Chancen auf Ausbildung nach 2 Jahren Studium

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Lockjaw
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Chancen auf Ausbildung nach 2 Jahren Studium

Beitrag von Lockjaw » 05.11.2015, 00:50

moin,

wie ihr sicherlich schon aus dem Titel entnehmen könnt, habe ich vor mein Studium abzubrechen. Ich merke, dass ich in meinem Informatik Studium nicht wirklich vorran komme, weshalb ich nun beschlossen habe, alles auf eine Karte zu setzen in diesem Semster. Falls ich nicht alle Module bestehen sollte, die ich momentan belege, werde ich mit dem Studium aufhören. Doch frage ich mich, wie die Chancen auf eine Ausbildung für mich sind. Meine Bedenken resultieren zum einen aus meinem Alter und zum anderen aus meinem letzen Schulabschluss.

Ich bin mitlerweile 23 Jahre alt. Wenn ich bedenkte, dass viele schon mit 16-18 Jahren ne Ausbildung suchen, bin ich ja schon recht "alt" als Bewerber auf dem Markt. Man muss ja schließlich auch bedenken, dass ich 27 Jahre alt bin, wenn ich zur kommenden Ausbildungszeit anfange und nach 3 Jahren fertig sind. Andere wären dann erst in dem Alter, in dem ich jetzt bin.... :?
Dazu kommt noch, dass ich mein Abi mit 3,5 abgeschlossen habe, was man nicht gerade als gut bezeichnen kann. Mein Abitur habe ich eigentlich nur gemacht, damit ich eine Zulassung auf Unis habe. Zudem Zeitpunkt ist es mir nie in den Sinn gekommen, dass ich möglicherweise scheitern könnte im Studium, weshalb ich mich nicht sonderlich angestrengt habe in der Schule, zumal ja Informatik in vielen Unis zulassungsfrei ist. Ist ziemlich dumm gelaufen würde ich sagen.....:?

Vor meinem Abi habe ich "Fachabi" gemacht, welches ich mit 2,9 abgeschlossen habe und die Realschule, welche ich mit 2,5 abgeschlossen habe.

Ansich macht mir der Bereich Informatik spaß, weshalb ich mir eine Ausbildung zum Fachinformatiker gut vorstellen kann. Könnte ich trotz "hohem alter" und schlechtem Abi gute Chancen haben auf eine Ausbildung, in dem ich mit meinem Studium punkte?

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TheGuide
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Re: Chancen auf Ausbildung nach 2 Jahren Studium

Beitrag von TheGuide » 05.11.2015, 07:52

Lockjaw hat geschrieben: Ich merke, dass ich in meinem Informatik Studium nicht wirklich vorran komme, weshalb ich nun beschlossen habe, alles auf eine Karte zu setzen in diesem Semster. Falls ich nicht alle Module bestehen sollte, die ich momentan belege, werde ich mit dem Studium aufhören.
Übernimm dich dabei nicht. Das hört sich nämlich fast so an, als hättest du dir dieses Semester besonders viel aufgeladen.
Doch frage ich mich, wie die Chancen auf eine Ausbildung für mich sind. Meine Bedenken resultieren zum einen aus meinem Alter und zum anderen aus meinem letzen Schulabschluss.
Auch Studienabbrecher haben (Fach)Kompetenzen, die liegen zu lassen ökonomisch unsinnig wäre. Das weiß auch die IHK, die ein Ausbildungsprogramm für Studienabbrecher aufgelegt hat.

kaRoseLin
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Re: Chancen auf Ausbildung nach 2 Jahren Studium

Beitrag von kaRoseLin » 05.11.2015, 12:34

Hallo Lockjaw,
ich bin zwar fachfremd (habe Heilpädagogik studiert) aber möchte trotzdem meinen Senf dazu geben, da mir die Angst zu alt zu sein hier bei vielen Forumsmitgliedern schon begegnet ist.

Ich finde es schrecklich, dass sich Menschen, die erst in den Zwanzigern sind gegenüber anderen im Nachteil sehen. Du musst doch mal bedenken, dass du schon mehr LEBENSERFAHRUNG vorweisen kannst als 16 oder 18jährige !!!!!!!!!!

Und da gebe ich TheGuide auch vollkommen recht: Du hast in deinem Informatikstudium doch bereits Wissen angehäuft, dass dir bestimmt in einer Ausbildung Vorteile verschafft. Nur weil du Prüfungen nicht bestanden hast, heißt es doch nicht, dass du nichts gelernt hast. Solltest du dich um einen Ausbildungsplatz bewerben, dann betrachte das Informatikstudium (ob abgebrochen oder nicht) in jedem Fall als ein "As im Ärmel".

vG kaRoseLin :)

Romanum
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Beitrag von Romanum » 05.11.2015, 21:44

Chancen hat man immer. Wie schlecht oder gut die sind, hängt von eine Vielzahl von Faktoren ab; einer der Faktoren bist DU. Zu alt bist du jedenfalls noch längst nicht. :)

Ich frage mich allerdings gerade, was denn die Konsequenz für dich wäre, wenn man dir sagen würde, dass du zu alt für eine Ausbildung wärst. Würdest du dann das Studium durchziehen?

nordlaender
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Re: Chancen auf Ausbildung nach 2 Jahren Studium

Beitrag von nordlaender » 06.11.2015, 12:12

Lockjaw hat geschrieben:Ansich macht mir der Bereich Informatik spaß, weshalb ich mir eine Ausbildung zum Fachinformatiker gut vorstellen kann. Könnte ich trotz "hohem alter" und schlechtem Abi gute Chancen haben auf eine Ausbildung, in dem ich mit meinem Studium punkte?
Wenn ich diesen Satz lese, sehe ich, du hast doch den richtigen Bereich gewählt. Wenn ich das vorangegangene lese kommt es mir eher vor als wenn du einwenig UNI Frust hast und dir das Ganze nicht praxisgerecht ist.

Vielleicht leigt dein Weg nicht in einer Ausbildung sondern darin deine Studienausrichtung anzupassen.

Eine Möglichkeit wäre der Wechsel von der eher theorielastigen UNI zur Fachhochschule. Vielleicht noch in einen anderen artverwandten Studiengang. Geh doch mal zur Studuienberatung und analysiere deine Probleme vorher selbst.
Der Vorteil wäre, dass deine bisherigen Studienleistungen ggf. größtenteils anerkannt würden und du so kaum echte Verluste hättest.

Für die späteren Bewerbungen hättest du für einen Wechsel Uni / FH und einen praxixgerechteren Studiengang dann auch ausreichend Begründungen, die keine Probleme bringen werden.

Für einen solchen Wechsel bist du jung genug, dass du keinen duerhaften Schden für dich anrichtest.

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FRAGEN
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Re: Chancen auf Ausbildung nach 2 Jahren Studium

Beitrag von FRAGEN » 07.11.2015, 10:20

TheGuide hat geschrieben:
Lockjaw hat geschrieben: Ich merke, dass ich in meinem Informatik Studium nicht wirklich vorran komme, weshalb ich nun beschlossen habe, alles auf eine Karte zu setzen in diesem Semster. Falls ich nicht alle Module bestehen sollte, die ich momentan belege, werde ich mit dem Studium aufhören.
Übernimm dich dabei nicht. Das hört sich nämlich fast so an, als hättest du dir dieses Semester besonders viel aufgeladen.
Was heisst in diesem Zusammenhang übrigens "nicht wirklich voran kommen"? In dieser Form klingt das für mich nicht nach einem Grund für irgendetwas. Worin liegt denn das genaue Problem?

Lockjaw
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Beitrag von Lockjaw » 19.11.2015, 18:22

Erst einmal vielen Dank für eure Antworten. Zeitgleich möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ich mich jetzt erst melde. Habe nicht die Zeit gefunden, mich hier zu äußern.

Vor ca. 1-2 Wochen gab es bei mir eine Veranstalltung für kommende Studierende oder auch für Studienabbrecher. Habe diese Chance ergriffen und bin dahin gegangen. U.a. habe ich dort mit jemanden aus der Fachhochschule gesprochen. Ansich hat sich alles interessant angehört (er hatte mir den Studienplan für den Bachelor gezeigt). Doch das gleiche hatte ich gesagt, bevor ich anfing an einer Uni zu studieren.

Dazu kommt noch, dass ich im schlimmsten Fall von vorne anfangen müsste, wenn meine Bewerbung für das höhere Fachsemester nicht angenommen wird, (falls ich ich mich bewerben sollte) und somit min. 3 Jahre studieren würde. Ich gehöre eher zu den Menschen, die langsam lernen, womit ich sicherlich mehr als 3 Jahre benötigen würde. Das wäre so ein Grund, wo ich sagen würde, dass ich eine Ausbildung vorziehen würde, weil ich am Ende dann schon was in der Hand hätte, falls ich im Studium scheitern sollte. Denn ich habe schon seit geraumer Zeit ein gewissen Druck, gerade weil ich noch keine Ausbildung in der Tasche habe und man nach jedem verstrichenem Jahr "unatraktiver" wird auf dem Arbeitsmarkt, was Ausbildung angeht.

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Beitrag von FRAGEN » 22.11.2015, 12:21

Hmmmm... das wären ja jetzt quasi durch die Bank Gründe, den eingeschlagenen Weg FORTZUSETZEN und schnellstmöglich zum Abschluss zu bringen... oder? Wo genau liegt denn jetzt das Problem? Ich meine, hier zumindest keine expliziten inhaltlichen Wünsche bzw. Interessen in anderweitiger Richtung herausgehört zu haben?!?

Romanum
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Beitrag von Romanum » 25.11.2015, 21:46

Ich würde vorschlagen, erst mal das "nicht vorankommen" zu analysieren. Denn so sehr sehe ich noch nicht den Sinn, was du dir von einem Fachhochschul- statt eines Uni-Studiums versprichst.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 26.11.2015, 13:27

Ohne jetzt Lockjaws tatsächliche Beweggründe zu kennen: Fachhochschulen sind doch meist verschulter als Universitäten, an denen man sehr viel mehr in Bezug auf Selbstorganisation leisten muss. An einer FH hast du meist einen vorgegebenen Stundenplan, bist in einer Kohorte (also einer Art KLassenverband), bist also gezwungen Schritt zu halten. Die Betreuung ist häufig besser (der Schlüssel) und daher die soziale Kontrolle höher.

nordlaender
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Beitrag von nordlaender » 28.11.2015, 21:41

Lockjaw hat geschrieben: Dazu kommt noch, dass ich im schlimmsten Fall von vorne anfangen müsste, wenn meine Bewerbung für das höhere Fachsemester nicht angenommen wird, (falls ich ich mich bewerben sollte) und somit min. 3 Jahre studieren würde.
Auch wenn du nicht direkt für ein höheres FAchsemester zugelassen wirst kannst du dir noch einzelne Studienleistungen anerkennen lassen. Dann fängst du halt im ersten Semester an und hast 2-3 Scheine schon in der Tasche. Das gibt dir den Freiraum Prüfungsleistungen vorzuziehen.

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