Einleitung Bewerbung: herzlichen Dank für unser Telefonat?

Informationen und Fragen zum Bewerbungsablauf, zu einzelnen Elementen der Bewerbungsmappe und zu individuellen Formulierungen. Wie soll eine Bewerbungsmappe aufgebaut sein? Welche Fakten gehören in ein Anschreiben? Welche Formulierungen sollten unbedingt vermieden werden?
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-Rubi-
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Einleitung Bewerbung: herzlichen Dank für unser Telefonat?

Beitrag von -Rubi- » 02.11.2012, 09:03

Hallo,

ich bewerbe mich derzeit für ein Praktikum im Rahmen meines Studiums im Bereich der Wirtschaftspsychologie. Ich habe bei einer Unternehmensberaterin angerufen, die mich direkt zu einem Gespräch einlud, ich solle aber meine Bewerbungsunterlagen zum Gespräch mitbringen.

Nun habe ich folgende Einleitung verfasst:

Sehr geehrte Frau ...,
herzlichen Dank für unsere Telefonate vom 15.10.2012 und vom 24.10.2012. Wie vereinbart bringe ich meine Bewerbungsunterlagen zu unserem Gespräch mit.



Ich bin damit nicht sehr zufrieden, da es so einfallslos und schwammig klingt. Aber mir fällt leider nichts spannenderes ein.. was meint ihr dazu? Habt ihr vielleicht einen Tip, wie ich es besser machen könnte?

lg
-Rubi-

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 02.11.2012, 09:20

Im Idealfall würdest Du natürlich INHALTLICH auf Eure beiden Gespräche eingehen. Wenn sie Dich daraufhin ohne weitere Unterlagen sehen wollte, musst Du ja mit irgendetwas einen blendenden Eindruck hinterlassen haben. Womit?

-Rubi-
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Beitrag von -Rubi- » 02.11.2012, 09:32

Das weiß ich auch nicht so genau :D Als ich sie angerufen habe, habe ich erklärt, dass ich Psychologie studiere und ein Praktikum im Bereich der Wirtschaftspsychologie machen möchte. Ich habe ihr gesagt, dass ich auf ihre Homepage aufmerksam geworden bin und mich vor allem die Schwerpunkte, mit denen sie sich beschäftigt, interessieren. Daraufhin hat sie mich zu einem Gespräch eingeladen.
Beim zweiten Telefonat habe ich sie nochmals angerufen, weil ich wissen wollte, ob sie Bewerbungsunterlagen möchte und ob ich sie ihr schicken soll oder zum Gespräch mitbringen soll.
Ich könnte in der Einleitung natürlich darauf eingehen, dass mich ihre Schwerpunkte sehr interessieren, allerdings habe ich das bereits in einem anderen Abschnitt untergebracht.

Ich füge doch mal meine ganze Bewerbung ein, damit es deutlich wird. Ich muss aber dazusagen, dass ich noch an den Feinheiten arbeite ;)

Sehr geehrte Frau ...,
herzlichen Dank für unsere Telefonate vom 15.10.2012 und vom 24.10.2012. Wie vereinbart bringe ich meine Bewerbungsunterlagen zu unserem Gespräch mit.
Der Bereich der Wirtschaftspsychologie begeistert mich sehr, weshalb ich auf diesem Gebiet Erfahrungen sammeln möchte. Da mich der Arbeitsablauf in Ihrem Unternehmen sehr interessiert, bewerbe ich mich bei Ihnen um ein sechswöchiges Praktikum vom 25.02.2013 – 07.04.2013.
Zur Zeit absolviere ich das dritte Semester im Fach „Psychologie“ an der Universität ...... Dass ich zuverlässig, verantwortungsbewusst und selbstständig bin, konnte ich durch mein Amt als Stufensprecherin 2010/2011 am Gymnasium .... beweisen. Des Weiteren kam meine hilfsbereite Ader bei einem Praktikum im Zentrum für Psychiatrie, Psychotherapie und Heilpädagogik am Bezirkskrankenhaus .... besonders zur Geltung. Hier war es mir auch möglich, Gruppensitzungen intensiv zu begleiten.
An diesem Praktikumsplatz bin ich äußerst interessiert, weil Ihre Schwerpunkte - insbesondere der Bereich des Trainings und Coachings – meine Neugierde wecken. In meiner beruflichen Zukunft möchte ich gerne im Bereich der Arbeits-und Organisationspsychologie arbeiten und bin mir sicher, dass die Arbeit in Ihrem Unternehmen eine Bereicherung für mich ist. Auf Ihre positive Antwort freue ich mich sehr.
Mit freundlichen Grüßen

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 03.11.2012, 08:21

-Rubi- hat geschrieben:An diesem Praktikumsplatz bin ich äußerst interessiert, weil Ihre Schwerpunkte - insbesondere der Bereich des Trainings und Coachings – meine Neugierde wecken. In meiner beruflichen Zukunft möchte ich gerne im Bereich der Arbeits-und Organisationspsychologie arbeiten
Hiervon würde ich erstmal ausgehen, Rubi. Das Anschreiben als solches mal einen Moment beiseite legen... und meine Gedanken zu den Themen "Training", "Coaching" sowie "Arbeits-und Organisationspsychologie" sortieren. Wie kommst Du darauf? Warum interessiert Dich das mehr als andere psychologische Felder? Was weisst Du schon darüber? Mach Dir keine Gedanken, ob das, was Dir einfällt, vielleicht viel zu viel für ein Anschreiben ist. Es geht nur um die inhaltliche Grundlage...

Und eine Kleinigkeit am Rande: Ist Dir bewusst, dass dieses Forum hier im Prinzip etwas sehr Ähnliches macht? Ich könnte mir vorstellen, dass es unter diesem Aspekt hochinteressant für Dich wäre, Dir an einem ruhigen Tag, Wochenende oder Urlaub einmal eine grössere Menge von Threads hier zu Gemüte zu führen. Die Themen sind im Grunde genau "Deine"... und werden quasi live garniert mit real existierendem Kundschafts-Verhalten. Das wirst Du an der Uni so nicht sehen... ;-)

Du kannst Dich als angehende Frau vom Fach auch gerne selbst mit anderer Leute Fragestellungen hier auseinander setzen. Das wäre zum einen vielleicht eine Art vorgezogener Praxistest mit Blick auf Dein finales Betätigungsfeld... und zum zweiten natürlich ein spitzenmässiges Bewerbungsargument - m. E. sogar ein deutlich aussagekräftigeres als die bisherigen... ;-)

-Rubi-
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Beitrag von -Rubi- » 03.11.2012, 10:38

Nun ja, ich habe mich schon vor dem Studium mit der A&O-Psychologie auseinandergesetzt und Informationen durch Lesen gesammelt. Das hörte sich für mich alles sehr spannend an. Aber wie soll ich das im Anschreiben unterbringen? "Ich habe mich schon früh mit diesem Bereich auseinandergesetzt" und weiter? :( Mir fällt da gerade ein, dass wir vor Kurzem eine Einführungsveranstaltung zur Wirtschaftspsychologie hatten und auch da wurde ich wieder in meiner Meinung, dass ich später als A&O-Psychologin arbeiten möchte, bestätigt.
Könnte ich das so unterbringen? Langsam mache ich mir Gedanken, ob mein Anschreiben zu lang ist :?

Ich habe vor 2 Jahren auch an einem Personal Coaching zur Berufsberatung teilgenommen. Leider habe ich dafür keine Bestätigung, die ich vorlegen könnte. Außerdem ist es vielleicht nicht so gut, wenn ich das erwähne, da mir diese Psychologin damals geraten hat, nicht Psychologie zu studieren und ich mache es doch (und ich bereue den Schritt keineswegs).
Ist Dir bewusst, dass dieses Forum hier im Prinzip etwas sehr Ähnliches macht?
Da hast du Recht! Und nein es war mir noch nicht so wirklich bewusst, vielen Dank für den Hinweis! Eine sehr gute Idee, dass ich mich mit den Themen hier mal auseinandersetzen könnte. Werde ich bestimmt tun :)

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 03.11.2012, 11:38

-Rubi- hat geschrieben:Langsam mache ich mir Gedanken, ob mein Anschreiben zu lang ist :?
Witzig, dass genau DIESE Bedenken den Leuten immer kommen, BEVOR sie richtig angefangen haben. Du weisst doch noch gar nicht, was Du NACH Deiner Analyse alles auf der Pfanne haben wirst... und wie schlagkräftig die jeweiligen Einzelaspekte in der direkten Konkurrenz untereinander sind! Es mag sich im ersten Moment gemein anhören... aber von Deinem bisherigen Schreiben halte ich ehrlich gesagt nichts für unersetzlich. Zumindest gibt es m. E. keinen einzigen Satz, um den es wirklich schade wäre, wenn er das Rennen gegen einen ... hmmmm... fachlich fundierteren verlieren würde... ;-)

Ich meine... was wären unter Kennern denn z. B. Dein Schülersprecherinnen-Job und der in der Psychiatrie gegen explizite A&O-Inhalte? Natürlich kann man von beidem aus schön auf Psychologie im Allgemeinen zu sprechen kommen... und wenn sich diesbezügliches Interesse schon frühzeitig manifestiert hat, ist das selbstverständlich auch kein Fehler. Aber eigentlich bist Du doch schon viel weiter, was die konkrete Interessenlage Deines Ansprechpartners angeht:
-Rubi- hat geschrieben:Nun ja, ich habe mich schon vor dem Studium mit der A&O-Psychologie auseinandergesetzt und Informationen durch Lesen gesammelt.
Damit nämlich. Das müsstest Du richtig plastisch machen - nicht in einem Satz, der sich auf die Tatsache besagter "Auseinandersetzung" beschränkt... sondern mit mehreren aufeinander aufbauenden Sätzen, die Teile dieser Auseinandersetzung beinhalten! Wie ein Fachsimpeln unter Kollegen, quasi... auch wenn gerade nur eine redet... ;-)

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Beitrag von -Rubi- » 03.11.2012, 14:45

ok, dann werde ich mir nochmal Gedanken machen und das Anschreiben überarbeiten. Danke für die Hilfe!

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Heutiges Telefonat in Einleitung formulieren

Beitrag von Logan » 12.09.2017, 20:01

Ich versuche den Anfang meiner Bewerbung so zu verändern das ich, dass heute Telefonat erwähnen möchte aber ich komm nicht weiter, ich habe schon Depressionen davon...


"Sehr geehrte Damen und Herren,

bei den Stellenausschreibungen auf der IHK-Lehrstellenbörse bin darauf aufmerksam geworden, dass bei Ihnen derzeit noch ein Ausbildungsplatz zum Mediengestalter für Digital und Print verfügbar ist. Da ich seit jeher von kreativer Arbeit fasziniert bin und das Berufsprofil des Mediengestalters sich hervorragend mit meinen persönlichen Interessen verbinden lässt, möchte ich nun hiermit die Gelegenheit nutzen um mich bei Ihnen auf die vakante Stelle zu bewerben."

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Re: Heutiges Telefonat in Einleitung formulieren

Beitrag von TheGuide » 12.09.2017, 21:49

Logan hat geschrieben:bei den Stellenausschreibungen auf der IHK-Lehrstellenbörse bin darauf aufmerksam geworden, dass bei Ihnen derzeit noch ein Ausbildungsplatz zum Mediengestalter für Digital und Print verfügbar ist.
Überflüssig, streichen, Fundort in den Betreff!

Logan hat geschrieben: Da ich seit jeher von kreativer Arbeit fasziniert bin und das Berufsprofil des Mediengestalters sich hervorragend mit meinen persönlichen Interessen verbinden lässt, möchte ich nun hiermit die Gelegenheit nutzen um mich bei Ihnen auf die vakante Stelle zu bewerben."
Dass du dich bewirbst, steht im Betreff, kannst (solltest!) du also auch streichen.
Was heißt "seit jeher"? Doch sicher nicht, seitdem du bei deiner Mutter aus dem Geburtskanal geplumpst bist. Werde konkreter, versuche eine Situation zu fassen, die dieses Interesse ausgelöst hat oder wann du dir darüber bewusst geworden bist, dass du es verspürst.

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Wie verfasst man den richtigen Text nach dem Telefonat

Beitrag von Interface » 14.09.2017, 12:52

Hallo,


Nachdem man sich eigenkundig sich telefonisch im Betrieb gemeldet hat um nach zu fragen, ob noch Arbeitsbedarf besteht und ob sich eine Bewerbung lohnt, bin ich noch zu unsicher was man in der Email schreiben sollte wären man die Bewerbungsunterlagen zu sendet.

Wie macht man es richtig? Ohne den Typischen Satzt, " Wie telefonisch besprochen sende ich Ihnen Bla bla bla... zu".

Was gehört da rein? Trotzdem eine ganz normale Bewerbung?

Würde mich sehr interessieren.

Danke!

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Beitrag von TheGuide » 14.09.2017, 13:07

Ja, eine ganz normale Bewerbung. Allerdings als Anhang.

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Beitrag von Interface » 14.09.2017, 13:26

Ok :?:

Also, ich mache das so, dass ich aus mehreren PDF Dateien eine daraus mache. Ich hoffe es ist richtig.

Und in der Email dann einfach:

Guten Tag Herr X,

Anbei, Anhang ?

Mit Freundlichen Grüßen

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Beitrag von TheGuide » 14.09.2017, 14:11

zwei bis drei Worte mehr solltest du schon verlieren.

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