Bewerbungsfoto mit (langem) Bart bzw. Vollbart oder ohne bewerben?

Hier wird über die Größe, die Farbe, die Anzahl, die ausgewählte Kleidung, die Mimik, die Befestigung und die richtige Platzwahl für Bewerbungsfotos und Passbilder bei einer Bewerbung diskutiert.
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T_Phage
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Bewerbungsfoto mit (langem) Bart bzw. Vollbart oder ohne bewerben?

Beitrag von T_Phage » 17.10.2012, 15:49

Hallo zusammen,

ich brauche Hilfe bei der Position meines Bartes. Es ist ei langer goatee und zu einem Zopf geflochten. Meine Frage ist jetzt wohin damit bei den Bewerbungsbildern? Eher hinter die Krawatte ins Hemd stecken oder doch lieber draußen lassen?
Sollte ich ihn versuchen so gut es geht zu verstecken oder geradeheraus zeigen?

vielen Dank für eure Hilfe.

Romanum
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Beitrag von Romanum » 17.10.2012, 17:44

Warum willst du den Bart verstecken? Ich wüsste nicht was das bringen soll.

T_Phage
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Beitrag von T_Phage » 18.10.2012, 18:09

Ich habe Angst davor, dass ein Chef, der mich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen hat, Anstoß daran nimmt.
Ähnlich ist es als würde jemand mit einer Dreadlock erscheinen.

Grundsätzlich sollte die Frisur nicht ausschlaggebend sein aber viele, konservative Chefs reagieren bei solchem "Hippietum" sehr verschnupft. Und ich weiß nicht ob ich den Bart verstecken soll, obwohl jeder ihn sehen kann und jeder erkennt den kläglichen Versuch ihn zu verstecken oder soll ich selbstbewusst mich so zeigen wie ich bin.

Das ist meine Frage. Und bisher habe ich schon beide Antworten gehört und möchte wirklich einmal Leute fragen die sich damit auskennen.

Vielen Dank

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 20.10.2012, 09:24

T_Phage hat geschrieben:Und ich weiß nicht ob ich den Bart verstecken soll, obwohl jeder ihn sehen kann und jeder erkennt den kläglichen Versuch ihn zu verstecken oder soll ich selbstbewusst mich so zeigen wie ich bin.
Ich würde sagen: Zeig Dich wie Du bist - und arbeite bei dem, der das schätzt! Verbiegungen sind m. E. für beide Seiten gleich ungesund... was mich zu einer ganz anderen Frage führt: Was zieht Dich als "unkonservativen" Menschen denn eigentlich in "konservative" Umfelder?

T_Phage
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Beitrag von T_Phage » 21.10.2012, 19:15

Ich bin Student und Firmen sind leider heute immer noch recht konservativ eingestellt. Und wenn ich mich bei einem Unternehmen bewerbe, sollte ich doch den bestmöglichen Eindruck machen.

Ich danke Euch für eure Meinungen.

Das Thema kann geschlossen werden.

Romanum
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Beitrag von Romanum » 22.10.2012, 13:40

Spätestens im Vorstellungsgespräch sieht man diesen Bart doch sowieso. :?:

Vielleicht hast du auch mehr Vorurteile über Konservative, als Konservative über dich und deinen Bart.

marina90
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Beitrag von marina90 » 30.10.2012, 14:18

Hey tphage,
also erstmal: dein Bart klingt cool ;)
Ich würde ihn auf jeden Fall zeigen, spätestens beim Bewerbungsgespräch wird man ihn sehen.
Und wenn dein zukünftiger Chef den nicht akzeptabel findet- dann solltest du darüber nachdenken, ob du echt in so eine verstaubte Firma möchtest!

Henrick
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Mal wieder das leidige Bartthema

Beitrag von Henrick » 03.09.2014, 00:59

Einen schönen guten Abend und Hallo (erster Beitrag),

ich hab mir da ein schönes kleines Problemchen produziert:

Ich habe angenehmerweise eine Einladung zu einem Jobinterview bekommen. Soweit so schön.

Beworben habe ich mich mit einem relativ neuem Foto - ca. sechs Monate alt, auch von einem professionellen Fotografen für teuer Geld machen lassen. Also, die Fotos machen schon was her.

Zum Zeitpunkt der Fotoerstellung war ich "blankhäutig" im Gesicht. Vor vier Wochen begann ich, mir einen Bart wachsen zu lassen - ein mehrwöchiger Urlaub war willkommener Anlass.

Jetzt stehe ich vor dem Problem, lass ich ihn zum Interview dran oder soll er runter?
Es gilt ja die Faustregel, dass das Erscheinungsbild zwischen Foto und Interview keine gravierenden Abweichungen haben soll (wie z.B. Haarfarbe).

Ich würde den Bart allerdings gerne behalten. Es ist auch nicht so ein Salafisten-Wildwuchs, der ist schon ordentlich gepflegt (Hals frei, Ränder sauber anrasiert, Oberlippe sieht noch Tageslicht). Und ich finde. er gibt mir eine sonore Ausstrahlung. Die zu besetzende Stelle ist in der Buchhaltung eines international tätigen Wirtschaftsunternehmens (Produktion und Vertrieb).

Und er gefällt mir halt einfach.
Bei meiner jetzigen Arbeitsstelle käme ich mir blöd vor, plötzlich wieder "blank" anzutanzen und wieder einen Bart wachsen zu lassen - oder bis zum nächsten Jahresurlaub zu warten.

Was wären eure Gedanken als Personaler, wenn der Bewerber plötzlich mit einem - gepflegten - Bart auftaucht, obwohl er auf dem Bewerbungsfoto glatt war?

Bart ab oder dranlassen?


Vielen Dank für eure Meinungen im voraus!

Frau A.
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Beitrag von Frau A. » 03.09.2014, 08:04

Wenn der Bart dir so wichtig ist, lass ihn dran.

Allerdings weißt du selber, dass der Unterschied zum Foto riesig ist und sich die Personaler schon fragen, wer auf einmal da gegenüber sitzt ... Ein bissl Ähnlichkeit sollte schon vorhanden sein, m.M.

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FRAGEN
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Re: Mal wieder das leidige Bartthema

Beitrag von FRAGEN » 06.09.2014, 11:48

Henrick hat geschrieben:Es ist auch nicht so ein Salafisten-Wildwuchs
Schön gesagt... ;-)
Henrick hat geschrieben:er gibt mir eine sonore Ausstrahlung. Die zu besetzende Stelle ist in der Buchhaltung
Das war die Stelle, die mich jetzt spontan irritiert hatte. Du kennst die Buchhalter-Szene natürlich besser als ich... aber ist die tatsächlich von "sonoren" Typen geprägt? Zumindest der Klischee-Buchhalter tritt in der Regel doch nicht besonders kernig auf, oder?
Henrick hat geschrieben:Und er gefällt mir halt einfach
Am Ende des Tages ist das das entscheidende Argument in meinen Augen. Wenn das Gefühl für Dich damit im Ganzen so signifikant besser ist... dann wird es auf lange Sicht schon besser sein... auch wenn der Job sich zwischendurch ändern sollte... ;-)

cuxhavener21
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Beitrag von cuxhavener21 » 12.09.2014, 15:43

du solltest dich so präsentieren, wie du dich am wohlsten fühlst. wenn du auch bei der arbeit den bart tragen willst, dann präsentier dich auch so zum vorstellungsgespräch. im zweifel kann der chef immer noch fragen, ob der bart noch abkommt oder nicht

we80
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Als Bartträger ein Foto ohne Bart versenden?

Beitrag von we80 » 05.01.2015, 20:04

Hallo,

seit ca. 1.5 Jahren trage einen geflegten kurzen Vollbart und möchte mich nun auf einen Minjob im Büro bewerben (Telefondienst, Statistiken erstellen, einfache Büro- und Verwaltungstätigkeiten usw.)

Jetzt habe ich aber nur ältere Fotos auf denen ich glatt rasiert bin.

Kann ich diese trotzdem verwenden ?

Job-Helfer
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Beitrag von Job-Helfer » 06.01.2015, 07:09

Natürlich kannst du das auch verwenden. Wir bekommen täglich so viele Bewerbungen und Fotos die dann überhaupt nichts mehr mit der Realität zu tun haben... :-)

Ein Bewerbungsfoto soll einen ersten Eindruck vermitteln, nicht mehr und auch nicht weniger.

Romanum
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Beitrag von Romanum » 06.01.2015, 15:39

we80 hat geschrieben:Kann ich diese trotzdem verwenden ?

Was willst du denn überhaupt mit einem Bewerbungsfoto erreichen?

Schicke doch einfach kein Bewerbungsfoto mit, dann gibt es auch keine Überraschungen.

we80
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Beitrag von we80 » 06.01.2015, 16:36

Hab heut früh einfach mal das alte versendet.

Wenn man mich einläd und man sagt der Bart passt nicht zu Firmenimage landet er halt im Waschbecken :)

Lennardo
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Beitrag von Lennardo » 07.01.2015, 10:12

Der Bart oder der Job? :)

we80
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Beitrag von we80 » 07.01.2015, 12:23

Lennardo hat geschrieben:Der Bart oder der Job? :)
Ein Job ist mir wichtiger als ein paar Haare ;)

SPSIngenieur
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Bewerbungfoto mit langem Bart oder ohne Bild bewerben?

Beitrag von SPSIngenieur » 06.07.2016, 16:17

Hallo alle zusammen,

ich bin Deutscher mit Migrationshintergrund. Ich trage einen langen Bart. Auf der Straße wurde ich auch schon als Salafist oder sonstiges bezeichnet. Bis jetzt habe ich immer ein Bild in meinem Lebenslauf eingefügt gehabt.Macht es vielleicht Sinn das Foto weg zu lassen? Ich bin sowieso nicht wirklich fotogen.

Wenn ich zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen werde, dann verblassen die Vorurteile sehr schnell, weil ich akzentfrei deutsch spreche und auch sonst hoffentlich positiv in Erscheinung trete.

Was denkt ihr, oder ist eine Bewerbung ohne Foto direkt ein Grund für eine Absage?
Zuletzt geändert von SPSIngenieur am 21.07.2016, 15:18, insgesamt 1-mal geändert.

BlackDiamond
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Re: Bewerbungfoto mit langem Bart oder ohne Bild bewerben?

Beitrag von BlackDiamond » 06.07.2016, 21:45

Das kann man so allgemein nicht sagen. Das kommt ganz auf das Unternehmen an und vor allem, auf den Job, für den du dich bewirbst. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, hast du auch Kundenkontakt, weil du nach erfolgter Programmierung zum Kunden reist oder verwechsele ich da was? Bei Kundenkontakt ist ein Aussehen wie ein Salafist nun nicht gerade ein Vorteil, um es mal ganz vorsichtig zu formulieren. Du schmälerst damit deine Aussichten spätestens ab dem Punkt, an dem man dich im Rahmen der Bewerbung zum ersten Mal sieht. Dir muss ja klar sein, dass ein "Salafisten-Bart" immer ein erheblicher Nachteil ist, akzentfreies Deutsch hin oder her. Ist er dir so wichtig?

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 07.07.2016, 09:20

Leider ist es so, dass man alle Bewerber auch nach Äußerlichkeiten beurteilt. Ich bin immer schon 'froh', wenn ich nur durch die Papierbewerbung trotz meines Nachnamens in die engere Wahl komme...

Ein Betrieb, der Vorbehalte hat, wird Dich schon aufgrund Deines Namens 'aussortieren' - ohne Foto wäre für mich persönlich ein Ausschlusskriterium. Und im Kundenkontakt würde ich mir das mit dem langen Bart wirklich überlegen, vielleicht täte es ja auch ein kürzerer Schnitt?

Andererseits: willst Du in einem Unternehmen arbeiten, dass Schwierigkeiten mit Deinem Lifestyle / Deiner Attitüde / Deiner Lebensphilosophie hat?

BlackDiamond
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Beitrag von BlackDiamond » 21.07.2016, 10:23

Hallo SPS Ingenieur, darauf kam jetzt nichts mehr von dir. Wie wirst du es denn jetzt handhaben?

SPSIngenieur
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Beitrag von SPSIngenieur » 21.07.2016, 15:14

Hallo,

sorry für die späte Antwort.

Ich habe mich entschieden mein Bild einzufügen. Mal schauen was sich bei den nächsten Bewerbungen so ergibt. Mein Äußeres ändere ich für einen Arbeitgeber nicht.

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