Jobwechsel als Aushilfe in Bäckerei, Einleitung?

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lillie20
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Jobwechsel als Aushilfe in Bäckerei, Einleitung?

Beitrag von lillie20 » 09.11.2013, 13:57

Hallo, ich möchte meinen Job wechseln und bin besonders bei der Einleitung unsicher.
Ist es zu lang? sollte ich zuerst erwähnen warum ich die Firma gut finde/die Stelle mich interessiert oder ist es besser so wie ich es gemacht habe (zuerst sagen was für Erfahrungen ich habe und wieso ich gut für die Stelle bin) ?
sollte ich auch erwähnen dass die Tatsache dass diese Firma viel näher ist als die jetzige mich auch motiviert dort arbeiten zu wollen oder ist es eher was für die Vorstellungsgespräch? oder sollte man sowas erst gar nicht erwähnen?

Bitte auch melden falls ihr Gramatik Fehler entdeckt. Vielen Dank! :)


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Sehr geehrte Damen und Herren

Der tägliche Umgang mit Kunden und Kollegen in meiner jetziger Anstellung als Aushilfe bei XY Bäckerei hat mir große Freude bereitet und es ist mir gelungen, durch meine freundliche und engagierte Art zum guten Betriebsklima beizutragen.
Durch den guten Ruf ihres Firmas und die nette Atmosphäre die schon öfters als Kundin erlebt habe, reizt mich sehr meine Erfahrungen bei Ihnen fortzusetzen.

Meine jetzigen Aufgaben umfassten den Verkauf von Backwaren sowie Verkaufvorbereitung ,also das Belegen von Brötchen, Ware ein und ausräumen, sowie den Laden stets sauber und ordentlich halten.

Ich besitze ein aktuelles Gesundheitszeugnis und lege schon prinzipiell viel Wert auf Ordnung und Sauberkeit. Zu meinen persönlichen Fähigkeiten gehören Verantwortungsbewusstsein, Lernbereitschaft, Freundlichkeit und Teamfähigkeit, ich kann aber durchaus selbstständig arbeiten, da ich aktiv eigene Initiative ergreife. Mit mir gewinnen Sie eine unkomplizierte, charmante Mitarbeiterin, die Freude am Arbeit hat und dies auch zeigt.

Ich besuche den Bildungsgang XY am XY Berufskolleg , ich bin dennoch nachmittags und abends zeitlich flexibel, sowie am Wochenende und Feiertagen.

Ich freue mich über eine positive Rückmeldung, um Sie bei einem Probearbeitstag von meinen persönlichen Stärken überzeugen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

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TheGuide
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Re: Jobwechsel als Aushilfe in Bäckerei, Einleitung?

Beitrag von TheGuide » 09.11.2013, 15:33

lillie20 hat geschrieben:Sehr geehrte Damen und HerrenKOMMA

Der [klein weiter: der] tägliche Umgang mit Kunden und Kollegen in meiner jetziger Anstellung als Aushilfe bei XY Bäckerei hat mir große Freude bereitet und es ist mir gelungen, durch meine freundliche und engagierte Art zum guten Betriebsklima beizutragen.
- jetzigen
Durch den guten Ruf ihres Firmas und die nette Atmosphäre die [+ich] schon öfters als Kundin erlebt habe, reizt [+es] mich sehr meine Erfahrungen bei Ihnen fortzusetzen.
- Ihrer [groß, da Anrede] Firma
Meine jetzigen Aufgaben umfassten den Verkauf von Backwaren sowie Verkaufvorbereitung_,also das Belegen von Brötchen, Ware ein und ausräumen, sowie den Laden stets sauber und ordentlich halten.
Statt jetzigen würde mir derzeitigen besser gefallen, aber das ist nur eine Geschmacksfrage. Viel wichtiger ist, dass jetzig/derzeitig sich mit der Verwendung des Imperfekts beißt: Umfassen ist daher richtig. Ebenso gilt das natürlich auch für die schon zuvor verwendeten Verben, die ebenfalls ins Präsens gesetzt werden müssen. In Verkaufsvorbereitung gehört ein "Fugen-s".
Ich besitze ein aktuelles Gesundheitszeugnis und lege schon prinzipiell viel Wert auf Ordnung und Sauberkeit.
- schon streichen.
Zu meinen persönlichen Fähigkeiten gehören Verantwortungsbewusstsein, Lernbereitschaft, Freundlichkeit und Teamfähigkeit, ich kann aber durchaus selbstständig arbeiten, da ich aktiv eigene Initiative ergreife. Mit mir gewinnen Sie eine unkomplizierte, charmante Mitarbeiterin, die Freude am Arbeit hat und dies auch zeigt.
- Zu meinen Fähigkeiten gehört Fähigkeit... :? - das ist etwas unglücklich.
- "ich kann aber durchaus selbständig arbeiten" - aber nur wenn du willst und dazu gezwungen wirst? Aber und durchaus gehören gestrichen und statt des Verbs können solltest du das Verb arbeiten als Prädikat verwenden: "Ich arbeite selbständig und im Team" (damit wäre auch das Problem der Teamfähigkeit gelöst).
Ich besuche den Bildungsgang XY am XY Berufskolleg_, ich bin dennoch nachmittags und abends zeitlich flexibel, sowie am Wochenende und Feiertagen.
Den Satz stellen wir mal um: "...ich bin dennoch nachmittags und abends sowie am Wochenende und Feiertagen flexibel einsetzbar.[/quote]
Zeitlich habe ich gestrichen, dafür einsetzbar genommen.

Viel Erfolg

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lillie20
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Beitrag von lillie20 » 10.11.2013, 00:21

Vielen Dank für die Hilfe! :)
Die Gramatikfehler sind etwas peinlich aber Deutsch ist ja nicht meine Muttersprache, das kann also mal vorkommen... :oops:
da Sie sonst nichts geändert haben kann ich davon ausgehen dass die Einleitung gut formuliert ist...?
also, so sieht das Anschreiben jetzt aus, so in Ordnung? :)
mich stört z.B noch dass zwei Absätze mit "ich" anfangen... ich weiß aber nicht wie ich das anders formulieren könnte :/


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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 10.11.2013, 11:58

lillie20 hat geschrieben:da Sie sonst nichts geändert haben kann ich davon ausgehen dass die Einleitung gut formuliert ist...?
An der Formulierung selbst ist m. E. nichts auszusetzen... aber den Gedankensprung zwischen erstem und zweitem Satz finde ich doch ein wenig irritierend. Du schwärmst zur Begrüssung so von Deinem jetzigen Job... und hast dann offenbar nicht das geringste Problem, in eine andere Bäckerei zu wechseln, ohne mit der Wimper zu zucken. Diese Bereitschaft im zweiten Satz schwächt die gute Wirkung des ersten für mein Gefühl zumindest teilweise ab. Gleichzeitig hat man das Gefühl, dass hier irgendetwas fehlt. Spontan sehe ich zwei Möglichkeiten, diesen Widerspruch zu lösen:

In Variante 1 würdest Du - ausgehend von diesem Aushang - erst einmal nur Deine Wunschbäckerei loben... und die andere etwas weiter hinten nur als Beleg Deiner Berufserfahrung brigen.

In Variante 2 würdest Du - sinngemäss - sagen, dass die alte Bäckerei zwar prima ist... die zweite aber einfach näher liegt. Das wäre die ehrliche Form, die ich bei einem ungelernten Aushilfsjob auch nicht weiter schlimm fände. Ideal wäre es natürlich, wenn es für die Wunschbäckerei auch irgendwelche objektiven Vorteile aus Sicht der Fachfrau gäbe... so etwas wie grösseres Angebot, bessere Warenqualität, modernere Ausstattung, freundlichere Atmosphäre, vielfältigere Kundschaft... was auch immer... es muss nur stimmen und als Argument aus Deiner Sicht irgendwie plausibel sein.
lillie20 hat geschrieben:mich stört z.B noch dass zwei Absätze mit "ich" anfangen... ich weiß aber nicht wie ich das anders formulieren könnte :/
Da gäbe es zwar Möglichkeiten... aber ich weiss nicht, ob ich mich als Nicht-Muttersprachlerin darauf konzentrieren würde. Ich fände es besser, im Mittelteil einfach noch etwas mehr zu schreiben, sodass der Anteil der "Ich"-Sätze von der gesamten Textmenge geringer wird...

Sehr schön finde ich diesen Teil:
lillie20 hat geschrieben:Meine derzeitigen Aufgaben umfassen den Verkauf von Backwaren sowie Verkaufsvorbereitung, also das Belegen von Brötchen, Ware ein und ausräumen
Das klingt so, als hättest Du Deine Aufgaben beim Schreiben so richtig vor Augen und würdest Dich dafür interessieren. So soll es sein... wenngleich das Ende grammatisch noch nicht ganz stimmt: Das "Belegen" der Brötchen ist die richtige Variante. Das "Ein- und Ausräumen" solltest Du genauso tun... ;-)

Der Rest klingt deutlich liebloser:
lillie20 hat geschrieben:Zu meinen persönlichen Fähigkeiten gehören Verantwortungsbewusstsein, Lernbereitschaft und Freundlichkeit.
Das sind nur Oberbegriffe, die im täglichen Leben alles und nichts heissen können. Ich würde auch hier konkreter werden. Das Ende mit dem "Charme" und der "Arbeitsfreude" finde ich wieder prima, wie es ist... abgesehen davon dass es "Freude an der Arbeit" statt "Freude am Arbeit" heisst. In Deutschland ist die "Arbeit" weiblich... ;-)

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 10.11.2013, 12:33

lillie20 hat geschrieben:Vielen Dank für die Hilfe! :)
Die Gramatikfehler sind etwas peinlich aber Deutsch ist ja nicht meine Muttersprache, das kann also mal vorkommen... :oops:
Wegen der Grammatikfehler etc. reißt dir niemand ein Bein aus. Aber im Anschreiben sollte es eben stimmen, deshalb korrigiere ich.

thommy83
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Beitrag von thommy83 » 11.11.2013, 12:01

Ich habe entdeckt, dass im verbesserten Text nach wie vor "Ihres Firmas" steht. Es muss "Ihrer Firma" heißen. Hier findest du auch noch ein gutes Beispiel: http://www.bewerbung-forum.de/muster/be ... ferin.html

lillie20
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Beitrag von lillie20 » 11.11.2013, 12:25

Danke :D ich habe das Gefühl dass meine Bewerbung immer besser wird!
ich habe jetzt ein paar sachen geändert, wie sieht es jetzt aus?
sorry dass ich immer wieder nachfrage, ich habe eben Angst dass wenn ich was ändere, neue Gramatikfehler dazu kommen deswegen lasse ich alles lieber nochmal korrigieren :) Vielen Dank!

Sehr geehrte Damen und Herren,

Durch den guten Ruf Ihrer Firmas und die nette Atmosphäre die ich schon öfters als Kundin erlebt habe, reizt es mich sehr meine Erfahrungen bei Ihnen fortzusetzen.

Der tägliche Umgang mit Kunden und Kollegen in meiner derzeitigen Anstellung bei XY Bäckerei bereitet mir Freude und es gelingt mir, durch meine freundliche und engagierte Art zum guten Betriebsklima beizutragen.
Jedoch ist Ihr vielfältiges Angebot eine neue Herausforderung die ich eingehen möchte, zudem bin ich von vielen Filialen Ihrer weitverbreiteten Firmas umgeben,so ist es unkompliziert am Wochenende und Feiertagen zur Arbeit hinzufahren, in Gegensatz zu meinen jetzigen Job.

Meine derzeitigen Aufgaben umfassen den Verkauf von Backwaren sowie Verkaufsvorbereitung ,also das Belegen der Brötchen, das Ein- und Ausräumen der Waren, sowie den Laden stets sauber und ordentlich halten.

Ich besitze ein aktuelles Gesundheitszeugnis und lege prinzipiell viel Wert auf Ordnung und Sauberkeit. Zu meinen persönlichen Fähigkeiten gehören auch Verantwortungsbewusstsein so dass ich immer dafür bereit bin, länger zu arbeiten bis alle Aufgaben erledigt sind und für Kollegen spontan einzuspringen wenn es nötig ist. Ich bin zudem Lernbereitschaft und kann schnell Brotsorten und Artikel Nummern lernen. Mit mir gewinnen Sie eine unkomplizierte, charmante Mitarbeiterin, die Freude an der Arbeit hat und dies auch zeigt.

Zurzeit besuche ich den Bildungsgang XY am XY Berufskolleg, ich bin dennoch nachmittags und abends sowie am Wochenende und Feiertagen flexibel einsetzbar.

Ich freue mich über eine positive Rückmeldung, um Sie bei einem Probearbeitstag von meinen persönlichen Stärken überzeugen zu können.

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Beitrag von TheGuide » 11.11.2013, 15:43

lillie20 hat geschrieben:Sehr geehrte Damen und Herren,

Durch den guten Ruf Ihrer Firmas und
Das -s bei Firma muss immer noch weg. Nach der Anrede machst du zwar einen Absatz, aber es geht dennoch der Satz weiter, den du mit der Anrede einleitest, deshalb geht es klein weiter.
Mir missfällt das "durch den guten Ruf..." Meines Erachtens müsste es heißen "Wegen des guten Rufs...". Entsprechend müsste dann natürlich auch "die nette Atmosphäre" durch "der netten Atmosphäre" ersetzt werden.
zudem bin ich von vielen Filialen Ihrer weitverbreiteten Firmas umgeben,_so ist es unkompliziert am Wochenende und Feiertagen zur Arbeit hinzufahren, in Gegensatz zu meinen jetzigen Job.
Zudem ist die Anbindung an Filialen Ihres Unternehmens besser, die ich so leichter und zügiger erreichen kann.

Meine derzeitigen Aufgaben umfassen den Verkauf von Backwaren sowie Verkaufsvorbereitung_,also das Belegen der Brötchen...
Verschiebe das Leerzeichen bitte hinter das Komma.
Zu meinen persönlichen Fähigkeiten gehören auch Verantwortungsbewusstsein so dass ich immer dafür bereit bin, länger zu arbeiten bis alle Aufgaben erledigt sind und für Kollegen spontan einzuspringen wenn es nötig ist. Ich bin zudem Lernbereitschaft und kann schnell Brotsorten und Artikel Nummern lernen.


Fragwürdiges Argument, länger zu arbeiten. Das kannst du zwar im Beruf machen, aber man sollte das dem Arbeitgeber nicht grundlos anbieten.
Lernbereitschaft ist eine Eigenschaft, Eine Eigenschaft kannst du aber nicht sein, sondern höchstens haben. "Ich bin lernbereit" könntest du schreiben - oder: "ich verfüge über Lernbereitschaft".
Weniger kompliziert:
"Das Erlernen von Brotsorten und Artikelnummern fällt mir leicht."

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