Dritte Seite in Bewerbung gestalten - Tipps

Einzelne Bewerbungen können sehr umfangreich werden. In dieser Rubrik wird über fakultative Elemente der Bewerbungsunterlagen diskutiert.
sPeranza
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allgemeine Frage zur dritten Seite

Beitrag von sPeranza » 16.04.2010, 15:34

hi,

bin Student aber schon länger auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz.
Würde gerne meine Bewerbungsmappe mit der dritten Seite ein bisschen aufhübschen.
Ich weiß, dass viele der dritten Seite recht kritisch gegenüber stehen, ich könnte mir jedoch vorstellen , dass die dritte Seite bei Ausbildungsbewerbungen noch nicht sonderlich genutzt wird.

Was meint ihr, würde ich mich dadurch ehervon den anderen Bewerben positiv absetzen, oder könnte es ein Schuss ins Bein sein, denn ich würde gerne was zu meinen Beweggründen schreiben, dass Studium aufzugegen. Passt ja schließlich nicht alles ins Anschreiben rein.

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 16.04.2010, 21:52

Was sind denn das für Beweggründe? Ich bin skeptisch, dass nun ausgerechnet die Erklärung der Beweggründe für den Studienabbruch den Personaler davon überzeugen können, dich eine Runde weiterzulassen. Der will ja eher lesen, welche Qualifikationen du mitbringst.

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Beitrag von sPeranza » 17.04.2010, 10:34

also würdest du das komplette Thema eher weglassen und auf der dritten Seite nur "Meine Motivation" oder "Säulen der Qaulifikation" machen???

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 17.04.2010, 10:45

Wenn das tatsächlich die einzigen infrage kommenden Inhalte sein sollten, würde ich gar keine dritte Seite machen... ;-)

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Beitrag von sPeranza » 17.04.2010, 11:20

es ist ja so: bei 1,5 Zeilenabstand in Anschreiben passt ja nicht gerade ein roman rein, soll ja auch nicht. Möchte auch das Anschreiben nicht überfüllen, deshalb hatte ich überlegt eine dritte Seite zu machen.

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Beitrag von FRAGEN » 17.04.2010, 11:35

In Deinem Fall ist es nur so, dass es sich bei der Idee für die "Dritte Seite" um klassische Kernaussagen der "Ersten Seite" (d. h. des Anschreibens) handelt. Motivation und Qualifikation gehören da rein... und wenn Du beides wirklich auf den Kern der Sache reduzierst, passt das auch locker!

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Beitrag von sPeranza » 17.04.2010, 12:20

stimmt , du hast recht, wenn ich schon nicht im Anschreiben überzeugend sein kann, lesen sich die Leute die dritte Seite bestimmt nicht durch.

Kurze Frage nebenbei: Kann ich auch die schriftgröße verkleiner, habe zur Zeit "trebuchet MS" größe 11, wenn ich auf 9 runtergehe , dasst alles rein.

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Beitrag von FRAGEN » 18.04.2010, 10:37

Hmmmm... das könnte zwar eine Notlösung sein... aber irgend etwas lässt mich in Deinem Fall vermuten, dass es noch genug Luft für Kürzungen gibt, um ohne diese Massnahme auszukommen... ;-)

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Beitrag von sPeranza » 18.04.2010, 13:13

kaum Platz, mit Briefkopf, Betreff ist danach nicht viel Platz, könnte die Absätze weglassen, nur dann ist die optische Struktur weg.

bin jetzt wieder auf Arial 12 , habe nur den 1,5 fachen Zeileabstand rausgenommen. Ginge das zur Not auch?

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Beitrag von FRAGEN » 18.04.2010, 13:55

Hmmmm... auf die Absätze würde ich unter keinen Umständen verzichten... und bei der Schrift wohl eher auf den Zeilenabstand als auf die Textgrösse. Aber nochmal: Ich würde zuerst (und vor allem) nach Möglichkeiten zur inhaltlichen Verdichtung Ausschau halten... ;-)

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Beitrag von sPeranza » 18.04.2010, 14:45

hab jetzt die ganze Zeit nach Kürzungsmöglichekeiten gesucht. Muss natürlich auch darauf achten, dass sich der Text schön rund liest. wenn ich was rausnehme oder kürze , das merkt man sofort.............

Franzimaus
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"Dritte Seite" zum Thema Behinderung?

Beitrag von Franzimaus » 06.07.2010, 15:29

Hallo,

ich habe vor Kurzem meine Ausbildung abgeschlossen und möchte mich nun bewerben.

Ich habe einen bescheinigten Behinderungsgrad von 50% der allerdings nicht sichtbar ist.

D.h. ich brauche zum Verstehen und Lösen von Aufgaben teils etwas länger und mache mir viele Notizen. Zudem habe ich ein stark eingeschränktes Gesichtsfeld.

Ist es sinnvoll darüber eine dritte Seite Anzulegen oder wirkt das eher negativ?

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Beitrag von FRAGEN » 06.07.2010, 16:13

Eine Behinderung wirkt wohl niemals positiv... aber wenn sie zwar einerseits nicht sichtbar ist, sich andererseits allerdings klar auf Deine Arbeit auswirkt, wäre es m. E. sehr gefährlich, sie verschweigen zu wollen.

Und wenn Du sie nicht verschweigst, stellt sich natürlich die Frage, in welcher Form Du sie anbringst. Ich schließe aus Deinen Andeutungen, dass es keine Behinderung ist, deren Name jedem sofort etwas sagt. Von daher ist es sicher sinnvoll, der Sache im Vorfeld mit Sachlichkeit etwas von ihrem spontanen Schrecken zu nehmen. Was denkst Du, wie kompakt Du Deine Einschränkungen (und vor allem: das, was bleibt) schildern kannst? Wenn Du dafür mehr als 3 Sätze brauchst, würde ich es nicht mehr ins Anschreiben nehmen, da Du damit dann einen Schwerpunkt setzt, gegen den nichts anderes mehr ankommt. Dann steht da - dem Eindruck nach - nur noch "die behinderte Franzimaus"...

Der langen Rede kurzer Sinn: Vermutlich ist es wirklich sinnvoll, diese vertrauensbildende Erklärung auf einer eigenen Seite zu verfassen. Ehrlich und ungeschönt einerseits... und mit einem positiven Gesamtausblick zum Ende hin. Nicht einfach... aber interessant... ;-)

Romanum
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Beitrag von Romanum » 06.07.2010, 16:40

Du könntest auf die Erfahrungen deiner Ausbildungszeit eingehen, wie diese Behinderung deinen Arbeitsalltag beeinflusst hat und wie du, deine Kollegen und dein Arbeitgeber damit umgegangen sind und wie du trotzdem deine Arbeit zur Zufriedenheit erledigen konntest.

Chancen
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Beitrag von Chancen » 06.07.2010, 16:53

Da Firmen bestimmte Quoten erfüllen müssen, ist es sinnvoll sowas anzugeben.

slope
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Spezielle Kenntnisse für die dritte Seite

Beitrag von slope » 08.05.2011, 20:45

Hallo zusammen,

es geht um ein Praxissemester in Fachrichtung Informatik

ich habe vor außer dem Anschreiben und dem Lebenslauf eine weitere Seite zu schreiben, auf dem kategorisch aufgelistet ist in welchen Anwendungsprogrammen ich geschult wurde. Kategorien wären z.B. Programmiersprachen, Datenbankmanagement usw.
ich denke, zur „dritten Seite“ einer Bewerbung gehört und das nicht. Wisst ihr, wie man dies nennt oder nennen könnte(weitere Referenzen, besondere Kenntnisse?) Haltet ihr das für sinnvoll oder ist das gar von den Unternehmern gewünscht??

Beste Grüße

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 08.05.2011, 23:00

Eventuell Qualifikationsprofil oder IT-Eignungsprofil?

Der Sinn hängt von der Aussagekraft ab, die man dem Profil entnehmen kann.

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Beitrag von FRAGEN » 08.05.2011, 23:39

Ich habe - gerade im IT-Bereich - auch schon öfters das Wort "Skillsheet" gehört. Im Endeffekt ist es wohl eine Frage des Unternehmensstils, wie man so etwas nennt...

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Dritte Seite Qualifikationen?

Beitrag von cory » 31.10.2013, 15:46

Sollte ich eine dritte Seite mit meinen Qualifikationen einfügen oder ist das überflüssig? Bin gelernte Informatikkauffrau, ich würde also meine Hard- und Softwarekenntnisse, Sprachen, Ausbildereignung etc da gesondert aufführen. Oder wirkt das für einen Berufsanfänger, der erst ein paar Praktika und die Ausbildung hatte, zu überheblich?
MfG
Cory

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KillrAngel
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Beitrag von KillrAngel » 31.10.2013, 19:54

Persönlich halte ich nichts von dritten Seiten. Wieso soll es so schwer sein, alle wichtigen Fähigkeiten & Co. in Anschreiben und Lebenslauf rüberzubringen? Deine Hard- und Software-Kenntnisse usw. passen vollkommen im Lebenslauf. Mein Bruder hat es auch geschafft. Er hat das gleiche gelernt wie du.

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Beitrag von cory » 31.10.2013, 20:12

ok, das beruhigt mich erstmal, genau so hab ich es bisher nämlich ach gemacht, war nur leicht verunsichert.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 01.11.2013, 11:42

KillrAngel hat geschrieben:Persönlich halte ich nichts von dritten Seiten. Wieso soll es so schwer sein, alle wichtigen Fähigkeiten & Co. in Anschreiben und Lebenslauf rüberzubringen? Deine Hard- und Software-Kenntnisse usw. passen vollkommen im Lebenslauf. Mein Bruder hat es auch geschafft. Er hat das gleiche gelernt wie du.
Ich hab mal ne Einladung gerade aufgrund der dritten Seite bekommen. Wäre 'ne Stelle an einer Uni als Wissenschaftlicher Mitarbeiter gewesen; ich wurde am Ende wegen besserer Noten des Konkurrenten ausgestochen. "Dritte Seiten" lege ich aber auch nur dann an, wenn's für mich gerade irgendwie passt, wenn ich der Auffassung bin, dass ich meine Qualifikationen besser auf der dritten Seite unterbringen kann, als im Motivationsschreiben.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 01.11.2013, 12:15

Ich glaube, ihr redet hier von unterschiedlichen Dingen: Corys Idee wäre es ja gewesen, einen ebenso klassischen wie expliziten Bestandteil des Lebenslaufs zur "Dritten Seite" zu machen... was tatsächlich objektiv keinen Sinn ergibt. Wobei... es bei Informatik-Menschen im Laufe der Zeit durchaus sein kann, dass die Abteilung "Software-Kenntnisse" innerhalb des LL-Bereichs irgendwann eine eigene Seite füllt. "Skill-Sheet" nennt sich so etwas dann, wenn ich mich richtig erinnere.

Eine "Dritte Seite" im eigentlichen Sinne müsste etwas ganz Spezielles sein, was sich beim besten Willen weder dem Anschreiben noch dem Lebenslauf zuordnen lässt... und trotzdem echten inhaltlichen Sinn für den Leser ergibt. So wahnsinnig häufig ist das m. E. nicht. Vor allem fielen mir hier detailliertere Berichte zu besonders relevanten Erfahrungen ein, die in einem Anschreiben den Rahmen sprengen würden... zu einem Projekt oder sonst einer sehr speziellen Aufgabe, einem längeren Aufenthalt in einer anderen Kultur oder sonstigen bewusstseinsverändernden Umständen, evtl. eine inhaltliche Zusammenfassung einer eigenen Veröffentlichung, bei weltanschaulich geprägten Arbeitgebern möglicherweise irgendeine Form von Auseinandersetzung mit dieser Weltanschauung...

... aber ganz sicher nicht der übliche Unfug á la "Ich bin Teamplayer, will etwas bewegen und blicke immer nach vorn!" auf Seitenlänge ausgewalzt... ;-)

89thMinute
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Dritte Seite, Erste Ideen - Meinungen ausdrücklich erwünscht

Beitrag von 89thMinute » 08.08.2014, 19:25

Hallo,
zurzeit bin ich in der Findungsphase meines Studiumwunsches (welches definitiv dual sein soll) und nach viel Lesen und Recherchieren, bin ich an dem Punkt angekommen, an dem ich das ganze schon weiter eingrenzen kann. Ich möchte in die Richtung des öffentlichen Dienstes gehen und finde den Studiengang Diplom-Rechtspfleger sehr interessant und kann mir vorstellen, diesen Beruf auszuüben.

Derzeit sitze ich an Bewerbung und Motivationsschreiben und möchte beides so gut wie es nur geht aufbauen. Damit ich nicht gleich den falschen Weg gehe, möchte ich hier mal erste Ideen für das Motivationsschreiben veröffentlichen und nach eurer Meinung dazu fragen.
Ich möchte von euch kein fertiges Schreiben oder sonstiges. Ich möchte lediglich eure Meinung dazu (Umstellungen und Vorschläge sind natürlich gern gesehen) und diese bitte in aller Härte. Wenns besch... klingt, dann sagt mir das (bitte begründet).


Brainstorming, keine endgültige Reihenfolge oder Einteilung:

Warum ich mich für den Beruf des Diplom-Rechtspflegers entschieden habe.

In Ihrer Stellenanzeige beschreiben Sie eine berufliche Aufgabe, an der ich starkes Interesse habe.
In alltäglichen Situationen stelle ich mir oft Fragen wie „Ist das Rechtens?“ oder „Wie ist das gesetzlich geregelt?“ Ich möchte mir in meiner Beruflichen Zukunft keine Fragen stellen, sondern Antworten geben. Aus diesem Grund sehe ich das Studium zum Diplom-Rechtspfleger nicht nur als Beruf, sondern als Berufung.

Bin um jede Antwort dankbar.

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FRAGEN
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Re: Dritte Seite, Erste Ideen - Meinungen ausdrücklich erwün

Beitrag von FRAGEN » 08.08.2014, 23:03

89thMinute hat geschrieben:Warum ich mich für den Beruf des Diplom-Rechtspflegers entschieden habe.

In Ihrer Stellenanzeige beschreiben Sie eine berufliche Aufgabe, an der ich starkes Interesse habe.

In alltäglichen Situationen stelle ich mir oft Fragen wie „Ist das Rechtens?“ oder „Wie ist das gesetzlich geregelt?“ Ich möchte mir in meiner Beruflichen Zukunft keine Fragen stellen, sondern Antworten geben. Aus diesem Grund sehe ich das Studium zum Diplom-Rechtspfleger nicht nur als Beruf, sondern als Berufung.
Also, 89thMinute, kurz und klar: Alles Rote ist reines Füllmaterial ohne jeglichen Informations- und/oder Persönlichkeitswert und kann(soll!) somit raus. Das Grüne wäre m. E. ein sehr schöner Einstieg in ein klassisches Bewerbungsschreiben. Den Extra-Inhalt einer eigenständigen "Dritten Seite" sehe ich hier bislang nicht.

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