Fachinformatiker Systemintegration Musterbewerbung: Tipps

Hier besteht die Möglichkeit, über Anschreiben für die Ausbildung, für Praktika und für das Studium (Duales Studium, Universität, BA) mit anderen Mitgliedern zu diskutieren.
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retroactivemind
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Fachinformatiker Systemintegration Musterbewerbung: Tipps

Beitrag von retroactivemind » 13.03.2007, 21:42

Hallo zusammen!

Habe dank Google dieses Forum gefunden & schon etwas länger im Hintergrund mitgelesen, um mir für meine bevorstehenden Bewerbungen ein paar Anregungen zu holen. Respekt & Dank an all jene, die hier Tag für Tag hilfreiche Worte posten! :)

Nun zu mir selbst:

Ich habe nach dem Abi bzw. nach dem Grundwehrdienst angefangen, Informatik zu studieren, bin jedoch im 6. Semester aufgrund eines erloschenen Prüfungsanspruchs (d.h. Prüfung 3mal nicht geschafft) vor die Wahl gestellt worden: Abbrechen oder Studiengangs-Wechsel. Da ich damals mir selbst und meinem Umfeld nur ungern eingestehen wollte, 3 Jahre ohne richtige Ergebnisse (kein Vordiplom :oops: ) verschwendet zu haben, entschloss ich mich dazu, in den thematisch zur Informatik sehr nahem Studiengang Information Management zu wechseln, weil mir dafür ein Großteil meiner bis dato erbrachten Prüfungen & Scheine anerkannt wurden und ich die Möglichkeit sah, mein Studium trotz der verlorenen Zeit noch relativ sauber zu Ende zu bringen.

Anfangs lag mir dieser Studiengang deutlich besser, besonders die Ausrichtung auf die wirtschaftlichen Fächer (Allg. BWL, Marketing). Dennoch hingen mir immer noch die stark theoretischen Fächer (Mathematik, Theoretische Informatik) im Nacken, welche letztendlich zu meinem Wunsch nach Abbruch des Studiums führten. Eine nicht unwesentliche Rolle spielte dabei jedoch auch der Langzeitgebührenbescheid über 500 Euro pro Semester, der mir dann Ende dieses Semesters ins Haus flatterte! ;)

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich möchte mich für eine Ausbildungsstelle zum Fachinformatiker mit der Ausrichtung Systemintegration bewerben und hoffe darauf, von euch ein paar Tipps & Kritiken bezüglich meines bisherigen Entwurfs zu bekommen. Vor allem der Absatz bezüglich meiner verkorksten Studentenlaufbahn hat mir arge Schwierigkeiten bereitet, ich bn mir sicher, da lässt sich auch noch viel verbessern.
Bewerbung um eine Ausbildung als Fachinformatiker – Systemintegration
Referenznummer: ...

Sehr geehrte Frau ...,

durch die Berufsberatung der Agentur für Arbeit erhielt ich den Vermittlungsvorschlag für einen Ausbildungsplatz zum Fachinformatiker – Systemintegration mit sofortigem Eintrittstermin. Ich möchte mich hiermit kurz vorstellen.

Im Juni 1999 habe ich meine Schulausbildung am ... mit dem Erhalt der allgemeinen Hochschulreife (Abiturnote 2,1) erfolgreich abgeschlossen.

Nach Ableistung meines Grundwehrdiensts begann ich zum Oktober 2000 ein Informatikstudium, welches ich jedoch aufgrund eines verlorenen Prüfungsanspruchs nicht beenden konnte. Daraufhin entschloss ich mich, in den Studiengang Information Management zu wechseln, wobei mir mehrere Leistungen des vorhergegangenen Studiums angerechnet wurden. Zwar haben mir einzelne Bereiche des Studiums viel Spaß gemacht, doch habe ich gemerkt, dass mir der Bezug zur Praxis oftmals fehlte und eine berufliche Ausbildung die sinnvollere Alternative darstellt. Aus diesem sowie aus finanziellen Gründen (Langzeitstudiengebühr) habe ich mich entschlossen, das Studium zum 31.03.2007 abzubrechen.

Besonders reizt mich am Beruf des Fachinformatikers die Möglichkeit, meine während des Studiums erworbenen Kenntnisse praxisbezogen umsetzen zu können. Hierbei möchte ich insbesondere auf meine Leistungsnachweise in den Fächern "Rechnersysteme" (Note 1,7) sowie "Systemanalyse für Informationssysteme" (Note 2,0) hinweisen.

Über die Einladung zu einem persönlichen Gespräch in Ihrem Unternehmen freue ich mich sehr. Ich bin auch gerne bereit, vor Ausbildungsbeginn ein Praktikum bei Ihnen zu absolvieren, um Sie persönlich von meinen Stärken zu überzeugen.


Mit freundlichen Grüßen
Okay, dann noch schnell der Lebenslauf:

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Lebenslauf

	
Zur Person

Name:                     ...
Geburtsdatum:         ...
Geburtsort:		 ...
Familienstand:          ...

Anschrift:		   ...

Telefon:                    ...
Mobiltelefon:             ...
eMail:                       ...

Schulbildung / Wehrdienst / Studium

08/1987 – 06/1991 		Grundschule ...
07/1991 – 06/1999 		Gymnasium ...
							Abschluss: Abitur (Note 2,1)

07/1999 – 04/2000	Grundwehrdienst – Sanitätssoldat in ...

WS 2000 – SS 2003	Informatik-Studium, Hochschule ...
WS 2003 – WS 2006	Information Management-Studium, ...

besondere Kenntnisse und Interessen 

Interessen / Hobbys:	Computer & Internet, Fremdsprachen (Englisch), Lesen, Sport (Rad, Volleyball)
PC-Kenntnisse:	Grundlagen in MS Office (Word, Excel, PowerPoint), Oracle DBS, HTML, Programmiersprache C
Sprachkenntnisse:	gutes - sehr gutes Englisch in Wort und Schrift, Französisch (Schulkenntnisse)
Führerscheinklasse:	3


..., d. 13.03.2007
Leider geht die Formatierung (Tabstopps, ect.) verloren, aber es soll ja mehr um den Inhalt gehen.

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nomine.patre
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Beitrag von nomine.patre » 13.03.2007, 22:37

Führerscheinklasse: B
Muss off, ev. schau ichs mir morgen mal an. ;)

Gucke schon mal hier: http://www.bewerbung-forum.de/muster/fa ... ldung.html

MfG

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 13.03.2007, 22:56

Hallo retroactivemind!

Dann wollen wir es mal probieren mit den "hilfreichen Worten"... ;-)

Eins vorab: Den perfekten Dreh habe ich da ad hoc auch nicht zur Hand... Gut finde ich auf jeden Fall schonmal, dass sich eine einheitliche (inhaltliche) Linie durch Deinen bisherigen Weg zieht. BTW: Als was warst Du eigentlich beim Bund eingesetzt?

Generell denke ich, dass das streng chronologische "Erzählen" in Deinem Fall eher ungünstig ist, weil es m. E. exakt das Problem betont - speziell, wenn Du mit der Jahreszahl des "Startschusses" beginnst... An dem gedachten Satz "8 JAHRE VERTRÖDELT!" kommt der Leser so kaum vorbei... und wo wir schon einmal dabei sind: Ausgerechnet der problematische ist schon rein mengenmässig der Abschnitt mit dem grössten Gewicht!

Ich würde einmal versuchen, die Gewichte anders zu verteilen: Du musst doch BERGE von ausbildungsrelevanten Kenntnissen und Fertigkeiten aus Deinen beiden Studiengängen mitbringen! Alles, was Du dazu schreibst, ist etwas von "Teilbereichen, die Spass gemacht haben"... ;-)

Mich würde eine Variante interessieren, die formulierungstechnisch Dein (bezogen auf die Lehre) immenses Vorwissen in den Vordergrund, und die Umstände des Erwerbs in den Hintergrund rückt... ohne irgend etwas zu verschleiern... einfach die Akzente anders setzen...

Schliessen könnte man dann nach dem Motto "Ich habe verstanden!"... Das Thema "EDV" ist definitiv Deins... und ein Studium ist es definitiv NICHT... ;-)

Von da müsste sich die Überleitung zum Praktikum fast zwanglos ergeben... ;-)

retroactivemind
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Beitrag von retroactivemind » 13.03.2007, 23:13

Danke, wäre sehr nett, wenn Du die Zeit finden würdest.

Was den Führerschein angeht: Da war ich mir nicht so sicher, ob ich ihn einfach auf eigene Faust in die neuen Klassen "umrechnen" sollte, oder lieber doch bei der Bezeichnung bleiben sollte, die ich sozusagen auch in der Hosentasche mit mir herumtrage. Ausgestellt wurde er im Jahre 1998, es ist also quasi einer der letzten "rosa Lappen". :D

Hmm, laut http://www.fahrlehrerverband-bw.de/07-FSKl/Kl_pkw.htm würde ich bei einem Umtausch die Klassen B, BE, C1, C1E sowie M, L & S erhalten, was gebe ich denn da also an? Die komplette Buchstabensuppe nach dem Motto "was ich habe, das habe ich"?

retroactivemind
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Beitrag von retroactivemind » 13.03.2007, 23:35

FRAGEN hat geschrieben:Hallo retroactivemind!

Dann wollen wir es mal probieren mit den "hilfreichen Worten"... ;-)
Danke! :)
Eins vorab: Den perfekten Dreh habe ich da ad hoc auch nicht zur Hand... Gut finde ich auf jeden Fall schonmal, dass sich eine einheitliche (inhaltliche) Linie durch Deinen bisherigen Weg zieht. BTW: Als was warst Du eigentlich beim Bund eingesetzt?
Ich hab meinen Grundwehrdienst als Sanitätssoldat in Hildesheim abgeleistet, allerdings ohne Einsatz in irgendwelchen IT-nahen Stellen, falls Du darauf hinauswolltest. Habe Ort & Art des Wehrdienstes in den Lebenslauf gepackt, da ich der Meinung war, sowieso schon zu viel Text im Anschreiben zu haben.
Generell denke ich, dass das streng chronologische "Erzählen" in Deinem Fall eher ungünstig ist, weil es m. E. exakt das Problem betont - speziell, wenn Du mit der Jahreszahl des "Startschusses" beginnst... An dem gedachten Satz "8 JAHRE VERTRÖDELT!" kommt der Leser so kaum vorbei... und wo wir schon einmal dabei sind: Ausgerechnet der problematische ist schon rein mengenmässig der Abschnitt mit dem grössten Gewicht!
Ja, ich weiß. Das war & ist auch meine größte Sorge, allerdings wollte ich im Anschreiben gleich Klartext reden, damit ich später in einem persönlichen Gespräch nicht gleich festgenagelt werde (nach dem Motto: "Was haben Sie uns denn zu verschweigen in dem langen Zeitraum?").
Ich würde einmal versuchen, die Gewichte anders zu verteilen: Du musst doch BERGE von ausbildungsrelevanten Kenntnissen und Fertigkeiten aus Deinen beiden Studiengängen mitbringen! Alles, was Du dazu schreibst, ist etwas von "Teilbereichen, die Spass gemacht haben"... ;-)

Mich würde eine Variante interessieren, die formulierungstechnisch Dein (bezogen auf die Lehre) immenses Vorwissen in den Vordergrund, und die Umstände des Erwerbs in den Hintergrund rückt... ohne irgend etwas zu verschleiern... einfach die Akzente anders setzen...
Ok, ich werde mich mal daran setzen, das Problem ist eben, das der Großteil des Grundstudiums und darüber hinaus aus den theoretischen Fächern bestand, die letzten Endes zu meinem Abbruch führten. :cry:
Schliessen könnte man dann nach dem Motto "Ich habe verstanden!"... Das Thema "EDV" ist definitiv Deins... und ein Studium ist es definitiv NICHT... ;-)

Von da müsste sich die Überleitung zum Praktikum fast zwanglos ergeben... ;-)
Meinst Du das so, das ich den letzten Satz mit dem Praktikum lieber irgendwie an den Absatz mit den Leistungsnachweisen anknüpfen sollte? So in der Art etwa:

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"... meine während des Studiums erworbenen Kenntnisse praxisbezogen umsetzen zu können. Hierbei möchte ich insbesondere auf meine Leistungsnachweise ... hinweisen. Ich freue mich auch sehr, wenn Sie mir die Möglichkeit geben, vor Ausbildungsbeginn ein Praktikum bei Ihnen zu absolvieren, um Sie persönlich von meinen Stärken zu überzeugen."

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 14.03.2007, 14:21

retroactivemind hat geschrieben: Ich hab meinen Grundwehrdienst als Sanitätssoldat in Hildesheim abgeleistet, allerdings ohne Einsatz in irgendwelchen IT-nahen Stellen, falls Du darauf hinauswolltest.
Wollte ich... macht aber nichts... ;-)
retroactivemind hat geschrieben: allerdings wollte ich im Anschreiben gleich Klartext reden, damit ich später in einem persönlichen Gespräch nicht gleich festgenagelt werde (nach dem Motto: "Was haben Sie uns denn zu verschweigen in dem langen Zeitraum?").
Dass wir uns richtig verstehen: Ich meinte NICHT, dass Du etwas "verschweigen" sollst... es geht mir (bei gleichem Inhalt) vor allem um die Betonung der einzelnen Aspekte. Dass man sich nicht in die Situation bringen sollte, die grösste Schwierigkeit im Moment des grössten Drucks lösen zu müssen, finde ich auch...

Ich denke einfach, dass es zwischen den Extremen "Vertuschen" von Problemen und dem "Suhlen" darin den ein oder anderen Mittelweg geben muss... ;-)
retroactivemind hat geschrieben: Meinst Du das so, das ich den letzten Satz mit dem Praktikum lieber irgendwie an den Absatz mit den Leistungsnachweisen anknüpfen sollte?
Auch eine Möglichkeit... was ich meinte, war allerdings, vom Statement "doch kein Theoretiker, sondern eher Mann der Praxis" zum Praktikum überzuleiten... ;-)

retroactivemind
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Beitrag von retroactivemind » 15.03.2007, 20:36

So, ich habe noch einmal mein Anschreiben überarbeitet, vielleicht hat der/die eine oder andere nochmal Lust, einen Blick darüber zu werfen?! :)

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Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als Fachinformatiker mit der Fachrichtung Systemintegration
Referenznummer: …


Sehr geehrter …,

über die Stellenbörse der Bundesagentur für Arbeit bin ich auf Ihre Anzeige sowie Ihrem Unternehmen aufmerksam geworden. Hiermit stelle ich mich Ihnen kurz vor.

Im Juni 1999 habe ich meine Schulausbildung mit dem Erhalt der allgemeinen Hochschulreife (Abiturnote 2,1) erfolgreich abgeschlossen. Da ich mich bereits während der Schulzeit sehr für Aufbau und Anwendungsmöglichkeiten von IT-Systemen interessierte, begann ich im Oktober 2000 ein Informatikstudium, welches ich jedoch aufgrund eines verlorenen Prüfungsanspruchs nicht beenden konnte. Daraufhin entschloss ich mich, in den Studiengang Information Management zu wechseln, wobei mir mehrere Leistungen des vorhergegangenen Studiums angerechnet wurden. Zwar haben mir einzelne Bereiche des Studiums viel Spaß gemacht, doch habe ich gemerkt, dass mir der Bezug zur Praxis oftmals fehlte und eine berufliche Ausbildung die sinnvollere Alternative darstellt. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, das Studium zum 31.03.2007 abzubrechen.

Besonders reizt mich am Beruf des Fachinformatikers die Möglichkeit, das während der Studienzeit Gelernte praxisbezogen umzusetzen. Neben guten Kenntnissen in den gebräuchlichen Office-Produkten von Microsoft (Word, Excel, PowerPoint, Outlook) besitze ich Grundkenntnisse in den Programmiersprachen C/C++, HTML sowie im Umgang mit der Datenbanksoftware Oracle. Hierbei möchte ich auch auf meine Leistungen in den Fächern „Rechnersysteme“, „Systemanalyse für Informationssysteme“ sowie die fachsprachliche Ausbildung „English for Computer Science“ hinweisen, welche ich mit guten bis sehr guten Noten abgeschlossen habe.

Über die Einladung zu einem persönlichen Gespräch in Ihrem Unternehmen freue ich mich sehr. Gerne bin ich auch bereit, vor Ausbildungsbeginn ein Praktikum bei Ihnen zu absolvieren, um Sie persönlich von meinen Stärken zu überzeugen.

Mit freundlichen Grüßen
Was ist besser, was ist schlechter als vorher?

Achso, eine andere Frage noch dazu: Ist es möglich, die Zeile "Anlagen: ..." in die Fußnote des Schreibens zu setzen? Oder sollte man strikt auf die Einhaltung von oberem und unterem Rand achten? In die Kopfzeile hab ich nämlich auch schon meine ganzen Kontaktdaten verbannt, und das sieht eigentlich ganz gut aus, wie ich finde.

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Baddy
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Beitrag von Baddy » 15.03.2007, 20:41

lass das mit den Anlagen doch einfach weg.

manche schreiben sie vollständig,
andere sagen man schreibt nur noch "Anlagen" aber nicht mehr,
andere sagen man schreibt es gar nicht mehr drauf.

such dir was aus ;)

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