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Hallo aus Niedersachsen

 
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Suicide13



Anmeldungsdatum: 28.12.2016
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 28.12.2016, 18:51    Titel: Hallo aus Niedersachsen

Guten Abend,

mein Name ist Suicide und ich bin 27 Jahre alt. Anfang diesen Jahres habe ich meinen Masterabschluss im Maschinenbau erlangt und bewerbe mich seit Mitte des Jahres, leider noch ohne Erfolg.

Ich hatte schon ein paar Vorstellungsgespräche und auch ein Accessment Center, allerdings waren einige davon auch bei Dienstleistern, die mein Profil einfach nur zusammen mit mir ausgefüllt haben und mich in die Kartei für Ihre Kunden aufgenommen haben.

Bald wird es auch schon fast 1 Jahr nach meinem Abschluss und ich habe langsam Angst, auf das Abstellgleis zu kommen. Wenn ich reflektieren sollte, was ich an meiner Bewerbung noch optimieren kann, wäre es das Anschreiben. Trotz dutzender Anschreiben fällt es mir noch schwer, eine Bewerbung zu schreiben, die mich selber vollends überzeugt. Dieses liegt auch daran, dass es soviele verschiedene Meinungen und Ratgeber gibt.

Darum habe ich mich hier angemeldet. Ich hoffe mit eurer Zusammenarbeit die Wende zu schaffen.

Grüße,
Suicide
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Bewerber






Verfasst am:     Titel: Empfehlungen



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katerfreitag
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 20.12.2015
Beiträge: 1991

BeitragVerfasst am: 28.12.2016, 21:44    Titel:

Hallo Suicide13, willkommen hier im Forum!

Wenn Du magst, stell' doch mal ein anonymisiertes Anschreiben im Forum ein, dann können wir darüber diskutieren. Winken
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Suicide13



Anmeldungsdatum: 28.12.2016
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 29.12.2016, 01:07    Titel:

Hallo katerfreitag,

dies habe ich gerade gemacht Sehr glücklich . Falls du Zeit hast und ein Feedback dazu abgeben willst, würde ich mich sehr freuen!

Grüße
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BlackDiamond
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 12.06.2016
Beiträge: 636

BeitragVerfasst am: 29.12.2016, 14:11    Titel:

Ich lese gerade deine Vorstellung, nachdem ich dir Feedback zu deinem Anschreiben gegeben habe. Ich bin etwas erstaunt, jetzt hier zu lesen, dass du Schwierigkeiten hast, einen Job zu finden. Zugegeben, deine fachliche Eignung kann ich nicht beurteilen, auch nicht, wie viele offene Jobs es in diesem speziellen Bereich des Maschinenbaus gibt, aber dein Anschreiben fand ich wohltuend gut, auch schon vor den Verbesserungen war es besser als vieles, was ich von anderen in deiner Situation so zu lesen bekomme. War denn deine Einladungsquote schlecht?

So auf Anhieb denke ich, dass es an dem üblichen Berufsanfänger-Problem liegt. Du weißt schon, niemand stellt gerne einen Berufsanfänger ein. Woran lag es denn deiner Meinung nach bei den Vorstellungsgesprächen, wärst du da als Berufsanfänger generell in Frage gekommen?
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Suicide13



Anmeldungsdatum: 28.12.2016
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 01.01.2017, 22:26    Titel:

Guten Abend BlackDiamond,

tut mir Leid, ich hab deinen Post jetzt erst gelesen. Frohes Neues übrigens!

Also die Bewerbung, die ich hier ins Forum geschrieben habe, war nicht meine erste Bewerbung und vieles war "optimiert", nachdem ich vor ein paar Tagen hier über andere Posts quer gelesen habe. Meine Bewerbungen am Anfang waren auch schon nicht schlecht und wurden mit der Zeit immer von mir etwas verändert, sprich sie variierten stark.

Ich bin auch etwas überfragt in meiner Situation und habe jetzt auch mal bei einem Bewerbungscoach angefragt.. ich denke, dass bei mir tatsächlich das Problem vorhanden ist, dass ich ein Berufseinsteiger bin. Außerdem ist mein Lebenslauf sehr Luftfahrtlastig geprägt, ich hab leider kein Praktikum in der Automobilbranche, was mein Fehler war.. Und in der Luftfahrt hat Airbus selber Einstellungsstop und die Dienstleister für Airbus haben zum Teil sehr hohe Voraussetzungen, die ich nicht erfüllen kann.

In der Automobilbranche wurde ich oft abgelehnt, da ich keine praktischen Erfahrungen in diesem Gebiet habe..

Bei dem ersten wichtigen Vorstellungsgespräch habe ich zum Teil kleine Patzer gemacht, war meine Schuld. Es geht hier auch gar nicht um das Nicht-Informieren oder so, sondern ich war etwas tolpatschig beim Auftreten. Wurde mit der Zeit natürlich besser.

Ich bewerbe mich momentan auch etwas mehr auf Doktoranden-Stellen, überlege auch mich auf Praktika zu bewerben. Ist echt hart für mich, am Ball zu bleiben, da mich die ganzen Absagen schon echt frustrieren.. vor allem steck ich auch viel Mühe in die Anschreiben rein und dann kriegt man so eine Standardabsage... Ich hoffe, dass es im neuen Jahr besser wird. Das letzte Jahr war einfach nur traurig für mich. Vor allem da ich Erfolg "gewohnt" bin (bin eine recht fleißige Person, die auch dementsprechend meist Erfolg hatte).

Falls du das gelesen hast, kannst du ja gern ein paar Sätze dazu schreiben, dann war der Text hier nicht umsonst.
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BlackDiamond
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 12.06.2016
Beiträge: 636

BeitragVerfasst am: 02.01.2017, 13:20    Titel:

Hallo, ja als Berufsanfänger ist es häufig schwierig. Die meisten AG wollen einfach jemanden mit einer kürzeren Einarbeitungszeit und einem geringereren Risiko, ist ja auch verständlich. Und die Automobiler sind immer ganz arg, die wollen partout niemanden, der keine einschlägige Branchenerfahrung hat. Warum, hat sich mir noch nicht wirklich erschlossen.

Ich kann das gut verstehen, so ein Jahr nach deinem Abschluss muss jetzt wirklich bald was Richtiges her, alles andere wäre nicht gut. Du brauchst jetzt Branchenerfahrung und Praxis. Ich drück dir die Daumen. Gibts denn außer Airbus keine anderen potentiellen AG für dich?
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Suicide13



Anmeldungsdatum: 28.12.2016
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 02.01.2017, 17:34    Titel:

Ja seh ich auch so, ich muss mir momentan echt Mühe geben..

Doch, neben Airbus gibt es auf jeden Fall potentielle Arbeitsgeber. Bei uns Ingenieure gibt es ja viele verschiedene Vertiefungsrichtungen, meine wären: Schwingungstechnik, Berechnungsingenieur und Konstruktion (Regelungstechnik und Informatik eventuell auch, wobei Informatik nur nebenbei), so dass ich mich auf Forschungsjobs (DLR, Fraunhofer, Doktorandenstellen) und auch bei Ingenieursdienstleistern bewerben kann (Ferchau, Bertrandt etc..).

Ich habe mich nicht mal nur auf die großen Arbeitsgeber beworben, sondern auch bei vielen Dienstleistern, aber selbst da habe ich Absagen erhalten, was ich nicht nachvollziehen konnte. Ich kann mir das höchstens mit meinen Anschreiben erklären, die vielleicht nicht gut genug waren.. Als ich angerufen habe, wurde mir meist keine gute Antwort gegeben, meist waren die anderen Bewerber qualifizierter.

Ich bin mir 100% sicher, dass ich längst einen Job hätte, wenn ich auf meinem Lebenslauf irgendwo "Praktikum bei großen Automobilkonzern" stehen hätte, da ich alles erfülle außer diesen Punkt (ich habe einen überdurchschnittlichen Masterabschluss (with Honors, gehöre zu den 10% Besten meines Jahrgangs), 4 Monate Auslandsstudium in Asien, Chinesisch-Sprachkenntnisse, Werkstudententäigkeit und Praktikum bei dem großen Flugzeughersteller in Hamburg und HiWi beim Fraunhofer-Institut). Wenn ich da jetzt noch dieses Praktikum hätte, wäre es vollständig (vielleicht hätte ich noch eine Werkstudententätigkeit mehr haben können, aber mein Studium war zum Teil sehr schlimm; viele Projekte und Studienarbeiten, die viel Zeit gekostet haben).

Morgen habe ich ein Telefonat mit einem Bewerbungscoach. Vielleicht können wir zusammen einen Weg finden. Zusätzlich habe ich mir als Ziel gesetzt, in jeder Bewerbung die ich jetzt schreibe, 100% zu geben.
Wenn mir nicht jedes einzelne Wort gefällt, werde ich es nicht abschicken.
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BlackDiamond
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 12.06.2016
Beiträge: 636

BeitragVerfasst am: 02.01.2017, 21:09    Titel:

Das finde ich gut. Aber überschätze das Anschreiben auch nicht. Wenn immer nur Bewerber mit einigermaßen guten Anschreiben eingeladen würden, gäbs bald keine Vorstellungsgespräche mehr. Lachen Ich hoffe, deinBewerbungscoach kümmert sich nicht allzusehr um die Unterlagen, sondern eher um Strategien, wie du an deinen ersten Job kommst. Die Qualifikation ist definitiv das Wichtigste, ein gutes Anschreiben ist dann die Kirsche auf der Torte.

Ich hatte auch schon gedacht, dass man sich um dich reißen würde, wenn du ein wenig Praxis im automobilen Bereich hättest. Also soweit ich das beurteilen kann. Und an Bertrandt und Konsorten habe ich auch schon gedacht. Die haben hier gefühlte 7 Mio. Jobs offen und bei den Chinesisch-Kenntnissen ist mir automatisch Krauss-Maffei eingefallen, aber das ist ja auch nicht was für jeden.

Also halt uns mal auf dem Laufenden und bis dahin alles Gute!
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Suicide13



Anmeldungsdatum: 28.12.2016
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 03.01.2017, 10:38    Titel:

Nee das stimmt Sehr glücklich. Vielen Dank für die bisherigen Tips, ich werde mich melden, wenn es was geworden ist.
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TheGuide
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 12.07.2013
Beiträge: 9408

BeitragVerfasst am: 03.01.2017, 12:04    Titel:

Suicide13 hat Folgendes geschrieben:
Ich bin mir 100% sicher, dass ich längst einen Job hätte, wenn ich auf meinem Lebenslauf irgendwo "Praktikum bei großen Automobilkonzern" stehen hätte, da ich alles erfülle außer diesen Punkt (ich habe einen überdurchschnittlichen Masterabschluss (with Honors, gehöre zu den 10% Besten meines Jahrgangs), 4 Monate Auslandsstudium in Asien, Chinesisch-Sprachkenntnisse, Werkstudententäigkeit und Praktikum bei dem großen Flugzeughersteller in Hamburg und HiWi beim Fraunhofer-Institut). Wenn ich da jetzt noch dieses Praktikum hätte, wäre es vollständig (vielleicht hätte ich noch eine Werkstudententätigkeit mehr haben können, aber mein Studium war zum Teil sehr schlimm; viele Projekte und Studienarbeiten, die viel Zeit gekostet haben).

Es ist erstaunlich, was du uns so en passant erzählst:
- überdurchschnittlicher Master with Honours
- ein Semester Studium in Asien
- Chinesisch-Kenntnisse
- HiWi beim Fraunhofer Institut
- Werkstudent bei Airbus
Wenn ich mich recht entsinne, kam wenig bis nichts davon in deinem uns präsentierte Anschreiben vor. Stattdessen unpassender Altruismus und Negativformulierungen...

Ich will gar nicht ausschließen, dass es auch Vorgesetzte geben mag, die dich nicht einstellen, weil sie Angst davor haben, neben dir als kleines Licht darzustehen. Aber zumindest ein Teil von dem, was du uns hier schilderst sollte doch argumentativ in dein Anschreiben eingebaut werden.
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Suicide13



Anmeldungsdatum: 28.12.2016
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 03.01.2017, 19:00    Titel:

Bei allem Respekt, The Guide, aber deine Kritik scheint an dieser Stelle etwas zu harsch zu sein. Ich habe dich nach den Korrekturen auch gefragt, was du davon hältst aber anstatt darauf einzugehen, hast du dir noch mehr Kritikpunkte ausgesucht. Falls mein Anschreiben insgesamt zuviel "Altruismus und Negativformulierungen" enthielt, hättest du das auch kundtun können (wobei ich den Punkt mit Negativformulierungen nicht ganz verstehe, meinst du damit schlecht formulierte Passagen oder Formulierungen, die psychologisch beim Leser negativ ankommen? Davon hatte ich meines Erachtens nur höchstens eine Formulierung?)

Es ist immer einfacher, zu kritisieren, als selbst ein "perfektes" Anschreiben zu verfassen. Ich habe die genannten Punkte in früheren Anschreiben eingebracht, aber das hat erstens gefühlt nicht soviel gebracht und zweitens sucht man sich die Dinge für eine Stellenanzeige ja heraus, die passen. Für die Stelle als Berechnungsingenieur haben mein Praktikum und meine Bachelorarbeit bei Airbus am Besten gepasst, da ich während diesen Tätigkeiten auch was in diesem Bereich gemacht habe. Die HiWi-Tätigkeit am Fraunhofer Institut wäre reine Konstruktionstätigkeiten gewesen, sprich unpassend (hat nichts mit numerischer Simulation zu tun). Bei dem Auslandssemester hab ich das Gefühl gehabt, dass ich das für meine guten Englischkenntnisse einsetzen könnte, allerdings hatte ich keinen Platz mehr und von Freunden hieß es immer, dass dieses im Lebenslauf ja ersichtlich wird. Die Werkstudententätigkeit bei Airbus war in einer Abteilung, welche mehr eine Behörde innerhalb von Airbus war und ich hab da leider keine ingenieursnahen Tätigkeiten ausgeführt. Zu dem Zeitpunkt war mir das aber nicht so wichtig, da ich kein Bafög mehr bekommen habe und einfach etwas Geld dazuverdienen wollte. Würde ich diese Sachen in dem Anschreiben von mir neulich erwähnen, hätte es einfach nicht gepasst und dann wäre wieder der Schrei nach "passt nicht, Lebenslauf?!!!" laut geworden.

Zu dem Punkt mit meinem überdurchschnittlichen Studium bin ich mir nicht so sicher, wie ich das einbringen soll, ehrlich gesagt. Ich bin privat eine recht bescheidene Person und habe Angst, dass bei falscher Anwendung dieses zu überheblich rüberkommen könnte.

Ich freue mich über Kritik, aber dir sollte doch bewusst sein, was für doch recht hohe Anforderungen ein gutes Bewerbungsschreiben hat. Mir fällt es schwer, folgende Punkte zu berücksichtigen (inhaltlich, jetzt abgesehen von der Form und Gestaltung her):

1.) Eine gute Einleitung, die NICHT 0815 ist und die den Personaler veranlasst, die Bewerbung nicht zur Seite zu legen, sondern weiter zu lesen. Am Besten mit der eigenen Motivation und einem Bezug zum Unternehmen und vor allem begründet. Das sind locker mehr als 5 Zeilen.

2.) Dann der Hauptteil, in welchem man seine Kompetenzen für den Job erläutern sollte, auch alles begründet und mit Bezug auf die Stelle. An dieser Stelle am Besten das aus dem Lebenslauf rauspicken, was passt, was wohl den größten Textumfang umfassen sollte.

3.) Dann die Softskills, die zur Stellenanzeige passen. Natürlich auch wieder mit den eigenen Erfahrungen aus dem Lebenslauf begründet, die passen.

4.) Dann der Schluss, wo der Bezug zum Unternehmen und zur Stelle hergestellt wird, auch wieder locker 4 Zeilen.

5.) Alles auf 1 DinA4 Seite

und dann noch die Punkte von mir einzubauen (Master with Honours etc..). Ich habe sicherlich alle Punkte in meinen Anschreiben benutzt, aber meist selektiv eingesetzt, da mir 1 Seite nicht reicht und meist auch nicht zu der jeweiligen Stellenanzeige passt..

Tut mir Leid für den langen Text, aber ich musste das gerade loswerden.
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TheGuide
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 12.07.2013
Beiträge: 9408

BeitragVerfasst am: 03.01.2017, 20:49    Titel:

Suicide13 hat Folgendes geschrieben:
deine Kritik scheint an dieser Stelle etwas zu harsch zu sein.

Was ist denn harsch daran, wenn ich mich darüber wundere, dass wichtige Gesichtspunkte, die du argumentativ nutzen könntest, in deinem Anschreiben gar nicht vorkommen?

Zitat:
Ich habe dich nach den Korrekturen auch gefragt, was du davon hältst aber anstatt darauf einzugehen, hast du dir noch mehr Kritikpunkte ausgesucht.

Ich kritisiere eben, was zu kristisieren ist. Dein Ziel ist doch, dein Anschreiben zu verbessern, damit du damit überzeugen kannst. Soll man etwa sagen "alles super", wo nicht alles super ist? Soll man dich belügen, damit du dich besser fühlst?

Zitat:

Falls mein Anschreiben insgesamt zuviel "Altruismus und Negativformulierungen" enthielt, hättest du das auch kundtun können


Das habe ich:
TheGuide hat Folgendes geschrieben:
Suicide13 hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Mit meinen bisherigen Erfahrungen in der FEM will ich Sie dabei unterstützen, Ihre Produkte im Bereich der Präzisionsdichtungen und Dichtungsmodule zu optimieren und somit die Zufriedenheit Ihrer Kunden zu garantieren.


Deine Frage dazu war: Warum willst du das? Um ehrlich zu sein habe ich das geschrieben, da ich mich ja gut verkaufen will und dem Unternehmen zeige, dass ich einen Mehrwert bieten kann, den ich versucht habe zu formulieren. Mein persönlicher Anreiz wäre wohl, dass ich meine Kenntnisse im Gebiet der FEM durch die Arbeit erweitern kann, ich weiß nur nicht, ob das hier so passt.

Altruismus passt bei gemeinnützigen Organisationen aber nicht bei profitorientierten Unternehmen. Daher solltest du imer plausibel begründen, warum du einem Unternehmen etwas gutes tun willst.


Zitat:
(wobei ich den Punkt mit Negativformulierungen nicht ganz verstehe, meinst du damit schlecht formulierte Passagen oder Formulierungen, die psychologisch beim Leser negativ ankommen?

Ja, da habe ich mich falsch erinnert. Nur das ohne war zu bemängeln.
Negativformulierungen sind Formulierungen, die entweder eine negative Motivation beinhalten (ich wurde entlassen, also bewerbe ich mich bei Ihnen) oder aber (im nichtwissenschaftlichen Sinne) problemorientiert sind (Problem, Schwierigkeit etc.) bzw. mit Verneinungen arbeiten (nicht, keine, ohne...) Das ist psychologisch meistens ungeschickt.


Zitat:
Es ist immer einfacher, zu kritisieren, als selbst ein "perfektes" Anschreiben zu verfassen.

Natürlich. Aber ist das ein Grund, zu schweigen? Klar, du fühlst dich im Augenblick besser, weil du bekommst ja weniger Kritik. Aber was ist das Ergebnis? Dein Anschreiben verbessert sich weniger, als du es potentiell verbessern könntest, wenn du alle Informationen hättest.

Zitat:

Ich habe die genannten Punkte in früheren Anschreiben eingebracht, aber das hat erstens gefühlt nicht soviel gebracht und zweitens sucht man sich die Dinge für eine Stellenanzeige ja heraus, die passen.

Das ist ja auch richtig. Dennoch musst du doch argumentieren. Und da wundert es schon, dass du den Masterabschluss "mit Ehre" so gar nicht erwähnst


Zitat:
Ich bin privat eine recht bescheidene Person und habe Angst, dass bei falscher Anwendung dieses zu überheblich rüberkommen könnte.

Bescheidenheit ist eine Zier doch weiter kommt man ohne ihr.

Ernsthaft: Es spricht für deine gute Erziehung, wenn du bescheiden bist. Aber beim Bewerbungsprozess darfst du deine gute Erziehung in Teilen vergessen.


Zitat:
1.) Eine gute Einleitung, die NICHT 0815 ist und die den Personaler veranlasst, die Bewerbung nicht zur Seite zu legen, sondern weiter zu lesen. Am Besten mit der eigenen Motivation und einem Bezug zum Unternehmen und vor allem begründet. Das sind locker mehr als 5 Zeilen.

Fang mal an, wir finden dann sicher Kürzungspotential.
Ich finde ja, dass eine gute Einleitung Motivation und Kompetenzen miteinander verknüpft. Der Unternehmensbezug sollte iedealiter in gemeinsamen Werten bestehen (das geht naturgmäß nicht überall) oder dass man glaubwürdig machen kann - und das dürfte im Ingenieurswesen nicht allzuschwer sein - dass man genau die Arbiet machen möchte, wie sie bei der Stelle zu tun ist.
Zitat:

2.) Dann der Hauptteil, in welchem man seine Kompetenzen für den Job erläutern sollte, auch alles begründet und mit Bezug auf die Stelle. An dieser Stelle am Besten das aus dem Lebenslauf rauspicken, was passt, was wohl den größten Textumfang umfassen sollte.

Genau!
Zitat:

3.) Dann die Softskills, die zur Stellenanzeige passen. Natürlich auch wieder mit den eigenen Erfahrungen aus dem Lebenslauf begründet, die passen.

Richtig.
Wobei du durchaus Hard und Soft Skills mischen kannst. Gerade dann, wenn du Lebenslaufstationen benutzt, um sie zu belegen.
Zitat:

4.) Dann der Schluss, wo der Bezug zum Unternehmen und zur Stelle hergestellt wird, auch wieder locker 4 Zeilen.

Den Bezug hattest du oben doch schon. M.E. gehört er am ehesten zur Motivation.
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katerfreitag
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 20.12.2015
Beiträge: 1991

BeitragVerfasst am: 04.01.2017, 09:49    Titel:

Guten Morgen, Suicide!

Besteht die Möglichkeit, dass Du momentan etwas sensibler bist als normalerweise? Ich finde The Guide Anmerkungen schon direkt, dafür aber auch sehr konstruktiv Winken

Niemand hier zwingt Dich dem Feedback der Mitforis zu folgen - doch eben dieses Folgen gedanklich zu versuchen, hilft mir oft dabei, ein Anschreiben zu verbessern. Ich muss ja nicht mit allen Kritikpunkten d'accord sein, aber am Schluss einer Diskussion hier weiß ich meistens genauer, warum mein finaler Standpunkt mein Standpunkt ist. Winken

Klar ist es keine leichte Aufgabe, ein gutes Anschreiben zu verfassen. Ja, die Anforderungen sind hoch. Aber am Ende der ganzen Mühsal winkt eben auch ein Vorstellungsgespräch, respektive der Traumjob...

Versuch mal, die Rückmeldungen als zusätzliche Anregung Deines eigenen Denkens zu betrachten. Halt sachlich. Und cool Cool
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Suicide13



Anmeldungsdatum: 28.12.2016
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 04.01.2017, 15:44    Titel:

TheGuide hat Folgendes geschrieben:
Suicide13 hat Folgendes geschrieben:
deine Kritik scheint an dieser Stelle etwas zu harsch zu sein.

Was ist denn harsch daran, wenn ich mich darüber wundere, dass wichtige Gesichtspunkte, die du argumentativ nutzen könntest, in deinem Anschreiben gar nicht vorkommen?


Das ist vollkommen berechtigt und das harsch bezog sich eher auf deinen Satz danach:

Zitat:
Stattdessen unpassender Altruismus und Negativformulierungen...
.

Mag sein, dass ich das falsch gedeutet habe, aber für mich hörte es sich so an, als ob mein Anschreiben nur voller Altruismus und Negativformulierungen war.

Falls es nicht so gemeint war und ich das in den falschen Hals gekriegt habe, entschuldige ich mich natürlich. Feedback ist immer willkommen.
Mir ist natürlich auch bewusst, dass mein Anschreiben noch nicht gut war, sonst hätte ich es auch nicht gepostet.

@katerfreitag:
Mag gut sein, dadurch, dass die Jobsuche sich schon so lange zieht, bin ich natürlich sensibler bezüglich dieses Themas.. Ich werde in Zukunft etwas cooler reagieren.
Cool

Bezüglich des Anschreibens: Ich habe es noch etwas modifiziert und bereits abgeschickt. Falls ich ein neues Anschreiben verfasse und Hilfe brauche, stell ich das hier ins Forum. Danke für die Hilfe bisher.
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Suicide13



Anmeldungsdatum: 28.12.2016
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 22.03.2017, 23:12    Titel:

Guten Abend,

ich wollte nochmal ein Update zu meiner jetzigen Situation geben.

Ich habe jetzt endlich nach genau 1 Jahr Suche (!) ein Unternehmen gefunden, bei welchem ich als Ingenieur tätig sein kann. Ich hatte in den letzten Wochen 4 Vorstellungsgespräche und hatte jetzt tatsächlich 3 Jobangebote (eine Doktorandenstelle und zwei Industrieangebote). Ich bin sehr froh, dass die Suche endlich ein Ende hat, gegen Ende hat das Ganze doch sehr an den Kräften und am eigenen Glauben gezerrt. Diese Erfahrung müssen aber recht viele Absolventen momentan machen, so weit ich das mitkriege.

Mein Anschreiben und Lebenslauf habe ich nur geringfügig modifiziert, auch nach dem Bewerbungsmappencoaching. Ich hatte nicht das Gefühl, dass mein Anschreiben oder Lebenslauf sich deutlich geändert hat im Vergleich zu vor 5 Monaten. Auch meine Art mich bei Vorstellungsgesprächen fand ich nicht deutlich anders. Meine Meinung dazu, wieso es jetzt am Ende so gut geklappt hat, ist dass viel Glück dazu gehört. Einige Unternehmen finden dein Profil nicht interessant und andere hingegen brennen für dich. Da kann man letztendlich (vorausgesetzt Anschreiben etc. stimmen) nicht so viel machen.

Die Randbedingungen, unter denen ich arbeiten werde, überzeugen mich vollends und übertreffen bei weitem alles was ich mir für den Jobanfang gewünscht habe. Ich bin also sehr glücklich und zufrieden momentan. Ab Mitte April geht es los.

Grüße
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