Gesetzeslage bei Nachfrage wg Absage

Wie geht es weiter nach Absagen? Was kann daraus gelernt werden? Lass andere an deinen Erfahrungen teilhaben. Berichte über gute und schlechte Erfahrungen bei der Stellensuche.
Antworten
LichtAn
Beiträge: 10
Registriert: 04.02.2009, 09:55

Gesetzeslage bei Nachfrage wg Absage

Beitrag von LichtAn » 18.02.2009, 14:27

Guten Tag!

Ich habe eine Absage auf eine schriftliche Bewerbung bekommen. Da ich gerne den Grund wissen wollte, habe ich bei der Firma angerufen. Der zuständige Personaler hat mir dann allerdings gesagt, dass er mir keine Auskünfte erteilen kann, weil das Gleichstellungsgesetz dies verbietet.

Stimmt das? Dann kriegt man ja nie raus, weswegen man nicht genommen wird. Es wäre ja eigentlich ganz nett zu wissen, ob man nicht genommen wird, weil man nen Rechtschreibfehler gemacht hat, der Lebenslauf unübersichtlich ist oder man einfach nicht ins Profil gepasst hat.

cu

Benutzeravatar
Knightley
Bewerbungshelfer
Beiträge: 13521
Registriert: 16.03.2004, 18:52

Beitrag von Knightley » 18.02.2009, 15:44

Verboten im eigentlichen Sinne nicht. Aber damit sich die Unternehmen keine Probleme bzgl. dem AGG einhandeln, gibt es diese Anweisungen an die Personalabteilungen, nichts Konkretes zu sagen.

Hier mal ein Anschreiben von einem Rechtsanwalt an Mandanten bzgl. AGG:
An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass auf telefonische Nachfragen von Bewerbern wegen
der Gründe für eine Absage möglichst keine konkreten Auskünfte erteilt werden sollten.
Den Arbeitgebern kann nur angeraten werden, hier eine allgemeine Anweisung zu erteilen,
dass solche Auskünfte grundsätzlich nicht erteilt werden. Denn allzu leicht könnten
Mitarbeiter versucht sein, tröstende Worte für die Bewerber zu finden und damit Motive
zu offenbaren, die in einem Zusammenhang mit einem Diskriminierungsmerkmal stehen.
Demgegenüber sollte von vornherein vorgesorgt werden.
http://www.rae-wb.de/downloads/mandante ... eichbe.pdf

dasto
Bewerbungshelfer
Beiträge: 1113
Registriert: 20.02.2007, 16:05

Beitrag von dasto » 18.02.2009, 19:44

Wenn Dir der Personaler sagen würde: Sie haben zu viele Rechtschreibfehler - dann könntest Du das als Verstoß gegen das AGG werten u den AG verklagen, weil er Dich in dem Falle wg. der Rechtschreibung diskriminieren würde - damit Du keine Angriffsfläche hast - kommt da nix.

LichtAn
Beiträge: 10
Registriert: 04.02.2009, 09:55

Beitrag von LichtAn » 19.02.2009, 08:45

Oh, das ist ja schade. Also lohnt es sich eigentlich nicht nachzufragen?

dasto
Bewerbungshelfer
Beiträge: 1113
Registriert: 20.02.2007, 16:05

Beitrag von dasto » 19.02.2009, 19:52

Machen kann man alles.... - wenn es Dir Wert ist...

Lohnt es sich? - Musst Du für Dich entscheiden

Antworten