Deckblatt Mediengestalter

Einzelne Bewerbungen können sehr umfangreich werden. In dieser Rubrik wird über fakultative Elemente der Bewerbungsunterlagen diskutiert.
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Blackcan
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Deckblatt Mediengestalter

Beitrag von Blackcan » 22.09.2016, 15:03

Ich wollte auch hier nochmal von euch Feedback zu meinen Deckblatt einholen.

http://imgur.com/a/XsRF6

vielen Dank für jede Hilfe
Mit freundlichen Grüßen

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 22.09.2016, 21:25

Was soll denn die Freiheitstatue im Busch?

Ich würde auf jeden Fall was anderes anziehen, das Hemd beißt sich farblich mit dem Hintergrund. Du siehst auch nicht besonders freundlich oder dynamisch aus.

Ich bin fachfremd - aber begeistert bin ich nicht.

BlackDiamond
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Beitrag von BlackDiamond » 22.09.2016, 22:45

Sehe ich auch so. Das Foto ist nicht gut, du solltest sympathischer rüberkommen. Bei dem anderen Foto siehst du eher leicht genervt aus, das ist also auch keine wirkliche Alternative. Mit dem schwarzen Fleck, der unten eine Weltkarte, oben die Freiheitsstatue und daneben einen Baum darstellt, kann ich auch nichts anfangen. Was soll uns das sagen? Oder ist das Kunst? :D

Das ist nicht böse gemeint, bin auch fachfremd, aber das fällt mir dazu ein.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 23.09.2016, 21:39

Also, die gaaaaaaaaaaaaanz grundsätzliche Idee, eine Foto von Dir mit einer grafischen Arbeit zu verbinden, finde ich eigentlich gut. An der konkreten Ausführung stören mich allerdings zwei Dinge erheblich:

Erstens die Tatsache, dass Dein Phantasiesymbol (dieser aus verschiedenartigen Schattenrissen zusammengesetzte Klecks) keinerlei Sinn in Bezug auf Dich und/oder Dein Anliegen ergibt. Es müsste doch ein Leichtes sein, so einen Klecks aus Elementen zu erzeugen, bei denen solch ein Zusammenhang gegeben ist, oder? Denk nur mal an Deinen Nick... ;-)

Punkt 2 ist die Tatsache, dass das Foto in jeder Hinsicht so dermassen schlecht mit der Grafik harmoniert. Während die Grafik in ihrem Charakter (inhaltliche Ebene mal aussen vor) irgendwie locker, frisch und zeitgemäss aussieht, wirkt der Typ daneben... hmmm... lustlos, verschlafen und unstylisch. Wenn ich dem Look des Fotos einen Beruf zuordnen sollte, wäre das wohl eine einfache Tätigkeit in der Landwirtschaft. Das liegt definitiv nicht am Gesicht an sich - sondern an der Art und Weise, wie Du an das Foto herangegangen bist!

Du solltest beim endgültigen Foto m. E. vom Verwendungszweck ausgehen. Das hiesse dann: Ein Foto erzeugen, das in seinem Charakter mit dem Charakter der Grafik korresponiert. Dafür würde ich zunächst einmal zum Friseur gehen.... mit dem Ziel, den aktuellen Wischmop in eine grafische Form zu verwandeln. Dasselbe mit der Oberbekleiung - was m. E. kein Hexenwerk sein muss. Mit einem einfachen schwarzen T-Shirt wärst Du zu diesem Zweck schon um Klassen besser dabei. Dazu dann natürlich auch einen Blick mit einer gewissen Haltung anstelle der aktuellen "Lass-mich-in-Ruhe"-Ausstrahlung. Wenn man solch ein Bild dann via Photoshop o. ä. auf richtig harte Schwarzweiss-Kontraste bringt (und evtl. noch irgendwelche knallgrünen Akzente herein)... könnte ein echter Dialog zwischen Person und Symbolklecks entstehen, der Neugier auf den Schöpfer weckt...

Es zwingt Dich übrigens keiner, Dein Gesicht als Werbeträger zu verwenden, wenn Du das nicht willst! Nirgendwo steht geschrieben, dass ein Deckblatt ein Portrait enthalten müsste! Es wird halt oft gemacht, weil einen das der Notwendigkeit einer tatsächlichen Idee enthebt. Wenn man eine solche allerdings hat (und derartige Ideen einen wesentlichen Teil der Qualifikation darstellen)... dann kann man das konzeptionell vergleichweise bedeutungslose Gesicht natürlich problemlos weglassen! Umso wichtiger wäre dann natürlich wieder der erste Punkt - die inhaltliche Bedeutung der konkreten Grafik. Denn Mediengestaltung ist ja nicht irgendeine sinnfreie Spielerei, sondern gezielte visuelle Kommunikation, die Geld kostet und hierfür letztlich greifbaren Nutzen bringen soll...

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 26.09.2016, 08:49

Was hältst Du denn von den Arbeiten von Banksy als Inspiration? Jetzt nicht so politisch - aber der Stil - ein wenig zarter und weicher, weniger harte Kontraste, ein Augenzwinkern und etwas Selbstironie...

Ich könnte mir vorstellen, dass weniger 'krass, Alter!' einfach auch besser zu Dir passt. Du bist ja nun kein Jugendlicher mehr, Du hast Erfahrungen gemacht als Designer und eine Entwicklung durchlaufen, Geschmack entwickelt (ich stelle mir das so vor, wie wenn man lernt Oliven zu mögen ;)) ... das sollte der Personaler dann schon an Deinen Unterlagen erkennen können.

emschau
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Beitrag von emschau » 28.09.2016, 09:57

Hi Blackcan,

da Du einen Ausbildungsplatz suchst, kannst Du noch kein fertiges Know-how beweisen. Man merkt, dass Du schon öfter etwas gestaltet hast und Dir das auch Spaß macht.
Die Freistellung von Deinem Bild hast Du sehr gut gemacht.

Was Du aber mit Deinem Deckblatt beweisen könntest:
  • - Gefühl für das Thema (Dein Deckblatt hat eine Anmutung von Halloween/Friedhof)
    - Gefühl für Details (wichtig ist nicht Dein Name, sondern Dein Bewerbungsthema "Bewerbung für einen Ausbildungsplatz im Bereich Digital und Print")
    - Gute Rechtschreibkenntnisse (falsch: "Im bereich")
    - Gefühl für Raum (Anordnung der Elemente und Einteilung der Flächen)
    - Gefühl für Typographie (Schriftenwahl + Schriftenmischung)
    - Gefühl für Kreativität und Gefühl für Modernes (Farben und Harmonie)
Bastel nicht einfach drauf los, sondern mach dich schlau über bestimmte Regeln von Design und Typographie. Setze dich dann hin und entwerfe.
Mit Deinem Deckblatt kannst Du potentiellen Ausbildern beweisen, dass Du wirklich für die Themen Gestaltung, Design und Layout brennst - jetzt schon und in Deiner Ausbildung später auch noch.

LG, emschau

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