Fehler in Arbeitszeugnis nach 7 Jahren entdeckt

Fragen zu Zeugnissen und Nachweisen: Müssen alle bisherigen Zeugnisse mitgeschickt werden? Welche Nachweise sind wichtig? Wie müssen die Zeugnisse geordnet werden?
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Bewerber-2011
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Fehler in Arbeitszeugnis nach 7 Jahren entdeckt

Beitrag von Bewerber-2011 » 20.03.2014, 20:15

Hallo,

vor ca. 7 Jahren bekam wurde ich betriebsbedingt durch meine AG gekündigt (Kein Streit, alles gut!). Ein Zeugnis habe ich erhalten und beim Arbeitsamt zur Kontrolle vorgelegt. Man befand es für gut.
Einen neuen Job hatte sofort im Anschluss durch mündliche Empfehlung bekommen, meine Zeugnisse usw. musste ich nicht vorlegen.

Seit ca. 3 Jahren schreibe ich ab und zu eine Bewerbung, wenn ich mal eine interessante Anzeige lese, bekam immer nur Absagen. Aktuell habe ich nun eine Bewerbungsoffensive gestartet, da ich mich nun auf jeden Fall beruflich verändern möchte. Vor zwei Wochen wurde ich dann zu einem Gespräch geladen, in dem man mich auf dies Zeugnis aufmerksam machte. Der Satz über das Verhältnis zu Vorgestzten, Kollegen usw. sei eine glatte sechs und führt normalerweise zum sofortigen Ausschluss der Bewerbung. Allerdings passt er nicht zum Rest des wohl doch guten Zeugnisses und sei evtl. aus Unwissenheit so formuliert.

Ich habe Kontakt zum alten AG aufgenommen, doch die Dame aus der Personalabteilung konnte mir nicht zusagen, ob der Geschäftsführer eine Änderung nach fast sieben Jahren noch mitmacht. Jedenfalls wird die Entscheidung noch etwas dauern, da er schwer beschäfftigt ist.

Nun weiss ich nicht, wie ich mich in der Zwischenzeit bewerben soll (habe eine Anzeigen gefunden, die ich nicht verfallen lassen möchte!), bzw. was mache ich, wenn einer Änderung nicht zugestimmt wird?
Das Zeugnis einfach weglassen / vergessen?
Einen eigenen Kommentar dazuheften?

Vielen Dank schon einmal vorab!

Beste Grüße

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Kroschka
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Beitrag von Kroschka » 20.03.2014, 20:36

Der Satz über das Verhältnis zu Vorgestzten, Kollegen usw. sei eine glatte sechs
Poste der Satz, Bewerber-2011 oder noch besser ein ganzes Zeugnis.
Und du hast seit ca. sieben Jahren ein andere Job, hast du ein Zwischenzeugnis?

Romanum
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Beitrag von Romanum » 20.03.2014, 20:58

Den meisten Lesern dürfte dieser Fehler doch gar nicht auffallen, und wenn doch, dann reagiert man eher wie die Gesprächspartner oben, wenn der Satz eindeutig im Mißverhältnis zum anderen Inhalt steht.

Bewerber-2011
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Beitrag von Bewerber-2011 » 20.03.2014, 21:02

Hallo,

ja, seit fast sieben Jahren. Dass mit dem Zwischenzeugnis kann ich leider nicht machen, da es ein ganz kleines Unternehmen ist. Dann bricht gleich Panik aus! Wenn ich dann kurzfristig nichts finde....

Hier der Text ...

Herr X geboren am 99.99.99 in A, war in der Zeit vom 28.11.2006
bis 31 .07.2007 Mitarbeiter der XY GmbH. Die XY GmbH ist ein ... Unternehmen und in den Geschäftsfeldern ... aktiv. Als Unternehmen der AB Guppe ist die XY GmbH mit mehr als 70 Mitarbeitern,
am Standort A, der ... innerhalb der Unternehmensgruppe zu
denen im wesentlichen die xx Group, A & B sowie die ZZ GmbH in A gehören.
Herr X wurde im November des vergangenen Jahres, im Zuge eines
Kundenauftrages eingestellt, bei dem es im Schwerpunkt um die telefonische Kundenbetreuung für xxx ging.
Hier konnte Herr X aufgrund seiner Vorkenntnisse, seiner soliden kaufmännischen Ausbildung und seiner Lernfähigkeit, sich schnell in das Team integrierten und zeigte bereits nach kurzer Zeit erfreulich gute Leistungen. Die rasch gewonnene Beratungskompetenz, sowie die freundliche Gesprächsführung stellten rasch erworbene Attribute dieses soliden ... dar.

Aufgrund des flexiblen Personaleinsatzverfahrens wurde Herr X sodann auch in verschiedenen ...projekten bei der XY GmbH zusätzlich ausgebildet und eingesetzt. Im wesentlichen konnte Herr X dabei seine Stärke an der... unter Beweis stellen.

Die Persönlichkeit von Herrn X zeichnet sich auch dadurch aus, dass
weiteren Aufgabenstellungen, auch im ... bereitwillig stellte und
Aufgaben auch dort unter Nutzung verschiedener Systemlandschaften realisierte.
Um seine Stärken besonders nutzen zu können, wurde Herr X schließlich
in den oben aufgeführten Projektbereichen eingesetzt.

Herr X war im Team beliebt, bei Vorgesetzten und Auftraggebern der
GmbH geschätzt und ein belebendes Element der Gruppe.

Die Aufgaben konnte Herr X stets zu unserer vollen Zufriedenheit realisieren. Bedauerlicherweise mussten wir aufgrund von Auftragseinbrüchen, in den relevanten Bereichen betriebsbedingte Kündigungen aussprechen, von denen Herr X aufgrund seiner erst kurzen Zugehörigkeit bei der XY GmbH betroffen war.
Wir wünschen Herrn X weiterhin privat und beruflich alles gute und bedanken uns ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit.

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Beitrag von Kroschka » 20.03.2014, 21:04

oh doch, Romanium.
es kommt drauf an ob Vorgesetzten an letzte Stelle stehen oder gar nichts erwähnt wurden was auf ein Streit deutet.

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Beitrag von Bewerber-2011 » 20.03.2014, 21:08

Ich denke auch, wenn man sich damit befasst ist es doch deutlich sichtbar, dass da was nicht stimmt!
Ausserdem habe ich die letzten Jahre zwar nur vereinzelt, aber in der Anzahl doch einige Bewerbungen geschrieben. Ich bekam nur Ablehnungen, muss ja einen Grund haben!

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Beitrag von Kroschka » 20.03.2014, 21:17

Hallo Bewerber-2011.
Es ist nicht nur ein Satz der schlecht ist, es ist dein gesamte Zeugnis auch wenn man bedenkt wie kurz du dort gearbeitet hast.
es geht doch nur um acht Monaten, oder?

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Beitrag von Bewerber-2011 » 20.03.2014, 21:19

Ja, nur die paar Monate.
Was fällt noch so auf? :(

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Beitrag von Kroschka » 20.03.2014, 21:25

Kein einziges Mal gut, seht gut, stets, erfolgreich, mit Erfolg, eigene Initiative...nicht mal freundlich!!! Was soll ich sagen, wirklich nichts außer das du angelernt wurdest.

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Beitrag von Bewerber-2011 » 20.03.2014, 21:36

Hmmm...

So stellt sich die Frage um so mehr, was mache ich nun mit diesem Zeugnis?

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Beitrag von Kroschka » 20.03.2014, 21:44

Bewerber-2011 hat geschrieben:Hmmm...

So stellt sich die Frage um so mehr, was mache ich nun mit diesem Zeugnis?
Wie lange warst du davor arbeitslos oder warst du nicht...so kannst du doch im LL Arbeitssuchend schreiben oder frag ob dein Zeugnis geändert wird. Aber du hast kein Anspruch mehr drauf, das weißt du bestimmt.

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Beitrag von Bewerber-2011 » 20.03.2014, 21:56

Wären dann aber immerhin acht Monate Arbeitslosigkeit...lenken dann sieben Jahre Beschäftigung beim gleichen AG davon ab?

Das Arbeitsverhältnis dann für immer verschweigen oder im Gespräch darauf eingehen?

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Beitrag von Kroschka » 20.03.2014, 22:07

Es ist ja zwischen uns...weil eh niemand lesen kann was ich dir gerade schreibe :wink:
Ja, Bewerber-2011, es ist nicht mehr so wichtig das du acht Monate ein Arbeitsplatz gesucht hast (passiert uns allen) weil du schon sein sieben Jahren ein Job hast.

Aber tztztzzzz... erzähl bitte niemand was ich dir geschrieben,,,bzw geraten habe, ok? :wink:

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Beitrag von Bewerber-2011 » 21.03.2014, 09:54

Guten Morgen,

Und erstmal vielen dank für die Antworten!

Da konnte ich gar nicht richtig schlafen, hatte damit nicht gerechnet, vor allem,weil der GF mich einige Zeit später noch angerufen hatte und fragte, ob ich wieder kommen wollte!

Gibt es vielleicht noch einen anderen Tipp, wie man mit der Situation umgehen kann?

Gruß

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