Bewerbung mit schwer pflegebedürftiger, dementer Mutter..

Alles was nicht in die oberen Foren passt und noch zur Bewerbungsmappe gehört.
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Bernie
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Bewerbung mit schwer pflegebedürftiger, dementer Mutter..

Beitrag von Bernie » 03.01.2016, 09:58

...die man nicht 2 h alleine lassen kann, weil die öfters hinfällt und Hilfe beim Aufstehen benötigt.

Hallo zusammen, ich schilderte mein Problem ansatzweise hier:

http://www.bewerbung-forum.de/forum/vie ... ght=demenz

...hab aber dabei vergessen :oops: , dass ich - derzeit selbständig ein Saisonunternehmen leitend, ledig, und im selben Wohn- und Geschäftshaus lebend wie die Pflegebedürftige - nicht den ganzen Vormittag bzw. Nachmittag fortkann, um mich zu persönlich als Bewerber vorzustellen.

!!!: Wie würdet ihr es managen?

Ich habe noch 3 Geschwister von denen eine, auch ledig, noch im Wohnhaus, wie ich, mit der Mutter lebt, aber den ganzen Tag bis abends fort ist, da berufstätig. Die anderen beiden auch, und die kümmern sich noch um ihre jeweiligen Familien in die die eingeheiratet haben.

Ich kümmere mich nach den Neujahrsferien meiner berufstätigen Geschwister wieder alleine um meine Mutter, und der Pflegedienst, der ab 11:00 Uhr (nicht immer pünktlich) zu meiner parkinson- und demenzkranken Mutter kommt.

Außerdem soll, wenn es wirklich so ist, eine Rümänin oder eine Polin ab xTag zu meiner Mutter kommen bzw. meine Mutter über Tag in ein Pflegeheim zur sogenannten Tagespflege abgegeben werden (meine Geschwister reden mal so mal so, es frustriert :twisted: mich gewaltig, da ich nix planen kann und schon ein schlechtes Gewissen habe wenn ich nur meine alltäglichen Einkäufe erledigen muss)

:? Das zentrale Problem ist eben, wie stelle ich es an, mich aus dieser existenzbedrohenden Situation heraus zu bewerben?

Ich weiß, dass meine Lage sch... ist, aber die ist halt nunmal so wie die ist....

Übrigens, der im Thread erwähnte Campingplatz ist auch unrentabel, die Situation (ich lebe schon seit Jahren mietfrei von 500,-- € Brutto im Monat) wird immer unerträglicher und ich sollte schnellstmöglich einen neuen Job haben - nur wie komme ich unbeschadet aus dieser Situation heraus?

Ich kann doch nicht riskieren, dass meine Mutter wieder fällt, und sich verletzt, bzw. stundenlang liegenbleibt bis jemand kommt um ihr aufzuhelfen....



:!: Wer weiß hilfreichen Rat - bei diesem speziellen Problem, dass nicht jeder Bewerber hat....

Gruß
Bernie

PS: Ich hab auch schon überlegt in unserem kleinen Dorf rumzufragen ob es eine hilfreiche Person gibt, die mal nach meiner Mutter sieht, aber leider Fehlanzeige - gibt es hier nicht :-(

Übrigens schon ein einfacher Termin beim hiesigen Jobcenter (30 km in der nächstgroßen Stadt) wird bei mir zum Problem - ich wollte letztesjahr einen Termin, aber konnte meine hinfällige Mutter nicht alleine lassen - wie bereits erwähnt, sie stürzt des öfteren schwer und benötigt Hilfe beim Aufstehen. :?

Meine Mutter ist erst in der Mitte ihrer Demenz- und Parkinsonkrankheit und ich will nicht abwarten bis die vollends ausbricht - Soll heißen: Manchmal hat die klare Momente, aber manchmal, wie heute Morgen ist es fünf vor Zwölf....und die ist weggetreten und gefallen, zum Glück ohne sich schwer zu verletzen.... Meine Geschwister meinen, dass wird nicht mehr besser sondern nur noch schlimmer mit meiner Mutter, und dies warte ich nicht ab sondern suche eine Lösung aus dieser für uns alle sehr schwierigen Lebenssituation heraus :(

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 03.01.2016, 10:41

Diese Frage ist doch ein wesentlicher Teil des Themenkomplexes in Deinem anderen Thread? Warum eröffnest Du dafür einen neuen? Wenn Du bei einem derart komplexen Thema jetzt mehrere Diskussionsstränge mit jeweils unterschiedlichen Beteiligten und Informationsgrundlagen etablierst, weiss spätestens morgen niemand mehr, wo hinten und vorne ist...

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 03.01.2016, 14:37

Ich sehe hier auch keine relevanten Unterschiede im Grundthema. Und solange Du Dich nicht bewirbst (also noch keine Bewerbungen geschrieben hast), ist das mit den Terminen einhalten auch noch nicht aktuell, oder?

Überquere das Wasser, wenn Du an den Fluss kommst... :wink:

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 03.01.2016, 15:30

Lasst doch mal eine Pflegestufe feststellen und dann, ob ihr nicht evtl. die Berechtigung habt, die Dienste eines Pflegedienstes in Anspruch zu nehmen, bezahlt durch die Pflegeversicherung.

Bernie
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Beitrag von Bernie » 06.01.2016, 11:11

FRAGEN hat geschrieben:Diese Frage ist doch ein wesentlicher Teil des Themenkomplexes in Deinem anderen Thread? Warum eröffnest Du dafür einen neuen? Wenn Du bei einem derart komplexen Thema jetzt mehrere Diskussionsstränge mit jeweils unterschiedlichen Beteiligten und Informationsgrundlagen etablierst, weiss spätestens morgen niemand mehr, wo hinten und vorne ist...
Sorry, bin noch nicht lange hier, und wußte nicht ob ich schon meinen ersten Themenkomplex falsch positioniert habe - Werd' mich aber einarbeiten, sollte meine demente Mutter mich nicht gerade benötigen ;-)

Heute Morgen war's wieder schlimm - sie ist derzeit extrem verwirrt und fällt oft hin - und hilft nicht mit, beim Aufstehen - verwirrt eben.... und ich bin nur noch verzweifelt.... :cry:

Gruß
Bernie

Bernie
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Beitrag von Bernie » 06.01.2016, 11:17

katerfreitag hat geschrieben:Ich sehe hier auch keine relevanten Unterschiede im Grundthema. Und solange Du Dich nicht bewirbst (also noch keine Bewerbungen geschrieben hast), ist das mit den Terminen einhalten auch noch nicht aktuell, oder?
Ich will mich eben nicht nur schriftlich bewerben, da ich eine sehr gute persönliche Ausstrahlung habe, und hoffe - ergänzend zum schriftlichen Bewerben - auf diesem Weg einen Vollzeitarbeitsplatz zu ergattern - Außerdem hat man ja noch andere Termine, die mit dem Bewerben zu tun haben, z.B. Bewerbungsfotos machen, die einen ganzen Vormittag gehen (wohne im ländl. Raum und alleine die Anreise zum nächstgrößeren Ort....), und wie bereits erwähnt, ich kann meine Mutter keine 2h alleine lassen, und hab schon ein schlechtes Gewissen, wenn die nur einkaufen geht - meine 3 Geschwister sind da auch keine Hilfe, da wegen mir - wir verstehen uns nicht besonders gut wegen dem Erbe - keine zurückstecken will....

...es soll aber anscheinend bald soweit sein, dass meine Mutter, über Tag in ein Pflegeheim kommt....wenn es wahr ist was meine zweitälteste Schwester die letzten Tage so in den Raum warf...es war nämlich auch schon die Rede von einer nichtdeutschen Pflegerin, die aber nicht kam.....die organisieren eben alles langsam...meine Geschwister....und ich bin einfach nur noch sauer auf die - mein Leben ist, wie oben erwähnt, denen völlig egal.... :twisted:

Ich hab auch schon überlegt selbst zu kündigen, da die Parkinson Demenz meiner Mutter, bei der ich ja mithelfe das Geschäft zu leiten und sie die Chefposition inne hat, sicher als wichtiger Grund durchgeht um keine Sperrzeit beim ALG zu erhalten? Oder?

Gruß
Bernie

PS: Wie ich das Bewerben - ohne eigenes Auto - und pleite hinbekomme ist natürlich wieder ein anderes Thema, dass mich, zusätzlich zu meinem Alter, ärgert. Optimistisch wie ich, manchmal drauf bin, werde ich das sicher trotzdem irgendwie managen, wenn alles geregelt ist, und ich mich in Ruhe auf's Bewerben konzentrieren kann.....
Zuletzt geändert von Bernie am 06.01.2016, 12:44, insgesamt 2-mal geändert.

Bernie
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Beitrag von Bernie » 06.01.2016, 11:20

TheGuide hat geschrieben:Lasst doch mal eine Pflegestufe feststellen und dann, ob ihr nicht evtl. die Berechtigung habt, die Dienste eines Pflegedienstes in Anspruch zu nehmen, bezahlt durch die Pflegeversicherung.
@The Guide

Alles schon erledigt, aber der Pflegedienst der Caritas kommt eben nur für 1 oder 2 Stunden, und meine Mutter benötigt den ganzen Tag jemand um sich herum, der sie betreut - Ist aber angeblich schon was am Laufen in dieser Hinsicht, und ich muss mich wohl - mal wieder - von meinen Geschwistern "überraschen" lassen :roll:

Gruß
Bernie

PS: Heute, am 07.06.2015, ist die Überraschung erfolgt, meine Mutter kommt nur 1. Tag - am Mittwoch - probehalber ins Pflegeheim, dass mit der polnischen Pflegekraft steht noch in den Sternen - Ich könnte kotzen, denn meinen 3 Geschwistern (die allesamt berufstätig sind) ist es anscheinend scheißegal wie es mir geht - so heute mitbekommen :twisted:

Ich hab meiner zweitältesten Schwester aber soeben angedroht, dass ich demnächst genauso egoistisch bin wie die - ich muss mein Leben auf die Reihe kriegen, und die gehen mir am A... vorbei. Meine Mutter nicht, aber die beißt dann halt mit meinen Schwestern ins Gras, wenn ich genauso egoistisch wie meine Geschwister bin, und meine Zukunft auf meine Weise regle.... :twisted:

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 08.01.2016, 09:25

Denke doch mal so: Deine Mutter wäre bestimmt sehr glücklich, wenn ihr Bernie dann auch ein geregeltes Leben hat.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 08.01.2016, 09:58

Ein sehr wichtiger Punkt... der mir zwischenzeitlich auch schon durch den Kopf ging: Hast Du (Bernie) eine Ahnung, wie Deine Mutter zu all dem steht? Das wäre möglicherweise wirklich interessant. Wenn ich (als Vater) mitbekäme, wie mein Lieblingskind für mich (selbst immer gut durchgekommen und kurz vor dem absoluten Lebensabend) sein eigenes Leben systematisch und mit Ansage ruiniert... es würde mir den Magen herumdrehen. Jeden Tag. Wenn ich dem in irgendeiner Weise helfen könnte, würde ich es tun.

Und alles in Allem könnte es vielleicht wirklich allen besser gehen, wenn

- Deine Mutter in einer Pflegeeinrichtung wäre
- Du einen Job hättest und sie regelmässig besuchst
- Du dann aus Deinem neuen Leben stets neue und positive Geschichten zur allseitigen Erbauung im Gepäck hättest... anstatt der täglichen Hiobsbotschaften der momentanen Situation.

Die Grundsatzalternative, den bestehenden Zustand so lange wie möglich zu erhalten, würde die volle Unterstützung durch die gesamte Erbengemeinschaft erfordern... die Deinen Worten nach wohl relativ unwahrscheinlich ist...

Bernie
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Beitrag von Bernie » 16.01.2016, 17:53

@katerfreitag, Bewerbungshelfer

Wißt ihr eigentlich was Demenz genau heißt? Die Mutter von mir hat keine Ahnung wie es mit meinem Leben geht, die war gestern so verwirrt, dass die die - vor Jahren verstorbene - Nachbarin, und beste Freundin, "Emele" gegenüber besuchen wollte.

Da wohnt längst ein junges, frisch verheiratetes Ehepaar drin, dass hat meine demente Mutter komplett vergessen - Übrigens wer das Wesen der Krankheit Demenz verstehen will, dem empfehle ich einmal den Film "Honig im Kopf" von Till Schweiger.

Dieter Hallervorden hat es schön dargestellt.

Einziges Manko, da ich - über meine Mutter - selbst mit einem Demenzpatienten leben muss, der Film ist aus der Warte von ziemlich reichen Menschen gedreht worden.

Wir sind unterste Mittelschicht, und da sieht es denn doch ganz anders aus, wenn ein Angehöriger diese Krankheit bekommt - es fängt schon mit der einfachen Kostenfrage für eine Pflegekraft an, daher die polnische Pflegerin (die übrigens nächsten Samstag antanzen soll, und dann alle 3 Monate eine andere Pflegekraft aus Polen)

Ich werd komplett verrückt hier :twisted: .

Warum?

Mir wäre es am Liebsten wenn meine Mutter immer dieselbe Person (aus Polen oder sonstwo) als Pflegerin hätte, es ist dasselbe Spiel wie bei der oben erwähnten "Emele", die dann irgendwann endgültig den Lebenswillen verloren hat, und gestorben ist bevor doch jemand für längere Zeit bei ihr pflegen sollte - alle 3 Monate, in ihrem Alter, ein neuer Mensch an den man sich gewöhnen muss,...

Na ja, auch egal, dass ist kein Pflegeforum hier....)

Dennoch danke für euer Mitgefühl

Ich beziehe mich auch auf den Post von Bewerbungshelfer hier, der in dieselbe Bresche schlägt wie Katerfreitag, die mir aber letztendlich nix bringt, da meine Mutter total dement geworden ist - ich muss auf mich selber schauen, als Einzelkämpfer, so sieht's bei mir derzeit leider aus :-(

Gruß
Bernie

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Beitrag von Bernie » 16.01.2016, 18:05

Die Grundsatzalternative, den bestehenden Zustand so lange wie möglich zu erhalten, würde die volle Unterstützung durch die gesamte Erbengemeinschaft erfordern... die Deinen Worten nach wohl relativ unwahrscheinlich ist...
Stimmt, und die sind mir auch beim Bewerben keine große Hilfe - Meine älteste Schwester, Pfarrsekretärin, meint gar, dass ich meine Absicht wieder im Bürobereich Fuß zu fassen komplett vergessen könnte - ich wäre nicht anpassungsfähig, da zu selbständig, und außerdem schon zu lange aus dem Beruf heraus.

Hallo?

Ich hab hier beim Camping auch Bürotätigkeiten zu erledigen, dass sieht die gar nicht, die hält mich für komplett dämlich - na ja, auch kein Wunder, die hat sich schon lange nicht mehr beworben, und weiß daher auch nicht was gefragt ist - ich hab in meinem Leben definitiv mehr Bewerbungen als die geschrieben - gezwungener Maßen.

Manche haben eben Glück und gönnen dasselbe anderen nicht....

(kommt in den besten Familien vor)

...kennt ihr sicher auch?...

...oder...

Frägt sich
Bernie

PS: Übrigens, traurige Zeiten wo man wieder solche Argumente nimmt, um andere vom Berufswunsch fernzuhalten... :-( Das mit dem "zu lange aus dem Beruf...." meine ich nicht, dass verstehe ich sogar.....aber das andere Argument....ist doch wohl eher der Hammer...oder...?

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