Bewerbung Praxissemester Produktionstechnik bei Daimler

Hier besteht die Möglichkeit, über Anschreiben für die Ausbildung, für Praktika und für das Studium (Duales Studium, Universität, BA) mit anderen Mitgliedern zu diskutieren.
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FelixM
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Bewerbung Praxissemester Produktionstechnik bei Daimler

Beitrag von FelixM » 22.07.2014, 23:29

Servus,
hier meine Bewerbung auf einen konkreten Praktikumsplatz den ich sehr gern haben will. Einmal wegen den Inhalten und auch weil ich ausziehen will...Stuttgart bietet sich eben an. Im Online-Formular wird ein Anschreiben/Motivationstext gefordert. Des zweite kenn ich nicht, hier im Forum bin ich aber auf diese Interpretation gestoßen "Ein Anschreiben, aus dem man die Motivation deutlich heraus kennt".
Find ich sinnig und hab versucht es umzusetzen. Hoffe es ist was geworden:


Sehr geehrte Damen und Herren,

in meinem Studium Produktionstechnik ist es nun so weit, dass ich meine bisher erworbenen theoretischen Fähigkeiten und Kenntnisse in einem Praxissemester zur Anwendung bringen kann. Bei der gezielten Suche nach einer geeigneten Stelle in der Daimler AG bin ich mit Interesse auf den Praktikumsplatz im Bereich Produktions- und Werkstofftechnik / Fertigungsverfahrensentwicklung gestoßen. Die Bandbreite und die Inhalte haben mich sofort begeistert. Durch ein Telefonat mit Herrn ****** als Ansprechpartner des Fachbereichs habe ich mich vergewissert, dass die Aufgaben mit meinen Vorstellungen übereinstimmen.

Bereits früh waren meine Interessensgebiete Technik und Konstruktion. Jetzt im Studium an der FH ************ sprechen mich besonders für die Produktion relevante Fächer, wie Fertigungsverfahren und Antriebstechnik an. Mit Kreativität, Ideenreichtum und Teamgeist bin ich als Vorstand der Pfadfinder-Ortsgruppe tätig, was mir Organisationsgeschick abverlangt. Nun möchte ich meine technischen Eignungen im Praxissemester einbringen.

Die Entscheidung für die Daimler AG als Praktikumsbetrieb entspringt meiner Begeisterung für die kraftvollen und eleganten Fahrzeuge und dem Anspruch an Fortschritt von Mercedes-Benz. Hinzu kommt der Wunsch in einem großen und innovativen Unternehmen mitzuarbeiten und die Herausforderung einer neuen Stadt die mich reizt.
Dafür bin ich ab September bereit 18 Wochen lang praktische Erfahrungen zu sammeln.

Über positive Resonanz freue ich mich sehr und stehe Ihnen gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

Romanum
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Beitrag von Romanum » 23.07.2014, 11:56

Der 1. Absatz liest sich wie eine Erzählung. Der Leser will aber nicht wissen, wie nun der Entscheidungsweg für deine Bewerbung war, sondern was du dem AG anzubieten hast. Also kannst du den 1. Absatz auch weglassen.

Du musst am Anfang deine stärksten Argumente nennen, z.B. Qualifikationen und Fachwissen, welches du hervorragend beherrschst.

Bisher schreibst du im gesamten Anschreiben doch überhaupt nicht, was du fachlich kannst und was dich (im Detail) fachlich an dieser Fachrichtung interessiert.

livefast
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Anschreiben Praxissemester Daimler AG

Beitrag von livefast » 05.04.2019, 15:41

Hallo, ich interessiere mich für eine Stellenanzeige bei der Daimler AG und habe vor mich auch zu bewerben.
Folgende Stellenbeschreibung liegt vor:

Die Konzernforschung und Entwicklung ist der Impulsgeber für die technologische Zukunft der Daimler AG und Garant für erstklassige Produkte von Mercedes-Benz Cars. Ziel unserer Arbeit sind innovative, zukunftsweisende Produkte und hocheffiziente Entwicklungsprozesse. In enger Partnerschaft mit allen Geschäftsbereichen setzen sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür ein, in unseren Produkten Visionen aus Forschung und Vorentwicklung zu realisieren.

Eingegliedert in der PKW-Entwicklung in Sindelfingen sind wir für die Entwicklungsprojektleitung der S-Klasse Limousinen sowie des S-Klasse Coupé & Cabrio zuständig. In zwei Teams werden die Themenschwerpunkte Neuproduktplanung, Serienbetreuung und Fahrzeugplanung über alle Entwicklungsphasen koordiniert. Für diese Schwerpunkte sind mehrere Praktikumsstellen zu besetzen, welche technisch oder planerisch ausgerichtet sind. An der Schnittstelle zwischen BWL und Technik erwarten Sie interessante und abwechslungsreiche Tätigkeiten. Sie lernen darüber hinaus das Zusammenspiel von Entwicklung, Logistik, Qualität, Produktion, After-Sales und anderen Bereichen kennen.

Ihre Aufgaben im Einzelnen:


Projektarbeit in den Bereichen Neuproduktplanung, Serienbetreuung und Fahrzeugplanung von aktuellen Fahrzeugprodukten
Mitwirkung bei der termingerechten Umsetzung bis hin zum Produktionsstart

Qualifikationen:

Studiengang: Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftswissenschaften, Elektrotechnik, Fahrzeugtechnik oder ein vergleichbarer Studiengang
Sprachkenntnisse: Sichere Deutsch- und gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift
IT-Kenntnisse: Sicherer Umgang mit MS-Office
Persönliche Kompetenzen: Aufgeschlossenheit, Engagement, Teamfähigkeit, analytische Denkweise, schnelle Auffassungsgabe

Kurz zu mir:
Ich bin zweisprachig aufgewachsen und spreche sowohl Deutsch als auch Vietnamesisch fließend. In Englisch bin ich auf einen B2 level. EDV Kenntnisse habe ich auch. Steht alles schon in meinem Lebenslauf und würde ich nicht im Anschreiben wiederholen, oder?

Mein Anschreiben:

Sehr geehrter Herr XY,

Ja, ich bin „in for change“. Als Praktikant bei Daimler will ich verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen, um so die Mobilität von morgen mitgestalten und meine Spuren hinterlassen zu können. Diese Option und die damit verbundenen Perspektiven habe ich als Anlass genommen, mich ausgerechnet bei Ihnen zu bewerben.

Aktuell studiere ich Wirtschaftsingenieurwesen im vierten Semester an der Hochschule Pforzheim und habe bereits das Grundstudium erfolgreich abgeschlossen. Mit einem Praktikum in Ihrem Unternehmen sehe ich die ideale Möglichkeit, mir erste Praxiserfahrungen in der Projektleitung anzueignen sowie mich produktiv in ein zukunftsorientiertes oder wegweisendes Unternehmen in der Automobilbranche einzubringen. Die Aufgaben und fachlichen Schwerpunkte des Projektmanagements bieten mir genau die Herausforderung, die ich dazu suche.

Neben dem theoretischen Fachwissen durch das Studium sehe ich meine Stärken vor allem in der schnellen Auffassungsgabe und im selbständigen Lösen von Problemen. Durch Projektarbeiten und zahlreiche Labore habe ich sowohl ziel- und teamorientiertes Arbeiten als auch analytische und konzeptionelle Fähigkeiten beweisen können. Zudem habe ich bereits im Modul „Management Methoden“ ein Grundverständnis für das Projektmanagement gewonnen. Das erlangte Wissen will ich nun in mein Praktikum zielführend anwenden können.

Mit mir gewinnt Ihr Unternehmen einen Mitarbeiter, der flexibel, motiviert und seine Technikaffinität zum Ausdruck bringen will. Es liegt in meiner Natur, mich Aufgaben mit vollem Einsatz zu widmen, um so die entscheidenden Schritte Richtung Ziel zu gehen – für Innovationen von Menschen für Menschen.

Ich freue mich mein Praxissemester bei Ihnen im Unternehmen durchführen zu können und stehe Ihnen jederzeit für weitere Einzelheiten zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
XY


Wo ich mir etwas unsicher bin:
Der Anfang ist recht direkt und ist angelehnt an die Frage auf der Daimler Website "We are all in for change. - Are you too?". Zu gewagt oder guter Überraschungseffekt? Wollte nämlich etwas aus der Website wieder aufgreifen für den Einstieg und ist englisch erlaubt?

Und zum 2. Satz, passt das so oder lieben einen Gedankenstrich? Sprich : .. for change" - als Praktikant ...

Klingt zukunftsorientiertes oder wegweisendes besser? Finde zukunftsorientiert etwas standard, weiß aber nicht ob wegweisendes gut genug ist.

Und im vorletzten Abschnitt, passt der Gedankenstrich und der Satz dahin oder eher unnötig?

Würde mal gerne eure Meinungen und Verbesserungsvorschläge dazu hören, vielen Dank im Vorraus!

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 05.04.2019, 17:01

livefast hat geschrieben:Sehr geehrter Herr XY,

Ja, ich bin „in for change“.
Nach der Anrede klein weiter.
Als Praktikant bei Daimler will ich verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen, um so die Mobilität von morgen mitgestalten und meine Spuren hinterlassen zu können.
Da denke ich unwillkürlich an den ökologischen Fußabdruck.
mich ausgerechnet bei Ihnen zu bewerben.
Ausgerechnet ist ein Signalwort in Richtung genervt sein: ausgerechnet der/die

Aktuell studiere ich Wirtschaftsingenieurwesen im vierten Semester an der Hochschule Pforzheim und habe bereits das Grundstudium erfolgreich abgeschlossen. Mit einem Praktikum in Ihrem Unternehmen sehe ich die ideale Möglichkeit, mir erste Praxiserfahrungen in der Projektleitung anzueignen sowie mich produktiv in ein zukunftsorientiertes oder wegweisendes Unternehmen in der Automobilbranche einzubringen.
Nicht schleimen, spare dir Attribute für dich auf.
Wiederholungen vermeiden.

Neben dem theoretischen Fachwissen durch das Studium sehe ich meine Stärken vor allem in der schnellen Auffassungsgabe und im selbständigen Lösen von Problemen. Durch Projektarbeiten und zahlreiche Labore habe ich sowohl ziel- und teamorientiertes Arbeiten als auch analytische und konzeptionelle Fähigkeiten beweisen können. Zudem habe ich bereits im Modul „Management Methoden“ ein Grundverständnis für das Projektmanagement gewonnen. Das erlangte Wissen will ich nun in mein Praktikum zielführend anwenden können.
Rot: streichen.

Der Anfang ist recht direkt und ist angelehnt an die Frage auf der Daimler Website "We are all in for change. - Are you too?". Zu gewagt oder guter Überraschungseffekt? Wollte nämlich etwas aus der Website wieder aufgreifen für den Einstieg und ist englisch erlaubt?
Gewagt ist das nicht. Überraschungseffekt? Wahrscheinlich nicht, du wirst nicht der erste sein, der das aufgreift. Aber es ist okay. Man sieht, du hast dich mit dem Unternehmen befasst, wenn auch vielleicht zunächst nur oberflächlich.

livefast
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Beitrag von livefast » 05.04.2019, 17:13

Vielen Dank für die schnelle Antwort! Ich werde Ihre Vorschläge verbessern.

Mir bleiben aber noch ein paar Fragen offen:
Die Wiederholung war beabsichtigt, da meine Frage war ob zukunftsorientiertes oder wegweisendes besser ist. Finde zukunftsorientiert etwas standard, weiß aber nicht ob wegweisendes gut genug ist. Oder meinen Sie ganz weg lassen?

Und passt das im vorletzten Abschnitt mit Gedankenstrich und dem Satz "– für Innovationen von Menschen für Menschen" dahin oder eher unnötig?

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 05.04.2019, 21:06

Mit Wiederholung war die Wiederholung Praxis/Praktikum gemeint. Und ja, bitte die Adjektive weglassen, wenn du damit nicht dich oder deine Leistungen beschreibst.

Den Gedankenstrich kannst du beibehalten.

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