Bewerbung zur Ausbildung zum Chemielaborant nach Studienabbruch

Hier besteht die Möglichkeit, über Anschreiben für die Ausbildung, für Praktika und für das Studium (Duales Studium, Universität, BA) mit anderen Mitgliedern zu diskutieren.
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Neslleod
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Bewerbung zur Ausbildung zum Chemielaborant nach Studienabbruch

Beitrag von Neslleod » 30.05.2019, 14:44

Hallo,
ich bin 23 Jahre und werde mein Chemiestudium nach 6 Semestern abbrechen. Ich habe mich nun entschieden, mich für eine Ausbildung als Chemielaborant zu bewerben. Dazu habe ich bisher folgendes Anschreiben verfasst und wollte mir mal ein paar Meinungen einholen.

Bewerbung für die Ausbildung als Chemielaborant


Sehr geehrte Frau Personaler,

bereits seit meiner Schulzeit entwickelte ich ein großes Interesse für den Bereich der Naturwissenschaften. Besonders die Chemie faszinierte mich dabei durch ihre facettenreichen Tätigkeitsfelder. Da ich schon immer großen Spaß am Experimentieren und an der Arbeit im Labor hatte, bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass das Berufsbild des Chemielaboranten gut zu meinen Leidenschaften und Interessen passt.

Während meines Studiums konnte ich bereits wertvolle Erfahrungen in den typischen Aufgabenbereichen eines Chemielaboranten sammeln. Dabei habe ich gelernt, wie man sich auf Versuche vorbereitet, sie durchführt und die Ergebnisse ordnungsgemäß protokolliert und auswertet. Durch diverse Praktika konnte ich bereits mit vielen Laborgeräten und -techniken arbeiten sowie verschiedene anorganische und organische Synthesen absolvieren. Des Weiteren sammelte ich Erfahrung mit dem Umgang von instrumentell-analytischen Methoden zur Trennung und Charakterisierung von Stoffen.

Durch meine Praktika konnte ich bereits eigenständig im Labor arbeiten und durch mein umfangreiches Chemiewissen Probleme selbstständig lösen. Dabei zeigte sich auch, dass ich gerne in Gruppen und mit anderen Menschen zusammenarbeite. Zu meinen weiteren Stärken zählen meine strukturierte und sorgfältige Arbeitsweise sowie verantwortungsvolles Handeln, welches vor allem im Umgang mit Chemikalien besonders gefragt ist. Zusätzlich verfüge ich über eine schnelle Auffassungsgabe, welches mir das Erlernen von neuen Arbeitsweisen erleichtert.

Ich würde gerne in Hessens größtem Ausbildungsunternehmen meine Ausbildung absolvieren. Dies liegt vor allem an den positiven Erfahrungsberichten, die ich im Internet recherchieren konnte und an der Möglichkeit Erfahrungen in verschiedenen Abteilungen der international renommierten Partnerunternehmen zu sammeln.

Gerne überzeuge ich Sie in einem persönlichen Gespräch von meinen Stärken. Über eine Einladung von Ihnen freue ich mich daher sehr.

Mit freundlichen Grüßen


Das wäre jetzt meine erste fertige Version. Würde mich gerne über Verbesserungsvorschläge und Anregungen freuen. Eventuell Sachen die fehlen oder zu viel sind.

Vielen Dank und liebe Grüße

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TheGuide
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Re: Bewerbung zur Ausbildung zum Chemielaborant nach Studienabbruch

Beitrag von TheGuide » 31.05.2019, 08:44

Neslleod hat geschrieben:
30.05.2019, 14:44
bereits seit meiner Schulzeit entwickelte ich ein großes Interesse für den Bereich der Naturwissenschaften. Besonders die Chemie faszinierte mich dabei durch ihre facettenreichen Tätigkeitsfelder. Da ich schon immer großen Spaß am Experimentieren und an der Arbeit im Labor hatte, bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass das Berufsbild des Chemielaboranten gut zu meinen Leidenschaften und Interessen passt.
bereits IN meiner Schulzeit...
Was heißt "schon immer"?
Vermeide Wiederholungen.
...dass das Berufsbild des Chemielaboranten gut zu meinen Leidenschaften und Interessen passt.
Während meines Studiums konnte ich bereits wertvolle Erfahrungen in den typischen Aufgabenbereichen eines Chemielaboranten sammeln.
sammeln können ≠ sammeln
Modalverben (können, müssen, sollen, dürfen) gewöhne dir ab.
Dabei habe ich gelernt, wie man sich auf Versuche vorbereitet, sie durchführt und die Ergebnisse ordnungsgemäß protokolliert und auswertet. Durch diverse Praktika konnte ich bereits mit vielen Laborgeräten und -techniken arbeiten sowie verschiedene anorganische und organische Synthesen absolvieren.
In diversen Praktika...
Während diverser Praktika...

Durch meine Praktika konnte ich bereits eigenständig im Labor arbeiten und durch mein umfangreiches Chemiewissen Probleme selbstständig lösen.
Dabei zeigte sich auch, dass ich gerne in Gruppen und mit anderen Menschen zusammenarbeite. Zu meinen weiteren Stärken zählen meine strukturierte und sorgfältige Arbeitsweise sowie verantwortungsvolles Handeln, welches vor allem im Umgang mit Chemikalien besonders gefragt ist. Zusätzlich verfüge ich über eine schnelle Auffassungsgabe, welches mir das Erlernen von neuen Arbeitsweisen erleichtert.
Ich würde gerne in Hessens größtem Ausbildungsunternehmen meine Ausbildung absolvieren.
Warum? Weil's das größte ist? Ist das ein guter Grund?
Dies liegt vor allem an den positiven Erfahrungsberichten, die ich im Internet recherchieren konnte und an der Möglichkeit Erfahrungen in verschiedenen Abteilungen der international renommierten Partnerunternehmen zu sammeln.
Schleimerei!

Zu lang oder zu kurz ist deine Bewerbung nicht, aber die Schleimerei ist fehl am Platz und auf die Wiederholungen und Modalverben verzichte bitte. Vereinzelt könntest du deine Argumentation schärfen.

Neslleod
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Re: Bewerbung zur Ausbildung zum Chemielaborant nach Studienabbruch

Beitrag von Neslleod » 02.06.2019, 13:07

Hallo,

Vielen Dank schon mal für die schnelle Antwort. Ich hätte noch eine Nachfrage. Ist es notwendig im Bewerbungsschreiben schon zu erwähnen, warum man sein Studium abgebrochen hat bzw. abbrechen möchte? Oder sollte man das erstmal weglassen, weil in einem evtl. Vorstellungsgespräch wird dazu ja sicherlich eine Nachfrage kommen.

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TheGuide
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Re: Bewerbung zur Ausbildung zum Chemielaborant nach Studienabbruch

Beitrag von TheGuide » 02.06.2019, 18:14

Das ist in der Tat ein mittleres Dilemma.
Auf der einen Seite begründest du Fachkompetenzen mit deinem Studium. Auf der anderen Seite ist es sehr unschön, über den Abbruch zu reden, denn du willst ja Werbung für dich machen und nicht vor deiner Einstellung warnen. Wähle aber nicht die Aurede aller Studienabbrecher ("Zu theoretisch, will mehr praktisch arbeiten, blabla") die hat wahrscheinlich 1990 das letzte Mal gezogen.

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