Einleitungssatz beim Anschreiben

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couchpotatoe
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Hiermit bewerbe ich mich um die Stelle - Einleitungssatz gut

Beitrag von couchpotatoe » 01.06.2013, 16:51

Hi
seit einiger Zeit gebe ich Nachhilfe in Deutsch (die ARGE ist darüber informiert!!!) und der Junge nimmt gerade Bewerbungen durch. Da bin ich ja schon fast Profi :oops: Neulich legte er mir eine vor, die er in der Schule geschrieben und die stilistisch schon von der Lehrerin korrigiert worden war. Sie lautete ungefähr so: "Ihre Stellenausschreibung in der XY ist bei mir auf großes Interesse gestoßen. Hiermit bewerbe ich mich ....." Mir sträubten sich natürlich alle Haare und ich sagte ihm, dass er sich mit diesem "Hiermit" ein dickes, fettes Eigentor schösse. Er meinte dann, dass seine Lehrerin die Bewerbung schon berichtigt hätte. DAS ist natürlich ein Einwand. Nun sind Bewerbungsvorlagen im ständigen Wandel, deswegen würde ich gerne wissen, ob ich ihn in der nächsten Stunde noch mal darüber informiere, dass er sich mit "Hiermit bewerbe ich mich..." ins Abseits katapultiert, oder ob sich das inzwischen geändert hat.
Liebe Grüße und jetzt schon vielen Dank
Couchpotatoe

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 01.06.2013, 17:51

Hmmmm... ich weiss nicht, ob es klug wäre, ein Kind gegen seine Lehrerin aufzuhetzen... die es in diesem Fall ja auch offensichtlich nicht besser weiss. Und ein für sich genommen harmloses Wort wie "hiermit" zur Todsünde zu erklären, wäre wohl ohnehin etwas übertrieben... mal abgesehen davon, dass es um das Wort auch gar nicht geht. Wenn das Verhältnis zwischen Dir und diesem Jungen so ist, dass er einen quasi nicht-schulischen Rat von Dir annimmt (oder zumindest ernsthaft darüber nachdenkt) könntest Du ihm für seine echte Bewerbungen ja vielleicht - unabhängig von seiner Aufgabenstellung in der Schule und der Note, die er für deren "korrekte" Ausführung bekommt - folgende Sachverhalte nahebringen:

1) sind Bewerbungsverfahren grundsätzlich ein Selektionswettbewerb. Es sind nicht genügend Plätze für alle da und die Firmen wollen nur die besten. Allein daraus folgt m. E. schon zwingend, dass handelsübliche "Vorlagen" (die rein von der Logik her ja im besten Fall zu einem Platz im Mittelfeld führen können) nicht zum Erfolg führen.

2) ist die Einleitung grundsätzlich von großer psychologischer Bedeutung. Sie ist der berühmte "erste Eindruck, für den es keine zweite Chance gibt"... und rein von der praktischen Seite her die erste Orientierung, wenn einem die Bewerbung später im Verfahren noch einmal in die Finger kommt. Positive Unverwechselbarkeit in den ersten Sätzen ist von daher ein kaum bezahlbarer Wert an sich.

3) interessiert einen Arbeitgeber natürlich auch die Arbeitsweise der Person, die man da vor sich hat. In der gegebenen Situation mit möglichst effizientem Ressourceneinsatz das bestmögliche Ergebnis zu erzielen ist die Wunschvorstellung. Von daher kann es natürlich interessant sein, aus der Machart der Bewerbung gewissermaßen auf die allgemeine Arbeitsweise "hochzurechnen". Wenn jemand sich schon in seinem eigenen Text zuerst dreimal im Kreis dreht, bevor er mit der eigentlichen Arbeit anfängt... warum sollte das im Betrieb dann anders sein?

4) will man möglichst schnell und übersichtlich die entscheidungsrelevanten Sachverhalte präsentiert bekommen. Man hat seine Zeit als Entscheider schliesslich nicht gestohlen.

Und last but not least liest kein Mensch auf der Welt gern 1.000.000 x dasselbe hintereinander... ;-)

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mia699
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Beitrag von mia699 » 01.06.2013, 21:52

hi,

möchte mal eine leichte offtopic frage stellen
ich ertappe mich dabei, hier bei den diversen anschreiben den ersten absatz schon gar nimmer zu lesen. es interessiert mich mehr, was danach kommt.
kann es sein, dass es bei den arbeitgebern auch so ist? dass sie sich nur denken: mhm aha, blabla habe über, möchte mich um, aha blabla... und das einfach gar nimmer lesen?
oder nehmen die es wirklich so genau und zerpflücken jeden satz? bemerken die überhaupt noch, wenn der einleitungsabsatz vom ewig gleichen abweicht?

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 02.06.2013, 10:13

mia699 hat geschrieben:bemerken die überhaupt noch, wenn der einleitungsabsatz vom ewig gleichen abweicht?
Ich würde sagen: GERADE die Abweichungen sind es, die man bemerkt... und was das "Zerpflücken" angeht: Das wird so im Detail natürlich kaum jemand so differenziert betreiben wie wir hier. Die Motivation "hier" und im Personalbüro ist ja auch eine grundlegend andere: Hier soll ja im Prinzip jedem und an jeder Stelle so weit wie möglich geholfen werden. Zeit und Geld spielen keine Rolle.

Der Personalmensch hat dagegen ein anderes (im Grunde fast entgegengesetztes) Ziel: Der will im ersten Schritt einfach möglichst viele Kandidaten möglichst schnell aussortieren. Dafür muss er gar nicht werweisswietief analysieren. Dafür genügt ein sekundenschneller Gesamteindruck á la "Der hat keinen Bock!" oder "Die lügt mich an!"... und der/die Betreffende ist auf dem Absagestapel. Es sind ja genügend andere da. Aber solche Gesamteindrücke setzen sich im Endeffekt natürlich aus den vielen Details zusammen, über die hier gesprochen wird. Und damit sind sie dann doch wieder wichtig.

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mia699
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Beitrag von mia699 » 02.06.2013, 17:37

Vielen Dank für Deine Erläuterungen!

HappyHappy
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Fehlende Ideen für die Einleitung

Beitrag von HappyHappy » 24.01.2014, 00:14

Guten Abend,

ich habe mich hier angemeldet, weil ich bisher nützliches aus dem Forum entnommen habe.

Mein Problem ist, dass ich momentan keine Ideen habe, um eine Einleitung anzufertigen. Ich hab in den letzten Tagen 4 Bewerbungen versendet, wo leider nur einer super war.

Die anderen 3 Bewerbungen waren leider " schlecht ". Irgendwie komm ich nicht zu einem guten Ergebnis.
Könnt ihr mir vielleicht Tipps geben um eine gelungene Einleitung zu schreiben?


Meine Einleitung gestern:
Ihr junges Unternehmen ist seit mehr als 10 Jahren, sowohl national als auch international ein sehr gefragter Partner im Bereich X und y. Dies zeugt von Qualität und Zuverlässigkeit.
Damit das so bleibt, benötigen Sie auch in Zukunft Mitarbeiter, die motiviert sind und zum Erfolg Ihres Unternehmens etwas beitragen wollen. Deshalb bewerbe ich mich bei Ihnen um den Ausbildungsplatz als Technischer Produktdesigner

Infos zum Unternehmen: Seit mehr als 10 Jahren auf 2 Bereiche spezialisiert. Sowohl national als auch international.


Ist die Einleitung gut? Was könnte ich noch hinzufügen?

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 24.01.2014, 00:26

Zunächst einmal werden Bewerbungsschreiben dadurch optisch aufgewertet, dass man kleine Zahlen ausschreibt: zwei, zehn...
Dann solltest du dir Gedanken über die Funktion des Einleitungssatzes machen.
Funktion deines vorgeschlagenen Satzes: Lobhudelei, Werbung für die Firma, vielleicht auch gar keine Funktion.
Die Funktion sollte sein: Der Arbeitgeber wird von der Persönlichkeit deines Arbeits-Ichs angefixt und will den Rest lesen. Bewerbungs-Coaches schlagen gerne vor, dass der Einleitungssatz die wichtigsten Punkte, die in der Bewerbung ausgeführt werden schon mal vorbereitet, also letztlich eine Zusammenfassung dessen ist, was der Leser erwarten darf.

HappyHappy
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Beitrag von HappyHappy » 24.01.2014, 00:32

Danke für deine Antwort.

Ich habe selbst bemerkt, dass es schlecht ist. Gestern habe ich z.b von 17 bis 5 uhr morgens vergeblich versucht eine Einleitung zu schreiben.
Mir fehlen einfach die Ideen. Habe mir vorgenommen jede Bewerbung individuell zu gestalten. Also von Einleitung bis zum Ende. Leider klappt es nicht.
Es liegt eher daran, dass ich seit 8 Jahren keine Bewerbung geschrieben habe.
Wie würden Sie den Einleitungsteil schreiben?

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 24.01.2014, 01:14

HappyHappy hat geschrieben:Wie würden Sie den Einleitungsteil schreiben?
Das lässt sich so pauschal nicht sagen, es kommt auf die Stelle und das Arbeitnehmer-Ich an.
Wie gesagt, der Einleitungssatz sollte im Prinzip alles Wesentliche zusammmenfassen und nicht um den heißen Brei herumschleichen.

Ein Bsp.:

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit meinen acht Jahren Berufserfahrung und meiner technischen Versiertheit in XYZ, die ich Ihnen biete, erwarte ich mir von der Ausbildung bei Ihnen zum technischen Designer die Vervollkommnung meiner Kompetenzen.


Es ist eher unwahrscheinlich, dass dieser Satz jetzt wirklich gut ist in Anbetracht der Uhrzeit, zu der ich ihn aus dem Ärmel schüttele, aber darum geht es im Prinzip: Sofort mit harten Fakten anfüttern.

HappyHappy
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Beitrag von HappyHappy » 24.01.2014, 01:32

Hier mein Anschreiben:

Sehr geehrter Herr XXXX,

bei meinen Recherchen nach einem passenden Ausbildungsplatz bin ich auf der Jobbörse auf Ihre Stellenanzeige gestoßen. Ihr junges Unternehmen ist seit mehr als 10 Jahren, sowohl national als auch international ein sehr gefragter Partner im Bereich X und Y. Dies zeugt von Qualität und Zuverlässigkeit. Damit das so bleibt, benötigen Sie auch in Zukunft Mitarbeiter, die motiviert sind und zum Erfolg Ihres Unternehmens etwas beitragen wollen. Deshalb bewerbe ich mich bei Ihnen um den Ausbildungsplatz als Technischer Produktdesigner.
Nach dem Erwerb des schulischen Teils der Fachhochschulreife, arbeitete ich eine Zeit lang bei der Firma XXXX in XXXX. Die Tätigkeit umfasste diverse Aufgaben an verschiedenen Maschinen. Im Jahre 2005 absolvierte ich ein vierwöchiges Betriebspraktikum bei der Firma XXXX in XXXXX. In dieser Zeit lernte ich grundlegendes über Pneumatik, CNC, sowie Drehen und Fräsen. Für jede dieser Tätigkeiten ist es wichtig, sorgfältig und konzentriert zu arbeiten. Andererseits ist es unentbehrlich, eigene Ideen und Kreativität in die Planung und Entwicklung eines Projekts einfließen zu lassen. Mir gelingt es die genannten Anforderungen auf meine Arbeit zu übertragen. Darüber hinaus, verfüge ich über gute Kenntnisse in Informatik. Durch meine langjährige Mitgliedschaft in einem Sportverein, bin ich zudem absolut kommunikations- und teamfähig. Beides Eigenschaften für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Gerne überzeuge ich Sie in einem persönlichen Gespräch von meiner Person. Über eine Einladung dazu freue ich mich.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 24.01.2014, 10:15

HappyHappy hat geschrieben: bei meinen Recherchen nach einem passenden Ausbildungsplatz bin ich auf der Jobbörse auf Ihre Stellenanzeige gestoßen. Ihr junges Unternehmen ist seit mehr als 10 Jahren, sowohl national als auch international ein sehr gefragter Partner im Bereich X und Y. Dies zeugt von Qualität und Zuverlässigkeit.
Bis hierher haben wir noch kein Wort über dein Arbeits-Ich gelesen. Drei verschwendete Sätze!
Damit das so bleibt, benötigen Sie auch in Zukunft Mitarbeiter, die motiviert sind und zum Erfolg Ihres Unternehmens etwas beitragen wollen.
Hier lesen wir eine allgemeine Aussage darüber, dass Mitarbeiter motiviert sein sollen, gefolgt von einem Satz, den man zwar so interpretieren kann, dass du ein solch motivierter Mitarbeiter wärest, der aber diese Aussage auch nicht wirklich transportiert:
Deshalb bewerbe ich mich bei Ihnen um den Ausbildungsplatz als Technischer Produktdesigner.


Über dein Arbeits-Ich haben wir bis hierher noch überhaupt nichts gelesen, wir ahnen lediglich, dass du dich für motiviert hältst. Summa summarum fünf verschwendete Sätze.

Schmeiß diesen ganzen Absatz raus!
Nach dem Erwerb des schulischen Teils der Fachhochschulreife, arbeitete ich eine Zeit lang bei der Firma XXXX in XXXX. Die Tätigkeit umfasste diverse Aufgaben an verschiedenen Maschinen. Im Jahre 2005 absolvierte ich ein vierwöchiges Betriebspraktikum bei der Firma XXXX in XXXXX. In dieser Zeit lernte ich grundlegendes über Pneumatik, CNC, sowie Drehen und Fräsen.


Das ist reine Wiedergabe des Lebenslaufs, ein Lebenslauf liegt aber bei, somit ist dieser Teil überflüssig.
Für jede dieser Tätigkeiten ist es wichtig, sorgfältig und konzentriert zu arbeiten. Andererseits ist es unentbehrlich, eigene Ideen und Kreativität in die Planung und Entwicklung eines Projekts einfließen zu lassen. Mir gelingt es die genannten Anforderungen auf meine Arbeit zu übertragen. Darüber hinaus, verfüge ich über gute Kenntnisse in Informatik. Durch meine langjährige Mitgliedschaft in einem Sportverein, bin ich zudem absolut kommunikations- und teamfähig. Beides Eigenschaften für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
In diesem Teil hier sprichst du immerhin schon von deinen Kenntnnisse und Soft Skills. Worüber du aber in der ganzen Bewerbung nicht sprichst, das ist deine Motivation. Ja, du sagst oben, das motivierte MItarbeiter wichtig sind, aber das eben recht allgemein. Was dich motiviert, darüber lässt du dich leider überhaupt nicht aus.

Entferne bitte das Komma nach "darüber hinaus".
Dass die Mitgliedschaft im Sportverein zu Kommunikations- und Teamfähigkeit führe, ist Blödsinn. Man kann auch jahrelang im Sportverein aktives Mitglied sein und trotzdem völlig unfähig in der Kommunikation sein und ein wenig "autistisch" sein. (Autistisch in Anführungszeichen, soll hier in diesem Zusammenhang bedeuten: blind für die Belange der anderen). Mach daraus eine Sachaussage: "Im Mannschaftssport (Sportart und Verein nennen!) beweise ich seit Jahren meine Kommunikations- und Teamfähigkeit." Ggf. auch die Position nennen. Wenn du etwa Spielmacher oder Verbindungsspieler wärest, aber auch Verteidiger, das wäre besonders ideal, weil das die Spieler sind, auf denen das Mannschaftsspiel aufbaut bzw. die sich ständig mit dem Torwart verständigen müssen und selten in die Situation kommen, dass sie Punkte holen und daher eine "dienende" Position im Mannschaftgefüge haben.

HappyHappy
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Beitrag von HappyHappy » 24.01.2014, 13:47

Es ist einfach traurig . Meine Beraterin meinte , dass die Bewerbung super ist. Jetzt habe ich 4 Stellen verschwendet, obwohl dieses Anschreiben nichts taugt.
Es ist einfach nur noch peinlich .....

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 24.01.2014, 18:24

Wer ist denn deine Beraterin? (keine Namen!)

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Beitrag von HappyHappy » 24.01.2014, 18:33

Sie arbeitet bei der Bundesagentur für Arbeit. Die Dame hilft mir bei der Suche nach einer Ausbildung.

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Beitrag von HappyHappy » 24.01.2014, 19:02

Ich versuche mal ein Anschreiben zu fertigen. Mir fehlen irgendwie die Ideen...
Wie ich mitbekommen habe, bekommen ALG 2 Empfänger dieses Bewerbungscoaching bezahlt. Hab keinen Anspruch auf dieses Coaching, auch nicht mit Geld :)

Susanne3
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Einleitungssatz für Blindbewerbungen im Sozialbereich

Beitrag von Susanne3 » 03.04.2014, 11:57

Hallo,

bitte helft mir beim Einleitungsschreiben meiner Blindbewerbungen für diverse Behinderteneinrichtungen.

Ich arbeite als Fachsozialbetreuer (in Deutschland: Heilerziehungspfleger)



Sehr geehrte Fr. X,
sind Sie auf der Suche nach einem Fachsozialbetreuer?

(Lädt nicht grade zum Weiterlesen ein)


Bitte um Hilfe. Danke.

lg

dicker Zeh
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Beitrag von dicker Zeh » 05.04.2014, 21:12

wie wäre es mit:

sehr geehrter herr muster,

als ausgebildeter fachsozialbetreuer mit drei jähriger berufserfahrung ...

...bin ich auf der suche nach einer neuen beruflichen herausforderung ( das ist zwar null acht fünfzehn - aber du bringst deine qualifizierung direkt ins spiel - und wenn ich einen fachsozialbetreuer suche lese ich weiter)

... ist mir ihre einrichtung bekannt. vor allem ihr ansatz nach prof.dr.schlag micht tot zu arbeiten stellt für mich die ideale voraussetzung meine beruflichen vorstellungen umzusetzen dar.

spinn den faden mal weiter :shock:

Susanne3
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Beitrag von Susanne3 » 05.04.2014, 21:22

Hallo,

danke für die Hilfe.

lg

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 05.04.2014, 21:23

Ich würde sagen: Das Problem liegt in der Idee, ÜBERHAUPT eine Blindbewerbung in diesem Berufsbereich verschicken zu wollen. Das Ziel der Individualität und der Weg der Blindbewerbung schliessen sich rein logisch ja grundsätzlich aus. Dummerweise sind gerade "soziale" Menschen ganz besonders interessiert an der berühmten "persönlichen Note" für sich und andere... und mögen "Standard" in jeder Form intuitiv ganz und gar nicht. Ich sehe - zumindest gegenüber diesem Empfängerkreis - nur eine Chance mit hochpersönlichen Bewerbungen, die von Fall zu Fall komplett neu aus den Besonderheiten der jeweiligen Institution heraus geschrieben werden.

Susanne3
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Beitrag von Susanne3 » 05.04.2014, 21:31

Ok.

Was anderes,

was sind Soft Kills?

Susanne3
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Beitrag von Susanne3 » 05.04.2014, 21:33

Soft Skills mein ich?

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 06.04.2014, 00:26

Stärken/positive Charaktereigenschaften: Teamfähigkeit, Sorgfalt, Fleiß, Empathie...

dicker Zeh
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Beitrag von dicker Zeh » 07.04.2014, 19:52

hi, sorry war am wochenende unterwgs.

soft skills = weiche fähigkeiten = soziale fähigkeiten (s.antwort von guide)
hard skills = harte fähigkeiten = berufliche qualifikationen ( also deine Ausbildung, Erfahrungen mit software, weiterbildungen ect.

zu der blindbewerbung teile ich die ansicht von fragen nicht.
das ist sicherlich schwieriger als in der industrie. aber auch im sozialen gibt es fluktuation und wenn die stellen nicht öffentlich ausgeschrieben werden müssen
(öffentliche träger müssen öffentlich ausschreiben, da hat fragen absolut recht)
kann eine blindbewerbung durchaus hilfreich sein. also private träger würde ich anschreiben
grundsätzlich bin ich der meinung: versuch macht klug :wink:

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 07.04.2014, 21:34

dicker Zeh hat geschrieben:grundsätzlich bin ich der meinung: versuch macht klug :wink:
... wobei man in einem bestimmten Beruf in einer bestimmten Stadt nicht unbedingt allzu viele Schüsse frei hat. Von daher würde ich vor dem "Versuchen" schon immer einmal genau nachdenken...
dicker Zeh hat geschrieben:zu der blindbewerbung teile ich die ansicht von fragen nicht. das ist sicherlich schwieriger als in der industrie.
Das sehe ich wiederum anders: Mir kommen Blindbewerbungen in der Industrie SEHR viel aussichtsreicher als im Sozialbereich vor. Ich meine... man hört es doch schon am Wort: Sozial! Denen geht es immer um den einen einzelnen Menschen! Nicht um Maschinen, nicht um Projekte, am allerwenigsten um Kohle... es geht um die individuelle Persönlichkeit - und zwar auf allen Ebenen: Mit Blick auf die zu betreuenden "Sorgenkinder", auf die Sozialarbeiter... und last but not least natürlich auch auf die Einrichtungsträger selbst! Die werden genau so gerne individuell angesprochen, wie sie es sich für die Behandlung ihrer "Fälle" auf dem Bahnhof oder sonstwo wünschen. "Blind" geht da gar nichts. In keine Richtung...

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Beitrag von dicker Zeh » 08.04.2014, 15:51

hallo fragen,

hast mich falsch verstanden

zu der blindbewerbung teile ich die ansicht von fragen nicht. das ist sicherlich schwieriger als in der industrie.

ich meinte das gleiche

..das ist sicherlich schwieriger (im sozialen bereich) als in der industrie.

im Rest sind wir aber wieder gegesnsätzlicher meinung.

deine Ansicht :

es geht um die individuelle Persönlichkeit - und zwar auf allen Ebenen: Mit Blick auf die zu betreuenden "Sorgenkinder", auf die Sozialarbeiter... und last but not least natürlich auch auf die Einrichtungsträger selbst! Die werden genau so gerne individuell angesprochen, wie sie es sich für die Behandlung ihrer "Fälle" auf dem Bahnhof oder sonstwo wünschen

da sitzt keute kein soz.päd. mehr und studiert die bewerbungen. im privaten bereich werden heute genauso wirtschaftliche überlegungen in den vordergrund gestellt wie auch in der industrie.
da sind (oft öffentl.) Mittel einzusetzen die sehr eng kalkuliert und zeitlich befristet sind. gerade durch die zeitliche befristung springen viele sozialarbeiter ab in jobs die langfristiger planbar sind.
nimm private träger die sich über krankenkassen und andere soziale mittel versorgen.
rehazentren, altenheime ect sind oft in privater hand. aber auch förderschulen suchen oft kurzfristig wenn mittel bewilligt werden.

hier geht es ja nicht um den Streetworker am Bahnhof.
Also lange rede kurzer sinn :wink: ich würds initiativ versuchen

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