Dritte Seite in Bewerbung gestalten - Tipps

Einzelne Bewerbungen können sehr umfangreich werden. In dieser Rubrik wird über fakultative Elemente der Bewerbungsunterlagen diskutiert.
Seconddevil
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Dinge der Zukunft auf dritte Seite?

Beitrag von Seconddevil » 17.11.2008, 20:07

Hallo zusammen,

ich wollte fragen wie Ihr es findet, wenn auf der dritten Seite ein bis zwei Sätze meiner voraussichtlichen Weiterbildung in ein paar Monaten genannt werden.

Also es würde evtl so aussehen:
[....]großes Bedürfnis für mich ist es, meine Fachkenntnisse... zu erweitern und aktuell zu halten. In naher Zukunft werde ich voraussichtlich ein nebenberufliches Fernstudium absolvieren[...]

Es werden noch ein paar Worte zum Studium verloren, aber natürlich nicht zu ausführlich.
Frage ist wirklich nur ob man das "darf".. Dinge der eventuellen Zukunft zu schreiben.. :?:

Danke für Eure Hilfe!

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ice_and_fire
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Beitrag von ice_and_fire » 30.11.2008, 08:27

Ja man DARF das, ABER:

1: Hast du dir überlegt, ob das auch auf den zweiten Blick ratsam ist. Kann sich der AG nicht auch evtl folgendes denken
- Oh weia, der schlägt sich die Abende mit Lernen um die Ohren und konzentriert sich nicht voll auf seinen Job
- Oh weia, sobald das Studium fertig ist, ist er/sie weg

... erst wenn du dir sicher bist deine Frage zu stellen, weil du es für sinnvoll hälst und nicht weil du mitteilen willst, dass du zur "Bildungselite" gehörst ist meine Antwort folgende ... eine zweite Ermahnung.

Eine dritte Seite -wie sie mir sinnvoll erscheint- lebt davon kurz die wichtigsten Fakten zu nennen.

Angenommen du hast ne Liste deiner Qualifikationen ..

Meine Qualifikationen

- Kurs zum Ersthelfer bei Fa. X
- Jahrelange Tätigkeit beim Roten Kreuz
- Weiterbildung Ausbilder Erste-Hilfe
- Demnächst Teilzeitstudium der Medizin

... dann erschlägt dieses blöde "demnächst" die ganze Stimmung. Ich würde mir eher überlegen -und auch hier; es muss sinnvoll sein es überhaupt zu erwähnen- dann die Seite etwas anders aufzuziehen.


Was ich gelernt habe
Qualifikationen

Was ich gleistet habe
Auszeichnungen

Was ich noch leisten möchte
Fernstudium
Hier dann z.B. nochmals die beworbene Stelle erwähnen

... so könnte ich mir das vorstellen.
Ich würde im Einzelfall aber sicher 9 von 10 Leuten davon abraten es zu erwähnen. 7-8 Leuten würde ich wohl von der dritten Seite abraten ;-)

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 30.11.2008, 08:38

Ich würde 99 von 100 von der "dritten Seite" abraten... wobei es mir immer so vorkommt, dass die Anziehungskraft dieser magischen Seite ausgerechnet auf diejenigen am Grössten ist, die schon mit dem Anschreiben überfordert sind... und sich nicht klar machen, dass mit diesem vermeintlichen "Extraplus" zunächst einmal um eine zusätzliche Herausforderung handelt - mit der sich durchaus das Gegenteil von zuvor getätigten Behauptungen beweisen lässt... ;-)

chilipaprika
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Dritte Seite in meinem Fall sinnvoll?

Beitrag von chilipaprika » 17.03.2009, 06:46

Hallo!

ich hab mich heute im Forum umgeguckt und verloren und bin dabei auf diese dritte Seite gestossen. Nach immer noch ausstehenden Verständnisschwierigkeiten frage ich mich allerdings, ob es nicht die perfekte lösung für mich wäre (wobei ich immer noch nicht weiss, wie es aussehen soll).

Folgendes: ich hab ein sprach (lehramts) studium hinter mir, möchte aber nicht in die schule. ich bin es leid, diese frage in jedem interview zu beantworten.
als rumdum-geisteswissenschaftlerin ist es natürlich schwierig, klar zu machen, warum man so toll ist. Ich will mich bald auf eine stelle im "interkulturellen" bereich bewerben (zumindest ist es eine der voraussetzungen). ich hab sowohl einen interkulturellen familienhintergrund, bin dann nach deutschland migriert und kombiniere jetzt einen auslandsjahr in neuseeland und südafrika. Ein teil davon ist ja im LL zu sehen, aber ich werde ja nicht im lebenslauf oder anschreiben reinschreiben, dass meine eltern von einer migrantenfamilie kommen und ich mich jetzt im aussereuropäischen ausland immer wieder diesem transkulturellen begriff hingezogen, weil ich sozusagen nirgendwo hingehöre.

das ist jetzt hier ein besonderer fall, aber es geht mir ähnlich bei jeder bewerbung, weil ein hochschulabschluss immer vorausgesetzt wird (ja klar.. :-( ..), aber ausgerechnet immer andere teile mich ausmachen (engagement, sachen, die ich "einfach so" im ausland mitkriege, politische aktivitäten, usw..). dann müsste ich sie vielleicht je nach bewerbung immer anders gestalten.

also: was meint ihr experte?

und: wie sieht es denn aus?

ich hab die suchmaske aktiviert, aber alles was ich gefunden habe, waren sachen, die vernichtet wurden, oder die einfach nur so wie eine auslistung aussahen. Was steht denn oben auf der Seite zb?

Chilipaprika

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 17.03.2009, 14:00

Eine Dritte Seite kann man unter den Bewerbungsunterlagen am freiesten gestalten. Es gibt keine Regeln, weder zur Form noch zum Inhalt. Eine Dritte Seite ist immer Ausdruck der Persönlichkeit, das was einem als besonders wichtig erscheint, wird auf der Dritten Seite vermerkt. Das Problem bei vielen Dritten Seiten: Es steht oftmals nichts außergewöhnliches drin, was wirklich relevant ist und nicht auch im Anschreiben Platz hätte. Deswegen werden viele Dritte Seiten zerissen, vor allem wenn man nur Schlagworte auflistet. Du muss dir zuerst darüber klar werden, was du in einer Dritten Seite erwähnen willst, ob das für den Leser relevant ist und ob es nicht auch im Anschreiben erwähnt werden könnte.

Lori76
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Dritte Seite mit der großen Bitte um Korrekturlesung

Beitrag von Lori76 » 23.03.2009, 21:07

Guten Abend zusammen!

Ich würde gerne mal "frei Schnauze" von euch wissen, was ihr von nachfolgender "Dritter Seite" haltet. Erstrangig interessant sind "Dramaturgie" (Interesse beim Empfänger erzeugen) und Rechtschreibung.

Vorab ein Dankeschön!

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Noch ein paar Worte zum Schluss . . . (als Header)


Zu meiner Person gehören Eigenschaften wie Eigeninitiative, strukturiertes Denken und Handeln, aber auch die notwendige Flexibilität, die mir dazu verhelfen, große Projekte transparent und modular zu planen und zielorientiert durchzuführen.


Meine kommunikative und aufgeschlossene Persönlichkeit verhilft mir im Rahmen von Teamarbeit zu Integrations-und Konfliktlösungsfähigkeit, sowie einer reibungslosen Arbeitsteilung und dem nötigen Gedanken-und Informationsaustausch. Auch die Fähigkeit Kunden langfristig, mit Geduld und Hilfsbereitschaft zur Seite zu stehen, sollte erwähnt werden.


Die Zufriedenheit meiner Kunden und Kollegen ist die Grundlage meines Arbeitsstils. Den Informationsaustausch zu organisieren heißt für mich präzise Informationen weiterzugeben und ergänzendes Wissen zu vermitteln, aber auch auf eine konstruktive Art und Weise mit Verbesserungsvorschlägen umzugehen. Um dies zu gewährleisten ist meine offene und kooperative Grundeinstellung als vorteilhafter Wesenszug anzusehen.


Neben dem Willen berufliche Ziele effizient zu verwirklichen, habe ich das Engagement, mich in meiner privaten Zeit in vielen Bereichen weiterzuentwickeln und mein Wissen stetig aufzubauen. Außerdem glaube ich, dass meine Fähigkeit zur Selbstmotivation und die große Lust am Lernen, mir die nötige Sicherheit gibt, dauerhaft berufliche Erfolge vorweisen zu können, die ich zusätzlich mit einem hohen Maß an Fort-und Weiterbildungsbereitschaft bekräftige.

Trüffel
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Beitrag von Trüffel » 23.03.2009, 23:19

Also, sorry, bitte nimms mir nicht übel, aber ich find die ziemlich nichtssagend.

Da stehen Behauptungen hinter Behauptungen, und keine einzige davon ist erklärungsbedürftig (was eine dritte Seite rechtfertigen würde). Das meiste gehört eigentlich pointiert und begründet ins Anschreiben. Außerdem zählst du so ziemlich jede positive Eigenschaft auf, die es gibt, das wirkt völlig überzogen und unglaubwürdig.

Es wäre viel interessanter zu erfahren, was für große Projekte du mit deiner Flexibilität vorangetrieben hast und zu welchem Abschluss sie kamen.

Insgesamt liest sich deine dritte Seite wie ein Potpourri aus verschiedenen Hesse/Schrader-Beispiels-Floskeln.

Rechtschreibung habe ich jetzt nicht kontrolliert, aber habe beim ersten Lesen keine Fehler gefunden.

Lori76
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Beitrag von Lori76 » 24.03.2009, 18:42

Vielen Dank zunächst einmal für deine Antwort.

Deine Argumente sind nachvollziehbar für mich.

Ich werde mir mal etwas Praxisbezogerenes überlegen und es nochmals hier posten.

Gruß :wink:

Lori76
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Beitrag von Lori76 » 24.03.2009, 20:17

Und nochmal ich. Ich habe etwas an dem Text gearbeitet und versucht diesen etwas praxisnaher zu gestalten (was aber wahrscheinlich nicht heissen wird, das er in den Augen so Mancher weniger "dick" aufträgt).

Vielleicht gibt es ja ein erneutes Feedback des einen oder anderen Lesers dazu. In jedem Fall danke vorab für jegliche Kritik!

+++++++++++++++++++++++++++++++++++

Trüffel
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Beitrag von Trüffel » 24.03.2009, 21:16

Nochmal ich :D Nochmal mit der Bitte, das nicht als Wertung deiner Person zu sehen, sondern als konstruktive Kritik.

Mich würde interessieren, ob du ansatzweise so bist wie du hier schreibst. Nicht inhaltlich - ich glaube durchaus, das ein guter Arbeitnehmer viele positive Eigenschaften in positiver Weise verbinden kann. Ich meine eher die Ausdrucksweise.

Ich habe mich nach Absatz 1 zwingen müssen, Absatz 2 und 3 zu lesen. Weil ich den Text insgesamt zu vollgepackt finde, zu gestelzt, zu künstlich, zu gezwungen. Es ist nicht so, dass ich deine Sprache nicht verstehen würde, aber ich finde sie sehr anstrengend zu lesen. Die Sätze sind unglaublich lang, ich würde schon fast sagen, akademisch lang :D was jetzt nicht ausschließlich positiv gemeint ist.

Es gibt jetzt sicher Verantwortliche, die sich davon beeindrucken lassen, es gibt aber sicher auch welche, die keine Lust haben, das zu lesen. Auch wenn ich das jetzt lese, finde ich (bitte beachte, das ist nur meine Meinung!) nämlich noch kein "schlagendes" Argument, das diese Seite rechtfertigt. Vielleicht überlese ich aber auch etwas im Subtext.

Wenn ich mal zusammenfassen darf:

Du hattest bisher eine Position mit viel Verantwortung, und hast dir dabei Eigeninitiative, strukturiertes Denken und Handeln und Flexibilität angeeignet. Das hast du gebraucht, um sowohl alltägliche als auch außergewöhnliche Aufgaben zu meistern.

Du bist kommunikativ, integrierst dich leicht, kommst auch mit Konflikten klar, und bist fit im Bereich Wissensmanagement. Du bist nett zu Kunden, und zwar nicht nur so lange, wie sie nett zu dir sind.

Wie kann die Zufriedenheit von Kunden Grundlage deines Arbeitsstils sein? M.E. kann das nur Grundlage deiner Arbeitsmotivation sein. Du hast Schulungen gegeben, und Kritik umgesetzt. Da hilft dir wieder deine aufgeschlossene Art.

Du bist lernfähig- und -bereit, und willst dich weiterbilden.

Das ist das, was ich aus deinem Text rauslese, wenn ich alles wegstreiche, was ich selbst als Füllworte empfinde. Ich finde das für eine extra dritte Seite zu wenig. Ich fände das aber einen prima Ansatz für ein wirklich sehr gutes Anschreiben.

Ich bin aber gespannt auf andere Antworten und andere Meinungen.

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ice_and_fire
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Beitrag von ice_and_fire » 25.03.2009, 05:49

Habe ich das überlesen?
Um welchen Job soll es gehen und wer wäre der AG?

Lori76
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Beitrag von Lori76 » 25.03.2009, 09:01

Trüffel, vielen Dank nochmal!

Deine Kritik ist vollkommen ok und du brauchst dich nicht zu rechtfertigen. :wink:

Ich werde mir das Geschriebene heute abend nochmal zu Herzen nehmen und nochmals am Text arbeiten. Dein Feedback ist sehr willkommen.

fire&ice, es geht um einen Job mit Führungsverantwortung im IT-Umfeld (Service Desk, Projektmgmt., Servicemgmt.).

Der AG (globales UN aus dem Logistikwesen) tritt nicht in Erscheinung, da eine Personalvermittlung rekrutiert.

Danke & Gruß
Lori

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ice_and_fire
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Beitrag von ice_and_fire » 26.03.2009, 05:27

Ich habe für eine Dritte Seite immer eine Art "Checkliste"
Nur wenn alle Punkte mit Nein beantwortet werden lohnt sich ne dritte Seite. Anfangen würde diese Checkliste ungefähr so.

Enthält die Dritte Seite einen Absatz, der so auch im Anschreiben stehen könnte oder müsste?

Enthält die Dritte Seite Informationen, die man auch gut im Lebenslauf vermitteln könnte?

Bei Berufserfahrenen: Enthält die Dritte Seite allgemeine Aussagen?

Die Liste könnte natürlich noch länger werden, aber das wären mal die "Big Three"; und ehrlich gesagt, würde ich wohl alle drei Fragen bei Dir mit einem Ja beantworten.

Oftmals ist halt der Gedanke weit verbreitet das man eine Dritte Seite einfach einer "Fleißarbeit" gleichsetzt und dass man damit auf jeden Fall Punkte sammeln kann im Bewerbungsprozess. Dass dieser Scghuß böse nach hinten gehen kann wird oft ausgeblendet.

Lori76
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Beitrag von Lori76 » 27.03.2009, 20:39

Sodele, hier nochmals eine neue Version meiner 3. Seite. Ich habe etwas den Text abgespeckt und auch die Sätze komprimiert.

Jegliches Feedback ist willkommen! Danke vorab.

(nochmal ein dickes Danke an Trüffel für das letzte umfangreiche Feedback)

+++++++++++++++++++++++++++++++++++

Durch meine eigenverantwortliche Position innerhalb meines jetzigen Unternehmens, gehören zu meiner Person Eigenschaften wie Eigeninitiative, strukturiertes Denken und Handeln, aber auch Flexibilität. Auf diese Weise gelingt es mir selbständig und zielorientiert tagesgeschäftliche Aufgaben und große Projekte zu planen und zielgerecht durchzuführen.


In Zusammenarbeit mit Teammitgliedern und Partnerunternehmen, hat mir meine kommunikative und aufgeschlossene Persönlichkeit stets geholfen. Im Rahmen operativer Helpdesk-Tätigkeiten und langfristiger IT-Projektarbeit erbringe ich das notwendige Maß an Integrations- und Konfliktlösungsfähigkeit, sowie reibungsloser Arbeitsteilung samt Meinungs- und Informationsaustausch. Auch die Fähigkeit meinen Kunden, interner als auch externer Natur, langfristig, sowie mit Geduld und Hilfsbereitschaft zur Seite zu stehen, möchte ich gerne erwähnen.


Mein Arbeitsstil in dem bisherigen Tätigkeitsumfeld als Operational Manager bzw. Teamkoordinator wird zudem geprägt durch meine Befähigung, ergänzendes Wissen und Hilfestellungen in der Praxis sowie in Schulungen zu vermitteln. Andererseits bin ich in der Lage auf konstruktive Art und Weise selbst Verbesserungsvorschläge entgegen zu nehmen und diese im gemeinschaftlichen Sinne der Zielerreichung umzusetzen.


Neben dem Willen berufliche Ziele zu verwirklichen, habe ich das Engagement, mich in meiner privaten Zeit in vielen Bereichen weiterzuentwickeln und mein Wissen stetig aufzubauen. Dies wird durch mein nebenberuflich erworbenes Diplom deutlich, als auch durch meinen aktuell belegten Studiengang. Außerdem denke ich, dass meine Fähigkeit zur Selbstmotivation und die große Lust am Lernen, mir zusätzlich die Voraussetzung gibt, dauerhaft berufliche Erfolge vorweisen zu können.

Lori76
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Beitrag von Lori76 » 05.04.2009, 18:38

*hust* :wink:

Hat denn keiner der erfahereren User eine Meinung parat zur letzten Version meiner 3. Seite?

Danke euch vorab!

sonic1976
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Dritte Seite für Bewerbungsmappe

Beitrag von sonic1976 » 21.11.2009, 13:44

Hallo,

ich erwäge in meine Bewerbungsmappe die "dritte Seite" aufzunehmen.

Ich habe bei der Vielzahl meiner Bewerbungen die Vermutung, dass die meisten Personaler nicht wissen, was eine RA-fachangestellte tatsächlich macht und machen kann.

Ich bewerbe mich häufiger auf "Büro-Stellen", also nicht explizit in Anwaltskanzleien und achte eigentlich auch darauf, dass das das Stellenangebot die Anforderungen enthält, die ich auch bewältigen kann.

Trotzdem fallen meine Bewerbungen oft durch das Raster, bislang habe ich noch nie nachgefragt, warum. Irgendwie trau ich mich nicht.... Egal.

Ich habe mittlerweile viel über Gestaltung/Inhalt der dritten Seite gelesen. Meist wird sie ja für Vorstellung von Projekten bzw. Herausarbeiten der "Soft Skills" benutzt. Gut, Projekte kann ich als RA-fachangestellte nicht angeben und im Herausarbeiten von besonderen "Soft Skills" tue ich mich ziemlich schwer.

Also dachte ich, ich setze da einfach meine Tätigkeiten rein, also als Information für den Personaler. Eigentlich steht das Ganze ja auch in meinen Arbeitszeugnissen, aber ich vermute mal, dass wenn die RA-fachangestellte lesen, meine Bewerbung schon zur Seite legen. Ich hege die Hoffnung, dass wenigstens der dritten Seite noch Beachtung geschenkt wird und ich somit einen kleinen Vorteil erziele.

Was meint ihr? Versuch wert? Und wenn ja, wie? In Aufzählungsform? In Textform?

Oder ist das auf Grund der Zeugnisse "doppeltgemoppelt"?

Danke für Hilfe und Antworten!

LG und schönes WE
sonic

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FRAGEN
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Re: Dritte Seite für Bewerbungsmappe

Beitrag von FRAGEN » 21.11.2009, 14:10

sonic1976 hat geschrieben:ich erwäge in meine Bewerbungsmappe die "dritte Seite" aufzunehmen.
Als ich das gelesen hatte, ist mir richtig der Schreck in die Knochen gefahren. Das kann doch nicht "unsere" Sonic sein? Sie ist es aber doch:
sonic1976 hat geschrieben:Ich habe bei der Vielzahl meiner Bewerbungen die Vermutung, dass die meisten Personaler nicht wissen, was eine RA-fachangestellte tatsächlich macht und machen kann.
Könnte stimmen. Um ehrlich zu sein: Ich weiss es auch nicht... ;-)

Von daher finde ich Deine "Seite 3"-Idee ausgesprochen cool! Eine Seite mit einer Headline á la "RA-Fachangestellte... was ist das eigentlich?" ... wonach Du dann mit Schwung und Charme das Berufsbild und/oder den Alltag einer solchen erklärst. Der Witz wäre, dabei gar nicht von Dir als Person zu reden. Das tust Du mit Anschreiben und Lebenslauf. Die dritte Seite ist wirklich nicht mehr und nicht weniger als eine allgemeine "technische" Hintergrundinformation... nur dass sie Spass beim Lesen macht... ;-)

Wenn niemand Einspruch erhebt, ernenne ich Dich hiermit zur "Userin des Tages"... so viele eigenwillige Gedankengänge auf einem Haufen... ;-)

sonic1976
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Und wieder muss ich...

Beitrag von sonic1976 » 21.11.2009, 16:09

... danke sagen!

Sogar gleich zweifach... Einmal für Deinen wiederum sowohl hilfreich als auch ansprechenden Tipp, und für das Lob (da wird man im meinem Alter ja noch rot :oops: ) :-)

Ich schreib gern... könnte man ja gleich verwenden... Nix von wegen laaaangweilig gähnende Aufzählung... Da krieg ich ja gleich Schwung! Ideen fallen mir auch schon ein... Die "Endversion" kann ich ja dann hier mal präsentieren, nur möchte mein "Mini" auch grad mal beschäftigt werden... Also eher eine Arbeit für abends :-)

Ich wusste, warum ich mich an dieses Forum gewand hab (oder bislang an Dich FRAGEN :-) ).

Und das alles nur, weil ich mich nach längerer Zeit mal wieder bewerben wollte und das auch noch recht ansprechend sein soll... schon hatte ich diese ganzen Sachen im Kopf... Nur die Umsetzung..... Kommt noch :-)

Schneeschuh
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Beitrag von Schneeschuh » 05.01.2010, 19:50

Hallo Sonic,

bei mir ist es dasselbe wie dir: Gelernte Rechtsanwaltsfachangestellte, die sich auch auf andere Bürostellen bewirbt aber oft durchs Raster fällt. Hast du denn mittlerweile deine 3. Seite gestaltet und kannst hier ein Beispiel zeigen??

LG
Schneeschuh

sonic1976
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Beitrag von sonic1976 » 06.01.2010, 18:53

Hallo Schneeschuh (die kann man ab morgen bestimmt gut gebrauchen :-) ),

guckst Du hier :-)

http://www.bewerbung-forum.de/forum/tae ... 32365.html

Hab auf meine Bewerbung (Stichtag 10.12.2009) leider noch keine Antwort. Naja, eine... Dass die Bearbeitung noch Zeit in Anspruch nehmen wird. Mehr aber noch nicht.

LG
sonic

Deekin
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Beitrag von Deekin » 18.02.2010, 19:43

Ich finde die Idee und die Umsetzung Super!
Hast du den mitlerweise eine Antwort aus diese Bewerbung erhalten?

Ich werde mich von dem Stil mal inspirieren lassen (was abgucken) und sehen was draus wird. Stehe nähmlich vor ähnlichen Problemen als Oecotrophologien :oops:

sonic1976
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Beitrag von sonic1976 » 18.02.2010, 20:22

Danke!

Nein ich habe noch keine Antwort. Habe mich mal getraut, nach 2-monatigem Warten, nachzufragen. Tja, die hatten wohl einen Chefwechsel und es könnte noch etwas dauern... Dann scheit die Besetzung der Stelle ja nicht so dringlich zu sein... Dann übe ich mich mal weiterhin in Geduld und melde mich, sobald ich eine Resonanz habe.

Viel Glück Dir bei Deiner Bewerbung

Gruß
sonic

GinaS
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Dritte Seite - schwierige Sache

Beitrag von GinaS » 25.02.2010, 13:43

Hallo :)

ich habe von meiner Berufsschullehrerin erfahren, dass es heutzutage fast üblich ist, eine dritte Seite in die Bewerbungsunterlagen beizulegen.

Leider bin ich aber eine recht unkreative Person :( . Ich weiß zwar, was für Punkte auf dieser Seite stehen sollen, habe aber keine Ahnung, welche zusätzlichen Arbeitstätigkeiten ich verwenden kann, die nicht schon im Anschreiben stehen.

Ich arbeite in der Buchhaltung eines Immobilienmagazins und erledige dort allgemeine Verwaltungstätigkeiten, sowie Rechnungserstellung, Mahnwesen, Kundenakquise und Homepagebetreuung. All das sind für mich Punkte, die ich in das Anschreiben packen würde. Deswegen weiß ihn nicht so recht, mit welchen Inhalten ich die dritte Seite füllen kann bzw. soll.

Ich dank im Voraus für eure Mithilfe!!

Grüße

**mizi**
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Beitrag von **mizi** » 25.02.2010, 15:09

Ich kenne ganz viele Unternehmen, in denen der 3. Seite keine Beachtung geschenkt wird, ich lese die auch nie. Meistens ließt sich das schon so gezwungen und an den Haaren herbeigezogen. Deshalb habe ich ziemlich schnell aufgehört mich damit zu beschäftigen.

Wenn dir das eh nicht so liegt, dann lass die einfach weg und mach dafür ein richtig schönes Anschreiben. Besser als wenn du beide Sachen ein bisschen gut hast.

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FRAGEN
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Re: Dritte Seite - schwierige Sache

Beitrag von FRAGEN » 27.02.2010, 20:07

Kann **mizi** nur zustimmen!
GinaS hat geschrieben:Ich weiß zwar, was für Punkte auf dieser Seite stehen sollen, habe aber keine Ahnung, welche zusätzlichen Arbeitstätigkeiten ich verwenden kann, die nicht schon im Anschreiben stehen.
Du machst Dir keine Vorstellung, wie viel Du 98% aller Dritteseitenschreiber mit dieser Erkenntnis voraus hast, Gina! Eine "dritte Seite" hat grundsätzlich nur dann einen Sinn, wenn Du ganz spezielle Inhalte zu präsentieren hast, die a) entscheidend für Deine Bewerbung sind und b) sich in einem Anschreiben definitiv nicht in der notwendigen Tiefe darstellen lassen! Dieser Fall kommt zwar vor... ist aber erstaunlich selten!

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