brauche dringend Rat zu Arbeitszeugnis bei Kuendigung

Fragen zu Zeugnissen und Nachweisen: Müssen alle bisherigen Zeugnisse mitgeschickt werden? Welche Nachweise sind wichtig? Wie müssen die Zeugnisse geordnet werden?
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undsiebewegtsichdoch234
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brauche dringend Rat zu Arbeitszeugnis bei Kuendigung

Beitrag von undsiebewegtsichdoch234 » 29.09.2017, 12:20

Folgende Frage, da es leider eilt:

mir wurde nach ca 5 Monaten betriebsbedingt gekündigt (man kann mich nicht übernehmen). Da die Kündigung noch in der Probezeit liegt ist die Frist entsprechend kurz, und ich bin ab dem 1.11. nicht mehr angestellt.

Nun stellt sich die Frage, ob dies bereits im Zwischenzeugnis erwähnt werden soll? (Im späteren Abschlusszeugnis wird es natürlich drin stehen müssen, darum geht es hier aber nicht).

Der Grund, warum ich frage:

ich muss bei meiner Bewerbung ja wahrheitsgemäße Angaben machen. U.a. fragt im Grunde jeder Arbeitgeber, der eine Stelle ausschreibt, nach dem möglichen Eintrittstermin des Bewerbers. Da gebe ich dann logischerweise den 01.11. an, weil ich ab diesem Datum nicht mehr beschäftigt bin. Daraus, so denke ich, wird für jeden Personalreferenten, der die Bwerbung liest, sofort ersichtlich, dass schon gekündigt wurde. Insofern muss ich doch direkt angeben, warum ich schon ab dem 1.11. zur Verfügung stehe. Allerspätestens im Vorstellungsgespräch.

Wenn ich diesen Sachverhalt warum ich gekündigt wurde nun einfach im Gespräch erkläre, dann muss ich ja darauf hoffen, dass der Personalreferent mir das glaubt. Schließlich habe ich keinen Nachweis o.ä. darüber, aus welchem Grund tatsächlich gekündigt wurde, und von wem, etc.

Daher frage ich mich, ob es sinnvoll ist, dass mein aktueller Arbeitgeber die Kündigung und den Grund im Arbeitszeugnis vermerkt, damit sich diese Angaben zu den Angaben aus meiner Bewerbung/Vorstellungsgespräch decken! So wäre es für alle Seiten klar ersichtlich und ich müsste nicht Sorge haben, dass ein potentieller Arbeitgeber misstrauisch wird, wenn ich mich nach 5-6 Monaten Anstellung wieder auf Arbeitssuche begebe. Insbesondere auch wegen der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Angabe des möglichen Eintrittstermins.

Oder sollte man dieses Thema im Zeugnis gar nicht erwähnen?

Danke und Grüße

Jameson
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Re: brauche dringend Rat zu Arbeitszeugnis bei Kuendigung

Beitrag von Jameson » 30.09.2017, 11:27

undsiebewegtsichdoch234 hat geschrieben:Folgende Frage, da es leider eilt:

mir wurde nach ca 5 Monaten betriebsbedingt gekündigt (man kann mich nicht übernehmen). Da die Kündigung noch in der Probezeit liegt ist die Frist entsprechend kurz, und ich bin ab dem 1.11. nicht mehr angestellt.

Nun stellt sich die Frage, ob dies bereits im Zwischenzeugnis erwähnt werden soll? (Im späteren Abschlusszeugnis wird es natürlich drin stehen müssen, darum geht es hier aber nicht).
Diese Frage stellt sich nicht, denn aus welchem Grund außer dem dass du das Unternehmen bereits wieder verlässt sollte dir schon nach 5 Monaten ein Zwischenzeugnis ausgestellt werden? Wenn dieser Umstand für dich unschädlich darin begründet wird ist das natürlich von Vorteil.

undsiebewegtsichdoch234
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Beitrag von undsiebewegtsichdoch234 » 01.10.2017, 11:48

Danke.

Ich habe diese Frage hier gestellt, weil der Personaler vorgeschlagen hat, im Zwischenzeugnis das Thema Kündigung noch nicht zu erwähnen. Ich solle dies erst in einem möglichen Vorstellungsgespräch tun... da kamen mir Zweifel auf...

undsiebewegtsichdoch234
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Beitrag von undsiebewegtsichdoch234 » 01.10.2017, 22:43

Sorry, ich habe noch eine Nachfrage zu dem Thema:

wenn man den Kündigungsgrund angibt, soll man dann auch die bekannte Verabschiedungsformulierung, oder wie das heißt, mit reinnehmen? Auch wenn das Arbeitsverhältnis noch nicht beendet ist?

Also ich meine dieses "wir bedauern das Ausscheiden sehr, ...." usw.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 02.10.2017, 22:05

Bei einem Zwischenzeugnis sinnigerweise nicht. Das Zwischenzeugnis wird ja i.d.R. nur dann ausgestellt, wenn du das ausdrücklich wünscht bzw. wenn der Abteilungsleiter o.ä. die Firma verlässt.

Jameson
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Beitrag von Jameson » 03.10.2017, 11:06

undsiebewegtsichdoch234 hat geschrieben: Ich habe diese Frage hier gestellt, weil der Personaler vorgeschlagen hat, im Zwischenzeugnis das Thema Kündigung noch nicht zu erwähnen. Ich solle dies erst in einem möglichen Vorstellungsgespräch tun... da kamen mir Zweifel auf...
Ich verstehe deine Zweifel, aber das ist Unsinn. :wink:
undsiebewegtsichdoch234 hat geschrieben: wenn man den Kündigungsgrund angibt, soll man dann auch die bekannte Verabschiedungsformulierung, oder wie das heißt, mit reinnehmen? Auch wenn das Arbeitsverhältnis noch nicht beendet ist?

Also ich meine dieses "wir bedauern das Ausscheiden sehr, ...." usw.
Grundsätzlich- auch bei einem Zwischenzeugnis gilt dass es eine adäquate Schlussformulierung enthalten sollte, falls es für eine eindeutig positive Wertung stehen soll. Diese unterscheidet sich aber naturgemäß von der Schlussformulierung eines finalen Arbeitszeugnisses. Darin kann zum Beispiel vom Dank für erbrachte Leistung und vom Wunsch nach einer weiterhin außerordentlich erfolgreichen Zusammenarbeit gesprochen werden.

In einem Fall wie dem deinen, in dem die Kündigung bereits ausgesprochen ist, würde ich im Übrigen ein Vorläufiges Zeugnisses ausstellen, das wird üblicherweise als ein Stück verbindlicher wahrgenommen.

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