Depressionen wegen keiner Ausbildung

Fragen zu Ausbildungs- und Studiengängen, Praktikumsmöglichkeiten, Lerninhalten, Lerntipps etc.
Antworten
timbley61
Beiträge: 1
Registriert: 17.04.2019, 11:43

Depressionen wegen keiner Ausbildung

Beitrag von timbley61 » 17.04.2019, 11:56

Guten Mittag liebe User,

ich bin 19 Jahre alt bin seit 2018 auf der Suche nach einer Ausbildung derzeit besuche ich eine einjährige Berufsfachschule wo man sich orientieren soll also sozusagen ein Berufseinstiegsjahr. Meine Noten sind gut, ich habe angefangen mich zu Bewerben im 2. Halbjahr da ich mein Zeugnis dort bekam mit guten Noten. Von ca 35 Bewerbungen kam ich nur zu 8 Vorstellungsgesprächen die meistens alle scheiterten. 2 sind noch am Laufen aber eines der Betriebe schreibt mir leider keine Antwort mehr. Der andere Betrieb bietet mir eine Praktikumsstelle für eine Woche an um zu schnuppern damit sie mich besser kennen lernen. 5 Mai fängt das Praktika schon an. Trotzdem habe ich Angst und Versagensängste da mich einfach kein Betrieb annehmen möchte. Ich gebe wirklich mein bestes ich bewerbe mich überall aber dennoch immer Absagen. Ich kontaktiere auch die Firmen und möchte wissen warum ich eine Absage bekommen habe und sie vielleicht mir die Gründe auftischen könnten damit ich wenigstens weiß worauf ich bei nächsten Gesprächen achten muss. Keinerlei Antwort. Ich möchte für das nächste Jahr 100% eine Ausbildung da ich auch unter gewissen Druck stehe wegen meines Alters und wegen meiner Familie, wenn das wirklich nicht klappen sollte würde ich wirklich zu Leiharbeit tendieren. Ich brauche Hilfe. Ich bitte sie um Rat.


Zu meinen Beruflichen Unterlagen:

Mittlere Reife (3,4 Schnitt)

- 2017-2018 2 Jährig Berufskolleg nicht bestanden (im ersten Jahr sogar abgebrochen)

- 2019 (BEJ Zeugnis schnitt (1,6)

Benutzeravatar
TheGuide
Bewerbungshelfer
Beiträge: 11316
Registriert: 12.07.2013, 12:44

Re: Depressionen wegen keiner Ausbildung

Beitrag von TheGuide » 17.04.2019, 17:41

1.) Du bist noch nicht wirklich lange auf Ausbildungssuche.
2.) Ich glaube zwar manchmal, bei Leuten, die hier aufschlagen, so etwas wie eine Depression herauszulesen - seriös diganostizieren kann ich das natürlich nicht und wenn ich es könnte, sicherlich nicht aufgrund eines Schriebs im Internet - aber bei dir habe ich so gar nicht den Eindruck, dass du depressiv bist. Vielleicht bist du enttäuscht, weil du - wie im Übrigen fast alle, die voller Euphorie auf Arbeitssuche gehen und dann mit der harten Wirklichkeit konfrontiert werden - naiv genug warst, zu glauben, dass es sofort klappt. Solche (dass es sofort klappt) gibt's, aber das ist sicher nicht die Mehrheit.
3.) Du hast 35 Bewerbungen geschrieben und warst in acht Vorstellungsgesprächen. Das ist nicht "nur", das ist ein ziemlich guter Schnitt (abhängig natürlich vom Bedarf am Berufsfeld und der Region).
4.) Du schreibst, du seist in den Vorstellungsgesprächen (VGG) "gescheitert". Da ich nicht dabei war, kann ich das nicht beurteilen. Hattest du im Gespräch den Eindruck, alles geht den Bach runter, oder ist es einfach so, dass du die Stelle nicht bekommen hast?
Stell dir folgendes vor. Eine Firma schreibt eine Stelle aus. Auf die bewerben sich 100 Personen. Am Ende bleiben zwanzig übrig, die passen, das sind dem Personaler noch zu viele VGG, also werden die Kriterien angezogen, am Ende schaffen es acht Leute ins VG, von diesen acht Leuten überzeugen vielleicht sechs. Aber es ist ja nur eine Stelle ausgeschrieben! Es gibt vielleicht keinerlei objektive Kriterien mehr, warum Bewerber A die Stelle bekommt und Bewerber B nicht. Aber der Personaler musste nun mal einen Kandidaten auswählen. Aber deswegen sind Bewerber B - F doch nicht "gescheitert". Sind sind einfach bei gleicher Eignung nicht genommen worden. Das schreibt natürlich keiner. Da wird dann geschrieben, dass man sich wegen noch besserer Passung für einen anderen Kandidaten entschieden habe.
5.) Eine Firma meldet sich nicht mehr: Wie lange schon? Hast du berücksichtigt, dass Ostern ist?
6.) Solltest du tatsächlich in den Vorstellungsgesprächen scheitern, dann solltest du mal analysieren, was in den Vorstellungsgesprächen passiert ist. Wird dir etwas zu trinken angeboten: Kaffee und Wasser kannst und solltest du IMMER annehmen, kompliziertere Dinge und Alkohol NIE!
Wie reagierst du auf Fragen? Wie bist du vorbereitet? Weichst du aus? Druckst du herum? Redest du über andere? Drückst du dich positiv aus (das wäre gut) oder negativ (das wäre schlecht) - das kann man üben, sich stets positiv ausdrücken.

Antworten