25.01.2012, 18:15

Danke erstmal für die schnelle Antwort, Andreas.

Mir ist schon klar, dass ich mich nicht einfach auf irgendeine Ausbildungsstelle bewerben sollte. :-) Ich bin ein Typ, der im Büro sitzt und sitzen möchte und der Spaß an der freien Wirtschaft hat. Technisches oder handwerkliches ist leider nicht mein Fall, was auch dazu geführt hat, dass ich mein Facility Management Studium abgebrochen habe.

Ich möchte auf jedenfall eine kaufmännische Ausbildung machen. Danach kann ich mir dann noch überlegen, ob ich BWL studieren möchte.

Für mich sind in diesem Fall einfach Erfahrungswerte wichtig. Zum Beispiel die Frage ob die Bewerbungen die nicht den angeforderten Noten entsprechen direkt ausgemustert werden ohne das Anschreiben zu lesen.

Ich möchte mir dann die demotivierten Absagen ersparen, wenn es von vornherein klar ist, dass ich dort keine Chance habe. Daher die Frage, die leider nicht ganz eindeutig beantwortet worden ist.

Danke im Voraus,

Lars

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 25.01.2012, 22:03

larsg hat geschrieben:Daher die Frage, die leider nicht ganz eindeutig beantwortet worden ist.
M. E. lässt diese Frage sich auch nicht "ganz eindeutig" beantworten... zumindest nicht viel eindeutiger als ungefähr so:

Die besten Unternehmen wollen die besten Leute. Schulnoten sind bei jemandem, der noch nicht so viel anderes gemacht hat, natürlich ein sehr einfaches Auslesekriterium. Wenn die in Deinem Fall nicht überzeugen, musst die Aufmerksamkeit eben auf anderem Wege schaffen. Unmöglich ist nichts... aber selbstverständlich halt auch nichts.

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therese
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Beitrag von therese » 25.01.2012, 23:38

Lars, ich fasse es mal so zusammen, wie ich es lese:
Du willst auf jedenfall was Kaufmännisches machen, aber der Bürokaufmann darfs nicht sein. Klingt vermutlich für einen Abiturienten einfach nicht prestigeträchtig genug oder?
Wenn du in 5 Jahren zu Absolventen-Feier gehst und man fragt dich was du beruflich machst, dann müsstest du sagen "Ich bin Bürokaufmann" - klar, aber dann bist du abgeschrieben. Bürokaufmann, pff, was ist das schon.

Aber wenn du sagen kannst, dass du BWLer bist .... jaaa, das ist ne Wucht!
Was glaubst du denn, welchen Job du am Ende machen wirst wenn du BWLer bist?
Du wirst neben einem Bürokaufmann sitzen und den gleichen Job machen wie er, du wirst sogar weniger Gehalt haben, denn in der Zeit wo du noch studiert hast, hat er bereits Berufserfahrung gesammelt die mit Geld vergütet wird.
Dein Einstiegsgehalt nach dem Studium wird vermutlich noch sehr weit vom dem entfernt sein, was dein gleichaltriger Kollege bekommt.

Aber klar, am wichtigsten ist, wenn du nicht sagen musst, dass du Bürokaufmann bist. Immerhin hast du ja Abi.

Ist es das, was du lesen wolltest?

Im Übrigen lohnt es sich IMMER um eine gute Stelle zu kämpfen.
Aber solange dir nicht klar ist um was du überhaupt kämpfen willst .... was sollen wir dir sagen?

Mein Rat: Steig von deinem hohen Ross runter und mach dir klar was für dich im Leben zählt.
Wenn es die dicke Kohle und der prestigeträchtige Beruf ist, dann tu was dafür. Von nix kommt nix. Aber offensichtlich bist du bisher erst bei Punkt 1, der da heißt: Mach nicht den Finger krumm, wenn das braune vor dir Scheiße sein könnte.

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