Dritte Seite Beispiele für Bewerbung

Einzelne Bewerbungen können sehr umfangreich werden. In dieser Rubrik wird über fakultative Elemente der Bewerbungsunterlagen diskutiert.
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menina
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Sinnesspruch aufs Deckblatt -Eure Meinung dazu

Beitrag von menina » 07.03.2007, 19:39

Eine Bewerbung muss ja letztendlich rausstechen aus der Masse. Nun habe ich beim Stöbern im Internet viele Ideen gefunden und wollte eben hier eure Meinung hören, was ihr davon haltet -auf dem Deckblatt der Bewerbungsmappe ein "Sinnesspruch" zu schreiben?

Bsp: "Wer aufgehört hat, besser zu werden, der hat aufgehört gut zu sein."

Natürlich sollte man den verstehen. Die Meinungen darüber im Internet sind da eher gespalten.

Überhaupt wenn man zu einer Bewerbung ein Inhaltsverzeichnis macht (für eine 2.Ausbildung/Job) findet ihr das zu viel?

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 08.03.2007, 13:28

Ich finde einen Sinnesspruch durchaus gut, wenn er darüber hinaus auf dem Deckblatt gut arrangiert ist. Dafür hat aber nicht jeder das Auge.

silkeanja
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Beitrag von silkeanja » 08.03.2007, 14:13

Hi,
wo hast Du die "Sinnsprüche" gefunden??
Wenn der Spruch zur Stelle passt, ist es auf jeden Fall ein Eye-catcher, er sollte aber nicht von den wichtigen Fakten auf dem Deckblatt ablenken.
Silke Anja

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 08.03.2007, 14:41

Und er muss natürlich auch zu Position und Lebenssituation passen. Dein Beispiel finde ich gerade für die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz jetzt nicht soooo angebracht... weil er indirekt ja schon einiges an den Kenntnissen voraussetzt, die Du gerade erst erlangen willst... ;-)

Den fände ich ganz gut für jemanden, der mit Mitte 40 und 20 Jahren Berufserfahrung arbeitslos geworden ist und damit nun sein Interesse, sich in neue Entwicklungen seines Fachs (EDV o. ä.) hinein zu knien... ;-)

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 08.03.2007, 14:44

Gut wäre zudem noch, wenn der Spruch zum "Claim" der jeweiligen Firma passt, wenn es sich um eine größere Firma handeln sollte.

sabs4u2
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seite drei

Beitrag von sabs4u2 » 15.10.2007, 22:39

damit mein anschreiben die länge einer seite nicht unnötig überschreitet und um meine bewerbung aufzupeppen habe ich mir überlegt eine seite drei einzufügen. habe komischerweise über die suche nichts darüber finden können. deshalb folgende fragen an euch:

1. nutzt ihr auch eine seite drei? wenn ja was steht dort inhaltlich?

2. welche erfahrungen habt ihr damit gemacht?

3. was haltet ihr von meinem text?
Was Sie noch über mich wissen sollten:
  • Meine besonderen Stärken liegen in meinem Organisationstalent und meinem Pflichtbewusstsein. Aufgaben
    erledige ich stets gründlich und effizient.
  • Die Fähigkeit, selbstständig und eigeninitiativ zu arbeiten zeichnet mich ebenfalls aus. Dadurch bin ich jederzeit
    in der Lage auf neue Herausforderungen
    flexibel zu reagieren.
  • Natürlich können Sie die Bereitschaft, im Team zu arbeiten,
    bei mir ebenso voraussetzen, wie Zuverlässigkeit und
    die Fähigkeit, mich rasch und selbständig in
    neue Aufgabengebiete einzuarbeiten.
  • Auch Empathie und Kommunikativität gehören zu meinen herausragendsten Eigenschaften, wodurch mir der
    Aufbau von Kontakten und Beziehungen
    zu Menschen sehr leicht fällt.

Lieben Gruß
Sabs

sabs4u2
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Beitrag von sabs4u2 » 16.10.2007, 23:57

huhu... keiner hier einen tipp für mich? :(

tralala
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Beitrag von tralala » 17.10.2007, 11:18

abgesehen von Seite 3 oder nicht, finde ich es problematisch Stärken von sich aufzuzählen ohne Belege anzugeben, bzw. wie man sich diese Stärken erworben hat, insbesondere, wenn dann quasi alles abgedeckt wird (von Sorgfalt über Teamplayer bis Eigeninitiative).

Ich hab in meinem Lebenslauf eine Rubrik: Kenntnisse und Fähigkeiten, wo ich Stärken von mir aufzähle, die sich aber durch meine Stationen im Lebenslauf ergeben, bzw. die ich im Anschreiben in Verbindung bringe.

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vanissi
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Beitrag von vanissi » 17.10.2007, 12:49

stimmt klingt sehr eingenommen ohne belege....deswegen lieber bsp. hinzufügen weil sonst denken die noch mhm ein einen eingebildeten menschen wollen wir hier nicht.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 17.10.2007, 14:31

Hallo Sabs!

Wollte ja eigentlich in Deinem "eigentlichen" Thread noch etwas zu der letzten Brief-Version sagen... hatte nur noch nicht die Zeit. Aber wenn Du die "Dritte Seite" hier ohnehin schon einmal herausnimmst:

Dem Ziel des "Aufpeppens" wird dieser Text m. E. in mehreren Hinsichten nicht gerecht: Unabhängig vom bereits angesprochenen Charakter reiner Behauptungen, schreibst Du auch nichts, was nicht "Behauptungsstandard" wäre. Schon von daher wäre diese Seite nicht unbedingt ein Mittel, um sich abzusetzen. Die meisten, die solche Behauptungen aufstellen, bekommen sie noch in ihrem Anschreiben unter. Wenn sie da nicht stehen und dann in einer "Dritten Seite" auftauchen (von der man wiederum eigentlich "mehr" erwartet), wirst Du unter`m Strich vermutlich eher einen mehrfachen Wettbewerbs-Nachteil haben... ;-)

Das grundsätzlichere Problem ist in meinem Augen allerdings, dass der Test von der Form her schon nichts ist, was gut für sich allein stehen könnte. Man merkt ihm einfach sehr deutlich an, dass es sich um einen Auszug aus einem grösseren Brief handelt und von der Schreibweise her auch eigentlich in einen solchen hinein gehörte.

Sollte er als eigener Text einen ernst zu nehmenden Baustein in einem Bewerbungs-Konzept haben, müsste er Anfang und Schluss besitzen - und im Idealfall noch einen Spannungsbogen dazwischen. Alternative wäre eine reinrassige Stichpunkt-Liste (wofür es schon wieder zu stark ausformuliert ist).

Wie wäre es denn damit, wenn Du stattdessen irgend eine im weitesten Sinne berufliche Erfahrung (Stadtteil-Projekt o. ä.) schilderst und dabei Deine Stärken indirekt einfliessen lässt? Ein eigenes Dokument, was man mit "...bericht" überschreiben könnte?

sabs4u2
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Beitrag von sabs4u2 » 17.10.2007, 20:01

@ vanissi und tralala: ja stimmt schon. habe mich aber hauptsächlich an beispielen aus dem internet orientiert. in denen stand ähnliches. und mal ganz ehrlich. wer trägt denn in der bewerbung nicht dick auf? die meisten tipps auf einschlägigen seiten gehen doch genau in die richtung. hmmm.... aber absolut nachvollziehbar was ihr schreibt. will auch wirklich nicht arrogant rüber kommen. eigentlich fällt es mir total schwer stärken von mir zu formulieren. die frage danach in vorstellungsgesprächen ist für mich der absolute horror.

@FRAGEN: gute idee! werde mich da am wochenende mal dran setzen und versuchen was zu formulieren. danke!

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 17.10.2007, 20:51

Bin sehr gespannt, Sabs! Und ich bin mir sicher: Je weniger Du googlest, desto überzeugender wird es sein... ;-)

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Beitrag von sabs4u2 » 21.10.2007, 14:19

aaaaaaaalso. habe da jetzt mal ein bisschen hin und her überlegt. letztendich bin ich dazu gekommen meine persönliche geschichte aufzuschreiben. also beginnend mit meiner motivation soziale arbeit zu studieren über meinen wechsel der universität bis hin zu meinem projektstudium und dem anerkennungsjahr. meine stärken habe ich da möglichst indirekt miteinfließen lassen. allerdings überlege ich noch ob das übehaupt jemals gelesen würde? ist nämlich sehr lang (aber passt noch auf eine seite :wink:) und auch sehr persönlich. hat das überhaupt was in einer bewerbung zu suchen? also bevor ich den text in der ablage veröffentliche was haltet ihr von der idee prinzipiell? oder sollte ich das doch vielleicht einfach ganz lassen? :?

tralala
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Beitrag von tralala » 21.10.2007, 21:47

Ich denke es hängt sehr davon ab, auf was Du Dich bewirbst, ob so eine "persönliche Geschichte" positiv oder negativ aufgenommen wird. Ganz persönlich finde ich so was mutig und interessant aber Du musst ja von dem Menschen aus denken, der die Bewerbung lesen wird (und das bin bestimmt nicht ich) :wink: .

Zeng
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Mein Drittes Blatt..

Beitrag von Zeng » 29.06.2009, 13:42

Hallo,

ich möchte hier gerne mein Drittes Blatt in die Runde werfen. Doch wichtig ist zu wissen, warum ich das mache. Ich habe ein FOS Abschluß in Fachrichtung Elektrotechnik, einen NC von 3,8 also 4, 4, 4, 4, 4, 4, 3, 20 Fehlstunden + 60 Unentschuldigter Fehlstunden. In so einer Extremen Situation muss man einfach ein Drittes Blatt einbringen, nur leider weiß ich gerade erst eine Woche über diese Option.
Ich würde mich sehr über etwas Feedaback freuen.

-----

-Das sollten Sie zu den Unentschuldigten Fehlstunden wissen…

Während meiner Zeit bei der FOS wurden meine Füße wöchentlich an mehreren Stellen vereist, dies wiederrum führte dazu, dass ich nicht mehr am Sportunterricht teilnehmen konnte. Naiverweise war ich in dem Glauben, durch meinen Attest, nun vom Sportunterricht komplett entschuldigt worden zu sein, doch leider erst viel zu spät wurde ich darüber in Kenntnis gesetzt, dass dies nicht der Fall sei. Ich bitte Sie daher in dieser Hinsicht etwas Verständnis aufzubringen.



-Meine Noten wiederspiegeln nicht meine Kompetenz

Meine Zeugnisse sprechen alles andere als für mich, aber es hat sich auch viel verändert. Seit längerer Zeit lese ich fasziniert Bücher und nehme jeden Moment wahr um meinem Wortschatz zu erweitern. Ich wage sogar zu behaupten, mein Englisch sei sehr gut, da ich konsequent englisch selbstständig lerne, mit Methoden wie, lesen englischsprachiger Bücher und übers Internet international zu kommunizieren.


---

Ich habe lange dran gesessen und mich versucht an anderen Beiträgen zu orientieren wie denn soetwas überhaupt aussehen dürfte, es ist absolutes Neuland für mich und hoffe man kann mir hier etwas weiterhelfen.

Schnee-Wittchen
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Beitrag von Schnee-Wittchen » 29.06.2009, 21:36

Deine dritte Seite finde ich total überflüssig.
Gestalte dein Anschreiben so überzeugend, dass du eingeladen wirst. Biete dein Praktikum an. Alles andere ist Sache im VG.
Wofür bewirbst du dich?
LG

Trüffel
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Beitrag von Trüffel » 29.06.2009, 22:40

Lass sie weg.

Also, wenn eine dritte Seite (nicht das dritte Blatt - es kann nämlich manchmal auch das 4. Blatt sein), dann wenn ich positive Dinge zusätzlich zu vermerken habe - Projektlisten, Veröffentlichungen, was auch immer. Wenn ich außerordentlich kompetent bin.

Als weitgefasste Entschuldigung kommt eine dritte Seite ganz und gar nicht gut. Überzeug mit deinen anderen Qualitäten und nimm ein Teil dieser dritten Seite zur Not mit ins Anschreiben, und dann ist die Sache rund.

Zeng
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Beitrag von Zeng » 30.06.2009, 09:13

Das dritte Blatt wurde mir bei der Ausbildungsberatung ans Herz gelegt und wie könnte ich sonst meine unermesslichen Fehlstunden rechtfertigen?

Es heißt doch immer das die die Bewerbungen überfliegen und nur auf 2-3 Dinge zu allerst achten.

-Foto
-Fehlstunden
-Mülleimer

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klarabella
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Beitrag von klarabella » 30.06.2009, 16:42

Die Ausbildungsberatung scheint das aus purer Verzweiflung zu tun, weil ich keine Chance sehe, dass das irgendetwas nützt. Du stehst mit dem Rücken zur Wand und beteuerst auf einem zusätzlichen Blatt, dass du zwar wolltest, aber nicht konntest. Dafür gibt es keinen Blumenstrauß.

Entweder du hast Qualitäten, die den Makel überstrahlen oder du hast ekine Chance. Wenn du keine Chance hast, schaff dir welche und such dir umgehend ein Praktikum.

sonic1976
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Tätigkeitsbeschreibung - Dritte Seite

Beitrag von sonic1976 » 22.11.2009, 11:34

Hallo,

gestern hab ich meine Gedankengänge zur dritten Seite bereits gepostet. Nehmt es mir nicht übel, wenn ich zu diesem Thema einen neuen Thread eröffne. Ich denke, es zieht mehr Aufmerksamkeit auf sich, wenn ich mit der erstellten dritten Seite neu anfange.

Ich habe versucht in den Text ein wenig Humor einfließen zu lassen, werde ihn aber logischerweise nur benutzen, wenn ich mich branchenfremd bewerbe (ich gehe doch davon aus, dass ein Anwalt weiß, was seine Angestellten machen können :-)). Allerdings habe ich die Vermutung, dass das Ding zu lang geworden ist, habe aber keine Kürzungsmöglichkeiten mehr gefunden, ohne m. E. relevante Tatsachen heraus zu lassen. Länge jetzt eine DIN A4 Seite in Arial 12, normale Seitenabstände.

Ihr habt bestimmt Verbesserungsvorschläge bzw. objektive Kürzungsmöglichkeiten. Ich bin gespannt!
Die Rechtsanwaltsfachangestellte – Ein Tag mit ihr

Am Anfang ihres Arbeitstages prüft die Rechtsanwaltsfachangestellte die tagesrelevanten Eintragungen im Terminkalender und bereitet die wichtigsten Akten vor. Sie hat in ihrer 3-jährigen Ausbildung die Fähigkeit erworben, diese Akten auch aus mehreren Büros, Aktenstapeln und versteckten Ecken zu finden. Sie erneuert die "Ordnung", ohne "Unordnung" in bunte Zettelsammlungen zu bringen.
Sie prüft zeitgleich die am letzten Abend eingegangene Post (Fax bzw. Email) und sortiert diese je nach Eilbedürftigkeit und Sachbearbeiter in die Akten.

Dann nimmt sie sich die Diktatbänder vor. Sie erkennt auch noch aus den leisesten Worten Fachbegriffe und besitzt die Geduld sich ein und dieselbe Stelle so oft anzuhören, bis der diktierte Satz einen Sinn ergibt. Für die Rechtsschreibung, Stil und ansprechende Formatierung ist sie eigenverantwortlich zuständig. Aus stichpunktartiger "Doktorschrift" auf einem Klebezettel zaubert sie selbstständig Anschreiben; eine Aufgabe, die Sie kompetent auch ohne Stichpunkte oft erledigt.

Während des Tippens, das die Rechtsanwaltsfachangestellte aus dem "FF" beherrscht, geht sie ans Telefon und kümmert sich freundlich und fachkundig um die bereits bestehenden bzw. potentiellen Mandanten. Sie erklärt sachlich und diplomatisch die Vorgänge und ist um die Zufriedenheit des Mandanten stets zuvorkommend bemüht. Sie bespricht Termine mit Mandanten und Behörden etc. und besitzt stellenweise auch die Fähigkeit, Terminkollisionen mit unbekannten privaten Terminen des Chefs zu verhindern.

Um die Mittagszeit erledigt sie die Eingangspost. Sie prüft die eingehenden Schriftstücke, bearbeitet diese größtenteils selbstständig, um dem Chef Arbeit abzunehmen, oder legt dem Chef die Post samt Akte nebst Vorschlag der weiteren Vorgehensweise vor. Sie erstellt die Rechnungen gegenüber Mandanten und Gerichten meist selbstständig, prüft den Zahlungsverkehr und erledigt das Mahnwesen einschließlich der Zwangsvollstreckung.

In der Zwischenzeit kümmert sie sich um die Vollständigkeit des Bürobedarfs, lässt Techniker zur Wartung der technischen Geräte kommen, soweit sie derartige Probleme nicht sogar selbst beheben kann. Ein Absturz des einzigen PC's versetzt sie nicht in Panik.

Gegen Ende des Arbeitstages macht sie die von ihr stilistisch einwandfrei und fehlerfrei getippten Briefe versandfertig und findet sich dabei mit normalen Briefmarken, der Internetmarke sowie Frankiermaschinen zurecht.

Sie lässt sich auch von diversen dazwischen zu schiebenden Eilaufträgen nicht aus der Ruhe bringen und erledigt ihre Aufgaben so, dass alle involvierten Parteien zufrieden sind.

Auf Grund ihrer routinierten Vorgehensweise ist der Schreibtisch am Abend ordentlich aufgeräumt und bereit für den nächsten Tag.
LG und schönen Sonntag noch
sonic

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 22.11.2009, 12:17

Ein Tag mit Sonic... wer das gelesen hat, wird Dein gutes Zeugnis eher noch "tiefgestapelt" bzw. von Seiten des Anwalts eher nüchtern finden! Ich finde das prima so! Für einen Bewerbungstext wäre das natürlich viel zu lang und detailliert... aber das ist ja das Schöne an solch unverlangten Bewerbungsbestandteilen. Die muss niemand lesen... darf es aber gerne, wenn er Zeit und Lust hat. Und wer mit diesem hier beginnt, wird ganz bestimmt nicht aufhören, bis er durch ist. Mir ging es gerade so, dass ich am Ende ganz gespannt war, was die RA-Fachangestellte wohl am Abend macht... was mich natürlich überhaupt nichts angeht. Es las sich halt so nett... ;-)

Zum Stichwort "Fachbegriffe": Hat "sie" eigentlich auch einen gewissen inhaltlichen Einblick in juristische Grundzusammenhänge? Wenn die ehrliche Antwort "nein" ist, würde ich da auch nichts erfinden. Wenn es aber so etwas wie "ein kleines bisschen" gäbe... würde ich versuchen, auch da eine handvoll augenzwinkernder Worte zu finden, die diesen Umstand illustrieren...

Und Stichwort "PC": Du hast in Deiner Bewerbung im anderen Thread von der Komplexität der speziellen Anwaltssoftware gesprochen. Was sind das für Programme, die Ihr benutzt? Was können die? Könnte hier noch ein Unterthema liegen? Reine Frage... ich kenne die Antwort nicht... ;-)

Und Stichwort "Thread": Dieses "Aufmerksamkeit erzielen" mit neuen Threads für jede Wendung der Diskussion ist hier tatsächlich nicht gern gesehen... da es den Gedankengang auseinander reisst - und den weiteren Gesprächgang für alle Parteien unnötig erschwert...

sonic1976
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Beitrag von sonic1976 » 22.11.2009, 12:48

Danke.

Ja Du hast Recht, es ist lang, aber vielleicht finden sich ja Abnehmer :-)

Und das mit dem zweiten Thread - kommt nicht wieder vor :-)

Anbei der überarbeitete Text, markiert an den Stellen, die ich verändert hab, damit man nicht nochmal so viel lesen muss :-). Danke trotzdem :-)
Die Rechtsanwaltsfachangestellte – Ein Tag mit ihr

Am Anfang ihres Arbeitstages prüft die Rechtsanwaltsfachangestellte die tagesrelevanten Eintragungen im Terminkalender und bereitet die wichtigsten Akten vor. Sie hat in ihrer 3-jährigen Ausbildung die Fähigkeit erworben, diese Akten auch aus mehreren Büros, Aktenstapeln und versteckten Ecken zu finden. Sie erneuert die "Ordnung", ohne "Unordnung" in bunte Zettelsammlungen zu bringen. Sie prüft zeitgleich die am letzten Abend eingegangene Post (Fax bzw. Email) und sortiert diese je nach Eilbedürftigkeit und Sachbearbeiter in die Akten.

Dann nimmt sie sich die Diktatbänder vor. Sie erkennt auch noch aus den leisesten Worten Fachbegriffe und besitzt die Geduld sich ein und dieselbe Stelle so oft anzuhören, bis der diktierte Satz einen Sinn ergibt. Für die Rechtsschreibung, Stil und ansprechende Formatierung ist sie eigenverantwortlich zuständig. Aus stichpunktartiger "Doktorschrift" auf einem Klebezettel zaubert sie selbstständig Anschreiben; eine Aufgabe, die Sie kompetent auch ohne Stichpunkte oft erledigt.

Während des Tippens, das die Rechtsanwaltsfachangestellte aus dem "FF" beherrscht, geht sie ans Telefon und kümmert sich freundlich und fachkundig um die bereits bestehenden bzw. potentiellen Mandanten. Sie erklärt sachlich und diplomatisch die Vorgänge und ist um die Zufriedenheit des Mandanten stets zuvorkommend bemüht. Sie bespricht Termine mit Mandanten und Behörden etc. und besitzt stellenweise auch die Fähigkeit, Terminkollisionen mit unbekannten privaten Terminen des Chefs zu verhindern.

Um die Mittagszeit erledigt sie die Eingangspost. Sie prüft die eingehenden Schriftstücke, bearbeitet diese größtenteils selbstständig, um dem Chef Arbeit abzunehmen, oder legt dem Chef die Post samt Akte nebst Vorschlag der weiteren Vorgehensweise vor. Sie erstellt die Rechnungen gegenüber Mandanten und Gerichten meist selbstständig, prüft den Zahlungsverkehr und erledigt das Mahnwesen einschließlich der Zwangsvollstreckung. Einzelne Sachbearbeitungen kann sie auch übernehmen – juristische Grundkenntnisse sind selbstredend vorhanden –, weshalb der Chef gern auf sie zurückgreift, wenn er nach einem anstrengenden Arbeitstag nur noch seine Unterschrift setzen möchte.

In der Zwischenzeit kümmert sie sich um die Vollständigkeit des Bürobedarfs, lässt Techniker zur Wartung der technischen Geräte kommen, soweit sie derartige Probleme nicht sogar selbst beheben kann. Ein Absturz des einzigen PC's versetzt sie nicht in Panik. Die Komplexität verschiedenster Anwaltsprogramme schreckt sie nicht ab. Sie wird sich meistens recht schnell einarbeiten und auch die umständlichste Informationsverarbeitung des Programms mit Akribie verfolgen.

Gegen Ende des Arbeitstages macht sie die von ihr stilistisch einwandfrei und fehlerfrei getippten Briefe versandfertig und findet sich dabei mit normalen Briefmarken, der Internetmarke sowie Frankiermaschinen zurecht. Sie lässt sich auch von diversen dazwischen zu schiebenden Eilaufträgen nicht aus der Ruhe bringen und erledigt ihre Aufgaben so, dass alle involvierten Parteien zufrieden sind.

Auf Grund ihrer routinierten Vorgehensweise ist der Schreibtisch am Abend ordentlich aufgeräumt und bereit für den nächsten Tag.
Ich sehe, ich muss an den Wort-Wiederholungen noch arbeiten, aber im Großen und Ganzen bin ich eigentlich zufrieden. Was meint ihr?

LG
sonic

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 22.11.2009, 13:13

Beides herrlich... man sieht "sie" richtig vor sich! Und der zukünftige Chef freut sich beim Lesen sicher schon, nach den "anstrengenden Arbeitstagen" auf dem Golfplatz "seine Unterschrift zu setzen"... ;-)

Auch der "umständlichen" Datenverarbeitung wird mancher Entscheider im Stillen zustimmen... und dem Herrn danken, dass nicht er es ist, der die entsprechende "Akribie" aufbringen muss. Einfach toll, wenn man jemanden dafür hat... der die Realität nimmt, wie sie ist... und seine Arbeit daran und darin ernst nimmt! ;-)

sonic1976
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Beitrag von sonic1976 » 22.11.2009, 13:32

Ok, ich feil da noch ein bißchen worttechnisch dran rum und dann bin ich mal auf die Resonanz gespannt... Hach, bin ich aufgeregt!! :-)

Vielen lieben Dank fürs Lesen. Ein Lob für getane Arbeit ist immer sehr aufbauend! :-)

Viele liebe Grüße und ich melde mich, wenn ich das Ding abgeschickt bzw. eine Antwort, wie immer sie auch lautet, erhalten habe.

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Gutemine
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Beitrag von Gutemine » 26.11.2009, 14:05

Ich finds auch toll! :D
Tipp für "Platzprobleme":
Versuch mal als Schrift eine "Futura" ("book" oder "regular") und die nur in 11 p. Läuft schön schmal + ist dennoch sehr gut zu lesen ...

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