Einleitungssätze und weitere Formulierungsbeispiele

Informationen und Fragen zum Bewerbungsablauf, zu einzelnen Elementen der Bewerbungsmappe und zu individuellen Formulierungen. Wie soll eine Bewerbungsmappe aufgebaut sein? Welche Fakten gehören in ein Anschreiben? Welche Formulierungen sollten unbedingt vermieden werden?
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Caroline
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Einleitungssätze und weitere Formulierungsbeispiele

Beitrag von Caroline » 01.04.2008, 06:35

Kriterien für eine bessere Gestaltung der Einleitung

  • der Fundort der Stelle kommt (bei vorhandener Stellenanzeige) in den Betreff
  • „hiermit bewerbe ich mich“ möglichst vermeiden
  • die Floskel „mit großem Interesse“ ist für die Einleitung ungeeignet, egal ob der Bewerber „mit großem Interesse“ die Stellenanzeige oder die Unternehmenswebsite gelesen hat oder sich „mit großem Interesse“ bewirbt
  • auch keine synonymen Begriffe wie „mit großer Neugier“, „interessiere ich mich“ oder „mit großer Freude“ verwenden
  • die wertvollsten beruflichen Kenntnisse und Stärken in die Einleitung integrieren
  • den Bezug zwischen den wertvollsten beruflichen Kenntnissen und Stärken sowie den wichtigsten Anforderungen der Stelle herstellen => es muss deutlich werden, welchen Nutzen der Bewerber für den Arbeitgeber bringt
Beispielhafte Verbesserung einer Einleitung
Alte (schlechte) Einleitung:

„Sehr geehrter Herr Müller,

mit Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige in der Süddeutschen Zeitung vom 28.02.2011 gelesen. Hiermit bewerbe ich mich um die Stelle als Industriekauffrau, da ich die notwendigen Qualifikationen mitbringe.“

1. Schritt (Überflüssiges streichen):

„Sehr geehrter Herr Müller,

… Stelle als Industriekauffrau, da ich die notwendigen Qualifikationen mitbringe.“

2. Schritt (wertvollste Fähigkeiten und Kenntnisse sowie Anforderungen spezifizieren):

Was unterscheidet mich als Industriekauffrau von anderen Industriekauffrauen? => Wertvollste Fähigkeiten und Kenntnisse? => sehr gute Fremdsprachenkenntnisse in Englisch und Spanisch, dreijährige Berufserfahrung als Exportsachbearbeiterin (Stahlbleche) für Nordamerika

Qualifikationen wofür? => Wichtigste Anforderungen der Stelle? => eigenständige internationale Abwicklung von Kundenanfragen für die Produktgruppe Zahnräder, Erstellung von regelmäßigen Statistiken

3. Schritt (wahrscheinlichen Nutzen für den Arbeitgeber herausstellen):

hohe Bestellquote, hohe Kundenzufriedenheit, fehlerfreies Reporting an Vorgesetzte

4. Schritt (Einleitung spezifizieren):

„Sehr geehrter Herr Müller,

als ausgebildete Industriekauffrau mit sehr guten Fremdsprachenkenntnissen in Englisch und Spanisch bringe ich eine dreijährige Berufserfahrung in der Exportsachbearbeitung mit, so dass ich für die Abwicklung von internationalen Kundenanfragen zu Ihren Produkten geeignet bin.“

5. Schritt (Integration des Nutzens für den Arbeitgeber):

„Sehr geehrter Herr Müller,

mit meinen während der Industriekauffrau-Ausbildung erworbenen sehr guten Fremdsprachenkenntnissen in Englisch und Spanisch und meiner dreijährigen Berufserfahrung in der Exportsachbearbeitung bin ich dafür qualifiziert, bei der Abwicklung von internationalen Kundenanfragen zu Ihren Produkten eine hohe Bestellquote und eine überdurchschnittliche Kundenzufriedenheit zu gewährleisten.“
Der Unterschied zur Ausgangsvariante sollte deutlich geworden sein. So eine Einleitung ist für jeden Beruf und für jede Stelle möglich, unter der Voraussetzung, dass Bewerber und Stelle hinsichtlich der Qualifikationen und der Anforderungen überhaupt zueinander passen. Dafür muss der Bewerber zuerst wissen, was ihn überhaupt ausmacht, wo seine Stärken abseits von Flexibilität, Mobilität und Spaß an der Arbeit und worin die ganz spezifischen Anforderungen liegen bzw. an welchen Kriterien der Erfolg einer Tätigkeit gemessen wird. Darüber müssen Bewerber nachdenken, bevor eine gute Einleitung und ein gutes Anschreiben geschrieben werden kann.

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magrab
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Einleitung beim Anschreiben: ja oder nein?

Beitrag von magrab » 14.01.2009, 23:50

Hey

wie man aus dem Titel schon erkennen kann, beschäftigt mich die Frage, ob man sein Bewerbungs-Anschreiben mit einem einleitenden Satz à la "Ihre Stellenanzeige im xxx" beginnen soll.
Die Meinungen dazu gehen doch sehr weit auseinander. Daher wäre es nicht schlecht, wenn es jemand geben würde, der hierzu eine verbindliche Antwort geben kann.
Nach Korrektur von einem der "alten Hasen" :) habe ich meine Vorstellungen dazu komplett geändert, ich neige jetzt auch dazu, das Anschreiben ohne einleitenden Satz zu beginnen.

Ich weiß jetzt nur leider nicht, ob man diese Vorschläge als absolut nehmen kann. Einschränkungen, z.b. wenn es vor der Bewerbung ein entsprechendes Telefonat gegeben hat, scheint es ja doch zu geben.

Gibt es irgendjemand, der hierdrauf verbindlich antworten kann? Es ist wohl so, dass man es früher in der Schule mit dem einleitenden Satz gelernt hat. Daher kommen wohl auch die vielen Anschreiben, bei denen der komplette 1. Abschnitt nur aus der Bezugnahme zu der Stellenanzeige besteht.

Vielen Dank. Vielleicht findet sich ja jemand :-)

jules.home
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Beitrag von jules.home » 15.01.2009, 13:53

Auch wenn ich keine verbindliche Antwort geben kann oder dir meine Meinung wahrscheinlich inkompetent erscheint, möchte ich dennoch anmerken:

Es ist tatsächlich ein interessanterer Einstieg, wenn man umständliche Floskeln, die nur wiederholen was der Leser bereits weiß, weglässt.
Ich denke momentan gibt es dazu keine verbindlichen Aussagen. Man muss sich, wenn man diese Form wählt, überlegen, ob sie angebracht ist.
Die Frage ist doch warum erwartet der Leser diese ganzen Floskeln von einem, wenn sie doch so umständlich sind?

Eigentlich haben diese Schreiben schlicht weg den Zweck, dass der Leser einen Eindruck vermittelt bekommt, welche Fähigkeiten man hat und ob man sie auch unter Beweis stellen kann.
Und zu diesen Fähigkeiten, die er in einem solchen Schreiben sehen will, gehören nunmal Ausdruck, Rechtschreibung, Grammatik, Form... oder nicht?
Und zu Form gehören der einheitliche Aufbau und diese Floskeln.

Ich denke nicht, dass das mit dem Einleitungssatz ultimativ ist, sondern vielmehr eine Alternative, welche sich wohl eher nur für kreative, sehr ausführliche (z.B. welche mit Fragebogen usw.) und/ oder formlose Bewerbungsschreiben eignet.

Ich meine man findet bei den meisten Internetseiten nach wie vor, dass die Einleitungssätze dazu gehören. Kannst du mehr als nur ein Beispiel für dieses Weglassen anführen? Wenn ja lass ich mich gern überzeugen, ansonsten fände ich es ziemlich gewagt... :?:

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 17.01.2009, 14:07

Hallo magreb!

M. E. kommt Deine Unsicherheit aus einer leichten Begriffsvermischung: Du setzt ja "Einleitung" und "Anzeigenbezug" quasi gleich - obwohl sie streng genommen nichts miteinander zu tun haben!

Ich persönlich finde schon, dass zu einem korrekten und höflichen Brief Einleitung, Hauptteil und Schluss gehören... bin aber gleichzeitig auch der Meinung, dass der Verweis auf die Anzeige die schwächste aller möglichen Einleitungen darstellt. Rein technisch "falsch" ist er damit zwar nicht... aber der wertvolle Erstkontakt wird halt weder genutzt, um das Interesse des Lesers zu wecken, noch um sich von der Konkurrenz abzusetzen. Ein Satz, den jeder andere genauso bringen könnte, kann halt grundsätzlich kein individueller Vorteil für DICH sein...

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Eauvive
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Beitrag von Eauvive » 17.01.2009, 14:53

Word @FRAGEN

Die neueste Mode der "Keine Einleitung"-Schreierei hängt - mal wieder - mit der ungünstigen Kombination aus unklaren Ratschlägen und halbkompetenten Leuten zusammen, die diese dann unüberdacht so weitertratschen.

"Keine Einleitung" bezieht sich nämlich auf das berühmt-berüchtigte "Hiermit bewerbe ich mich" was natürlich a)sinnlos und b)wirklich endlos ausgelutscht ist.

Nicht aber bezieht sich - und das wird daraus gemacht inzwischen - dieser Aussage auf jeden ersten Satz im Anschreiben, der irgendeine Brücke zwischen Betreffzeile und Hauptteil schlägt. Denn wie FRAGEN so schön sagt - zu einem ordentlichen Schriftstück GEHÖRT Einleitung, Hauptteil und Schluss, sonst ist es einfach hingerotzt.

Und grade die Einleitung mit Verweis darauf, woher man von der Vakanz weiß, ist absolut sinnvoll, weil nicht wenige Unternehmen so mittelfristig ihre Rekrutierungskanäle ausdünnen - die effektiven behalten, die anderen abstoßen.

Nebenbei:
Nicht, dass ich Herrn Winkler nicht für tendenziell kompetent hielte, aber "Bewerbungs-Experten" gibt es schlicht nicht.

Und bei Verallgemeinerungen, die Schüler, Studenten, Arbeitslose und Geschäftsführer einschließen, fange ich persönlich an, an der konkreten Passigkeit der Ratschläge zu zweifeln.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 17.01.2009, 14:58

Eauvive hat geschrieben:Und grade die Einleitung mit Verweis darauf, woher man von der Vakanz weiß, ist absolut sinnvoll
... wobei an einem kleinen Detail sehr genau zu lesen ist:

die Einleitung MIT Verweis
die Einleitung ALS Verweis

Eauvive schrieb ersteres... ;-)

Und die (ggf. zweite Zeile der) Betreffzeile gibt es ja auch noch...

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ice_and_fire
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Beitrag von ice_and_fire » 17.01.2009, 15:21

FRAGEN hat geschrieben:
Eauvive hat geschrieben:Und grade die Einleitung mit Verweis darauf, woher man von der Vakanz weiß, ist absolut sinnvoll
... wobei an einem kleinen Detail sehr genau zu lesen ist:

die Einleitung MIT Verweis
die Einleitung ALS Verweis

Eauvive schrieb ersteres... ;-)

Und die (ggf. zweite Zeile der) Betreffzeile gibt es ja auch noch...
das ist aber tatsächlich ein wichtiges Detail.
Ich finde ja, dass die Kombination (nein, nicht du Kombination aus mit und als!!!) sehr gut funktioniert. Also ein erster Satz nach der Anrede, der durchaus schon punktet und dabei als Einleitung im Briefverkehr-Sinne fungiert.

Ich persönlich fände eine Einleitung nur der Einleitung halber zwar besser als mit der Tür ins Haus zu fallen, jedoch nicht optimal

BIGALCR
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Beitrag von BIGALCR » 22.08.2012, 20:14

mit meinen während der Industriekauffrau-Ausbildung erworbenen sehr guten Fremdsprachenkenntnissen in Englisch und Spanisch und meiner dreijährigen Berufserfahrung in der Exportsachbearbeitung bin ich dafür qualifiziert, bei der Abwicklung von internationalen Kundenanfragen zu Ihren Produkten eine hohe Bestellquote und eine überdurchschnittliche Kundenzufriedenheit zu gewährleisten.“
Ich bin ja noch nicht wirklich ein Experte im Anschreiben. Aber ich kann mich an einen Vortrag einer Personalchefin eines großen Kozerns erinnern. Sie nannte als einen der wichtigesten Punkte: Kurze prägnante Sätze. In einer Karrierezeitschrift schreibt BMW als wichtigstens Punkt im Anschreiben: keine verschachtelten Sätze.
Ich finde es auch viel einfacher zu lesen, wobei ich auch selber sehr schnell zum "Schachteln" neige. :)

Sonnenschein1990
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Beitrag von Sonnenschein1990 » 05.09.2013, 20:57

Naja so verschachtelt ist es ja nicht. Es ist eigentlich nur ein Nebensatz.

Grundsätzlich hast du natürlich Recht.

Ich neige auch zu vielen Nebensätzen *gg*

cuxhavener21
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Beitrag von cuxhavener21 » 08.05.2014, 09:56

als ausgebildete Industriekauffrau mit sehr guten Fremdsprachenkenntnissen in Englisch und Spanisch bringe ich eine dreijährige Berufserfahrung in der Exportsachbearbeitung mit, so dass ich für die Abwicklung von internationalen Kundenanfragen zu Ihren Produkten geeignet bin.
der anfang ist super aber wie schreib ich es ohne berufserfahrung in dieser branche um?

ich habe noch andere einstiegssätze gefunden, zum beispiel dieser:
"stellen sie sich vor, die quersumme ihrer telefonnummer, addiert mit ihrer hausnummer multipliziert mit der aktuellen tagestemperatur, dividiert mit ihrer mitarbeiterzahl ergibt genau die von mir bevorzugte anzahl von teelöffeln zucker im kaffee. glauben sie an schiksal ? so etwas kann kein zufall sein, ich scheine für diesen job geschaffen zu sein...."

aber ist das nicht ein bisschen kitschig und lang? kommt sowas wirklich gut an oder eher blöd?

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 08.05.2014, 12:58

Der Satz mag "witzig" sein, er weckt also vielleicht sogar die Aufmerksamkeit des Personalers, aber er trägt letztlich nichts zu einer sachlichen Information bei. Mir persönlich sagt der Satz mit den Löffeln eher nicht zu, ich würde mir so vorkommen, als habe man versucht mich zu manipulieren. Bei mir würde das also Antipathie wecken. Aber jeder Jeck ist anners.

Was den anderen Satz angeht: Der ist sehr klassisch.
Das heißt positiv, dass er im Prinzip wichtige Aussagen beinhaltet, aber negativ, dass ein wesentliches Kriterium bei der Bewerbung, die Unterscheidbarkeit, das Herausgehobensein aus der Bewerbermasse, nicht gegeben ist.

j.p.
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Einleitungsabsatz für Bewerbung im Bereich Projektmanagement

Beitrag von j.p. » 07.07.2014, 11:38

Hallo,

ich habe zwei Vorschläge zu einem Einleitungsabsatz geschrieben für eine Stellenausschreibung im Projektmanagement mit Auswertung mikrobiologischer Daten, Keimidentifizierung, Kundenberatung und Labororganisation.

Hier meine Frage, welche Einleitung ansprechender ist?!


1. ich bewerbe mich bei Ihnen um die oben genannte Stelle, weil für mich die Mikrobiologie sehr faszinierend ist. Im universitären Praktikum ``Lebensmittelmikrobiologie und Hygiene'' habe ich die Aufgaben zur Keimidentifizerung immer mit viel Begeisterung gelöst. Aufgrund zusätzlich gesammelter Erfahrungen in außeruniversitären Praktika wie in der Laboranalytik und in der Produktion, passe ich ideal auf die von Ihnen ausgeschriebene Stelle, wie ein Primer an die DNA.


2. gerne möchte ich meine Erfahrungen und Kenntnisse im Projektmanagement Mikrobiologie Lebensmittel in Ihrem Unternehmen einbringen. Im universitären Praktikum ``Lebensmittelmikrobiologie und Hygiene'' habe ich die Aufgaben zur Keimidentifizerung immer mit viel Begeisterung gelöst. Aufgrund zusätzlich gesammelter Erfahrungen in außeruniversitären Praktika wie in der Laboranalytik und in der Produktion, bewerbe ich mich auf die oben genannte Stelle.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 07.07.2014, 12:25

Bei der zweiten Variante ist der Einstieg schon mal besser. Z.B. ist das erste Wort nicht ich.

Der Satz, dass du dich aufgrund gesammelter Erfahrungen bewirbst, ist natürlich Quatsch. Du hast diese Erfahrungen gesammelt, weil du dich in diesem Bereich ausgebildet hast und hast dich darin ausgebildet, weil irgendetwas im Bereich der Mikrobiologie, Lebensmittelbiochemie dich motiviert. Worin liegt diese Motivation?

Dass du dich bewirbst, kannst du im Übrigen auslassen, das steht bereits im Betreff und ist nur eine Wiederholung deines Anliegens, sprich redundant.

j.p.
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Beitrag von j.p. » 07.07.2014, 13:00

Vielen Dank erstmal für die schnelle Antwort. Motivation ist für mich eindeutig: Ich will mich für mehr Hygiene einsetzen, weil diese aus Zeitgründen in der Produktion oft zu kurz kommt bzw. Unternehmen da beratend zur Seite stehen.

Wird das jetzt deutlicher?

gerne möchte ich meine Erfahrungen und Kenntnisse im Projektmanagement Mikrobiologie Lebensmittel in Ihrem Unternehmen einbringen, weil Lebensmittelsicherheit für mich auch soziale Verantwortung bedeutet, die mir sehr am Herzen liegt. Im universitären Praktikum ``Lebensmittelmikrobiologie und Hygiene'' habe ich die Aufgaben zur Keimidentifizerung immer mit viel Begeisterung gelöst . Zusätzlich habe ich Erfahrungen in außeruniversitären Praktika wie in der Laboranalytik und in der Produktion gesammelt.

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Beitrag von TheGuide » 07.07.2014, 14:51

Fang doch mit einem Kurzreferat (zwei bis drei kurze Sätze) über die Bedeutung der Hygiene in der Produktion an. Dann schreibst du, dass die Umsetzung leider noch ein Desiderat sei und dass du dich deshalb um die Umsetzung kümmern wolltest. Im Anschluss daran bringst du dann die Argumente dafür, warum du dafür geeignet bist, diese Aufgabe zu übernehmen (kurze Skizzierung deiner Fach- und Methodenkenntnisse, Nennung relevanter Softskills).

Hygiene ist...

j.p.
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Beitrag von j.p. » 08.07.2014, 12:03

Zu Ihren Aufgaben gehören u. a.:
- Auswertung und Beurteilung von mikrobiologischen Analysen
- Keimidentifizierungen
- Sensorik von Lebensmitteln
- Kundenbetreuung und -beratung
- Labororganisation und Qualitätssichernde Maßnahmen

Was wir erwarten:
- Abschluss Lebensmitteltechnologie, Ökotrophologie oder Lebensmittelchemie
(Diplom, Bachelor, Master oder Staatsexamen)
- Idealerweise erste Berufserfahrung, aber nicht vorausgesetzt
- Qualifizierte EDV-Kenntnisse
- Selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten
- Organisationstalent und Flexibilität

Was wir bieten:
- Ein attraktives Arbeitsumfeld
- Engagiertes und nettes Team
- Möglichkeit zur beruflichen Weiterbildung und –entwicklung

Sie finden sich und Ihre Qualifikationen in diesem Stellenprofil wieder?


Nach gefühlten tausend Formulierungen kann ich mich mit dem Kurzrreferat nicht anfreunden. Vielleicht hilft ja die Stellenausschreibung auch. Und noch eine Frage dazu, soll man wirklich in die Bewerbung schreiben, den Inhalt der Vorlesung oder des Praktikums? Ich dachte, dass setzt man dann voraus. Danke

Also:

Sehr geehrte Frau XXX,

um auf Ihre Frage zurückzukommen, ja, ich finde mich mit meinen Qualifikationen in diesem Stellenprofil wieder. Ich habe bereits in außeruniversitären Praktika erste Erfahrungen in der Laboranalytik und in der Lebensmittelproduktion gesammelt. Im universitären Praktikum ``Lebensmittelmikrobiologie und Hygiene'' eignete ich mir nicht nur Fach- und Methodenkompetenz an, sondern entdeckte auch eine Arbeitslust dem Aufgabengebiet gegenüber, von dem Ihr engagiertes und nettes Team bestimmt profitieren kann.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 08.07.2014, 13:11

Gut, du setzt meinen Vorschlag nicht um, deine Entscheidung.
j.p. hat geschrieben:um auf Ihre Frage zurückzukommen, ja, ich finde mich mit meinen Qualifikationen in diesem Stellenprofil wieder.
Das muss man m.E. nicht schreiben, da es sich idealiter um das Mindestkriterium handelt, weswegen man auf eine Stellenanzeige reagiert.

j.p. hat geschrieben:Ich habe bereits in außeruniversitären Praktika erste Erfahrungen in der Laboranalytik und in der Lebensmittelproduktion gesammelt. _Im universitären Praktikum "Lebensmittelmikrobiologie und Hygiene" eignete ich mir nicht nur Fach- und Methodenkompetenz an, sondern entdeckte auch eine Arbeitslust dem Aufgabengebiet gegenüber, von dem Ihr engagiertes und nettes Team bestimmt profitieren kann.
Woher weißt du, dass das Team engagiert und nett ist? Das ist eine reine Behauptung seitens der Firma um die Stelle einladender zu machen.
Die Firma macht Werbung für die Stelle, du machst Werbung für dich. Wenn du also das mit dem netten und engagierten Team unbedingt aufgreifen möchtest, dann schreib sinngemäß, dass du als nette und engagierte Absolventin dich in dieses Team gut eingliedern wirst.

j.p.
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Beitrag von j.p. » 08.07.2014, 13:27

ich hab ja auch was geschrieben auf deinen Vorschlag hin. Ist es dann nicht zu lang für eine Einleitung? Hier nochmal die Version, die ich auf Deinen Vorschlag hin geschrieben habe.

Hygiene ist die Lehre von der Verhütung von Krankheiten und Erhaltung, Förderung und Festigung der Gesundheit. Die Umsetzung in der Lebensmittelproduktion stellt immer noch eine große Herausforderung dar. Sie ist aber unabdingbar, denn durch mangelnde Hygiene kann die mikrobiologische Beschaffenheit eines Lebensmittel negativ beinflussen werden, wie Salmonellenmeldungen zeigen. Im Projektmanagement Mikrobiologie Lebensmittel in Ihrem Unternehmen sehe ich die Chance, einen Beitrag zu mehr Lebensmittelsicherheit zu leisten.
Ich habe bereits in außeruniversitären Praktika erste Erfahrungen in der Laboranalytik und in der Lebensmittelproduktion gesammelt. Im universitären Praktikum ``Lebensmittelmikrobiologie und Hygiene'' eignete ich mir nicht nur Fach- und Methodenkompetenz an, sondern entdeckte auch eine Arbeitslust dem Aufgabengebiet gegenüber.

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Beitrag von TheGuide » 08.07.2014, 16:15

j.p. hat geschrieben:Hygiene ist die Lehre von der Verhütung von Krankheiten und Erhaltung, Förderung und Festigung der Gesundheit.
Mein Vorschlag war nicht, Hygiene zu definieren sondern vielmehr die Bedeutung der Hygiene herauszustellen.
Die Umsetzung in der Lebensmittelproduktion stellt immer noch eine große Herausforderung dar. Sie ist aber unabdingbar, denn durch mangelnde Hygiene kann die_ _mikrobiologische Beschaffenheit eines LebensmittelS negativ beinflussenT werden, wie [regelmäßige] _Salmonellenmeldungen zeigen.

Das finde ich, bis auf die ~kleine Anklage~ am Ende, gelungen. Markierungen: Leerzeichen zuviel, Tippfehler etc.
Zur ~Anklage~ am Ende: Wie hat der Adressat das zu verstehen? Ist sein Unternehmen etwa Schuld an Salmonellenvergiftungen? Ob jemand das tatsächlich so negativ versteht, ist auch eine Typfrage. Es gibt Leute, denen kannst du einen schönen Tag wünschen und die hören daraus ein "hau bloß ab".
...gesammelt. _Im universitären Praktikum ``Lebensmittelmikrobiologie und Hygiene'' eignete ich mir nicht nur Fach- und Methodenkompetenz an, sondern entdeckte auch eine Arbeitslust dem Aufgabengebiet gegenüber.
Das eine würde ich streichen, das Praktikum statt in Anführungszeichen kursiv setzen. Ist ja kein Zitat sondern ein Titel.

j.p.
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Beitrag von j.p. » 08.07.2014, 18:05

Danke für die schnellen Antworten jedesmal. Das mit den Salmonellen hatte ich geschrieben, weil ich mich bei einem unabhängigen Untersuchungslabor bewerbe. Aber hier hab ich jetzt das, ohne die Definition von Hygiene.

Sehr geehrte Frau XXX,

die Umsetzung von Hygienestandards in der Lebensmittelproduktion stellt immer noch eine große Herausforderung dar. Sie ist aber unabdingbar, denn durch mangelnde Hygiene kann die mikrobiologische Beschaffenheit eines Lebensmittels negativ beeinflusst werden und die Gesundheit des Verbrauchers gefährden. Im Projektmanagement Mikrobiologie Lebensmittel in Ihrem Unternehmen sehe ich die Chance, einen Beitrag zu mehr Lebensmittelsicherheit zu leisten. Ich habe bereits in außeruniversitären Praktika erste Erfahrungen in der Laboranalytik und in der Lebensmittelproduktion gesammelt. Im universitären Praktikum Lebensmittelmikrobiologie und Hygiene eignete ich mir nicht nur Fach- und Methodenkompetenz an, sondern entdeckte auch Arbeitslust dem Aufgabengebiet gegenüber.

Computerfreak
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Guter Einleitungsatz für meine beiden Anschreiben

Beitrag von Computerfreak » 01.08.2014, 16:09

Hallo erstmal,

folgendes ich habe zwei gute Anschreiben sprich ein Lager u. ein Serviceanschreiben fertig geschrieben, nur fehlt mir bei beiden leider die passende Einleitung. Das was ich hier im Forum an Beispielsätzen finden konnte hat irgendwie nicht gepasst. Hier aber mal das was ich schon zusammen bekommen habe.

sehr gerne möchte ich Ihr Team verstärken. Dazu biete ich Ihnen einen ebenso zuverlässigen wie kooperativen, belastbaren neuen Mitarbeiter an: mich. Würde denn der Satz ehr zu einer Lager oder Servicebewerbung passen?

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Beitrag von Computerfreak » 01.08.2014, 17:42

Hier mal die beiden Anschreiben dazu.

Während meiner Tätigkeit bei Ikea konnte ich bereits erste Berufserfahrungen im Service sammeln. Dabei merkte ich schnell, dass mir der tägliche Umgang und die Arbeit mit Kunden viel Spaß bereitet.

Neben meiner hohen Bereitschaft mich neuen Aufgaben zu stellen, bin ich ein verantwortungsbewusster und leistungsbereiter Mensch. Ich habe großen Spaß daran im Team zu arbeiten und dort neue Erfahrungen zu sammeln. In allen Situationen behalte ich den Überblick, und so können Sie mich auch gerne nachmittags, abends, an Feiertagen und Wochenenden einsetzen.


Ich freue mich auf meine neuen Aufgaben und daher ganz besonderes
über Ihre Einladung zu einem persönlichen Gespräch.




Aufgrund meiner Weiterbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik bei der Dekra Akademie habe ich mir fundierte Kenntnisse, unter anderem auch in der Arbeitsweise im Hochregallager angeeignet. Diese bringe ich gerne in Ihr Unternehmen ein und bin bestrebt sie weiter auszubauen. Die gängigen Flurförderfahrzeuge kann ich ebenfalls bedienen. Zusätzlich habe ich mir durch verschiedene EDV Kurse gute Kenntnisse im Umgang mit den MS Office-Anwendungen angeeignet.

Neben meiner hohen Bereitschaft mich neuen Aufgaben zu stellen, bin ich ein verantwortungsbewusster und leistungsbereiter Mensch. Ich habe große Freude daran im Team zu arbeiten und dort neue Erfahrungen zu sammlen.


Ich freue mich auf meine neuen Aufgaben und daher ganz besonderes über Ihre Einladung zu einem persönlichen Gespräch. Gerne überzeuge ich sie während einer Probearbeit auch von meinen Fähigkeiten.

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FRAGEN
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Re: Guter Einleitungsatz für meine beiden Anschreiben

Beitrag von FRAGEN » 01.08.2014, 21:26

Computerfreak hat geschrieben:Das was ich hier im Forum an Beispielsätzen finden konnte hat irgendwie nicht gepasst.
Zum Suchen, Finden und Passen von "Beispielsätzen" habe ich Dir schon alles gesagt, was ich weiss. Zu den Adjektiven der Selbstbeschreibung auch.

Was die beiden Sätze angeht: Rein logisch ist m. E. einer zu viel... ganz streng genommen, sogar beide. Die Aussage beider (!) Sätze ist im Prinzip nur die Tatsache, dass Du Dich überhaupt bewirbst. Das weiss man schon vorher. Der einzige "Informationsgehalt" sind tatsächlich die 2-3 Adjektive, die beiläufig fallen... und deren Schlagkraft ist in dieser Form nicht gerade groß. M. E. könnte man diese Eigenschaften deutlich eindrucksvoller vermitteln, wenn man sie mit fachlichen Inhalten verbinden würde. Hilfsfragen an Dich:

Was bedeutet "Zuverlässigkeit" für Dich im Arbeitsleben?
Worin zeigt sich Deine "Belastbarkeit" a) im Lager b) beim Service?

Computerfreak
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Re: Guter Einleitungsatz für meine beiden Anschreiben

Beitrag von Computerfreak » 01.08.2014, 23:43

FRAGEN hat geschrieben:Zum Suchen, Finden und Passen von "Beispielsätzen" habe ich Dir schon alles gesagt, was ich weiss. Zu den Adjektiven der Selbstbeschreibung auch.

Was die beiden Sätze angeht: Rein logisch ist m. E. einer zu viel... ganz streng genommen, sogar beide. Die Aussage beider (!) Sätze ist im Prinzip nur die Tatsache, dass Du Dich überhaupt bewirbst. Das weiss man schon vorher. Der einzige "Informationsgehalt" sind tatsächlich die 2-3 Adjektive, die beiläufig fallen... und deren Schlagkraft ist in dieser Form nicht gerade groß. M. E. könnte man diese Eigenschaften deutlich eindrucksvoller vermitteln, wenn man sie mit fachlichen Inhalten verbinden würde. Hilfsfragen an Dich:

Was bedeutet "Zuverlässigkeit" für Dich im Arbeitsleben?
Worin zeigt sich Deine "Belastbarkeit" a) im Lager b) beim Service?
Wenn ich was gefunden hätte würde ich ja nicht Fragen :wink:

Computerfreak
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Beitrag von Computerfreak » 03.08.2014, 15:41

@Fragen

kann ich die Einleitung nicht einfach weglassen und gleich mit dem eigendlichen Anschreiben loslegen?

http://www.bewerbung-forum.de/einleitungssaetze.html

Antworten