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GDB 50 verschwiegen und jetzt im Nachhinein angeben?

 
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Phillin



Anmeldungsdatum: 29.03.2017
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 11.06.2017, 14:20    Titel: GDB 50 verschwiegen und jetzt im Nachhinein angeben?

Ich habe seit etwas über einem Monat einen neuen Job (zunächst mit zweckbefristetem Vertrag wg. Krankheitsvertretung bis Ende des Jahres).

Bei der Bewerbung habe ich aufgrund vorheriger negativer Erfahrungen meinen GDB 50 verschwiegen, es wurde auch nicht danach gefragt. Meine Behinderung ist äußerlich nicht erkennbar und wirkt sich eigentlich nicht auf meine Arbeit (Bürojob) aus. Ich schreibe "eigentlich", weil es keine Einschränkungen gibt, die anderen auffallen würde. Ich selbst weiß aber, dass ich auf eine bestimmte Art und Weise arbeiten muss, damit ich voll leistungsfähig bin. Ich gebe dazu gerne mal ein Beispiel:

Ich habe eine sehr strukturierte Arbeitsweise, die für mich wichtig ist, weil ich sonst Schmerzen bekomme. Diese Schmerzen führen dazu, dass ich mich nicht mehr so gut konzentrieren kann und evtl. etwas langsamer arbeite. Ansonsten wirkt sich dies im Normalfall nicht aus und es merkt auch keiner.

Jetzt frage ich mich, ob ich meinen GDB im Nachhinein angeben sollte. Ich weiß, dass das Unternehmen Ausgleichsabgaben zahlen muss, da es weniger als 5 % Schwerbehinderte beschäftigt. Es wäre also für das Unternehmen in gewisser Weise nützlich. Mir würde es Steuervorteile und fünf Urlaubstage mehr verschaffen. Außerdem - ein eher nebensächlicher Punkt - könnte ich mit meiner Erkrankung offen umgehen, was ich in der Vergangenheit immer gemacht habe und was mir auch gut getan hat. Ich wirke z.B. aufgrund der Erkrankung manchmal etwas in mich gekehrt und habe oft Angst, dass das falsch verstanden wird. Es geht mir damit besser, wenn meine Kollegen darüber Bescheid wissen. Nun könnte ich das natürlich auch sagen, ohne den GDB zu erwähnen, aber dieser Punkt ist wie gesagt zweitrangig.

Ich habe natürlich Bedenken, dass das Unternehmen mich kündigt, weil ich es bislang verschwiegen habe. Daher zweifel ich, ob ich es wirklich sagen sollte. Man darf den GDB ja nur dann verschweigen, wenn er die Arbeit nicht beeinträchtigt. Nun ist das bei mir ja grenzwertig. Es gibt keine offensichtliche Einschränkung, aber ich weiß, dass ich auf eine bestimmte Art und Weise arbeiten muss, damit es nicht zu einer Einschränkung kommt.

Vielleicht kann mir einer hier einen Tipp geben?

Liebe Grüße,

Phillin
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Bewerber






Verfasst am:     Titel: Empfehlungen



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TheGuide
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 12.07.2013
Beiträge: 10730

BeitragVerfasst am: 11.06.2017, 15:20    Titel:

Da sprich doch mal mit Gewerkschaften oder Behindertenverbänden. Dort wirst du sicher kompetente Ansprechpartner finden, zumal in öffentlichen Foren eh keine Beratung gegeben werden darf, die den Ruch der Rechtsberatung hat.
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Romanum
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 12.09.2008
Beiträge: 8888

BeitragVerfasst am: 13.06.2017, 11:37    Titel:

Nach der Schwerbehinderung darf ja auch nicht gefragt werden. Als Bewerber muss man aber angeben, wenn die gesundheitlichen Einschränkungen die Arbeit negativ beeinflussen oder behindern. Hier kann man dann aber den Standpunkt vertreten, dass man die eigentlichen Arbeiten durch ein einziges Gespräch gar nicht abschätzen konnte. Außerdem sind Beeinflussung und Behinderung auch interpretierbar.

Hier findest du auch noch ein paar Infos: https://www.betriebsrat.de/portal/forum-fuer-die-sbv/t/verschweigen-der-schwerbehinderung-bei-einstellung-9506.html
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