Hobbys in Lebenslauf?

Fragen zum Lebenslauf: Wie sieht ein tabellarischer Lebenslauf und wie ein handschriftlicher Lebenslauf aus? Welche Daten müssen unbedingt in den Lebenslauf und welche nicht?
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klasnic17
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Hobbys in Lebenslauf?

Beitrag von klasnic17 » 07.03.2006, 04:02

Hallo,
ich habe jetzt gesehen, dass viele ihre Hobbys im Lebenslauf angegeben haben. Ist das wirklich notwendig bzw. sinnvoll?
Ich will mich für ne Ausbildung zum Bankkaufmann und Industriekaufmann bewerben. Ich meine was interessiert es die Leute da ob ich Fusball oder Basketball spiele, ob ich ins kino gehe oder PC spiele?

Ich hab noch ne weitere Frage: Ich bin 21, ist es da noch notwendig Eltern mit Beruf im Lebenslauf anzugeben?

Danke für eure Hilfe!

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Marlenchen
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Re: Hobbys in Lebenslauf?

Beitrag von Marlenchen » 07.03.2006, 14:26

ich habe jetzt gesehen, dass viele ihre Hobbys im Lebenslauf angegeben haben. Ist das wirklich notwendig bzw. sinnvoll?
Nicht unbedingt, bei Schülern vielleicht schon, da der Lebenslauf sonst ziemlich dünn aussieht.
Ich meine was interessiert es die Leute da ob ich Fusball oder Basketball spiele, ob ich ins kino gehe oder PC spiele?
Im Prinzip gar nicht, aber man muss auch nicht "Hobby" schreiben; mit "Besondere Interessen" (in deinem Fall z.B.: Wertpapiermanagement, da Teilnahme an Börsenspiel) oder "Persönliches Engagement" (z.B. ehrenamtliche Vereinstätigkeit) kann man seinen Lebenslauf schon aufpeppen oder wie es neudeutsch heißt *pimpen*. :D
Ich bin 21, ist es da noch notwendig Eltern mit Beruf im Lebenslauf anzugeben?
Nein.

Wübbi
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Beitrag von Wübbi » 09.03.2006, 13:27

Hi Klasnic,

vielleicht kann ich Dir etwas helfen...
ich habe jetzt gesehen, dass viele ihre Hobbys im Lebenslauf angegeben haben. Ist das wirklich notwendig bzw. sinnvoll?
Ich denke neben der beruflichen Qualifikation interesiert sich natürlich der Personaler auch für deine Persönlichkeit.
Die geforderten beruflichen Qualifikationen kann ein Personaler schnell mit Deinen und die anderer aus dem Lebenslauf vergleichen.
So bekommt er vielleicht 30 Bewerber, die für die Stelle die beruflichen Anforderungen erfüllen.
Als Personaler würde ich jetzt gucken, wer am besten zum Unternehmen/Team passt. Wenn der Bewerber von seiner Persönlichkeit zum Unternehmen passt, dann ist es nur von Vorteil.

Wie belastbar bist Du?
Kannst Du Verantwortung übernehmen?
Wo liegen Deine Interessen?
Und und und ...
All das kann ein Personaler von Dir wissen wollen.
Ein ""nackter"" Lebenslauf wirkt da doch etwas langweilig.
Finde es nur von Vorteil, wenn Du versuchst in deinem Lebenslauf auch deine Persönlichkeit herauszuarbeiten, indem du deine Interessen und Hobbys angibst. Nutze die möglichkeit deiner Person etwas mehr ""leben"" in der Bewerbung zu geben als nur die reinen Fakten.


Hoffe ich konnte dir so helfen

Mfg Wübbi

Berufseinsteiger
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Hobbies/Nebentätigkeit im Lebenslauf

Beitrag von Berufseinsteiger » 20.03.2012, 14:40

Moin.

Ich habe aufgrund meiner Hobbys ziemlich lange studiert. Habe z.B. mehrere Jahre in einer Bundesliga gespielt (auch in den höchsten Ligas benachbarter Länder), außerdem habe ich noch viele öffentliche Auftritte gehabt und Wettbewerbe gewonnen (Musik)).

Die Frage ist nun, wie ich das in meinem Lebenslauf einbringe. Ich sollte das auf keinen Fall weglassen denke ich, ansonsten versteht ja niemand, warum ich so lange studiert habe, auch wenn die Hobbys jetzt mit den Berufen, auf die ich mich bewerben werde, nichts zu tun haben.
Schreibe ich meine beiden "Haupthobbys" nun als Nebentätigkeit (weiß nicht ob der Begriff hier korrekt wäre, denn ich war nicht angestellt) oder als Hobby in meinen Lebenslauf? Sollte ich viele Erfolge aufzählen (die Liste ist lang) oder nur die größten? Sollte ich auch noch andere Hobbys angeben? Könnte z.B. noch Tischtennis angeben, ich war als 10-jähriger mal Stadtmeister (große Stadt) in der entsprechenden Altersgruppe. Ist natürlich nichts besonderes im Vergleich zu meinen anderen beiden "Haupthobbys".

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KillrAngel
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Beitrag von KillrAngel » 20.03.2012, 15:02

Du könntest es unter dem Titel "Engagement" bringen. Klingt zumindest etwas besser als "Hobby".

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 20.03.2012, 16:44

Hallo Berufseinsteiger,

in welcher Sportart hast du gespielt? Tischtennis?

Bundesliga? Da gab es doch bestimmt ein paar Euros für. Stellt sich glatt die Frage, ob man das nicht eher im beruflichen Bereich aufführen sollte. Um den Eindruck zu vermeiden, dass die "Hobbies" einen zu großen raum beanspruchen, sollten nicht alle Erfolge aufgezählt werden. Eventuell dürfte der Hinweis auf die Bundesligaeinsätze bereits genügen. Jedem erfahrenen Personalverantwortlichen ist dann sofort klar, dass Bundesliga glöeichbedeutend ist mit einem erheblich überdurchschnittlichen Trainingsaufwand, der zwangsläufig sich auf die Studiendauer auswirkt.

Die Nebenhobbies solltest du definitiv rauslassen, um einen falschen eindruck von Dir zu vermeiden. denn leicht kann der Eindruck entstehen, dass einem seine Hobbies wichtiger sind, denn die berufliche Entwicklung.

Viele Grüße aus Duisburg

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 20.03.2012, 21:29

Könnte z.B. noch Tischtennis angeben, ich war als 10-jähriger mal Stadtmeister (große Stadt) in der entsprechenden Altersgruppe.
Das würde nicht richtig in so eine Auflistung reinpassen, wenn du schon länger Bundesliga gespielt hast.

Eventuell kannst du auch zwei Unterrubriken machen, wenn es nicht zu übersichtlich wird: "Leistungssport" und "Engagement" allgemein oder "Musik" speziell.

Caffey
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Beitrag von Caffey » 02.04.2012, 19:32

bist du denn nun fertig mit studieren? das geht nicht so richtig daraus hervor, nur das du schon lange studierst? Ich den ein Personaler wird sich genug Gedanken über deine Hobbys machen auch wenn du sie nur áuf einer A4 seite auflistest. Die grossen Siege im Kindes- und Jugendalter würde ich weglassen.

1sonne
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Beitrag von 1sonne » 20.12.2012, 21:30

Also meine Meinung ist: Hobbys gehören nicht da rein

Es ist Privatleben! Hat dein Privatleben vlt. Vorrang? Wenn du irgendetwas reinschreibst was du garnicht machst kommt das auch nicht gut an außerdem kann der Leser sich auch Fragen ob du vlt. Arbeit und Privates nicht trennen kannst

Würdest du nun schreiben dein Hobby sind Investmentfonds, würde Dir das mit Sicherheit niemand glauben

Hobbys anzugeben, kann aber schon Sinnvoll sein, wenn du sonst noch nichts vorzuweisen hast, genauso wie Angaben zu den Eltern

Bambine
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Hobbys im Lebenslauf angeben?

Beitrag von Bambine » 06.01.2016, 18:02

Wie macht ihr das?
Gibt ihr eure Hobbys im Lebenslauf an?
Wenn ja: wieso? Wenn nein: wieso?
Ich finde, Hobbys können nie wirklich schaden.
Sie zeigen, dass ich nicht nur zur Schule gehe und nicht nur vorm Handy/Internet sitze.
So zeige ich meine Persönlichkeit.
Wie seht ihr das?

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 06.01.2016, 21:03

Ich schreibe nicht "Hobbies", sondern "Interessen". :lol:

Ich finde auch, dass die man so die Persönlichkeit 'abrundet'.

Aber: wer z.B. lebensechte Babypuppen sammelt - und sich in der Kita als Pädagoge bewirbt... :o
Jemand, der sich bei einem Veranstalter für Abenteuer-Urlaub als Reisebegleiter bewirbt - und dann Briefmarken sammelt... :o

Man muss schon aufpassen, wem man was wohin schreibt.

Fragen_ueber_Fragen
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Beitrag von Fragen_ueber_Fragen » 08.01.2016, 17:59

Also ich habe es Aktivitäten genannt

MarvinS
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Beitrag von MarvinS » 08.01.2016, 18:32

Ich gebe auch meine Hobbys im Lebenslauf an, aber ich habe noch nicht so viele Berufserfahrungen. Wenn es nicht gerade Freude treffen, ausgehen, lesen allgemein oder sowas ist, dann können die Hobbys einen näheren Einblick in die Persönlichkeit geben. Falls der Arbeitgeber da zuviel hineininterpretieren sollte, dann ist es nicht mein Problem. Es ist das Leben das Bewerbers. Ich meine, ich habe gelesen, man sollte nicht so "gefährliche" Sportarten wie Klettersteigen, Drachenfliegen oder Kanu angeben, weil der Arbeitgeber denken könnte, dass man wegen Verletzungen lange ausfällt. Das finde ich dann unfair, weil das reine Vermutungen sind. Man kann sich seine Hobbys nicht vom Arbeitgeber bestimmen lassen.

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Miss_Tina
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Beitrag von Miss_Tina » 11.01.2016, 10:27

Erst einmal: Danke.. das Wort "Hobbys" werde ich direkt gegen das bessere Wort "Interessen" austauschen! :) Obwohl ich gerade sehe, dass ich gänzlich auf Hobbys verzichtet habe.. :shock:

Wie sieht es eigentlich aus mit "kreativem Schreiben" im Lebenslauf? Ist so etwas vertretbar? Nicht, dass ein potentieller Arbeitgeber noch daraus schließt, dass ich eine blühende Fantasie habe oder Dinge an den Haaren herbeiziehe?

Und was ich auch immer drinstehen hatte waren "Konzerte". Wie sieht das aus? Denkt ein AG dann nicht ich wäre vergnügungssüchtig? :?

Tina

Romanum
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Beitrag von Romanum » 11.01.2016, 19:31

Ich finde nicht, dass ein im Lebenslauf genanntes Hobby immer berufspraktisch verwertbar sein muss. Aber hinter einem Hobby sollte schon eine eigene Leistung stehen. Beim Besuch von Konzerten ist das eher weniger gegeben.

Lies dir auch noch andere Threads zur Hobbyangabe durch:

Hobbys im Lebenslauf erwähnen?

Sport als Hobby im Lebenslauf angeben

Schwimmen, Musik hören, mit Freunden treffen, Programmieren als Hobby?

Hobbyangabe als Berufsanfänger

Berlustoni
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Beitrag von Berlustoni » 15.01.2016, 11:16

Wie würden Juristen sagen...

Es kommt darauf an... Soll heißen jemand der sich um eine Stelle in der C-Klasse bewirbt, da ist es so ziemlich das letzte was jemanden Interessiert sprich da zählt einzig und alleine deine Performance sprich ob Du die PS auf die Straße gebracht.

Generell sobald es um eine Stelle als Führungskraft geht. Alles was "niedriger" ist kann muss aber nicht.

Sprich ein Nice to have aber kein must have.

Ich würde es also davon abhängig machen ob Du deinen Lebenslauf Kompetenz & Leistungsbasiert aufbaust dann würde ich es nicht machen aber wenn es die allgemeingültige Phrasendrescherei ist, warum nicht.

Laptoptasche
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Beitrag von Laptoptasche » 26.01.2016, 21:06

Nein. Noch nie angegeben. Hobbys können m.E. nie wirklich helfen. Im besten Fall schaden sie nicht. Warum also das Risiko eingehen. Außerdem nehmen sie Platz weg, den man mit etwas für die Stelle interessanten füllen könnte.

Zerschmetterling
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Beitrag von Zerschmetterling » 27.01.2016, 06:56

Ne, hab ich nie angegeben. Allerdings muss man dann damit rechnen, im Gespräch danach gefragt zu haben. Ich habe keine wirklichen Hobbies (also außer eben den Standardsachen wie Freunde treffen, Kino, etc., die ich nicht als echte Hobbies bezeichnen würde). Wenn ich gefragt wurde, gab ich unverfängliche Dinge wie Kochen an. Was erfinden sollte man allerdings nicht, die Gefahr ist zu groß, dass das Gegenüber sich auf dem Gebiet gut auskennt - das passierte einer Bekannten, die angab, Didgeridoo zu spielen :lol:

Hummi
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Beitrag von Hummi » 15.03.2016, 10:47

Ich gebe grundsätzlich Interessen an und wurde bisher auch immer danach gefragt. Eine meiner Interessen ist z.B. "Pilze sammeln" und es gab bereits Personaler die das richtig toll fanden.

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