Europass Lebenslauf – ein neuer Standard?

Das Bewerbungsverfahren für Studienmöglichkeiten, Praktika und Jobs im Ausland unterscheidet sich von Land zu Land. Auf welche länderspezifischen Fallstricke besonders geachtet werden sollte, erfahrt ihr in dieser Rubrik.
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Nadel
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Europass Lebenslauf – ein neuer Standard?

Beitrag von Nadel » 10.02.2014, 09:32

Als baldige Wirtschafts-BWLerin möchte ich auch Möglichkeiten nutzen, um mich in der Schweiz oder in der EU zu bewerben und lese ab und an vom neuen Europass Lebenslauf als Standard. Was ist da dran und was muss da unbedingt rein? Habt Ihr Erfahrungen bzw. Reaktionen auf eine geschickte Europass Bewerbung?

Nadel
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Beitrag von Nadel » 14.02.2014, 14:23

Da offensichtlich kaum jemand Erfahrung mit Europass Lebenslauf & co hat, wird es wahrscheinlich auch nicht so wichtig sein, dass immer zu 100 % alle Normen und Regeln - die irgendwer aufstellt - eingehalten werden müssen. Ich denke mir, dass Personaler auch nur Menschen sind und viel nach Bauch entscheiden. :oops: Teilt diese Meinung jemand mit mir? Ist hier vielleicht auch ein Entscheider unterwegs? Danke für Feedback ;-)

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 14.02.2014, 15:34

Nadel hat geschrieben:Da offensichtlich kaum jemand Erfahrung mit Europass Lebenslauf & co hat, wird es wahrscheinlich auch nicht so wichtig sein, dass immer zu 100 % alle Normen und Regeln - die irgendwer aufstellt - eingehalten werden müssen.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich vorige Tage erstmals davon gelesen habe und dich zunächst unter Verdacht hatte, aus SEO-Zwecken einen Link zu setzen. Da es sich aber offenbar um ein Angebot der EU handelt, halte ich das durchaus für sinnvoll.
Nadel hat geschrieben: Ich denke mir, dass Personaler auch nur Menschen sind und viel nach Bauch entscheiden. :oops: Teilt diese Meinung jemand mit mir?
Das stimme ich mit dir überein, zum Kreis der Entscheider gehöre ich jedoch nicht.

wiebewerben
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Beitrag von wiebewerben » 24.04.2014, 16:18

Da ich selber ein sogenannter "Personaler" bin, kann ich dir gleich sagen, das der EU-Lebenslauf ein sehr nettes Format hat aber einige kleine Nachteile. Alle schauen gleich aus (riesiger nachteil, du unterscheidest dich damit nicht)

und generell bei den Sprachen ist er zu ausführlich und vom Aufbau nicht immer optimal. Eigene Projekte haben keinen Platz, wenn man im technischen Bereich ist oder in der IT ist eine andere Darstellungsform sicherlich mehr von Vorteil

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mia699
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Beitrag von mia699 » 01.05.2014, 19:26

habe auch schon viel vom europass lebenslauf gehört.
bei meinem mann in der arbeit (er ist mitentscheider) vergleichen sie gerne diese lebensläufe, weil sie eben alle gleich aufgebaut sind und man schnell das interessante rauslesen kann.

für firmen, wo es nur um die kenntnisse geht, sicher interessant zb IT branche, wo man nur schnell ablesen möchte.

der nachteil, dass man sich nicht mehr hervorhebt, ist natürlich auch gegeben.

ich fände es aber auch gut, wenn sich das weiter durchsetzt. so wie auch immer wieder enige versuche der anonymisierten bewerbung stattfinden, wo man vom bewerber kein geschlecht, kein foto, kein alter etc... genannt bekommt.
machen immer mehr unternehmen periodisch mit. finde ich toll.

und wenn alle leute den gleichen standardisierten lebenslauf hätten, müssten sich die firmen eingehender damit beschäftigen und sich neutraler entscheiden.

aber gut, genug geträumt.

und für jobs auf internationaler ebene schadet es sicher auch nicht, so einen lebenslauf zu haben und einfach dazu zu legen.

schattenmann
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Beitrag von schattenmann » 02.05.2014, 14:19

... ich hatte schon 2008 meine ersten Erfahrungen mit dem EuroPass Lebenslauf... Gab ganz interessante "Vorstellungs"gespräche. Bei denen man mich nach dem Europass ausfragte, aber nicht zum Job befragen wollte...

Der grosse Vorteil des EuroPass-CV ist aber genau das, was man bemängelt:

anhand des CV gibt es keine Unterscheidung mehr, es gilt nur noch die tatäschliche Qualifikation und Erfahrung.

...vorbei wär die Zeit, in der Blender mit super gestylten CV's eingeladen werden, aber "echte Macher" aufgrund fehlender Verkaufsfähigkeit aussortiert werden.

Anders formuliert:
...vorbei die Zeit, bei der das "sich verkaufen können" wichtiger ist, als die für den Beruf geforderten Fähigkeiten und allenfalls Erfahrungen.

Man sollte den EuroPass zum Standard erheben. Denn nichts ist schlimmer, als wenn eine "Macher"-Position durch eine "Verkäufer"-Persönlichkeit besetzt wird... (Macher können sich meist schlecht verkaufen, aber leisten gute Arbeit, währenddem "Verkäufer" gut verkaufen, aber meist schlecht "machen" können... (da gibt es mehrere Studien über die Persönlichkeitstypen))

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