Bewerbung zur Kriminalkommissarin beim BKA (Studium)

Hier besteht die Möglichkeit, über Anschreiben für die Ausbildung, für Praktika und für das Studium (Duales Studium, Universität, BA) mit anderen Mitgliedern zu diskutieren.
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Yasmin123
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Bewerbung zur Kriminalkommissarin beim BKA (Studium)

Beitrag von Yasmin123 » 21.11.2014, 11:41

Guten Tag!

Ich möchte mich dieses Jahr für einen Studienplatz beim Bundeskriminalamt bewerben. Doch nun brauche ich eure Hilfe! Es wäre sehr lieb von euch, wenn ihr meine Bewerbung einmal durchlest und mir Feedback dazu gebt. :-)

Hier ist sie:

Bewerbung für die Fachhochschulausbildung zur Kriminalkommissarin im gehobenen Dienst

Sehr geehrte Damen und Herren,

durch Ihre Internetpräsenz bin ich auf Ihr dort angebotenes Fachhochschulstudium im gehobenen kriminalpolizeilichen Vollzugsdienst des Bundes mit dem Abschluss "Bachelor of Arts", gestoßen.

Mein Abitur habe ich im Juli 2012 erfolgreich mit der Durchschnittsnote 2,4 abgeschlossen. Nun habe ich die folgenden zwei Jahre genutzt, um mir Gedanken um meine berufliche Zukunft zu machen und mich umgehend vorzubereiten. Da mich die nationale und internationale Kriminalitätsentwicklung und deren Bekämpfung schon immer interessiert hatte, habe ich mir das Ziel gesetzt die Laufbahn des Kriminalkommissars einzuschlagen. Da ich die tägliche Arbeit der Polizisten und Kriminalkommissare durch das Pressewesen verfolgen kann, ist das Ziel, Teil dieser Institution zu werden weiter gewachsen. Das BKA ist eine wichtige, nationale Zentralstelle für Europol, Interpol, sowie der SIRENE. Durch diese Zusammenarbeit, unter anderem auch mit den Schengener Vertragsländern, sehe ich hier die Möglichkeit den Grundsatz „Prävention vor Repression“ geltend zu machen.

Seit fünf Jahren leite ich das Kinder- und Jugendtraining im Leistungssport Karate, wobei ich den Kindern und Jugendliche stetig den gewaltfreien und sozialen Umgang mit Anderen vermittele. Ich selbst war bis vor meinem Abitur fünf Jahre lang im Landeskader des Saarlandes erfolgreich aktiv. Das Training mit Kindern und Jugendlichen erfordert viel Selbstvertrauen, Durchsetzungsvermögen und Mitgefühl, da man die Chance bekommt, Mitmenschen aus allen sozialen Schichten trainieren zu können.
Besonders die interkulturelle Zusammenarbeit auf internationalen Lehrgängen im Kampfsport empfinde ich als fördernd für die soziale Kompetenz.
Ich stelle mich gerne neuen Herausforderungen, sei es das Erlernen neuer Fähigkeiten und Kompetenzen oder das unterrichten von Mitmenschen aller Altersklassen.

Die enge Verzweigung von Theorie und Praxis dieses Studienganges hat mich angesprochen und freue mich nach meinem Studium auf eine verantwortungsvolle , abwechslungsreiche Arbeit in den unterschiedlichen Bereichen des Bundeskriminalamts.

Über eine Zusage zu einem anspruchsvollen Studienplatz in Wiesbaden/ Brühl freue ich mich sehr.

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, meiner Bewerbung anzunehmen.


Mit freundlichen Grüßen,

Romanum
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Beitrag von Romanum » 21.11.2014, 12:45

Der 1. Satz ist unnötig, da sich das aus der Bewerbung an sich ergibt.
Nun habe ich die folgenden zwei Jahre genutzt, um mir Gedanken um meine berufliche Zukunft zu machen und mich umgehend vorzubereiten.

Du brauchst diese Situation nicht noch einmal im Anschreiben nachzuerzählen. Wichtig sind deine Erkenntnisse.
Ich stelle mich gerne neuen Herausforderungen, sei es das Erlernen neuer Fähigkeiten und Kompetenzen oder das Unterrichten von Mitmenschen aller Altersklassen.
Über eine Zusage zu einem anspruchsvollen Studienplatz in Wiesbaden/ Brühl freue ich mich sehr.

Erst mal wirst du zu den Auswahlverfahren eingeladen werden.

Yasmin123
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Beitrag von Yasmin123 » 21.11.2014, 16:36

Vielen Dank für deine Verbesserungsvorschläge!
Werde es gleich abändern. :-)

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TheGuide
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Re: Bewerbung zur Kriminalkommissarin beim BKA (Studium)

Beitrag von TheGuide » 21.11.2014, 19:53

Yasmin123 hat geschrieben: Mein Abitur habe ich im Juli 2012 erfolgreich mit der Durchschnittsnote 2,4 abgeschlossen.
Zum ersten und zum dritten Satz hat sich Romanum schon geäußert, dem stimme ich zu, hinzufügen möchte ich, dass auch dieser zweite Satz überflüssig ist. Die Note kann Lebenslauf und Zeugnis entnommen werden.
Da mich die nationale und internationale Kriminalitätsentwicklung und deren Bekämpfung schon immer interessiert hatte, habe ich mir das Ziel gesetzt die Laufbahn des Kriminalkommissars einzuschlagen.
Erst mal weiß ich nicht, warum du hier das Plusquamperfelt wählst, zum anderen ist "schon immer" so ziemlich das Gegenteil einer konkreten Aussage. Ja, Kleinkinder stehen auf Polizeiautos. Aber wirklich auf Kriminalitätsbekämpfung?
Da ich die tägliche Arbeit der Polizisten und Kriminalkommissare durch das Pressewesen verfolgen kann, ist das Ziel, Teil dieser Institution zu werden weiter gewachsen.

Ja? Um die Missstände (Rassismus, Polizeigewalt) zu beseitigen?
:twisted:
8)
Nicht übel nehmen, ich denke tatsächlich etwas differenzierter über die Polizei, habe auch Freunde dort, aber das ändert nichts daran, dass es solche Probleme dort gibt und das diese mediale Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben und ziehen werden.

Das BKA ist eine wichtige, nationale Zentralstelle für Europol, Interpol, sowie der SIRENE. Durch diese Zusammenarbeit, unter anderem auch mit den Schengener Vertragsländern, sehe ich hier die Möglichkeit den Grundsatz „Prävention vor Repression“ geltend zu machen.
Der erste Teil des Abschnitts scheint mir eine weitere Fuhre von Eulen nach Athen zu sein. Die grüne Markierung will ich als positiv hervorgehoben verstanden wissen. Hier wäre also in dem Sinne nachzubessern als dass du keine Banalitäten von dir gibst.
Die enge Verzweigung von Theorie und Praxis dieses Studienganges hat mich angesprochen und freue mich nach meinem Studium auf eine verantwortungsvolle_, abwechslungsreiche Arbeit in den unterschiedlichen Bereichen des Bundeskriminalamts.
Du hast seit mehreren Sätzen nicht mehr über den Studiengang geschrieben, daher ist das Demonstrativpronomen hier verwirrend:
...des x-Studienganges...
Über eine Zusage zu einem anspruchsvollen Studienplatz in Wiesbaden/_Brühl freue ich mich sehr.
Du freust dich über die Zusage zu einem anspruchsvollen Studienplatz? :? Das klingt für meine Begriffe durch das Adjektiv äußerst komisch, was nicht heißen soll, dass das Studium nicht anspruchsvoll sei oder sein solle.

Yasmin123
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Beitrag von Yasmin123 » 21.11.2014, 20:05

Hallo TheGuide,

danke für deine ausführliche Antwort! Ich werde sie umgehend abändern.
Es ist schwierig, seine eigenen Texte zu verbessern, daher freue ich mich dass ihr euch die Mühe macht.

So im Nachhinein gefallen mir einige Abschnitte auch nicht so sonderlich gut. :wink:

[Über eine Zusage zu einem anspruchsvollen Studienplatz in Wiesbaden/_Brühl freue ich mich sehr.]

Mit welchem Satz/ Adjektiv, sollte ich diesen Teil am besten ersetzen?[/code][/quote]

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 21.11.2014, 20:12

Im Grunde genommen stehe ich auf dem Standpunkt, dass man in der Werbung Attribute für das umworbene Produkt vorbehalten sollte. In einer Bewerbung bist du das umworbene Produkt, also behältst du dir alle Attribute für dich selbst oder deine Taten vor.
Du warst eine fleißige Schülerin und hast deine Padawane erfolgreich trainiert.
Prinzip verstanden?

Yasmin123
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Re: Bewerbung zur Kriminalkommissarin beim BKA (Studium)

Beitrag von Yasmin123 » 21.11.2014, 20:15

Yasmin123 hat geschrieben:Da mich die nationale und internationale Kriminalitätsentwicklung und deren Bekämpfung schon immer interessiert hatte, habe ich mir das Ziel gesetzt die Laufbahn des Kriminalkommissars einzuschlagen. Da ich die tägliche Arbeit der Polizisten und Kriminalkommissare durch das Pressewesen verfolgen kann, ist das Ziel, Teil dieser Institution zu werden weiter gewachsen.
Den ersten Teil habe ich wie schonbesprochen herausgenommen und ersetzt:

"Da mich die nationale und internationale Kriminalitätsentwicklung und deren Bekämpfung immer mehr interessieren, habe ich mir das Ziel gesetzt die Laufbahn der Kriminalkommissarin einzuschlagen. Gerade durch die stetig wachsende Kriminalität im Medienwesen und dem internationalen Terrorismus, ist das Ziel, Teil dieser Institution zu werden weiter gewachsen."

Wie klingt das?

Yasmin123
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Beitrag von Yasmin123 » 21.11.2014, 20:16

Verstanden :D

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 21.11.2014, 20:45

Im Grunde habe ich meinen Vorrednern gar nichts hinzu zu fügen, Yasmin123... höchstens den Versuch, die Spreu noch einmal etwas grundsätzlicher vom Weizen zu trennen.

Der "Weizen" ist für mich zum einen der Karate-Absatz (der nicht nur thematisch passend ist, sondern auch sehr schön zur "allgemeinen" Argumentation und Selbst-Vorstellung genutzt wird) und das Stichwort "Prävention vor Repression", was ja auch TheGuide schon positiv hervorgehoben hatte.

Die "Spreu" ist für mich die allgemeine Hinführung zum Thema "Polizei" bzw. "Kriminalitätsbekämpfung", die sich für eine Abiturientin, die sich schon länger mit dem Thema beschäftigt, doch erstaunlich unbestimmt anhört. Anders als beim "Weizen"-Absatz bilden die Sätze hier keinen inneren Zusammenhang, der erkennbar mit Deiner Person zu tun hätte.

Was Dir weiterhin fehlt, ist ein klarer "Aufhänger"... irgendeine Startaussage, die als charakteristischer Reminder dienen kann. Mein Gefühl sagt, dass Dir ein guter auf der Zunge liegt... aber irgendwie müssen wir ihn auf's Papier bekommen... ;-)

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Beitrag von Yasmin123 » 22.11.2014, 17:56

Danke für deine Bewertung FRAGEN!

Das mit der "Kriminalitätsbekämpfung" stimmt, dass da nichts ordentliches bei mir rüber kommt. Ich finde tatsächlich das Thema schon seit längerem interessant und habe mich durch die gesamte Website des BKA durchgewühlt (zum Teil zusammengefasst), doch tue ich mir schwer daran meinen Wunsch (weshalb und warum) ordentlich auf das Papier zu bringen, ohne das es überheben und utopisch klingt. Es gibt so vieles was mir daran gefällt, zum einen auch, dass man nach dem Studium in eine von sieben Abteilungen untergebracht wird (Organisierte und Schwere Kriminalität, Kriminaltechnisches Institut, ...). Zudem kann man später als Verbindungsbeamter arbeiten, wo man enger mit internationalen Einrichtung auf der ganzen Welt Kontakt hält.

Schwierig ;-)

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 22.11.2014, 20:32

Hmmmm... vielleicht hilft es für den ersten Schritt ja, die Frage zu vereinfachen, Yasmin: Warum willst Du POLIZISTIN werden?

Ich weiss, dass Du nicht mit der roten Kelle auf der Kreuzung stehen willst... es geht mir nur darum, die inhaltliche Richtung ins Spiel zu bekommen. Der Haken bislang ist nämlich, dass alles, was Du bislang äusserst, für ebendiese RICHTUNG völlig unspezifisch ist:
Yasmin123 hat geschrieben:Es gibt so vieles was mir daran gefällt, zum einen auch, dass man nach dem Studium in eine von sieben Abteilungen untergebracht wird (Organisierte und Schwere Kriminalität, Kriminaltechnisches Institut, ...). Zudem kann man später als Verbindungsbeamter arbeiten, wo man enger mit internationalen Einrichtung auf der ganzen Welt Kontakt hält.
Verschiedene Abteilungen gibt es in JEDEM Unternehmen ab einer gewissen Grösse... und bei sehr vielen davon auch weitaus mehr als (nur) sieben. Dasselbe gilt für internationale Kontakte. Auch das ist fast ausschließlich eine Frage der Unternehmensgrösse. Um DIESE beiden Kriterien zu erfüllen, könntest Du also auch Sekretärin *irgendwo* werden. Nenn doch mal einen Aspekt Deines Wunschberufs, den Du als Sekretärin NICHT erreichen könntest... ;-)

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Beitrag von Yasmin123 » 23.11.2014, 09:42

Das "Warum" ist schwierig.
Ich habe Bekannte in der Polizei, durch die ich auf die Ausbildungsmöglichkeiten aufmerksam gemacht wurde. Aber auch gewarnt wurde, dass dieser Beruf gefährlich ist, besonders für "zarte Mädchen". Besonders in der Umgebung in der ich wohne gibt es fast jede Woche irgendeinen Vorfall. Gewisse Menschen zeigen keinen Respekt vor ihrem Gegenüber oder auch der Polizei. In vielen Einsätzen werden sie angepöbelt und beleidigt. Doch gerade dieser Umstand, dass es heute nicht mehr leicht ist und manche Leute keinen Respekt mehr vor der Polizei haben, spornt mich an diesen Job zu machen. Die Menschen sollen erkennen, dass die Polizei immer an ihrer Seite ist und ihnen vertrauen kann. Er ist gefährlich, aber spannend. Auch die damit verbundene Schreibtischarbeit, jeden Vorfall akribisch zu Papier zu bringen. Ich arbeite gerne in einem guten Team zusammen, mit dem man über die laufenden Fälle diskutieren und beraten kann. Auch würde ich gerne in Schulen Vorträge bezüglich der Prävention von Straftaten geben. Das kann man nur als Polizist, denn da nehmen dich die Kinder ernst. Gerade dort sollte man anfangen...

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Beitrag von Yasmin123 » 23.11.2014, 09:44

Ich habe hier leider kein WLAN, weshalb ich hier wieder erst am Mo antworten kann. Tut mir leid :-/

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 23.11.2014, 11:06

Yasmin123 hat geschrieben:Das "Warum" ist schwierig.
Das ist es, glaube ich, für fast jeden, der sich irgendwo bewirbt. Aber genau DA liegt der Hase im Pfeffer. Fast immer ist es exakt DIESER Punkt, der eine gute von einer schlechten Bewerbung unterscheidet. Von daher kann ich Dir nur empfehlen, hier am Ball zu bleiben... und die Bewerbung nicht zu versenden, bevor Du diesen Punkt für Dich selbst wirklich komplett durchdrungen hast. Wenn Dir der Aufwand übertrieben vorkommt: Du musst bedenken, dass genau dieses Thema in gerade diesem Beruf ein ganz besonders entscheidendes Thema in einem eventuellenn Vorstellungsgespräch sein wird... und zweitens, dass es natürlich auch Dir selbst hilft, Dich auf Deinem Weg zu vergewissern. Ganz unabhängig vom "Genommenwerden" ist es für Dich quasi die letzte Chance zur abbruchsfreien Richtungskorrektur.
Yasmin123 hat geschrieben:Ich habe Bekannte in der Polizei, durch die ich auf die Ausbildungsmöglichkeiten aufmerksam gemacht wurde.
Das klingt schon deutlich interessanter als alles bisherige... und wäre möglicherweise schon an sich ein weiterer Punkt für Dein Anschreiben! Wobei die eigentliche Frage ist, was Deine Bekannten denn an POSITIVEM erzählt haben... und was davon in welcher Weise mit Deiner Person korrespondiert! Bisher schreibst Du ja hauptsächlich, dass Du Dich (auch) den Schattenseiten gewachsen fühlst. Das ist zwar ebenfalls wichtig... aber naturgemäss erst der ZWEITE Schritt. Der ERSTE ist die Frage, wo in Deinen Augen gewissermaßen die Sonne ist, für die Du den Schatten in Kauf nehmen würdest... ;-)

Die Sache mit der Schule geht zwar schon in diese Richtung... dürfte in Deinem Gesamtpensum beim BKA später allerdings einen ziemlich kleinen Anteil haben. Bzw. noch einmal anders herum: Wenn die (im weitesten Sinne pädagogische) Arbeit mit den Kindern der entscheidende Anreiz für Dich wäre, gäbe es sicher Berufe, bei denen deren Anteil größer ist...

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Beitrag von Yasmin123 » 24.11.2014, 17:45

Danke für eure Hilfe! Ich werde mich die nächsten Tage hinsetzen und mich genauer über die einzelnen Tätigkeitsfelder des BKA informieren. Vielleicht bekomme ich auch die Chance auf einen Praktikumsplatz dort in einer Abteilung. Das würde mir sehr helfen.
Habe noch etwas Zeit sie zu verfassen! ;-)

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Beitrag von FRAGEN » 24.11.2014, 21:53

Yasmin123 hat geschrieben:Vielleicht bekomme ich auch die Chance auf einen Praktikumsplatz dort in einer Abteilung.
Das würde natürlich alles ändern! Wenn Du das Praktikum gemacht hättest, könntest Du direkt aus diesem heraus argumentieren. Dann hättest Du Deinen perfekten Aufhänger, hättest die Frage nach dem "Warum?" quasi übersprungen... und könntest last but not least Berge von Details anbringen, die Aussenstehende nicht wissen können...

kathlann
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Kriminalkommissarin Bewerbung im gehobenen Kriminaldienst

Beitrag von kathlann » 28.11.2018, 12:39

Hallo liebe Community,

für jede noch so kleine Hilfe bezüglich meines Anschreibens wäre ich dankbar. Besonders bei den Formulierungen bin ich mir nicht so sicher und das Ende ist so abgehakt, jemand Ideen oder Anregungen?

Vielen Dank schon mal!

Lieben Gruß
kathlann

"Bewerbung um ein duales Studium zur Kriminalkommissarin


Sehr geehrte Damen und Herren,

schon während meiner Ausbildung zur Justizfachwirtin hat mich die Strafabteilung von allen Abteilungen am meisten interessiert. Voller Neugierde habe ich die Paragraphen der Strafprozessordnung und des Strafgesetzbuches gelernt, etliche Strafakten gewälzt und dabei die Ermittlungsarbeit der Polizei bewundert.

Meine erste Station nach der Ausbildung wurde zu meiner Freude die Strafabteilung des Landgerichts in xy. Zu meinen Aufgaben gehörte dort unter anderem die Datenpflege, die Verwaltung der Gerichtsakten, Fristenberechnung sowie die Protokollführung bei Hauptverhandlungen. Letzteres konfrontierte mich des Öfteren mit schwerwiegenden Straftaten, die emotionale Belastbarkeit sowie Empathie- und Einfühlungsvermögen gegenüber den Beteiligten erforderte.

Auch den körperlichen Anforderungen der Polizei fühle ich mich gewachsen. Hochmotiviert betreibe ich Thaiboxen und arbeite während des Trainings an meiner Reaktionsfähigkeit, Kondition und präzisen Techniken. Durch das Thaiboxen fühle ich mich selbstsicherer und weiß mich im Notfall zu verteidigen. Des Weiteren arbeite ich mit Hilfe von Cardioeinheiten und funktionellen Ganzkörperübungen an meiner Ausdauer und (Schnell-)Kraft.

Auf eine Einladung zum Einstellungstest, um meine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen, freue ich mich sehr.

Mit freundlichem Gruß

Name xy

Anlagen"

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 28.11.2018, 15:21

kathlann hat geschrieben:schon während meiner Ausbildung zur Justizfachwirtin
Das ist ja eher vergangenheitsorientiert. Willst du nicht eher zukunftsorientiert argumentieren?
hat mich die Strafabteilung von allen Abteilungen am meisten interessiert. Voller Neugierde habe ich die Paragraphen der Strafprozessordnung und des Strafgesetzbuches gelernt, etliche Strafakten gewälzt und dabei die Ermittlungsarbeit der Polizei bewundert.
Jemanden zu bewundern, ist an sich keine Leistung.
Meine erste Station nach der Ausbildung wurde zu meiner Freude die Strafabteilung des Landgerichts in xy.

Lebenslaufnacherzählung und keinerlei Aktivität deinerseits. So als hättest du selbst nichts dazu getan.
Zu meinen Aufgaben gehörte dort unter anderem die Datenpflege, die Verwaltung der Gerichtsakten, Fristenberechnung sowie die Protokollführung bei Hauptverhandlungen.
Warum ist das hier wichtig? Du argumentierst doch, um Kommissarin zu werden.
Letzteres konfrontierte mich des Öfteren mit schwerwiegenden Straftaten, die emotionale Belastbarkeit sowie Empathie- und Einfühlungsvermögen gegenüber den Beteiligten erforderte.
Du kommst in diesem Satz nur passiv vor. Der größte Teil des Satzes ist eine eher allgemeine Feststellung.
Auch den körperlichen Anforderungen der Polizei fühle ich mich gewachsen.
Worauf basiert dieses Gefühl?
Hochsubjektiv!
Hochmotiviert betreibe ich Thaiboxen und arbeite während des Trainings an meiner Reaktionsfähigkeit, Kondition und präzisen Techniken. Durch das Thaiboxen fühle ich mich selbstsicherer und weiß mich im Notfall zu verteidigen. Des Weiteren arbeite ich mit Hilfe von Cardioeinheiten und funktionellen Ganzkörperübungen an meiner Ausdauer und (Schnell-)Kraft.
Ich gewinne beim Thaiboxen an Selbstsicherheit und weiß...

kathlann
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Beitrag von kathlann » 28.11.2018, 16:05

Vielen Dank erst einmal für die Antwort!

Bei dem ersten Absatz wüsste ich nicht, wie ich es ändern sollte, da der Absatz für mich persönlich nur erklären soll, wie ich zu dem Entschluss gekommen bin mich dort zu bewerben. Sonst beruft man sich ja auf Stellenausschreibungen etc aber bei der Polizei ist das ja nicht notwendig bzw. kennt ja jeder den Job..

Meine erste Station nach der Ausbildung wurde zu meiner Freude die Strafabteilung des Landgerichts in xy.

Lebenslaufnacherzählung und keinerlei Aktivität deinerseits. So als hättest du selbst nichts dazu getan.
Änderungsvorschlag:

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung zur Justizfachwirtin begann ich meine Laufbahn in der Strafabteilung des Landgerichts in xy.

Als Hintergrund sollte ich wohl noch erwähnen, dass ich mir nicht aussuchen konnte in welche Abteilung ich komme. Eine Bewerbung war auch nicht notwendig, deshalb steckt da tatsächlich keine "Eigenarbeit" mit drin.
Zu meinen Aufgaben gehörte dort unter anderem die Datenpflege, die Verwaltung der Gerichtsakten, Fristenberechnung sowie die Protokollführung bei Hauptverhandlungen.

Warum ist das hier wichtig? Du argumentierst doch, um Kommissarin zu werden.
Stimmt, allerdings sind das Aufgaben die man teilweise oder ähnlich auch als Polizist ausübt. Statt Protokollführung z. B. Berichte schreiben. Ich dachte mir, dass man so meine "Vorkenntnisse" in den Bereichen quasi mit einfließen lassen könnte.
Auch den körperlichen Anforderungen der Polizei fühle ich mich gewachsen.

Worauf basiert dieses Gefühl?
Hochsubjektiv!
Änderung:

Auch den körperlichen Anforderungen eines Polizisten bin ich gewachsen. (oder klingt das zu abgedroschen?)
Ich gewinne beim Thaiboxen an Selbstsicherheit und weiß...
Wie sieht es mit dieser "Regel" aus, dass man Sätze nicht mit "Ich" beginnen sollte? Sollte man das nicht so eng sehen?

kathlann
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Beitrag von kathlann » 28.11.2018, 16:14

Mein vollständiges Anschreiben lautet nun wie folgt:

Bewerbung um ein duales Studium zur Kriminalkommissarin


Sehr geehrte Damen und Herren,

schon während meiner Ausbildung zur Justizfachwirtin hat mich die Strafabteilung am meisten interessiert. Voller Neugierde habe ich die Paragraphen der Strafprozessordnung und des Strafgesetzbuches gelernt, etliche Strafakten gewälzt und dabei die Ermittlungsarbeit der Polizei bewundert.

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung zur Justizfachwirtin begann ich meine Laufbahn in der Strafabteilung des Landgerichts in xy. Zu meinen Aufgaben gehörte dort unter anderem Ansprechpartner für Bürger zu sein, die Datenpflege, die Verwaltung der Gerichtsakten, sowie die Protokollführung bei Hauptverhandlungen. Letzteres konfrontierte mich des Öfteren mit schwerwiegenden Straftaten, die emotionale Belastbarkeit sowie Empathie- und Einfühlungsvermögen gegenüber den Beteiligten erforderte.

Auch den körperlichen Anforderungen eines Polizisten bin ich gewachsen. Hochmotiviert betreibe ich Thaiboxen und arbeite während des Trainings an meiner Reaktionsfähigkeit, Kondition und präzisen Techniken. Beim Thaiboxen gewinne ich an Selbstsicherheit und weiß mich im Notfall zu verteidigen. Des Weiteren arbeite ich mit Hilfe von Cardioeinheiten und funktionellen Ganzkörperübungen an meiner Ausdauer und (Schnell-)Kraft.

Vorstehende Ausführungen haben mich sodann darin bestärkt mich bei Ihnen zu bewerben, um in den Genuss einer anspruchsvollen und fordernden Ausbildung zu kommen und gleichfalls meine eigenen Fähigkeiten mit einzubringen und weiterzuentwickeln.

(Das ist jetzt so meine Idee, um kein ganz so abgehacktes Ende zu haben)

Auf eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich sehr.


Mit freundlichem Gruß

Mir würden hier und da noch Änderungen einfallen, oder Dinge, die ich weiter ausführen könnte, allerdings passt mein Schreiben gerade so noch auf eine Seite.. Wenn dann müsste ich eher was kürzen aber erscheint mir alles wichtig

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 28.11.2018, 22:00

kathlann hat geschrieben:Bei dem ersten Absatz wüsste ich nicht, wie ich es ändern sollte, da der Absatz für mich persönlich nur erklären soll, wie ich zu dem Entschluss gekommen bin mich dort zu bewerben. Sonst beruft man sich ja auf Stellenausschreibungen etc aber bei der Polizei ist das ja nicht notwendig bzw. kennt ja jeder den Job.
Du hast dir ja auch nicht mal eine Stunde Zeit genommen, deinen Hirnschmalz in Bewegung zu setzen. Auf meine Kritik gehst du interessanterweise gar nicht ein.
Meine erste Station nach der Ausbildung wurde zu meiner Freude die Strafabteilung des Landgerichts in xy.

Lebenslaufnacherzählung und keinerlei Aktivität deinerseits. So als hättest du selbst nichts dazu getan.
Änderungsvorschlag:

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung zur Justizfachwirtin begann ich meine Laufbahn in der Strafabteilung des Landgerichts in xy.
Das ist immer noch Lebenslaufnacherzählung.

Als Hintergrund sollte ich wohl noch erwähnen, dass ich mir nicht aussuchen konnte in welche Abteilung ich komme. Eine Bewerbung war auch nicht notwendig, deshalb steckt da tatsächlich keine "Eigenarbeit" mit drin.
Trotzdem kannst du dich grundsätzlich so ausdrücken, dass du dich immer aktiv positionierst. Bewerbungen sind Psychologie. Es geht darum, WIE du dich präsentierst.
Zu meinen Aufgaben gehörte dort unter anderem die Datenpflege, die Verwaltung der Gerichtsakten, Fristenberechnung sowie die Protokollführung bei Hauptverhandlungen.

Warum ist das hier wichtig? Du argumentierst doch, um Kommissarin zu werden.
Stimmt, allerdings sind das Aufgaben die man teilweise oder ähnlich auch als Polizist ausübt. Statt Protokollführung z. B. Berichte schreiben. Ich dachte mir, dass man so meine "Vorkenntnisse" in den Bereichen quasi mit einfließen lassen könnte.
Das ist legitim, aber der Transfer fehlt.
Wie sieht es mit dieser "Regel" aus, dass man Sätze nicht mit "Ich" beginnen sollte? Sollte man das nicht so eng sehen?
Guter Punkt. Ich denke: Wenn ein Satz, der nicht am Anfang enes Absatzes steht, mit ich beginnt und der Satz dafür sinnvoll ist, dann ist das eine lässliche "Sünde".

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