Fachfremde Bereiche - Geht das gut? Chancen?

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PlanB
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Fachfremde Bereiche - Geht das gut? Chancen?

Beitrag von PlanB » 18.07.2017, 10:06

Hallo liebe Leute,

ich möchte mich auch für kaufmännische Berufe bewerben, habe aber enorme Schwierigkeiten dabei.

Für Berufe, die was mit Recht zu tun haben, habe ich das ein oder andere Argument und trotz Schwierigkeiten, stehe ich nicht vor einer leeren Seite.

Anders aber bei kaufmännischen Berufen. Möchte mich z.B. für den Beruf des Industriekaufmanns bewerben, weiß aber nicht, wie ich das konkret anstellen soll, wenn ich erfolglos Jura studiert habe. Das eine hat mit dem anderen nun kaum was zu tun. Mit wirtschaftlichen Kenntnissen prahlen kann ich auch nicht, genau so wenig mit Praktika in dem Bereich.

Mir fällt also selbst der Einstieg so schwer, dass ich Tage vor einem leeren Blatt sitze und keinen Ansatz finde, wie ich denn das jetzt begründen soll und die Sache überhaupt angehen soll.

Gibt es dazu irgendwelche hilfreichen Ansätze, wie man sowas denn angeht?

Dafür wäre ich sehr dankbar.

Lg,
PlanB

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 18.07.2017, 11:33

Und wenn Du Dich erst mal für Praktika bewirbst? Die Hemmschwelle ist für den AG auch viel niedriger, die Erfolgswahrscheinlichkeit dementsprechend höher.

Charlie Schmidt
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Beitrag von Charlie Schmidt » 18.07.2017, 20:20

Gibt es denn nicht irgendetwas fachlich Näheres, auf das Du wechseln könntest? Beispielsweise über einen Quereinstieg? Vielleicht in einem Bereich, in dem eher ein Allrounder als ein "fertiger" Jurist gesucht wird? Oder wie sieht es denn mit Deinen Rechtschreibkenntnissen aus? Es gibt doch auch juristische Verlage, die Redakteure mit fachlichem Hintergrund suchen. Da könnte ein nicht bestandenes Examen ja evtl. schon reichen ... Was meinst Du?

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FRAGEN
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Re: Fachfremde Bereiche - Geht das gut? Chancen?

Beitrag von FRAGEN » 30.07.2017, 16:53

PlanB hat geschrieben:Möchte mich z.B. für den Beruf des Industriekaufmanns bewerben, weiß aber nicht, wie ich das konkret anstellen soll, wenn ich erfolglos Jura studiert habe. Das eine hat mit dem anderen nun kaum was zu tun.
Genau so ist es - und das ist auch exakt das, was jeder Leser einer solchen Bewerbung auf so eine Stelle denken würde. M. E. ist Charlie Schmidts Hinweis von gerade der richtige:
Es gibt doch auch juristische Verlage, die Redakteure mit fachlichem Hintergrund suchen.
Du solltest ganz gezielt nach Tätigkeiten und/oder Unternehmen suchen, bei denen Dein juristisches Hintergrundwissen unmittelbar erkennbar hilfreich, aber voraussichtlich nicht bei allen sonstigen Bewerbern vorhanden sein wird. In solchen Fällen könntest Du als positiver und ggf. hochinteressanter "Exot" mit greifbarem Mehrwert auffallen.

Dich einfach nur auf einen Job zu bewerben, der erstens eine völlig andere Ausbildung erfordert und zu dem es zweitens auch unendlich viele passende Kandidaten gibt, ist m. E. der sichere Weg in eine sehr lange und frustrierende Bewerbungszeit. Warum sollte sich irgendein Arbeitgeber für "PlanB" entscheiden, wenn er Berge von "PlanA's" zur Auswahl hat?

PlanB
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Beitrag von PlanB » 03.08.2017, 22:31

katerfreitag hat geschrieben:Und wenn Du Dich erst mal für Praktika bewirbst? Die Hemmschwelle ist für den AG auch viel niedriger, die Erfolgswahrscheinlichkeit dementsprechend höher.
Ein Praktikum ist natürlich eine gute Möglichkeit. Allerdings meist unbezahlt. Das könnte ich selbst dann nicht, wenn ich unbedingt ein Praktikum wollte. Danke für diesen Tipp :)

PlanB
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Beitrag von PlanB » 03.08.2017, 22:34

Charlie Schmidt hat geschrieben:Gibt es denn nicht irgendetwas fachlich Näheres, auf das Du wechseln könntest? Beispielsweise über einen Quereinstieg? Vielleicht in einem Bereich, in dem eher ein Allrounder als ein "fertiger" Jurist gesucht wird? Oder wie sieht es denn mit Deinen Rechtschreibkenntnissen aus? Es gibt doch auch juristische Verlage, die Redakteure mit fachlichem Hintergrund suchen. Da könnte ein nicht bestandenes Examen ja evtl. schon reichen ... Was meinst Du?
Das ist eine gute Idee. Danke für diesen Tipp :) Ich frage mich aber, welche Berufe das konkret sind, wo ein Allrounder als ein fertiger Jurist gesucht wird. Mir fallen da nur Berufe wie Rechtsanwaltsfachangestellter/Notarfachangestellter usw. ein und dort will ich keineswegs hin, da ich weiß, dass es nicht das Richtige für mich ist. Ich hab als Schüler mal ein Praktikum gemacht und ab da wusste ich schon, ich möchte weder Sekretariatsaufgaben machen noch Kaffee kochen.

Mein aktueller Job erfordert auch etwas Rechtskenntnisse. Aber auf Dauer kann ich mir das nicht vorstellen, weil bereits unterfordert bin.

Mit meinen Rechtschreibkenntnissen würde ich behaupten, sieht es durchschnittlich aus. Weder ganz schlecht noch ganz toll. Aber das lass ich lieber andere bewerten.

PlanB
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Re: Fachfremde Bereiche - Geht das gut? Chancen?

Beitrag von PlanB » 03.08.2017, 22:42

FRAGEN hat geschrieben:
PlanB hat geschrieben:Möchte mich z.B. für den Beruf des Industriekaufmanns bewerben, weiß aber nicht, wie ich das konkret anstellen soll, wenn ich erfolglos Jura studiert habe. Das eine hat mit dem anderen nun kaum was zu tun.
Genau so ist es - und das ist auch exakt das, was jeder Leser einer solchen Bewerbung auf so eine Stelle denken würde. M. E. ist Charlie Schmidts Hinweis von gerade der richtige:
Es gibt doch auch juristische Verlage, die Redakteure mit fachlichem Hintergrund suchen.
Du solltest ganz gezielt nach Tätigkeiten und/oder Unternehmen suchen, bei denen Dein juristisches Hintergrundwissen unmittelbar erkennbar hilfreich, aber voraussichtlich nicht bei allen sonstigen Bewerbern vorhanden sein wird. In solchen Fällen könntest Du als positiver und ggf. hochinteressanter "Exot" mit greifbarem Mehrwert auffallen.

Dich einfach nur auf einen Job zu bewerben, der erstens eine völlig andere Ausbildung erfordert und zu dem es zweitens auch unendlich viele passende Kandidaten gibt, ist m. E. der sichere Weg in eine sehr lange und frustrierende Bewerbungszeit. Warum sollte sich irgendein Arbeitgeber für "PlanB" entscheiden, wenn er Berge von "PlanA's" zur Auswahl hat?
Danke für deinen Beitrag. Ich stimme dir voll und ganz zu. Das ist auch der Grund, was mich irgendwie daran hindert, Bewerbungen in fachfremde Bereich zu schicken. Ihr merkt sicherlich auch, dass ich bisher gar nicht in diese Richtung gegangen bin, weil mich irgendwas davon abhält.

Ich habe es auch unglaublich vermisst, Fälle zu lösen und mit Gesetzestexten zu lernen/arbeiten. Es fehlt mir und meine bisherigen Tätigkeiten, die kaufmännischer Natur sind, erfüllen mich einfach nicht.

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