-> Diskussion: Stärken und schwächen, wie reagiert ihr?

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Sharon
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-> Diskussion: Stärken und schwächen, wie reagiert ihr?

Beitrag von Sharon » 22.08.2007, 16:43

hallo,

es gibt sicherlich viele threads über stärken und schwächen hier, aber ich würd gern eure reaktionen auf diese (verhasste) Frage wissen.

Klar, wer gut vorbereitet ist hat sich schon alles zurecht gelegt, aber die nervosität kann einem da durchaus einen strich durch die rechnung machen. Das passiert mir zumindest öfters ;)

ich nutze die Gelegenheit manchmal, wenn das gespräch noch in etwas gespannteres Atmosphäre verläuft um die Situation ein wenig aufzulockern. dann nenne ich als größte schwäche Schokolade bevor ich zu den wirklichen Stärken und schwächen komme.

also, wie geht ihr mit dieser frage um?

Liebe Grüße
Sharon

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Eauvive
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Beitrag von Eauvive » 22.08.2007, 20:04

Auf gar keinen Fall, indem ich die urbärtige Schokoladennummer bringe :)

Schwächen:

- Workaholic vom Feinsten
- Verbeißen in Aufgaben
- Routineallergikerin

Interessanter Weise sind das alles Dinge, die mir in meinem Job eher gut bekommen ;)

Stärken:

- Kommunikation
- Ehrgeiz (Böse Menschen würden Größenwahn sagen)
- Flexibilität (siehe Routineallergie)

Hagen_40
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Beitrag von Hagen_40 » 22.08.2007, 21:43

Hallo, Eauvive

Du schreibst bei den Schwächen u.a. "workoholic...".
In einem moderenen Unternehmen mit einem Personalchef, der sein Handwerk versteht wärst Du damit aus der Auswahl raus.
Die sog. "Workohlic" schaden einem Unternehmen mehr als sie nutzen. Man hat festgestellt das sie nur bedingt teamfähig sind und schneller dem sog. "Burn Out" erliegen als Mitarbeiter die ihre Grenzen kennen und etwas weniger, aber dafür kontinuierlich ihre Leistungen erbringen.
Das nur mal als die beiden big points zu "workoholic".

Aber mit dem Thema Stärken und Schwächen im Bewerbungsgespräch tue ich mich auch ein wenig schwer.

Gruß
Hagen

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Beitrag von Eauvive » 22.08.2007, 22:08

Ach, das passt schon.

Ich bin in einem beruflichen Umfeld tätig, in dem du nicht lange bleibst, wenn du nicht gewisse worcaholische Eigenarten mitbringst.

Gruß
Eauvive

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Re: -> Diskussion: Stärken und schwächen, wie reagiert ih

Beitrag von optimistin » 23.08.2007, 09:08

Sharon hat geschrieben:also, wie geht ihr mit dieser frage um?
Ganz klar: indem ich mich rechtzeitig und umfassend vorbereite und eine passende Antwort parat habe.

Wer völlig unvorbereitet in ein Vorstellungsgespräch geht und nicht auf die absolute Standard-Klassik-Frage nach den Stärken und Schwächen antworten kann, ist IMHO selber schuld.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 23.08.2007, 10:12

M. E. ist es auch die individuelle Glaubwürdigkeit ganz entscheidend, d. h. dass die genannten Eigenschaften mit der realen Figur und dem Ton des Anschreibens ein authentisches Ganzes bilden. "Richtig" sind m. E. nicht ganz bestimmte Eigenschaften, die "man" haben "sollte"... sondern zunächst einmal solche, die einem auch abgenommen werden! Man muss schon ein spezieller Typ (m/w) sein, wenn Eauvives Eigenschaften überzeugend rüberkommen sollen...

Wobei ich gerade IHR das 100%ig zutraue... ;-)

Bei der Vorbereitung eines Gesprächs würde ich zunächst einmal ganz einfach von der Wahrheit ausgehen: Was mache (wann bin) ich am besten, was (wann) am schlechtesten? Ganz bewusst in dieser platten Klarheit... und dann natürlich stellenbezogen überlegen, was man davon auswählt und wie es sich formulierungtechnisch ggf. zufeilen lässt...

DennisS
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Beitrag von DennisS » 23.08.2007, 12:30

Ich habe in meinem letzten Assessment Center auf die Frage hin zwei "echte" Schwächen etwas näher erläutert, dann ist mir nichts mehr eingefallen, und ich habe gemeint "..ich könnte Ihnen jetzt noch "Schokolade" anbieten, aber das kennen Sie sicher schon" ;)
-> die meisten Personaler haben die in Bewerbungsratgebern oft angegebene Musterantworten schon zigmal gehört.

Wichtig ist m.E. bei dieser Frage vor allem ob man über sich selbst reflektieren kann. Natürlich sollte eure Schwäche keine "echte" Schwäche im Sinne von berufsbeinträchtigend sein, aber die Antwort sollte ehrlich und an Beispielen belegbar sein.

Sharon
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Beitrag von Sharon » 23.08.2007, 12:50

Mir geht es immer so, egal wie gut ich mich vorbereite, wenn die frage kommt hab ich erstmal eine schrecksekunde, die ich zu überspielenen versuche.
Mein größtes problem mit dieser ollen frage ist einfach, das ich nochnichteinmal gegenüber freunden zugebe was meine schwächen sind ( ich bin ein wenig perfektionistisch) und dann fragt mich ein eigentlich völlig fremder nach meinen schwächen.

@ DennisS: hat es geklappt?^^

dasto
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Beitrag von dasto » 28.08.2007, 13:37

Meine Schwäche: Ich mag nicht früh aufstehen -arbeite aber dran.

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Eauvive
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Beitrag von Eauvive » 28.08.2007, 13:57

Das gilt nicht, dasto.
Ich glaube ja bis heute daran, dass Frühaufsteher lediglich masochistisch veranlagte Langschläfer sind.

DennisS
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Beitrag von DennisS » 28.08.2007, 14:22

Sharon hat geschrieben: @ DennisS: hat es geklappt?^^
Jepp. ;)

dasto
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Beitrag von dasto » 28.08.2007, 18:26

gut noch ne andere schwäche: Ich arbeite sehr selbstständig, brauch aber regelmäßige Feedback-Gespräche, weil ich ansonsten ins Schwimmen gerate. - oder zählt das auch nicht?

D

DennisS
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Beitrag von DennisS » 29.08.2007, 09:23

dasto hat geschrieben:gut noch ne andere schwäche: Ich arbeite sehr selbstständig, brauch aber regelmäßige Feedback-Gespräche, weil ich ansonsten ins Schwimmen gerate. - oder zählt das auch nicht?

D
Was meinst du damit genau? Unter "ins schwimmen geraten" kann ich mir momentan nicht direkt was vorstellen - der Personaler vielleicht auch nicht.

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Eauvive
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Beitrag von Eauvive » 29.08.2007, 09:41

@dasto

Ist grundsätzlich nichts wirklich negatives, könnte dir aber als mangelnde Reflektionsfähigkeit ausgelegt werden.

Wenn du es umformulierst in Richtung: "Mir ist dauernder Dialog mit meinen Kollegen und meinen Vorgesetzten sehr wichtig, um die einvernehmliche Linie sicher zu stellen." passt es. Das jetzt als Schwäche verpackt... tadaa.

Der Fokus darf nur nich auf deine mangelnde Fähigkeit zur Einschätzung eigener Leistung fallen.

dasto
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Beitrag von dasto » 29.08.2007, 10:13

DennisS hat geschrieben:Ich habe in meinem letzten Assessment Center auf die Frage hin zwei "echte" Schwächen etwas näher erläutert, dann ist mir nichts mehr eingefallen.
Welche Schwächen waren das denn? Kannst Du ja jetzt verraten, hast ja den Job.
D

DennisS
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Beitrag von DennisS » 29.08.2007, 10:36

dasto hat geschrieben:
DennisS hat geschrieben:Ich habe in meinem letzten Assessment Center auf die Frage hin zwei "echte" Schwächen etwas näher erläutert, dann ist mir nichts mehr eingefallen.
Welche Schwächen waren das denn? Kannst Du ja jetzt verraten, hast ja den Job.
D
Hm, mal überlegen.

1. Ich verzettele mich manchmal und nehme zu viele Projekte auf einmal an. Zwar kann ich die Projekte normalerweise erfolgreich abschließen, aber meist nur unter erhöhtem persönlichen Aufwand. (Dazu noch ein Beispiel genannt wann das der Fall war und wie ich mit der Situation umgegangen bin.)
2. Wenn Projekte nicht durch irgendwelche Deadlines oder andere Verbindlichkeiten getrieben werden, neige ich manchmal dazu sie zu vernachlässigen/abzubrechen. (Illustriert an Beispielen aus meinem Privatleben/Hobbies)

Lisboa
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Beitrag von Lisboa » 26.02.2009, 02:16

Man kann die Schwäche ja als Stärke darstellen.
Wenn du man sich z.Bsp. für einen Bereich bewirbt, der sehr viel Kundenkontakt erfordert, kann man ja sagen, dass man als Schwäche machmal zu viel redet. Das ist aber eigentlich eine Stärke, denn dem Recruiter ist Jemand, der mit dem Kunden viel redet lieber als Jemand der zu still ist.
:D

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 26.02.2009, 13:39

Lisboa hat geschrieben:kann man ja sagen, dass man als Schwäche machmal zu viel redet.
Wenn man aber nicht auf den Punkt kommt und die Vorteile eines Produktes nicht gut herausstellen kann, dann ist es eher eine Schwäche.

uschi82
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Beitrag von uschi82 » 28.04.2009, 12:29

hhmm Stärken /Schwächen :roll: ist eine Frage die eigentlich abgeschafft werden sollte, weil man sich nie sicher sein kann dass der Personeler ein Stärke doch als Nachteil nimmt wie z.B dieses viel Reden. Ich glaube alles insgesammt ist dass ausschlagebende ob man nun vom Gesamtpacket her zum Betrieb passt oder nicht.

:lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

Hab mich mal in einem Bekleidungeschäft beworben und hba bei Schwächen gesagt :,, ich kann nicht ungestylt aus dem Haus gehen"

wurde leider nicht genommen :? :? :?

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 28.04.2009, 14:52

Das lag ja sicherlich nicht nur an dieser einen Antwort.

uschi82
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Beitrag von uschi82 » 28.04.2009, 17:41

Knightley hat geschrieben:Das lag ja sicherlich nicht nur an dieser einen Antwort.
klar lag das niht nur an dieser einen Antwort :wink: hab auch ziemlich viel gestottert und mich mehrmals wiederholt. Besonders bei der Frage:,,Wie würden ihre Freunde und Familie sie als Mensch beschreiben?"

aoll
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Beitrag von aoll » 22.06.2009, 15:43

Sharon hat geschrieben:Mein größtes problem mit dieser ollen frage ist einfach, das ich nochnichteinmal gegenüber freunden zugebe was meine schwächen sind ( ich bin ein wenig perfektionistisch) und dann fragt mich ein eigentlich völlig fremder nach meinen schwächen.
quote]

Warum nimmst du denn nicht deinen Hang zur Perfektion als Schwäche? Gut verpackt kann das Unternehmen doch deine Stärken datin erkennen, oder?

Hateself
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Beitrag von Hateself » 12.02.2018, 14:30

Bei Stärken muss man halt das sagen was sie hören wollen, unabhängig ob es stimmt oder (wie ich) man nicht dran glaubt. Das ist einfach, da einfach nur die Vorgaben aus der Stellenanzeige vorplappern muss.

Bei Schwächen muss man aber arg aufpassen hab ich festgestellt, da je nach dem das als "nicht tragbar fürs unternehmen" interpretiert wird. Auch ein ehrlicher Umgang mit Schwächen und die Bereitschaft an sich zu arbeiten wird nicht gelohnt, man muss wohl lieber ganz harmlose von der Arbeit unabhängige Schwächen aufzählen wie... kein plan "Naschkatze" aber nicht sowas wie Depression.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 12.02.2018, 16:08

Hateself, musst du wirklich jeden Uralthread wieder hochholen, um deinen Frust zu artikulieren? Manchmal hilft es schon, sich mal Gedanken zu machen, was eine Bewerbung ist: Eine Bewerbung ist Werbung. Wirbt Coca Cola damit, dass es Diabetis und schlechte Zähne macht? Nein, die werben mit Cola light und durchtrainierten Typen, mit Coke Zero und Helden, mit Coke Life, worin ganz viel Zucker durch Stevia ersetzt ist (wobei der Zuckergehalt trotz Steviaeinsatzes immer noch zu hoch ist). Du erwartest aber, dass bei dir die Werbung funktioniert, indem du deine Negativseiten aufzählst? Das kann nicht funktionieren!

Hateself
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Beitrag von Hateself » 12.02.2018, 16:29

Wieso Theguide? Ist doch wahr, die Person was man ist, wird nicht wertgeschätzt und man muss etwas sein was man nicht ist, ist aber gezwungen sich permanent zu verstellen.

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