gute Einleitung für Initiativbewerbung? Einleitungssatz OK?

Eine initiative Bewerbung lohnt immer dann, wenn keine konkrete Stellenausschreibung vorliegt. Worauf ihr achten musst, ist Thema in diesem Forum.
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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 10.09.2016, 21:08

Da mich der einstieg in fataler Weise an einen anderen Einstieg von dir erinnert, poste ich diesen und meine Antwort darauf mal:
TheGuide hat geschrieben:
Chemielaborant hat geschrieben:auf Ihrer Webseite habe ich eine Stellenausschreibung für einen Chemielaboranten gelesen, welche mich mit ihren Aufgabenschwerpunkten sehr anspricht. Ihr Aufgabenschwerpunkt stellt für mich schon seit meiner Ausbildung einen spanenden Bereich da. Deshalb sende ich Ihnen meine Unterlagen zu.

Gähnend langweilig. Bitte streiche diesen ganzen Absatz. Den Fundort der Stellenanzeige schreib mit in den Betreff.

Du
bist für deinen Adressaten der große Unbekannte, nicht das Unternehmen, für das er arbeitet. Dieses musst du ihm - außer auf Nachfrage im VG - nicht erklären

Dass du auf das Unternehmen - wie auch immer! - aufmerksam wurdest ist auch klar. Viel interessanter wäre, warum du dich für Homöopathie interessierst, aber das beantwortest du leider nicht.

In einer Initiativbewerbung musst du deinem Adressaten noch stärker als in einer Reaktivbewerbung auseinandersetzen, warum du für ihn von Nutzen bist. Da muss jeder Satz knallen und keiner darf langweiliges Drumherumgerede sein.

Denk auch mal an deinen Adressaten und wie viel von dessen Lebenszeit mit langweiligen, nichtssagenden Einleitungssätzen verschwendet wird.

Chemielaborant
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Beitrag von Chemielaborant » 16.09.2016, 08:00

Ich habe mich nochmals Verusch


Sehr geehrter Herr X,

durch mein großes Interesse an der Homöopathie, kenne ich Ihr Unternehmen seit Jahren als ein Produzent für sehr effiziente und hochwertige homöopathische Arzneimittel. Ich selber konnte mich schon von der Hochwertigkeit Ihrer Produkte selbst überzeugen, da dies die wichtigsten Präparate in meinen Apothekerschrank sind. Da dieser Themenkomplex meine Begeisterung wiederspiegelt, möchte ich mich bei Ihnen vorstellen als Laborant.

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 16.09.2016, 08:22

Ich schreibe meine Kommentare mal direkt in Deinen Text :9
durch mein großes Interesse an der Homöopathie, kenne ich Ihr Unternehmen seit Jahren als ein Produzent für sehr effiziente und hochwertige homöopathische Arzneimittel.

FÜR DEN AG IST IN ALLERERSTER LINIE INTERESSANT, WER DU BIST: ICH WÜRDE MIT DEM BEGINNEN, WAS DU KANNST, WAS DICH VON ANDEREN ABHEBT. :(

Ich selber

'SELBER' IST STILISTISCH UNSCHÖN, DA EHER UMGANGSSPRACHLICH. :( konnte mich schon von der Hochwertigkeit Ihrer Produkte selbst SELBER/ SELBST :( WORTDOPPLUNGEN SIND ZU VERMEIDEN

überzeugen, da dies die wichtigsten Präparate in meinen Apothekerschrank sind.
DAS WIRKT JETZT EHER WIE SCHLEIMEREI. ABER VIELLEICHT KANNST DU ERLÄUTERN, WARUM DU VON DER QUALITÄT ÜBERZEUGT BIST. WIRKWEISE ETC. :(


Da dieser Themenkomplex meine Begeisterung wiederspiegelt

'WIDERSPIEGELN' ENTHÄLT DAS WÖRTCHEN 'WIDER' IM SINNE VON '(ENT-)GEGEN', NICHT IN DER BEDEUTUNG VON 'NOCH MAL':(

,möchte ich mich Ihnen vorstellen als Laborant.

:( ERSTMAL STELLST DU DICH GERADE NICHT VOR, SONDERN DU BEWIRBST DICH. UND DASS DU DICH BEWIRBST, DAS STEHT HOFFENTLICH IN DEINEM BETREFF: BEWERBUNG ALS LABORANT
Wie gesagt, steig am besten mit Deinem stärksten Argument ein: Was kannst Du (was der neue AG braucht) und was die möglichen anderen Mitarbeiter oder Mitbewerber nicht haben - Dein Alleinstellungsmerkmal.[/quote]
Zuletzt geändert von katerfreitag am 16.09.2016, 08:53, insgesamt 2-mal geändert.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 16.09.2016, 08:29

Chemielaborant hat geschrieben: durch mein großes Interesse an der Homöopathie, kenne ich Ihr Unternehmen seit Jahren als ein Produzent für sehr effiziente und hochwertige homöopathische Arzneimittel.
Abgesehen davon, dass das Komma falsch ist, beinhaltet dieser Satz nach wie vor nichts, was von Interesse für den Adressaten ist.
Ich selber konnte mich schon von der Hochwertigkeit Ihrer Produkte selbst überzeugen, da dies die wichtigsten Präparate in meinen Apothekerschrank sind.
Du bewirbst dich jetzt nicht ernsthaft mit Krankheit, oder? Krankheit bedeutet für Arbeitgeber Ausfallrisiko und Kosten (direkte wie indirekte).
Da dieser Themenkomplex meine Begeisterung wiederspiegelt, möchte ich mich bei Ihnen vorstellen als Laborant.
Überflüssiger (und überdies seltsamer) Satz.
Letztendlich ist dieser Einstieg fast derselbe wie in der Version zuvor, nur umformuliert. Umformulieren reicht aber nicht!

Beantworte bei einer Bewerbung folgende Fragen:
1.) Warum will ich eine bestimmte Position ausfüllen? Warum bin ich gerne Chemielaborant? Extra bei einer Initiatibewerbung: Warum bin genau ich der Mitarbeiter, der dem Unternehmen noch fehlt? Was ist meine Idee?

2.) Was bringe ich an Fachkenntnissen mit, die im Unternehmen und für die angestrebte Position von Nöten sind? Wann/wo/wie erworben?

3.) Welche positiven Charaktereigenschaften ("Stärken") setze ich bei der Arbeit ein? Wann/wo/wie belegt?

Alles, was keine Antwort auf diese Fragen bietet ist in 99% der Fälle irrelevant, Drumherumgerede oder langweilig (oder alles drei).

sweeney
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Einleitung kaufmännische Initiativbewerbung

Beitrag von sweeney » 05.12.2016, 10:55

Hallöchen,

ich tue mich mit der Einleitung bei meiner Initiativbewerbung super schwer. Was genau sollte ich darin denn ansprechen?

Hier meine Einleitung:
"Ihr Unternehmen ist mir als erfolgreicher Produzent von Backwaren sehr gut bekannt. Gerne würde ich meinen Teil zu Ihrer Erfolgsgeschichte beitragen. Aus diesem Grund möchte ich mich bei Ihnen initiativ für die Bereiche Backoffice und Buchhaltung bewerben."

Das klingt leider noch nicht wirklich rund :(

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Beitrag von TheGuide » 05.12.2016, 17:07

Ist ja auch Unsinn: Dass dir das Unternehmen bekannt ist, ist für das Unternehmen kein grund dich einzustellen. ebensowenig ist einzusehen, warum du zu der Erfolgsgeschichte beitragen möchtest, denn du kannst ja eigentlich noch keine emotionale Bindung zum Unternehmen aufgebaut haben. Dass du dich bewirbst steht außerdem schon im Betreff.

Die Frage ist doch: Warum hast du deine Ausbildung gemacht und warum möchtest du deine Kenntnisse gerade bei diesem Unternehmen einsetzen? Warum sind Backwaren für dich interessant?

sweeney
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Beitrag von sweeney » 05.12.2016, 18:55

Okay, neuer Versuch :)

Durch meine Ausbildung und Berufsverfahrung erwarb ich umfassende Kenntnisse als kaufmännische Angestellte, die ich zielgerichtet in Ihrem Unternehmen einsetzen möchte. Ihr Unternehmen ist für mich als Bäckerstochter besonders interessant. Bereits als Kind verbrachte ich viel Zeit in der Backstube und entwickelte so meine Vorliebe für Backwaren. Gerne würde ich meine Berufung und meine Vorliebe in Ihrem Unternehmen vereinen und als kaufmännische Angestellte für Sie tätig werde.

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Beitrag von TheGuide » 05.12.2016, 19:15

sweeney hat geschrieben: Durch meine Ausbildung und Berufsverfahrung erwarb ich umfassende Kenntnisse als kaufmännische Angestellte, die ich zielgerichtet in Ihrem Unternehmen einsetzen möchte.
Vergiss mal das Wort durch.

...zielgerichtet in Ihrem Unternehmen einsetzen möchte. Ihr Unternehmen ist für mich als Bäckerstochter besonders interessant. _Bereits als Kind verbrachte ich viel Zeit in der Backstube und entwickelte so meine Vorliebe für Backwaren. Gerne würde ich meine Berufung und meine Vorliebe in Ihrem Unternehmen vereinen und als kaufmännische Angestellte für Sie tätig werdeN.
Fang doch mal so an:

Sehr geehrter/r Herr/Frau X,

für mich als Bäckerstochter... Deshalb möchte ich nun meine Kenntnisse als kaufmännische Angstellte
(warum nicht als Kauffrau?) in Ihrem Unternehmen einsetzen.

sweeney
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Beitrag von sweeney » 07.12.2016, 13:09

Sehr geehrter/r Herr/Frau X,

für mich als Bäckerstochter ist Ihr Unternehmen besonders interessant. Bereits als Kind verbrachte ich viel Zeit in der Backstube und entwickelte so meine Vorliebe für Backwaren. Gerne würde ich meine kaufmännischen Kenntnisse und meine Vorliebe vereinen und als Kauffrau in Ihrem Unternehmen einsetzen.

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Beitrag von TheGuide » 07.12.2016, 16:02

Das etwas interessant ist, kann der Adressat in jeder zweiten Bewerbung lesen, wenn nicht häufiger. Das ist daher für einen ersten Satz schwach (und danach ergibt die Aussage häufig keinen Sinn mehr). Da muss etwas zwingenderes oder zumindest treffender formulierteres kommen.

als Bächerstochter, die ich viel Zeit in der Backstibe verbrachte und so ganz nebenbei die Qualität mancher Backwaren zu schätzen lernte, will ich meine kauffräulichen Kenntnisse in einem Bereich einsetzen mit dem ich mich identifizieren kann.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 18.12.2016, 20:02

Von der Backstube ins Backoffice... finde ich witzig... ;-)

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