Duzen in der Stellenanzeige - im Anschreiben auch duzen?

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interpret
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Duzen in der Stellenanzeige - im Anschreiben auch duzen?

Beitrag von interpret » 02.06.2008, 13:57

wie informell soll dann das Anschreiben sein?

"Sehr geehrter Herr XY" scheint fehl am Platz, selber Dutzen aber auch.

Wie geht man damit um?

Danke!
interpret

Justo
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Beitrag von Justo » 02.06.2008, 21:16

Ich würde eine ganz normale bewerbung schreiben...

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KI986
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Beitrag von KI986 » 04.06.2008, 12:07

Kannst du den Link mit der Stellenanzeige posten?

interpret
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Beitrag von interpret » 04.06.2008, 16:03

Hat sich schon erledigt. Ich hab's im Anschreiben jetzt einfach vermieden.

Nun muss ich aber schauen, wie ich das beim Bewerbungsgespräch mache. :roll:
Die Fragen hören nie auf! :lol:

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KI986
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Beitrag von KI986 » 04.06.2008, 16:45

interpret hat geschrieben:Hat sich schon erledigt. Ich hab's im Anschreiben jetzt einfach vermieden.

Nun muss ich aber schauen, wie ich das beim Bewerbungsgespräch mache. :roll:
Die Fragen hören nie auf! :lol:
Hast du denn bereits eine Einladung vorliegen? Wenn nicht, mach dir dann erst Gedanken, wenn es soweit ist :)

interpret
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Beitrag von interpret » 04.06.2008, 16:49

Ja hab ich, das mit dem Vermeiden kann also nicht so falsch gewesen sein. ;)

Ich könnte mir vorstellen, dass - wenn dieses Duzen dort Gang und Gäbe ist - meine Gesprächspartner sich dementsprechend vorstellen, also nicht mit dem Nachnamen, wie man es normalerweise machen würde, sondern z.B. "Ich bin der Tom (kleine Pause) Müller."
In dem Fall würde ich dann duzen.

Und ich denke auch, dass ich, wenn sie mich zuerst duzen "Hast Du gut hergefunden?" auch zurückduzen darf.
Oder?

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KI986
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Beitrag von KI986 » 05.06.2008, 09:17

Glückwunsch, dass du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurdest.

Ich denke, dass das auch immer in Zusammenhang mit der Unternehmenskultur zu betrachten ist. Es gibt ja zb Unternehmen, die etwa aufgrund amerikanischer Muttergesellschaft generell nur "per Du" untereinander verkehren.

Wenn der Vorgesetzte merkt, dass du da zu locker bist, dann wird der sich schon melden. Er ist schließlich groß, pardon, erwachsen.

Und wenn der Nähe zu seinen Untergebenen will, warum nicht.
Wenn er was taugt, braucht er diese Nähe auch nicht zu scheuen, denn dann kann er schon darauf vertrauen, dass sich da keiner als Brutus zeigt, und ihm den Dolchstoß gibt.

Außerdem gilt ja: Ein guter Chef holt sich gute Leute in seine Nähe, Leute, die die Chance haben, ihn zu überholen,- und er ist stolz darauf.
Ein schlechter Chef holt sich Leute, die schwächer sind als er, Leute, die er auf Distanz halten kann, damit sie ihm nicht gefährlich werden können.

Du hast nun folgende Möglichkeiten. Entweder du thematisierst das "Du" oder du schließt dich der Kommunikation deines Gegenüber an. Sicherlich erhälst du dadurch eine Selbstsicherheit, jedoch sollte man es nicht übertreiben....

interpret
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Beitrag von interpret » 07.07.2008, 17:03

Ich wollte interessehalber mal ein Update geben, irgendwie ist es schade, dass man von den meisten Leuten hier nichts mehr hört.

Also es war tatsächlich so, dass ich beim VG nur mit Vornamen angesprochen wurden und meine Gesprächspartner sich auch nur mit Vornamen vorstellten.
Also habe ich die Leute dann auch geduzt. Sich ständig etwas auszudenken, wie man die Anrede vermeidet, war in der Situation einfach nicht machbar, man ist ja schon nervös genug.
Ich musste dann (wie im anderen Subforum erwähnt) eine Arbeitsprobe abliefern.
Es tat sich danach drei Wochen gar nichts und Freitag habe ich dann die Zusage bekommen. Leider nicht zu dem Gehalt, das ich wollte, aber ich komme ja direkt von der Uni, es war meine erste und einzige Bewerbung und der Job und die Firma machen einfach einen super Eindruck, also werde ich wohl unterschreiben.

LG
interpret

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 07.07.2008, 17:15

Das hört sich ja gut an.

Hast du denn noch andere Bewerbungen im Umlauf?

rokko
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Beitrag von rokko » 07.07.2008, 17:58

interpret hat geschrieben:Leider nicht zu dem Gehalt, das ich wollte, aber ich komme ja direkt von der Uni, es war meine erste und einzige Bewerbung und der Job und die Firma machen einfach einen super Eindruck, also werde ich wohl unterschreiben.
Da wir hier ja anonym sind, kannst du uns verraten welches Gehalt du haben wolltest und was du letztendlich bekommst, und welche Branche? Sowas ist immer hilfreich.

interpret
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Beitrag von interpret » 07.07.2008, 18:15

Knightley hat geschrieben:Das hört sich ja gut an.

Hast du denn noch andere Bewerbungen im Umlauf?
Nein, ich sag ja, es war meine erste und einzige Bewerbung.
Ich wollte warten, was bei dieser Stelle rumkommt, bevor ich mich weiter bewerbe.
Ja, ich weiß, dasss man das nicht machen soll, aber es gab seitdem einfach auch keine anderen Stellenangebote, die mich wirklich interessiert hätten.
Persönlich denke ich, dass ich die Stelle bekommen habe, weil sie mich wirklich begeistert und ich das auch so vermitteln konnte.

Rokko,
ich wollte 35.000 brutto, bekomme aber wohl nur 28.600 brutto, der Job ist in der IT Branche.

Hth :)
interpret

wrue
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Duzen im Stellenangebot - welche Anrede

Beitrag von wrue » 19.12.2008, 16:24

Hallo,
ich bin hätt da mal ne Frage,
ich möchte mich für eine Stelle als Werkstattmitarbeiter in einem Surfcenter
auf Fuerteventura bewerben.
In dem Stellenangebot wird allerdings schon die Anrede "Du" verwendet, da finde ich klingt "Sehr geehrte Damen und Herren" als Anrede irgendwie unpassend.

Kann mir da vielleicht jemand einen Tipp geben?
Vielen Dank

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ice_and_fire
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Beitrag von ice_and_fire » 20.12.2008, 08:31

wrue hat geschrieben:Hallo,
ich bin hätt da mal ne Frage,
ich möchte mich für eine Stelle als Werkstattmitarbeiter in einem Surfcenter
auf Fuerteventura bewerben.
In dem Stellenangebot wird allerdings schon die Anrede "Du" verwendet, da finde ich klingt "Sehr geehrte Damen und Herren" als Anrede irgendwie unpassend.

Kann mir da vielleicht jemand einen Tipp geben?
Vielen Dank
Trick 17 wäre eine direkten Ansprechpartner telefonisch herauszufinden.
In Normalfall wirst du dich dann auch schnell wundern, dass ihr beiden euch erst einmal "siezen" werdet.
Ich habe noch gelernt, dass alles andere unhöflich ist. Wenn ich mich nicht im Forum befinde oder mit einem 15-jährigen unterhalte sieze ich Ansprechpartner, bis sie mir das Du anbieten (natürlich kann ich diesen Vorgang beschleunigen).

Ich würde wetten wollen, dass du dann ein Anschreiben an Hr. oder Fr. X verfasst und von "Sie" und "Ihnen" sprichst. Wenn du dann eingestellt wirst, kann es durchaus sein, dass dir in Null-Komma-Nichts dass Du angeboten wird.

Dass Du in der Stellenausschreibung kann auch durchaus so zu verstehen sein, dass man vertrauen aufbauen will, eine lockere Atmosphäre darstellen will und möglichst auch junge Menschen auf einer persönlichen Ebene ansprechen will.

Ich glaube Änhliches auch schon für Hochschulabsolventen gesehen zu haben. Für Position und Konzerne wo ein "Du" im Anschreiben ein Absolutes No-Go gewesen wäre

rokko
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Bewerbung nach früherem Praktikum: Siezen oder Duzen?

Beitrag von rokko » 20.03.2012, 23:47

Folgende Situation:

Vor etwa drei Jahren habe ich ein Praktikum in einem Unternehmen absolviert, bei dem wir uns alle in der Abteilung geduzt haben. Dabei habe ich u.a. auch an der Weihnachtsfeier teilgenommen (wir hatten also auch Umgang abseits der Arbeit) und ich habe das Praktikum mit viel Lob erfolgreich abgeschlossen.

Jetzt habe ich eine Stellenanzeige des Unternehmens entdeckt die mich interessiert, und laut dieser soll man seine Bewerbung an eine bestimmte Person schicken, die ich namentlich noch von damals kenne und mit der ich "per Du" war. Jetzt frage ich mich natürlich wie ich das Ganze angehe - soll ich im Anschreiben Duzen oder Siezen? Irgendwie habe ich kein richtiges Gefühl dafür.

Das Duzen ist natürlich in der Regel unnormal bei einer Bewerbung, auf der anderen Seite waren wir halt schon längst beim "Du" und wenn ich jetzt auf einmal wieder Sieze, kommt das irgendwie total distanziert und unpersönlich rüber, so als könnte ich mich an die Person gar nicht mehr erinnern. Gegen das Duzen wiederum spricht, dass das Praktikum halt schon fast drei Jahre her ist, auf der anderen Seite bin ich der Person vor ca. einem Jahr nochmal auf der Straße begegnet und sie hat sich noch an mich erinnert und wir haben uns wie selbstverständlich geduzt.

Wie ist eure Meinung hierzu?

Katzeecht
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Beitrag von Katzeecht » 21.03.2012, 11:37

Hallo,

also ich würde ehrlich gesagt als erstes Mal anrufen um mich wieder ins Gedächtnis zu bringen. Dann kannst du ja schon mal vorfühlen wie Deine Chancen stehen, und im Gespräch kannst du ja auch normal das DU verwenden. Aber im Anschreiben würde ich - wenn nach deinem Telefonat noch eine schriftliche Bewerbung erforderlich ist - das SIE schon verwenden.

Ich mache es übrigens im alltäglichen Schriftverkehr auch so, obwohl ich Subunternehmer Duze, wird bei Anschreiben aller Art das SIE verwendet

lg katze

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 21.03.2012, 12:29

Hallo rokko,

definitiv kein Duzen.

Es ist keine Bewerbung an einen Freund.

Dass man sich irgendwann einmal gedutzt hat, hat keine Auswirkung auf die Präsentation. selbst wenn die Bewerbung an eine bestimmte Person zu richten ist, bedeutet dies nicht, dass nur diese Person die Bewerbung zu Gesicht bekommt.
Da Du nicht weisst, ob sich die Verhältnisse in der Firma in der Zwischenzeit geändert haben, könnte es sein, dass Du mit der Duzform den Ansprechpartner in eine unangenehme Situation bringst, wenn er dann erklären darf, was es denn mit dem "Du" auf sich hat.

Viele Grüße aus Duisburg

ohmygoodness
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Duzen in der Stellenanzeige - Ansprache in Anschreiben?

Beitrag von ohmygoodness » 06.02.2016, 13:17

Hallo!

Ich habe zwar schon die Suche bemüht, aber würde mir trotzdem für meinen Fall nochmal Rat einholen.

Wie schon der Titel verrät, werden die Bewerber in einer Stellenanzeige geduzt. Was auch zum Unternehmen, deren Produkte und Philosophie passt.

Sollte ich Duzen oder Siezen? Wobei ich mich wirklich unwohl oder eher komisch fühlen würde, wenn ich das Du in der Bewerbung verwenden würde...

Alternativ wollte ich das Anschreiben etwas lockerer verfassen und "Hallo Frau Müller" als Anrede und "Beste Grüße aus XX" als Grußformel verwenden.

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 06.02.2016, 15:42

Ich wuerde nochmal auf der Homepage recherchieren, eventuell auch mal anrufen. Wenn es Dir mit dem Fremdduzen nicht gut geht, ist der Mittelweg mit mehr Lockerheit wirklich das Medium der Wahl. ;)

ohmygoodness
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Beitrag von ohmygoodness » 06.02.2016, 16:19

Überall Du, Du, Du! ;)
Hab gerade mal aus Interesse bei der Konkurrenz geschaut und dort wird ebenfalls geduzt, auch in deren Stellenanzeigen.

An sich befürworte ich das Duzen im Alltags- und Berufsleben ja, aber finde es trotzdem noch "komisch" bei Bewerbungen - gerade in der Wirtschaft.

Ich glaube letzten Endes wird es wirklich am Schlausten sein, dass ich mir bis Montag noch eine gute Frage überlege, dort anrufe und dann mal schaue, wie man mit mir spricht ;)

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 06.02.2016, 16:25

Entweder das... oder gleich mal vorbeigehen und gucken. Wie heisst es so schön seit werweisswievielenhundert Jahren? "Wenn Du nach Rom gehst, verhalte Dich wie ein Römer..."... ;-)

Wie ist denn - Personalpronomen mal aussen vor - der allgemeine Tonfall des Inserats? Und wie heisst die Mail-Adresse, an die man sich wenden soll? Du brauchst sie hier nicht zu nennen... guck nur mal selbst ob eher "Joe@Skatedesaster" oder "Heribert.Wankelmuth@Individualsport"... ;-)

ohmygoodness
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Beitrag von ohmygoodness » 06.02.2016, 16:40

Die Anzeige ist schon lockerer geschrieben (z.B. nicht Voraussetzungen sondern "du bringst mit"), zudem ist das Du im Heimatland des UN auch ganz normal in allen Schichten und Situationen (quasi wie beim blau gelben Möbelhaus ;))

E-Mail ist Vorname.Nachname@

Romanum
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Beitrag von Romanum » 06.02.2016, 21:58

In der Anrede würde ich auf das "Hallo" verzichten, eher das "Guten Tag, Herr Müller" oder eine Anrede aus dem Heimatland schreiben.

Und im Anschreiben kommt man auch ohne die direkte Ansprache aus.

Zerschmetterling
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Beitrag von Zerschmetterling » 07.02.2016, 11:01

Kann das gut nachvollziehen, dass Du da Bauchschmerzen hast und tendiere auch zu dem bereits angesprochenen Weg, das Anschreiben etwas lockerer als sonst zu formulieren, aber ansonsten beim "Sie" zu bleiben.

Kleiner Fun Fact am Rande: ich hatte mich bei dem erwähnten blau-gelben Möbelhaus auch mal beworben, die Anzeige war in der "Du"-Form gehalten - die Absage dann aber ganz förmlich mit "Sie" :lol:

ohmygoodness
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Beitrag von ohmygoodness » 08.02.2016, 21:28

So, nachdem ich heute vergeblich versucht habe unter der Durchwahl jemanden zu erreichen, habe ich soeben die Bewerbung in der Sie-Form und einem lockeren Text losgeschickt.

Und prompt kam eine Abwesenheitsnotiz, in der ich gesiezt wurde ;)

Aber Danke für euere Beratung :)

KassanZT
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Beitrag von KassanZT » 02.05.2016, 19:48

Das Duzen ist eine Unternehmensphilosophie, die intern gilt. Mit einer Stellenanzeige in Du-Form will man auch die Aufmerksamkeit erregen und Bewerber ansprechen, die flache Hierarchien bevorzugen. Aber das ist alles Werbung auf Hochglanzpapier. Wie es letztendlich in der Realität aussieht, steht auf einem anderen Blatt Papier. Als Bewerber ist man ein Externer, und die externe Unternehmenskommunikation erfolgt in der Sie-Form. Als Bewerber kann man u.U. in der Bewerbung darauf eingehen, was man an der Unternehmensphilosophie anziehend findet, ohne in der Du-Form schreiben zu müssen.

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