Bewerbung nach Studienabbruch formulieren - abgebrochenes Studium

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Poou
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Beitrag von Poou » 21.10.2012, 14:16

Ich könnte mir zwar vorstellen, dass ich irgendwann nochmals weiterstudieren werde, aber vorerst habe ich das Studium nicht umsonst ausgesetzt.
Aber jetzt frage ich mich natürlich, sobald ich die "neue" Richtung kennen würde, wie dieser "Abbruch" in der heutigen Auffassungsweise bei einer Bewerbung aufgenommen wird.
Bis jetzt dachte ich, dass ich aufgrund dieser Situation auf wissensbasierte Stellen vorerst einmal verzichten müsste, weil es selbst dann wahrscheinlich nicht leicht werden würde, überhaupt etwas passendes zu finden.
Deshalb ist es mir wichtig zu wissen, wo im allgemeinen die Stellen zu finden sind, bei denen ich bessere Möglichkeiten für ein positive Antwort habe, jetzt mal abgesehen vom Gebiet.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 21.10.2012, 14:59

Poou hat geschrieben:Deshalb ist es mir wichtig zu wissen, wo im allgemeinen die Stellen zu finden sind, bei denen ich bessere Möglichkeiten für ein positive Antwort habe, jetzt mal abgesehen vom Gebiet.
... wozu ich wiederum - aber jetzt wirklich zum letzten Mal - meinte, dass die "Möglichkeiten für eine positive Antwort" ganz entscheidend von einem zu Dir passenden Gebiet abhängen. Damit meinte ich nicht zwingend eine "Wissenbasierung" (obwohl die sicher der Königsweg wäre), sondern zunächst einmal als erste Grundlage eine "Personenbasiserung".
Poou hat geschrieben:Ich könnte mir zwar vorstellen, dass ich irgendwann nochmals weiterstudieren werde, aber vorerst habe ich das Studium nicht umsonst ausgesetzt.
Gleichzeitig behauptest Du, dass Dir das endgültige Gebiet egal sei. Das passt doch nicht zusammen! Wenn es Dir tatsächlich egal ist, muss die Informatik als Option auch möglich sein... und wenn es Dir doch nicht egal ist, müssten sich inhaltliche Zielkriterien formulieren lassen, welche die denkbaren Alternativen in irgendeiner Form eingrenzen. Das, was Du bisher erzählt hast, klingt etwas überspitzt doch wie: "Mir egal, was ich mache - Hauptsache, ich habe keine Ahnung davon!"... ;-)
Poou hat geschrieben:Aber jetzt frage ich mich natürlich, sobald ich die "neue" Richtung kennen würde, wie dieser "Abbruch" in der heutigen Auffassungsweise bei einer Bewerbung aufgenommen wird.
Eins ist wohl sicher: Ein Wechsel zwischen zwei Ausbildungen auf ähnlichem Niveau wird immer um Klassen besser aufgenommen werden als der Absturz von einer hochwertigen Ausbildung in eine ungelernte Aushilfstätigkeit. Das ist ja das, was unter'm Strich von aussen bleibt...

Poou
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Beitrag von Poou » 22.10.2012, 15:31

Die Informatik als Gebiet schließe ich nicht aus, nur jetzt mal das ausschließliche Studium dazu.
Gerne könnte ich aber auch eine "ähnliche" Richtung fahren.
Das was ich möchte, ist einfach nun so rasch als möglich ins Arbeitsleben raus.
Eine neue Studienrichtung kommt nicht in Frage.
Wichtiger ist zu wissen, was für mich mit dem was ich bis jetzt habe, für Möglichkeiten offen stehen und wie ich diese am Besten nutzen kann (sollten dies Initiativbewerbungen sein, wo genau könnte ich mich da in einer Firma eingliedern, ...?)
Gerne kannst Du mir auch Tipps geben, wie meine Situation in der Bewerbung bzw. im Lebenslauf ansprechend formuliert werden kann.
:)

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 22.10.2012, 23:05

Das, was Du tatsächlich vorhast, lässt sich m. E. nicht ansprechend schildern. Die Deiner Situation ähnlichste Variante, die sich in meinen Ohren relativ ansprechend anhören könnte: Du studierst Informatik, bewirbst Dich zur Finanzierung dieses Studiums halt um einen typischen Informatiker-Studentenjob... und lässt dann genau das passieren, was Generationen von Studenten schon vor Dir passiert ist: Du rutschst da immer tiefer rein, machst irgendwie immer mehr Stunden, übernimmst dabei immer mehr Verantwortung, studierst immer weniger... und hörst dann irgendwann auf damit. Im Grunde machst Du also genau das, was Du machen wolltest... und erzählst einfach nur keinem die Idee dahinter... ;-)

Poou
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Beitrag von Poou » 23.10.2012, 13:23

Das klingt gerade nach dem, was ich mir vorgestellt habe.
Ich werde jetzt mal diesen Weg fahren und komme dann gerne wieder auf Dich zurück, sobald ich wieder Fragen habe.

Danke und Gruß

nOOne
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Begründung für Studienabbruch wie formulieren?

Beitrag von nOOne » 31.10.2012, 15:16

Hi,

nachdem ich 4 Semester Agrarwissenschaften studiert habe, musste ich leider feststellen, dass mir ein Studium zu theoretisch ist und ich kein Mensch bin, der damit umgehen kann und stattdessen lieber eine Ausbildung machen möchte. Nach 3 Semestern Universität wechselte ich - in der Hoffnung auf mehr Praxis - auf eine Fachhochschule. Nachdem ich dort ein Semester lang war, brach ich nun ab.

Jetzt war ich heute bei der Berufsberatung und habe dort u.a. eine Bewerbung vorgelegt. Der Berufsberater befand meine Bewerbung für gut, kritisierte allerdings die Begründung für meinen Studienabbruch.

Hier mal die versuchte Begründung:
Obwohl mir die Entscheidung nicht leicht gefallen ist, mein Studium der Agrarwissenschaften an der Universität Gießen und der Fachhochschule Weihenstephan nach vier Semestern zu beenden, bin ich mir inzwischen sicher, dass für mich, mit meinen Fähigkeiten und Vorstellungen, eine berufliche, praktisch orientierte Ausbildung die bessere Alternative zur akademischen Ausbildung ist. Zur Entscheidung beigetragen hat auch die Tatsache, dass der Studiengang Agrarwissenschaften über die Dauer meine Erwartungen nicht entsprochen hat.
Mein Problem ist folgendes: Ich weiß einfach nicht, wie ich formulieren soll, dass ich mein Studium abgebrochen habe, da es mir einfach zu theoretisch war und mir jeglicher Bezug zur Praxis fehlte. Ich google schon seite einige Stunden und schreibe immer neue Sätze, aber so richtig passen diese mir nicht.

Hier mal ein anderer Versuch:
Während meines Studium der Agrarwissenschaften musste ich feststellen, dass eine rein theoretische Ausbildung nicht der richtige Weg für mich ist. Da ich das Gelernte nie praktisch umsetzen konnte, habe ich mich dazu entschlossen mein Studium abzubrechen und einen praktisch orientierte Ausbildung zu absolvieren.
Ich hoffe sehr, dass mir jemand helfen kann. Vllt hilft schon eine kleine Formulierung auf die ich nicht komme um mein Anschreiben zu vervollständigen.

Ich bewerbe mich übrigens für folgende Ausbildungsstellen: Mediengestalter, Kaufmann für Marketingkommunikation und Veranstaltungskaufmann.

Positive Dinge, die ich aus meinen Studium mitbringe, konnte ich im Anschreiben relativ gut verpacken, aber die Begründung, bereitet mir Probleme. Ich möchte nicht als Versager, Fauler Sack oder Mensch dastehen, der nicht weiß was er will.

Vielen Dank im Vorraus

Lukas

Romanum
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Beitrag von Romanum » 31.10.2012, 20:18

Das 2. Beispiel ist besser.

Es gibt im Agrarbereich auch Ausbildung. Wie sieht deine Begründung aus, vom Agrarbereich in den kaufmännischen Bereich zu wechseln? Das ist für den Personaler interessanter, wie deine Motivation für die neue Ausbildung aussieht.

nOOne
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Beitrag von nOOne » 31.10.2012, 20:54

Hi,

ich hätte meinen Studienschwerpunkt auf Agrarökonomie gelegt, was also dann dort auch mehr das Kaufmännische ist. Außerdem habe ich im Studium gemerkt, dass mir die wirtschaftlichen Fächer mehr liegen, als das Naturwissenschaftliche.

Tiffany_Weh
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Bewerbung nach nicht abgeschlossenem Studium

Beitrag von Tiffany_Weh » 18.07.2013, 12:26

Hallo,

ich bräuchte da mal ein paar Tipps von euch, da ich momentan wirklich vor einem Problem stehe.

Ich habe 2006 meine Ausbildung zur Bürokauffrau abgeschlossenen und noch bis 2010 in dem Beruf gearbeitet. Da mich der Beruf aber nicht voll und ganz ausgelastet hat und ich mich einfach verändern wollte, habe ich im Oktober 2010 ein Studium (Lebensmitteltechnologie) begonnen.

Das Studium hat mir auch wahnsinnig Spass gemacht, obwohl ich mich natürlich sehr durchkämpfen musste. Jetzt ist es aber so, dass ich Mathe eine Klausur zum letzten Mal nicht bestanden habe und somit nicht mehr weitermachen darf (6. Semester).

Mir bleibt nun ja fast nichts anderes übrig als mich wieder in meinem alten Beruf zu bewerben, da ich nicht weiterstudieren kann und trotzdem meinen Lebensunterhalt sichern muss.

Wie schreibe ich das nun am besten im Anschreiben? Das Studium hat ja so direkt nichts mit meinem Ausbildungsberuf zu tun (ich hatte zwar BWL, Marketing, Projektmanagement und Lebensmittelwirtschaft, aber das ist ja doch Fachbezogen).

Wäre nett, wenn ihr mir irgendwie helfen könnten.

Vielen Dank!!

Romanum
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Beitrag von Romanum » 18.07.2013, 16:08

Das ist ja schade. Könntest du nicht auch eine ähnliche Ausbildung machen, wo du auf dein erworbenes Wissen zurückgreifen kannst?

Bzgl. der Frage konzentriere dich auf dein Können und deine Berufserfahrung als Bürokauffrau, ergänzt durch das relevante Wissen aus dem Studium. Vielleicht gibt es in deiner Umgebung auch Lebensmittelbetriebe, wo du im Büro arbeiten könntest.

Tiffany_Weh
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Beitrag von Tiffany_Weh » 19.07.2013, 11:27

Ja, ich bin auch echt richtig traurig darüber :? .

Eine neue Ausbildung möchte ich nicht anfangen, ich bin Ende zwanzig und möchte nun doch irgendwann in geraumer Zeit mal wieder in das Berufsleben einsteigen.

Aber danke für deine Tipps, so werde ich es dann handhaben und mich auch mal nach Firmen hier in der Nähe umsehen, die vielleicht in etwa in diesem Bereich liegen.

Glück habe ich vielleicht, dass mein Studium breit gefächert war und ich eigentlich so aus fast jedem Bereich etwas mit drin hatte.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 19.07.2013, 14:39

Einem Bekannten von mir ist vor etwa zehn Jahren, jedenfalls noch deutlich vor der Modularisierung der Studiengänge, folgendes passiert: Er hat in seinem Wirtschaftsinformatikstudium an der Uni drei mal eine Klausur nicht bestanden und musste sein Studium daher abbrechen. Er ist dann an eine FH gewechselt, wo er Informatik studierte. Einen Teil seiner Scheine von der Uni konnte er sich anrechnen lassen. Vielleicht ist das auch für dich eine Möglichkeit?!

rudra
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Beitrag von rudra » 19.07.2013, 23:42

Exakt das, was TheGuide berichtet hat, ist mir auch als erstes beim Durchlesen deines Beitrages durch den Kopf gegangen! Ich weiss nicht, wo du an welcher Uni/FH studiert hast, aber informiere dich unbedingt - falls noch nicht geschehen.
Im Ingenieurwesen kenne ich es genauso, (nach Exmatrikulation) wurde ein Grossteil der Klausuren (eines Komiltonen) anerkannt, sodass dieser sogar das Grundstudium (an der FH) rasch beenden konnte. Es kann sein, dass nicht alle Unis/FHs aufgrund anderer Richtlinien mitmachen.

Tiffany_Weh
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Beitrag von Tiffany_Weh » 29.07.2013, 17:28

Danke für eure Tipps.
Leider ist bei mir das Problem, dass ich es nicht mehr finanzieren kann.
Wenn ich wechsel bekomme ich kein Bafög mehr und mein Nebenjob ist nur auf 400 Euro Basis, so dass ich damit gerade Miete und Krankenversicherung abdecken könnte.

Romanum
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Beitrag von Romanum » 30.07.2013, 09:32

Hast du dir schon ein paar Formulierungen für deine Situation ausgedacht und möchtest diese analysieren?

traumtänzer
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Bewerbung nach Studiumsabbruch (Sonderfall?)

Beitrag von traumtänzer » 03.02.2014, 05:14

Hallo Leute,kann mal wieder nicht schlafen da mich Zukunftsängste und Sorgen plagen. Habe mich daher entschlossen mal hier nach Resonanz zu schauen,evtl. könnt ihr mir ja helfen :? Ich bin mir durchaus bewusst dass ich hier evtl. nicht richtig bin da das Ganze wohl nur zum Teil mit einem Anschreiben zusammenhängt (habe nach Rücksprache mit meinen Eltern die letzen Wochen die entsprechenden Schritte eingeleitet: Bewerbungen sind z.T. schon raus,andere sollen diese Woche folgen - bin also über die reine Planungsphase wegen der die Meisten hier Rat suchen schon hinaus).

Allerdings tut es mir gerade gut sich das alles einmal von der Seele zu schreiben (evtl. eben auch mal noch andere Meinungen zu hören) und ganz grundliegend habe ich ja dann doch noch zwei Fragen die Anschreiben/Bewerbung betreffen. Wer sich also den ganzen Text ersparen möchte (ist dann doch etwas länger und recht persönlich geworden) liest bitte nur das Fett markierte.



Ich bin 22 Jahre alt und studiere im 3.Semester Wirtschaftsinformatik. Ich habe mich schon seit Anfang des 2.Semesters mit dem Gedanken abzubrechen herumgeschlagen. Hauptgründe dafür sind nach wie vor Heimweh - damit zusammenhängende psychische Tiefs, Motivationslosigkeit und anhaltende Misserfolge.

Aufgrund (nett gemeinter) Ermutigungen seitens meiner Eltern und Unsicherheit in dieser doch schwerwiegenden Entscheidung habe ich mich auch nach nicht erfolgreichem 2. Semester dann entschlossen es ein weiteres Semester zu probieren. Mittlerweile bin ich mir aber sicher warum es nicht klappt und dass es so nicht weiter geht.

Soviel zum Rahmen,kommen wir nun zu meinem Problem:

Ich habe NICHTS bestanden bisher. Anders als bei den meisten Sudienabbrechern sehe ich im 1. Semester weniger ein persönliches Versagen (das würde ich dann eher im 2. und 3. Semester sehen) als einfach eine generelle Überforderung (neuer Lebensumstand: weg von daheim,erster eigener Haushalt,neues Umfeld,neues Aufgabenpentium usw.). Ich hab mich wirklich für meine Verhältnisse sehr bemüht und alle Zwischentests/Hausarbeiten bestanden,an allen bis auf einer Klausur teilgenommen und auch an sich noch ein gutes Gefühl gehabt.

War dann allerdings ein ziemlicher Kahlschlag: Alle 3 Prüfungen nicht bestanden (eine davon nur knapp nicht was mich immer noch schmerzt da dies zumindest ein wenig aufmunternd gewesen wäre).
Das führte dann auch zu einem in Frage stellen des Studiums bereits im 2.Semester ("wie stemme ich das jetzt - wenn es überhaupt noch geht?"). Dazu kam dann (in Verbindung mit den Misserfolgen aus dem 1.Semester und einer gewissen Überforderung in der neu entstanden Lage) eine Prüfungsangst/Nervosität. Zusammen mit der Motivationslosigkeit (wozu mache ich das Überhaupt,wieso bin ich überhaupt weg von Freunden und Familie (habe mich hier nur schlecht bis gar nicht eingelebt)) hat das dann dazu geführt dass ich mich überhaupt nur für eine Prüfung angemeldet habe - da bin ich dann auch noch durchgerasselt. Sicher in meiner Entscheidung das Studium abzubrechen war ich mir zu diesem Zeitpunkt aber auch noch nicht.

Jetzt bin ich also im 3.Semester und ich habe mich (dann auch wieder durch zureden elterlicher Seite) dazu entschlossen dieses Semester noch bis zum Ende fertig laufen zu lassen ("macht sich besser im Lebenslauf") und mich auch nochmal für Prüfungen anzumelden - im Nachhinein sehe ich das sehr negativ da ich jetzt meine Lage wahrscheinlich schon geändert hätte. Denn während das Semester so vor sich hin lief hatte ich Bewerbungen bis vor kurzem (dem Zeitpunkt an dem mir selbst bewusst wurde das es so nun wirklich nicht weitergehen kann) auf die lange Bank geschoben. Ich wollte es einfach selbst nicht wahr haben.

Viel gemacht für die Uni hab ich dann aber auch nicht (mit dem Wissen eigentlich abbrechen zu wollen war dann die Motivation sich noch mit der mich eh herunterziehenden Uni noch großartig auseinander zu setzen gleich 0) und jetzt stehen diese und nächste Woche die Prüfungen an... ich bin mir aber sicher das ich nervlich - sowie wissenstechnisch nicht gut aufgestellt bin... sprich ich denke die zwei Prüfungen für die ich mich überhaupt noch angemeldet habe werde ich wohl auch nicht mehr bestehen.

1.Nun plagt mich die Frage ob nicht bestandene Prüfungen wichtig sind bei einer Bewerbung (denn ich nehme mal an KEINE Prüfung bestanden zu haben macht sich richtig schlecht im 3.Semester - mittlerweile könnte ich mich Ohrfeigen dafür nicht früher "die Reißleine" gezogen zu haben) oder ob die Modulprüfungen eben einfach wegfallen ("Ich breche ja schließlich ab - muss doch egal sein,Zeugnis von der Uni hab ich ja eh nicht" - so habe ich es mir die Zeit über schön geredet)?

2.Ich denke das ich (wie hier ja auch geschehen) recht reflektiert schildern kann wo die Probleme liegen und was zum nicht bestehen der Prüfungen geführt hat (auch was ich besser weg lasse weiß ich), nur sollte ich das nun von mir aus auch im Anschreiben erwähnen oder die Prüfungen erstmal unter den Tisch kehren (hängt auch mit Frage eins zusammen ob nach bestandenen Modulprüfungen überhaupt gefragt wird bei Abbrechern)? - Wie sollte ich reagieren wenn ich im (möglichen) Bewerbungsgespräch darauf angesprochen werde?

Auch über generelle Tipps wie ich mit dieser wohl doch recht eigenen Situation (google lieferte nichts,irgendwann bin ich hier gelandet - was mir auch schon sehr geholfen hat in einigen Punkten,aber jeder Fall ist ja doch anders) am besten umgehe wäre ich sehr dankbar.


Ich versuch jetzt nochmal zu schlafen,wenn ich hier wirklich absolut falsch bin mit meinen Problemen / Fragen wäre es sehr nett wenn jemand ein Forum/etc. wüsste wo ich evtl. besser aufgehoben mit meinen Sorgen.

grüße der traumtänzer

Romanum
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Beitrag von Romanum » 03.02.2014, 15:14

traumtänzer hat geschrieben:Auch über generelle Tipps wie ich mit dieser wohl doch recht eigenen Situation (google lieferte nichts,irgendwann bin ich hier gelandet - was mir auch schon sehr geholfen hat in einigen Punkten,aber jeder Fall ist ja doch anders) am besten umgehe wäre ich sehr dankbar.[/b]

Du gehst das Problem ja schon an und hast die entsprechenden Schritte eingeleitet, etwas zu ändern. Das ist absolut positiv, und mittel- und langfristig wirst du sehen, dass es die absolut richtige Entscheidung war.

Bzgl. der Reflexion musst du eben die Lehren ziehen, wie du solche Situationen wie im jetzigen Studium zukünftig verhindern kannst. So wie du es schilderst, ist es wohl vor allem wichtig, ein sicheres privates Fundament mit sozialen Kontakten zu errichten, um sich auch abseits des Studiums/Jobs wohlzufühlen.

Was strebst du jetzt für Ausbildungen an, haben die auch etwas mit Wirtschaft und Informatik zu tun? Daraus leitet sich dann schon dein Vorgehen für Begründungen des Prüfungs-Versagens ab.


traumtänzer
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Beitrag von traumtänzer » 03.02.2014, 16:52

Es soll eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration werden. Mein Interesse für Technik und Computersysteme ist auch durch das nicht so erfolgreiche Studium nach wie vor ungebrochen.

Romanum
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Beitrag von Romanum » 03.02.2014, 18:58

Dann hast du doch schon einen Ansatz für Erklärungen.

Einem normalen Personaler ist durchaus bewusst, dass die Anforderungen an der Uni hoch sind und ein Scheitern nicht mit der generellen Nicht-Eignung für ein Fachthema gleichzusetzen ist.

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Beitrag von Infernum » 04.02.2014, 00:41

Hallo Traumtänzer.

Erst mal: Du hast dich schon für den Abbruch entschieden, das ist schon mal ein Anfang, viele Studienabbrecher (ich spreche aus eigener Erfahrung) tun sich da schwer und trödeln gerne mal auch mehr als 2 Semester.

Ein Studium ist hart, und nicht für jeden etwas, auch wenn das uns die heutige Arbeitswelt gerne vorgauckeln möchte(schau unsere Nachbarn die Franzosen an, 70% akademiker -> Hohe Arbeitslosigkeit)

Die Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration ist eine ausgezeichnete Idee so wie du es mit deinen Interessen kurz beschreibst.
Dort werden auch Studienabbrecher gerne genommen, wichtig ist das du Motivation zeigst und deine Entscheidung gut begründen kannst.
Suche dir eine gute Firma, vielleicht auch in der Nähe deiner Heimat, vereinbare ggf. auch ein Praktikum um zu schauen ob es klappt

Ein Ansatz wäre hier das theoretische Studium als gegen deine Neigungen zu beschreiben, natürlich nicht erwähnen das du nichts bestanden hast im Anschreiben

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Beitrag von traumtänzer » 04.02.2014, 00:55

Hey,vielen lieben Dank schon mal für die netten Antworten. Hat mich echt ein wenig aufgebaut :) Das mit dem Praktikum strebe ich sowieso schon an,da ich schließlich das Sommersemester nicht mehr besuchen möchte und regulärer Ausbildungsbeginn ja erst Anfang September ist. Mit der Motivation sollte es klappen, mir ist meine aktuelle Lage durchaus bewusst und ich will endlich "vorankommen" im Leben. Da ich es recht schade fand dass man hier kaum zu hören bekommt wie es dann so "ausgegangen" ist werde ich hier nochmal was posten wenn sich (hoffentlich) was positives tut.

Nochmal vielen Dank - finde es echt klasse dass es so etwas für Menschen in dieser doch recht schwierig anmutenden Lebensphase gibt. :)

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 04.02.2014, 01:02

Von den Handwerkskammern gibt's mittlerweile Initiativen, die gezielt Studienabbrecher anwerben. Schau da mal...

Lorantera
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Bewerbung Studiumsabbruch, zurück in erlerntes Berufsfeld

Beitrag von Lorantera » 07.03.2014, 15:54

Hallo werte Gemeinde,

zuerst einmal danke für diese klasse Anlaufstelle! :)

Habe zu meinem speziellen Fall leider nichts Genaues finden können und hoffe der ein oder andere kann mir bei folgender Situation behilflich sein:

Meine Freundin studiert an einer Fernuniversität Psychologie (im 3ten Semester allerdings noch kein Modul bestanden). Zuvor hat Sie eine Ausbildung zur Kauffrau für Spedition und Logistikdinstleistungen erfolgreich abgeschlossen und war auch nach der Ausbildung ein paar Monate in einen anderen Unternehmen als Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistungen tätig.

Nun will meine Freundin Ihr Studium Abbrechen und gerne in der Buchhaltung wieder arbeiten weil es Ihr in der Ausbildung in dem Bereich sehr viel Spaß gemacht hat.

Wie kann man sowas am besten in einem Anschreiben unterbringen? (Erwähnen muss man es ja) Vor allem wie kann man das Umschreiben mit dem Studiumsabbruch und das man gerne in die Buchhaltung möchte?


Vielen Dank schon einmal für Tipps und Hilfen!


M.f.G

Sebastian

dicker Zeh
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Beitrag von dicker Zeh » 07.03.2014, 19:37

studiert sie denn Vollzeit ?

du schreibst von Fernstudium.
Hat sie noch einen Nebenjob ??

seit wann genau ( im 3.Semester - anfang ende mitte ?
gib mal Infos

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Re: Bewerbung Studiumsabbruch, zurück in erlerntes Berufsfe

Beitrag von TheGuide » 08.03.2014, 12:30

Lorantera hat geschrieben:(Erwähnen muss man es ja)
Wieso eigentlich? Heißt der Prozess Be-Werbung oder Be-Rechtfertigung?

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