Konsularsekretärsanwärterin im gehobenen Dienst im Auswärtigen Amt

Hier besteht die Möglichkeit, über Anschreiben für die Ausbildung, für Praktika und für das Studium (Duales Studium, Universität, BA) mit anderen Mitgliedern zu diskutieren.
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bar-celona
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Konsularsekretärsanwärterin im gehobenen Dienst im Auswärtigen Amt

Beitrag von bar-celona » 23.06.2020, 16:44

Hallo zusammen,

erstmal zu mir: ich mache im Moment meine Ausbildung zur Fachinformatikerin, möchte aber komplett umsatteln und traue mich mal, jetzt nach den Sternen zu greifen - ergo, auswärtiges Amt. Das auswärtige Amt ist, wie ich glaube, ziemlich konservativ eingestellt, deswegen klingt meine Bewerbung auch ein bisschen nach Bewerbungsratgeber - ich habe mir trotzdem Mühe gegeben, nicht ganz so eingestaubt zu klingen. Auch die Einleitung ist eigentlich ein größes No-Go, aber ich glaube bei einer Behörde kommt das gar nicht so schlecht.

Kompetenzen, die das auswärtige Amt haben will, sind Flexibilität, Kommunikationsfähigkeit, interkulturelle Kompetenz, Allgemeinwissen, Führungskompetenzen (die habe ich noch nicht), Teamfähigkeit und so weiter. Ich habe probiert, davon möglichst viel glaubwürdig abzudecken. Vielleicht habt ihr ja den ein oder anderen Tipp für mich. Ich glaube aber nicht, dass das auswärtige Amt bei dem Anschreiben wahnsinnig filtert, sondern vielmehr dann in den Tests, die dann folgen - also muss das Anschreiben nicht perfekt sein, wie es zum Beispiel bei einem Großunternehmen aussehen sollte.

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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bewerbe mich für das duale Studium zur Konsularsekretärsanwärterin im gehobenen Dienst. Aktuell befinde ich mich noch in der Ausbildung zur Fachinformatikerin an der Universität Deutschestadt, die ich im Juni/Juli 2020 abschließen werde. (Ich weiß, das entspricht nicht dem Standard, ist aber meines Erachtens so gewollt vom auswärtigen Amt, zumindest ist das deren Bewerbungstipp, wenn man sich bei "internationalen Organisitionen bewirbt.)

Auf die Abwechslung, die durch die häufigen Standortwechsel und verschiedenen Einsatzbereiche in der Verwaltung garantiert wird, bin ich besonders gespannt. Trotzdem bin ich mir der Herausforderung bewusst, dass die Standortwünsche im Berufsleben nicht immer berücksichtigt werden können und auch Einsätze in Ländern, die mitunter gefährlich sein können oder einen niedrigeren Lebensstandard mit sich bringen, notwendig sind. (Ja, klingt negativ - aber sie schreiben in der Ausschreibung x-mal, dass man sich damit beschäftigt haben soll, ob man das überhaupt aushalten kann, von daher wollte ich darauf eingehen.) Da ich selbst einen Migrationshintergrund habe, habe ich bereits Erfahrungen mit unterschiedlichen Kulturkreisen gesammelt und gelernt, mich an andere Gegebenheiten anzupassen. (Klingt etwas komisch, aber Bewerbungen mit Migrationshintergrund sind "ausdrücklich gewünscht". Weiß aber noch nicht, ob die Formulierung wirklich so stehen gelassen werden kann.)

In meiner Ausbildung habe ich bereits unter Beweis gestellt, dass selbstständiges und zielstrebiges Arbeiten mir keine Probleme bereitet. In eigenen Projekten darf ich meine Planungsfähigkeiten unter Beweis stellen. Beim Einsatz in unserem technischen Support bin ich besonders während der Coronakrise dafür zuständig, alleine erhöhtes Kundenvolumen zu bewältigen und die anfallenden Aufgaben zu priorisieren, damit der ungestörte Betrieb gewährleistet bleibt. Gerade hier muss ich flexibel bleiben, um unvorhergesehene Aufgaben in die Tagesplanung integrieren zu können. Da zu unseren Kunden auch die Professoren der Universität gehören, bin ich darin geübt, mit höherrangigen Personen respektvoll schriftlich und mündlich zu kommunizieren. Im Gespräch schaffe ich es, auch fachfremden Personen Zusammenhänge zu erklären und gemeinsam mit Ihnen eine Entscheidung zu treffen. (Außer den letzten Satz finde ich das eigentlich alles gut. Ich wollte halt irgendwie zeigen, dass ich gut kommunizieren kann. Oder kommt das komisch?)

Die Vielseitigkeit der im Studium gelehrten Fächer finde ich spannend. Ich verfüge über eine gute Allgemeinbildung, die ich durch das Verfolgen von aktuellen Geschehnissen und mit dem Lesen von Sachbüchern in meiner Freizeit weiter ausbaue. (Das stimmt zwar, aber klingt das mit den Sachbüchern nicht total arrogant/gelogen?)

Wie man an meinen Noten aus der Schule und dem außerschulischem Kroatischunterricht sieht, fällt mir das Lernen von Sprachen leicht – gerne würde ich in meinem Berufsalltag die Möglichkeit haben, neue Sprachen kennenzulernen.

Mein Antrag auf eine Anspruchseinbürgerung wird zurzeit bearbeitet, ich wäre also voraussichtlich zum Einstellungstermin deutsche Staatsbürgerin.
Ich freue mich über Ihre Rückmeldung.

Mit freundlichen Grüßen
bar-celona

Wer bis hierhin gelesen hat - vielen Dank! :)

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Re: Konsularsekretärsanwärterin im gehobenen Dienst im Auswärtigen Amt

Beitrag von TheGuide » 23.06.2020, 18:02

bar-celona hat geschrieben:
23.06.2020, 16:44
ich bewerbe mich für das duale Studium zur Konsularsekretärsanwärterin im gehobenen Dienst.
Dass du dich bewirbst und auf was, sollte bereits der Betreffzeile zu entnehmen gewesen sein. Damit verrätst du hier nichts Neues. Sätze sollten in Bewerbungen nicht mit ich beginnen, schon mal gar nicht der allererste Satz.
Aktuell befinde ich mich noch in der Ausbildung zur Fachinformatikerin an der Universität Deutschestadt, die ich im Juni/Juli 2020 abschließen werde. (Ich weiß, das entspricht nicht dem Standard, ist aber meines Erachtens so gewollt vom auswärtigen Amt, zumindest ist das deren Bewerbungstipp, wenn man sich bei "internationalen Organisitionen bewirbt.)
Die Lebenslaufwiedergabe im Anschreiben ist gewollt? Wo genau hast du diese Angabe her?
Da ich selbst einen Migrationshintergrund habe, habe ich bereits Erfahrungen mit unterschiedlichen Kulturkreisen gesammelt und gelernt, mich an andere Gegebenheiten anzupassen. (Klingt etwas komisch, aber Bewerbungen mit Migrationshintergrund sind "ausdrücklich gewünscht". Weiß aber noch nicht, ob die Formulierung wirklich so stehen gelassen werden kann.)
Ich finde nicht, dass das komisch klingt, eher zu unkonkret. Ich sag mal so: Wenn du aus Österreich nach Dtld. gezogen bist, da gibt es zwar minimale kulturelle Unterschiede, aber die sind pillepalle. Du musst hier konkreter werden (kannst ja fürs Forum anonymisieren).
In meiner Ausbildung habe ich bereits unter Beweis gestellt, dass selbstständiges und zielstrebiges Arbeiten mir keine Probleme bereitet.
dass mir .... Arbeiten liegt.
In eigenen Projekten darf ich meine Planungsfähigkeiten unter Beweis stellen.
Unter Beweis stellen hast du bereits im vorhergehenden Satz, dürfen ist ein Verb für Hunde und kleine Kinder, nichts für Menschen, die Verantwortung übernehmen wollen.
Gerade hier muss ich flexibel bleiben, um unvorhergesehene Aufgaben in die Tagesplanung integrieren zu können.
Und jetzt mal ohne Modalverben!
Da zu unseren Kunden auch die Professoren der Universität gehören, bin ich darin geübt, mit höherrangigen Personen respektvoll schriftlich und mündlich zu kommunizieren. Im Gespräch schaffe ich es, auch fachfremden Personen Zusammenhänge zu erklären und gemeinsam mit Ihnen eine Entscheidung zu treffen.


Ihnen ist hier keine Anrede, daher bitte klein.
Die Vielseitigkeit der im Studium gelehrten Fächer finde ich spannend.

Blabla...
Ich verfüge über eine gute Allgemeinbildung, die ich durch das Verfolgen von aktuellen Geschehnissen und mit dem Lesen von Sachbüchern in meiner Freizeit weiter ausbaue. (Das stimmt zwar, aber klingt das mit den Sachbüchern nicht total arrogant/gelogen?)
Was daran soll arrogant klingen? Aber: Je konkreter desto glaubwürdiger!


Mir ist noch nicht gfgganz klar, was genau du studieren wirst und wieso du in den diplomatischen Dienst möchtest.

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