Hilfe bei Bewerbung um zweite Ausbildung

Informationen und Fragen zum Bewerbungsablauf, zu einzelnen Elementen der Bewerbungsmappe und zu individuellen Formulierungen. Wie soll eine Bewerbungsmappe aufgebaut sein? Welche Fakten gehören in ein Anschreiben? Welche Formulierungen sollten unbedingt vermieden werden?
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Valraven1987
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Hilfe bei Bewerbung um zweite Ausbildung

Beitrag von Valraven1987 » 24.01.2018, 12:08

Hallo liebe Leute,

ich brauche ganz dringend eure Hilfe!

Also zunächst zu mir ich bin jetzt exakt 30 Jahre alt.
Ich habe den realschulabschluss und habe 2006 weil ich zu Hause ausgezogen bin eine Ausbildung zur Fachrkaft für Schutz und Sicherheit begonnen.
2009 habe ich die Ausbildung abgeschlossen.
Seitdem arbeitete ich in mehreren Firmen der Branche für wenig Lohn.
2013-2015 habe ich am Flughafen gearbeitet.
Ab 2015 habe ich dann endlich eine Fachkraft stelle gefunden, wo ich auch bis diesen Monat gearbeitet habe.Aufgrund des Auftragverlustest würde mir Betriebsbedingt gekündigt.
Seit Jahren erfüllt mich dieser Job auch einfach nicht und ich habe mich immer nach Veränderung und Neuanfang gesehnt.
Nun würde ich gerne eine Ausbildung als Industriemechaniker oder Maschinenführer beginnen.
Meine schulischen Stärken lagen immer im Physik Bereich.
Ich habe Familie . Eine Frau und 2 Kinder.
Ich weiß nicht wie ich das schaffen soll alles als Azubi.
Meine Branche ist Tod. Fachkräft stellen sind sehr rar oder sehr weit weg.
Auf eine Stelle bewerben sich mehrere Hundert Bewerber.
Wie sollte ich mich auf eine zweite Ausbildung bewerben?
Wie sollte ich diese Formulieren?
Welche Hilfen kann ich in Anspruch nehmen?

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 24.01.2018, 19:21

Sprich mit der Arbeitagentur.

Valraven1987
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Beitrag von Valraven1987 » 24.01.2018, 19:36

Bei der Agentur war ich gestern.
Job Angebote gibt es nur aus meiner Branche:
Allerdings keine Fachkraft Stellen.
Alg 1 beträgt 1500€
Aussage der Mitarbeiterin: eine zweite Ausbildung
Müssen Sie auf eigene Faust regeln.
Finanziell sowie Suche.

cre
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Beitrag von cre » 31.01.2018, 16:45

Auf das Amt würde ich nicht zusehr bauen. Deren Aufgabe ist es nämlich nicht Träume wahr zu machen, sondern dich so schnell wie möglich wieder in ein versicherungspflichtiges Verhältnis zu hieven (was übrigens auch nicht ganz zu unrecht ist, aber das würde hier zu weit führen)

Du wirst eine Umschulung nur bewilligt bekommen wenn du mit deinen derzeitigen Kenntnissen nicht mehr vermittelbar bist bzw. aus irgendwelchen Gründen deinen derzeitigen Job nicht mehr ausführen könntest.

Das bist du aber als Fachkraft für Schutz und Sicherheit nicht. Dabei spielt es keine Rolle ob die Stellen nun für ungelernte Kräfte oder für Facharbeiter sind. Denn rein theoretisch könntest du ja auch als Facharbeiter die Stelle eines Ungelernten besetzen. (Es wird ja sicherlich nicht explizit ausgeschlossen, dass du dort auch als Gelernter anfangen kannst. Das du dann nur als Ungelernter bezahlt wirst spielt erstmal keine Rolle)

Du kannst natürlich (und das würde ich auch auf jeden Fall versuchen) mal einen Antrag auf einen Bildungsgutschein stellen. Den müsstest du aber wirklich gut begründen und da wird alleine der Aspekt das dir dein derzeitige Ausbildung nicht gefällt oder das du eine deiner Meinung nach nicht adäquate Bezahlung/Stelle bekommst nicht reichen.

Das ist nämlich dein höchstpersönliches Problem was du nicht auf dem Rücken des Steuerzahlers ausleben sollst. Das klingt jetzt hart und ist auch keine Wertung gegen dich, aber so sieht es nunmal die Gesetzeslage vor.


Was kannst du also tun?
1. Du könntest versuchen einen auf Burn-Out in deinem alten Job zu versuchen und dir mit einem psychologischen Gutachten so die Umschulung zu erzwingen. Wird aber in 9/10 Fällen schief gehen. Selbst wenn man anerkennt das du als Sicherheitsfachkraft nicht mehr arbeiten könntest gäbe es auch noch andere (und für das Amt weniger kostenintensive Möglichkeiten) dich anders unterzubringen.
Zumal Industriemechaniker so absolut nicht dem entspricht was du bisher gelernt hast. Du hast da keine nachweisbaren Kenntnisse auf die du aufbauen kannst. (das du vor fast 15 Jahren mal gut in Physik warst zählt da nicht)

2. Du könntest privat eine Umschulung versuchen, das würde allerdings ziemlich teuer werden und auch hier sind eben deine fehlenden Vorkenntnisse nachteilig.

Das war das negative, jetzt kommt aber das positive.

3. Die beste Variante ist tatsächlich, dass du dich auf eine Ausbildung bewirbst und das ganz normal. Also Unternehmen anschreiben und begründen wieso du diesen Schritt gehen willst (dabei aber keine Negativmotivation gegenüber deinem alten Job, sondern positiv gegenüber deinem neuen Job)
Die Ausbildungsvergütung ist im übrigen bei Industriemechanikern gar nicht soo gering, ich glaube du kriegst schon im ersten Jahr ca. 900 Euro.
Wenn du in der Ausbildung selber drin bist und (je nachdem wie viel deine Frau verdient) ihr mit euren zwei Kindern unter einen bestimmten Mindestsatz fallt könnt ihr immer noch versuchen eine Aufstockung durch das Amt zu beantragen. Oder du nimmst halt einen Kredit auf. Mehr Möglichkeiten hast du nicht, aber letztlich scheint mir das keine übergroße Hürde zu sein.

Aber überlege dir vorher, ob das wirklich der Beruf ist den du machen willst. Denn der zweite Schuss ist oft der Letzte.

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