Jobwechsel nach kurzer Zeit in Bewerbung formulieren

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jmeike
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Beitrag von jmeike » 17.11.2013, 17:09

Vielen Dank für deine Antwort.

Was mich auch stört ist der Mitarbeiter wechsel in dem Betrieb. Einige gehen freiwillig so wie ich es auch gemerkt habe und andere werden Entlassen warum genau weiß keiner, außer der Chef etc.
Dies gibt mir auch zu denken, da frage ich mich wann werde ich entlassen..
Ich versuche meine Arbeit so gut wie es geht zu erledigen aber alles kann ich nun auch nicht....

Aber so ist das Leben nun mal. :)

Hooper
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Schnelle Jobwechsel - erneuten Wechselwunsch formulieren

Beitrag von Hooper » 02.01.2014, 20:49

Hallo zusammen, ich bräuchte mal Hilfe bei meine Bewerbung wie ich einen schnellen Jobwechsel von einem Arbeitgeber zum nächsten am besten Argumentiere. Ich hab 2012 bei der DB ausgelernt, bin anschließend bei einer Privatbahn Züge gefahren eh ich mich entschloss Anfang 2013 wieder zur DB zu gehen. Im August 2013 bekam ich in Süddeutschland die Chance bei einem Bereich im Unternehmen anzufangen wo ich mir versprach mich beruflich weiterzuentwickeln mit den entsprechenden Fortbildungen die dort einem in Aussicht gestellt worden sind. Die Entscheidung begünstigste das durch den Personalbedarf zwei weitere Leute aus meinem engeren Freundeskreis diesen Schritt mitgegangen ist. Mittlerweile stellte sich für uns drei heraus das die Versprechungen nicht eingehalten worden sind, die versprochenen Fortbildungen sind bislang nicht weiter in Sicht, woraus jetzt folgt das wir nur noch 3-4 Tage die Woche zur Arbeit kommen können was dementsprechend auch finanzielle Einbußen bedeutet. In einem "Krisengespräch" heute Abend trafen wir die Entscheidung wieder in die Heimat zurückgehen zu wollen.
Nachdem ich derzeit so gesehen beim dritten Arbeitgeber in 1,5 Jahren bin wollte ich fragen wie ich am besten den erneuten Wechselwunsch in der Bewerbung formulieren soll. Ich hab mir die Entscheidung nicht leicht gemacht, weil ich auch soziale Kontakte hier aufgebaut habe.

Lg Tom

nordlaender
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Beitrag von nordlaender » 03.01.2014, 08:45

Du bei keinem der 2drei AG's lange ausgehalten- Hast du dich mal gefragt woran das liegt ?

Warum bist du nach der Lehre bei der DB weg ?
Warum nach kurzer Zeit bei der Privatbahn ?
Warum dann wieder bei der DB weg ?
Und jetzt suchst du nach einem Strohhalm für den nächsten Wechsel.

Hinterfrage dich doch auch mals selbst. gehst du ggf. mit überzogenen Erwartungen in jede neue Stelle ? Schmeist du bei dem ersten kleinen Problem das Handtuch ?

Ohne eine genaue Analyse wirst du keine glaubhafte Argumentation aufbauen können die dich langfristig weiterbringt.

Nun mal zu deiner aktuellen Stelle:
Hooper hat geschrieben: Im August 2013 bekam ich in Süddeutschland die Chance bei einem Bereich im Unternehmen anzufangen
Du bist also noch sehr frisch (5 Monate), als Berufsanfänger (1,5 Jahre Berufserfahrung) in diese Unternehmen. Du hast also gerade erst die internen Abläufe vollständig kennengelernt und bist gerade erst eingearbeitet.
Hooper hat geschrieben:wo ich mir versprach mich beruflich weiterzuentwickeln mit den entsprechenden Fortbildungen die dort einem in Aussicht gestellt worden sind.
Du hast dir eine Entwicklung versprocchen, was wurde dir denn definitiv (schriftlich) zugesagt ? Dir wurden Fortbildungen in Aussicht gestellt, wurde auch fixiert wann und unter welchen Bedingungen ?
Das gibt es in Vorstellungsgesprächen immer wieder, dass über gewisse Entwicklungsmöglichkeiten und Potentiale gesprochen wird. Diese werden aber in den seltensten Fällen schriftlich / vertragswirksam fixiert.
Du willst alles sofort, eine Firma tickt da anders und in längeren Horizonten. Du hast gerade deine Probezeit um und must jetzt, im Alltag, beweisen, was du kannst. Wenn du die ersten guten Ergebnisse gebracht hast kannst du deinen Vorgesetzten, in würde sagen nach einem knappen Jahr, an die avisierten Möglichkeiten erinnern und feste Zusagen erwirken.
Hooper hat geschrieben:Die Entscheidung begünstigste das durch den Personalbedarf zwei weitere Leute aus meinem engeren Freundeskreis diesen Schritt mitgegangen ist.
Was war dir damals wichtiger ? Der Job mit vagen Entwicklungsmöglichkeiten oder die Aussicht mit Kumpels zusammen was neues zu machen ? Wenn es das erste war, solltest du deine Ziele und Planungen zeitlich weiter stecken.
Hooper hat geschrieben:Mittlerweile stellte sich für uns drei heraus das die Versprechungen nicht eingehalten worden sind, die versprochenen Fortbildungen sind bislang nicht weiter in Sicht,
Hats du dich hier, bei der Annahme der Stelle in ein Wunschlild verrannt ?
Hooper hat geschrieben:woraus jetzt folgt das wir nur noch 3-4 Tage die Woche zur Arbeit kommen können was dementsprechend auch finanzielle Einbußen bedeutet.
Wie kommt es dazu ? Vorübergehnder Engpass bei der Fima oder wirkliche wirtschaftliche Probleme ?
Hooper hat geschrieben: In einem "Krisengespräch" heute Abend trafen wir die Entscheidung wieder in die Heimat zurückgehen zu wollen.
Krisengespräck mit wem ? Mit deinen Kumpels ? Mach dir klar, was dir wichtig ist, Job oder Kumpels.

Beantworte für dich alle Fragen und werde dir klar, was du wirklich willst.
Da´raus kannst du dann einen Plan machen.
Zuletzt geändert von nordlaender am 03.01.2014, 09:20, insgesamt 1-mal geändert.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 03.01.2014, 09:07

nordlaender hat geschrieben:Hinterfrage dich doch auch mals selbst. gehst du ggf. mit überzogenen Erwartungen in jede neue Stelle ? Schmeist du bei dem ersten kleinen Problem das Handtuch ?
Genauso wichtig wie die Analyse der Wechselgründe und -zeiträume fände ich die Formulierung eines positiven Gesamtziels: Wo willst Du hin? Und warum?

Hooper
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Beitrag von Hooper » 03.01.2014, 10:55

Der Wechsel nach der Ausbildung zur Privatbahn hatte familiäre Gründe. Meine Mutter wurde damals schwer Krank, und weil ich 500 km südlicher wohnte und meine Mutter niemanden hatte der sich um sie kümmern wollte/sollte habe ich beschlossen die schwere Zeit mit ihr durchstehen zu wollen und dementsprechend einen Job in meiner alten Heimat angenommen. Das allerdings nach kurzer Zeit die Nachfrage bei dem Unternehmen im Güterverkehr eingebrochen ist, einem geraten worden ist sich anderweitig umzugucken hat mich nicht fröhlich gestimmt, weil ich dort glücklich war.
Anschließend beim neuen Arbeitgeber wird man am zweiten Tag nicht mehr von Kollegen gegrüßt weil es als unverschämtheit empfunden wird das man als Neuling an Silvester zufällig nen Ruhetag hat, und Kollegen die länger dabei sind zur Nachtschicht müssen. Solche Sachen häuften sich auch mit der Zeit was schon in Richtung Mobbing ging.

Lg Thomas
nordlaender hat geschrieben: Nun mal zu deiner aktuellen Stelle:


Was war dir damals wichtiger ? Der Job mit vagen Entwicklungsmöglichkeiten oder die Aussicht mit Kumpels zusammen was neues zu machen ? Wenn es das erste war, solltest du deine Ziele und Planungen zeitlich weiter stecken.

Sicherlich der Job, das man in einer fremden Region nicht komplett alleine anfangen tut ohne soziale Kontakte hat die Entscheidung begünstigt.

Hats du dich hier, bei der Annahme der Stelle in ein Wunschlild verrannt ?



Wie kommt es dazu ? Vorübergehnder Engpass bei der Fima oder wirkliche wirtschaftliche Probleme ?

Wenn ich das mal wüsste. Es wird mit einem Engpass an den Fortbildungsleitern argumentiert. 50 Kilometer Südlich haben zum selben Zeitpunkt wie ich zwei Lokführer die ich aus der Ausbildungszeit kannte angefangen und zu denen ich noch guten Kontakt pflege. Im selben Unternehmen und im selben Bereich, lediglich die Einsatzstelle halt 50 Kilometer südlicher. Dort wurden die Versprechungen was die Fortbildungen angeht eingehalten und sogar darüber hinaus gegangen. Dort ist von einem personellen Engpass nicht die Rede. Wenn man dann mit 350 Euro Netto weniger nach Hause geht, weil aufgrund dessen einem die ganzen Zulagen und das Geld für die Ausbleibezeiten fehlt, ist das frustrierend.

Krisengespräch mit wem ? Mit deinen Kumpels ? Mach dir klar, was dir wichtig ist, Job oder Kumpels.

Im Endeffekt hat sich ergeben das ihnen das gleiche mitgeteilt wurde. Diese sind darüber auch nicht gerade erfreut, und ich persönlich finde es legitim das man sich zusammen überlegt wie man das ganze angeht.

Beantworte für dich alle Fragen und werde dir klar, was du wirklich willst.
Da´raus kannst du dann einen Plan machen.

nordlaender
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Beitrag von nordlaender » 03.01.2014, 12:48

Hooper hat geschrieben:Der Wechsel nach der Ausbildung zur Privatbahn hatte familiäre Gründe. Meine Mutter wurde damals schwer Krank, und weil ich 500 km südlicher wohnte und meine Mutter niemanden hatte der sich um sie kümmern wollte/sollte habe ich beschlossen die schwere Zeit mit ihr durchstehen zu wollen und dementsprechend einen Job in meiner alten Heimat angenommen. Das allerdings nach kurzer Zeit die Nachfrage bei dem Unternehmen im Güterverkehr eingebrochen ist, einem geraten worden ist sich anderweitig umzugucken hat mich nicht fröhlich gestimmt, weil ich dort glücklich war.
Zumindest kannst du damit zwei Wechsel, Für einen Leser nachvollziehbar, begründen und deine Gesamtlage minimal entschärfen.
Wegen erforderlicher familärer Unterstützung wechsel nach der Ausbildung mit anschließendem Wechsel aus wirtschaftlichen Gründen.
Hooper hat geschrieben:Anschließend beim neuen Arbeitgeber wird man am zweiten Tag nicht mehr von Kollegen gegrüßt weil es als unverschämtheit empfunden wird das man als Neuling an Silvester zufällig nen Ruhetag hat, und Kollegen die länger dabei sind zur Nachtschicht müssen. Solche Sachen häuften sich auch mit der Zeit was schon in Richtung Mobbing ging.
Zum Mobbing gehören immer zwei und das von dir herangeführte Beispiel hat nichts mit Mobbing soondern verständlichem Ärger zu tun. Das sind Situationen wo man als AN durch muss. Mobbing als Wechselgrund sollte man nie schreiben, daher hast du hier ein Problem.
Hooper hat geschrieben:Wie kommt es dazu ? Vorübergehnder Engpass bei der Fima oder wirkliche wirtschaftliche Probleme ?

Wenn ich das mal wüsste. Es wird mit einem Engpass an den Fortbildungsleitern argumentiert. 50 Kilometer Südlich haben zum selben Zeitpunkt wie ich zwei Lokführer die ich aus der Ausbildungszeit kannte angefangen und zu denen ich noch guten Kontakt pflege. Im selben Unternehmen und im selben Bereich, lediglich die Einsatzstelle halt 50 Kilometer südlicher. Dort wurden die Versprechungen was die Fortbildungen angeht eingehalten und sogar darüber hinaus gegangen. Dort ist von einem personellen Engpass nicht die Rede.


Was agt dein Vorgestezter zu diesem Sachverhalt ? Hast du ihn, ohne erstmal selbst Forderungen zu stellen, schon mal auf diesen Sachverhalt angesprochen ?

Hooper hat geschrieben:Wenn man dann mit 350 Euro Netto weniger nach Hause geht, weil aufgrund dessen einem die ganzen Zulagen und das Geld für die Ausbleibezeiten fehlt, ist das frustrierend.
Nachvollziehbar, aber im Moment eher dein kleineres Problem.
Hooper hat geschrieben:Krisengespräch mit wem ? Mit deinen Kumpels ? Mach dir klar, was dir wichtig ist, Job oder Kumpels.

Im Endeffekt hat sich ergeben das ihnen das gleiche mitgeteilt wurde. Diese sind darüber auch nicht gerade erfreut, und ich persönlich finde es legitim das man sich zusammen überlegt wie man das ganze angeht.
Haben deine Kumpels auch die gkeiche Basis (viele Wechsel) ?
Jeder muss seine Entscheidungen auf seiner Basis treffen. Eventuell ist es für dich sogar beruflich positiv wenn einer oder beide sih was neues suchen und du bleibst.

Hooper
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Beitrag von Hooper » 03.01.2014, 13:12

Drauf angesprochen schon öfters, was mit Achselzucken und einem "Wir haben nunmal kein freies Lehrpersonal." erwiedert wird.

Ich schreib dir mal ne PN :wink:
Edit: Ich darf leider noch keine PNs verschicken :?

melbafi
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Mehrere Stellenwechsel innerhalb kurzer Zeit - Formulierung?

Beitrag von melbafi » 04.06.2014, 21:32

Hallo Zusammen!

Mein Lebenslauf schlägt leider zur Zeit ein paar ungeplante Harken und ich mache mir nun Sorgen wie ich das im Anschreiben rüber bringen soll.

Kurze Zusammenfassung:
Nach nur 1,5 Jahren im Dez. 2013 Kündigung wegen Standortschließung,
Ab Jan 2014 neuer Job, aber Kündigung im Juni, da es menschlich nicht passt. (Ein gutes Zeugnis wird mir aber trotzdem ausgestellt, da ich fachlich eine gute Leistung gebracht habe)

Ich habe viel gegoogelt darüber und gelesen, dass man das aber möglichst anders begründen soll, aber eine wirklich gute Formulierung ist mir noch nicht begegnet. Hier meine beiden Ideen:

1.
"Mein Beschäftigungsverhältnis als XYZ ist sehr interessant und macht mir großen Spaß, aber die Entfernung zu meinem Wohnort macht mich als Mitarbeiterin im Vertretungsfall nicht flexibel genug. Daher bewerbe ich mich nun in meinem näheren Umfeld."

2.
"Mein Beschäftigungsverhältnis als XYZ ist sehr interessant und macht mir großen Spaß, aber ich kann mich nicht mit der Firmenphilosophie identifizieren." (Habe ich aus einem Online-Ratgeber, klingt aber irgendwie komisch)


Welche findet ihr besser?
Habt ihr andere Vorschläge?

Danke schon mal für Euren Support!
Zuletzt geändert von melbafi am 06.06.2014, 15:07, insgesamt 1-mal geändert.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 06.06.2014, 17:51

Ich bin der Auffassung, dass man über vergangene/gegenwärtige Arbeitsstellen gar nicht so viel Aufhebens machen soll, man manövriert sich damit nur in die Defensive. Zukunftsorientierung, das ist das Stichwort. Wenn der Arbeitgeber die Gründe für den Stellenwechsel unbedingt wissen will, dann kann er das im VG immer noch fragen und du kannst das dann immer noch beantworten. Wobei ich die erste Variante, Entfernung zwischen Arbeitsstelle und Wohnort - sofern das plausibel ist natürlich! - für die bessere halte.

Sinsar
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mehrfachen Jobwechsel in kurzer Zeit erklären

Beitrag von Sinsar » 08.06.2014, 15:45

Hallo Zusammen,

ich stehe etwas auf dem Schlauch und bräuchte mal Hilfe. Anfang des Monats (also vor einer Woche) habe ich nach einer knapp 9 Monatigen Anstellung den Job gewechselt (dies war mein erster richtiger Job da ich zuvor eine Ausbildung absolviert habe und im Anschluss studiert habe). Leider war es wohl eher ein Fehler. Aufgrund von mangelden Herausforderungen habe ich den Job gewecheslt und nun festgestellt das sich der neue Job überhaupt nicht mit der zuvor angegebenen Tätigkeitsbeschreibung deckt. Ich merke jetzt schon das ich unglücklich bin und mir die Aufgabengebiete überhaupt nicht zusagen (da diese extrem langweilig sind und die Kollegen sehr unfreundlich sind). Nun überlege ich bereits jetzt nach einen neuen Job ausschau zu halten, der mich vordert. Nun kommen auch ein paar Unternehmen in Frage aber wie gebe ich sowas im Bewerbungsschreiben und Lebenslauf an? erwähne ich den neuen Job überhaupt? Ich habe Angst das der kurzfristige Wechsel schlecht rüber kommt. Eigentlich wünsche ich mir nichts lieber als einen gefestigten Arbeitsplatz mit einen anspruchsvollen Aufgabengebiet aber eben dies habe ich bisher noch nicht gefunden.
Könnte mir vielleicht jemand einen Tipp geben wie ich dies am besten verpacken bzw. erklären kann?
Danke schonmal :)

dicker Zeh
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Beitrag von dicker Zeh » 09.06.2014, 18:53

wenn ich das richtig verstehe hast du gerade vor einer woche die neue stelle angetreten.
mußt du diese denn unbedingt erwähnen ???

warum hast du den "9 monate job" aufgegeben ? hast du gekündigt oder haben die dich gefeuert. hast du ein gutes zeugnis ?
was war das für eine tätigkeit ? um was geht es bei der neuen stelle ??
was hast du studiert ??

gib mal mehr infos rüber :shock: :shock: :shock:

Sinsar
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Beitrag von Sinsar » 09.06.2014, 21:20

Also mehr Infos^^
Habe Informatik studiert. Meine alte Stelle habe ich verlassen weil ich dort în sehr vielen Tätigkeitsbereichen eingesetzt wurde unter anderem auch Controlling und Buchhaltung dies sagte mir nicht wirklich zu. Deshalb bin ich zur neuen Stelle gewechselt in der Hoffnung das es besser wird. Mein Arbeitszeugnis der alten Firma ist sehr gut. Bei der neuen Stelle bin ich eher für Systemintegration zuständig was der Stellenausschreibung als Netzwerktechniker wiederspricht. Leider fühle ich mich dort überhaupt nicht wohl vom Arbeitsklima und von den Arbeitsaufgaben her. Ich weiß es klingt alles sehr überstürzt nur ich finde wenn man schon am Anfang ein schlechtes gefühl hat ist dies kein gutes Zeichen. Vor einer vorschnellen Kündigung schrecke ich auch zurück obwohl ich bereits mit dem Gedanken spiele. Den neuen Job nicht zu erwähnen ist natürlich auch eine Möglichkeit nur dann muss ich erklären warum ich ohne neuen Job gekündigt habe.

dicker Zeh
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Beitrag von dicker Zeh » 10.06.2014, 13:19

danke für die info :D

wenn du beide jobs erewähnst könntest du das sinngemäß wie folgt erklären:

hier war es mir wichtig erst einmal berufserfahrung auch in den bereichen controlling und buchhaltung zu sammeln. diese möglichkeit bot sich mir in Fa. A .
da es aber langfristig immer mein ziel war im bereich der informatik zu arbeiten, stellte das angebot der Fa B einen netzwerktechniker einzustellen für mich den idealen ... dar.
Leider wurde ich aber nun im bereich systemintegration eingesetzt.
Da ich keine weiteren "Wanderjahre" mehr ableisten möchte suche ich nun den einsatz im ....

Die formulierung hinkt noch ein wenig aber so ungefähr würde ich das ganze erklären. du zeigst engagement, konsequenz und "leidenschaft" für DEINEN job.
einen "fehlschuss" wird dir ein AG sicherlich zugestehen.

die zweite stelle einfach unterschlagen würde auch nur in den nächsten wochen funktionieren. auf dauer wird die lücke dann unglaubwürdig.
was steht denn in deinem ersten arbeitszeugnis ??

verläßt unser unternehmen auf eigenen wunsch ??
dann wird es unglaubwürdig. niemand verläßt den job (vor allem bei sehr gutem zeugnis) um dann in arbeitslosigkeit zu gehen.

versuch mal an oben gesagtem anzuknüpfen, formulier es mal um und stell es wieder ein
:D :D :D

Romanum
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Beitrag von Romanum » 11.06.2014, 09:14

Sinsar hat geschrieben:Eigentlich wünsche ich mir nichts lieber als einen gefestigten Arbeitsplatz mit einen anspruchsvollen Aufgabengebiet aber eben dies habe ich bisher noch nicht gefunden.

Du solltest dir vor allem erst mal überlegen, wie du es zukünftig vermeidest, dass dir soetwas wieder passiert.

Also bspw. vornehmen, im Vorstellungsgespräch ausführlich nach den Aufgaben zu fragen. Bitten, mit den direkten Vorgesetzten und späteren Kollegen sprechen zu können. Tätigkeitsbeschreibung so detailliert wie möglich im Arbeitsvertrag festhalten, ohne allgemeine Angaben zu fachfremden Aufgaben.


Sinsar
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Beitrag von Sinsar » 15.06.2014, 01:37

Hi Danke für die Antworten. So habe nun auch promt ein paar Einladungen zum Vorstellungsgespräch bekommen. habe die neue Stelle noch nicht im Lebenslauf erwähnt, da sich der Antritt der Stelle ja ziemlich mit den Bewerbungen überschnitten hat. In den Gesprächen Selber werde ich es wohl so forumlieren wie dicker Zeh es erwähnt hat, halt noch bissel verpacken und den Arbeitgeber darauf hinweisen das ich im Moment einen "Übergangsjob" habe der mir aber nicht zusagt. Ich bin mal gespannt was dabei rauskommt. Werde in den nächsten Tage nochmal den ausformulierten Text einstellen.

Nochmal zu deinen Fragen Dicker Zeh. im Arbeitszeugnis steht nur, dass das Unternehmen das Ausscheiden sehr bedauert. Falls die Eigenkündigung zur Ansprache kommt muss ich mal schauen wie ich das alles verpacke.

@Romanum: zu dem Entschluss bin ich nun auch gekommen. Ich werde nun nurnoch eine Stelle annehmen wenn ich mir 100% sicher bin und ich alle nötigen Informationen die für mich relevant sind zusammengetragen habe. Leider muss ich im Nachhinein zugeben das ich bei den letzten beiden Jobs schon ein bissel bauchschmerzen hatte, diese aber ignoriert hatte nach dem Motto: " Yay, endlich ein Job Geld verdienen und sich weiterbilden".

Sinsar
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Neuigkeiten

Beitrag von Sinsar » 25.06.2014, 20:27

So es gibt nun Neuigkeiten. Vorstellungsgespräche liefen sehr gut. Die neue Stelle habe ich im Gespräch erwähnt gab dann ein paar komische Blicke aber war schnell vergessen. Resultat bei z.b. einem Gespräch war nun das Sie es sich sehr gut vorstellen können (war eine Initiativbewerbung gibt also laut Angabe keine Konkurrenz) nun will ich nichts überstützen und habe eine Probearbeit vereinbart (Im gegenseitigen Einverständnis um zu schauen ob es passt). Nun ein neues Problem: Ich bekomm kein Frei um Vorstellungsgespräch und Probearbeitszeiten (die vermehrt in den nächsten Wochen anfallen werden) wahrzunehmen (verständlich bei Anfang des Arbeitsverhältnisses). Lag diesen Monat auchschon gut flach und war eine Woche krankgeschrieben. Nun bin ich am überlegen ob ich einfach ehrlich sein soll, ich möchte dem Arbeitgeber auch nichts vormachen. Ist zwar ein sehr hohes Risiko, ihm zu sagen das ich mich neubewerbe weil es einfach nicht passt, aber ich hoffe es lässt sich dann eine Lösung finden.
War jemand schonmal in so einer "speziellen" Situation? Kann mir irgendwer Tipps geben? :)

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Beitrag von dicker Zeh » 25.06.2014, 21:11

zunächst einmal mußt du deinen arbeitsvertrag durchlesen.

probearbeit könnte als "genehmigungspflichtiger Nebenjob" ausgelegt werden. - vorsicht -

laut bundesurlaubsgesetzhast du in den ersten 6 monaten KEINEN anspruch auf urlaub. kann dir dein ag verweigern.

krank machen oder fristlos kündigen kann sehr schwierig werden. vortäuschen krankheit kann zu richtigem ärger führen. fristlos kündigen kannst du nicht weil der "wichtige" grund fehlt und die zumutbarkeitsklausel nicht greift.
i.d.r. hast du in einem standartarbeitsvertrag 14 tage kündigungsfrist. die mußt du einhalten sonst droht dir (siehe arbeitsvertrag) eine strafzahlung und ggf. sogar eine schadenersatzforderung.


wenn du mit offenen karten spielst und dich rauswerfen lässt (ggf. aufhebungsvertrag) sein vorsichtig.
wenn es mit der neuen stelle nicht klappt - kann dir die agentur dein AL geld für drei monate sperren. - weil du an der kündigung "mitgewirkt" hast.

hier musst du also vor- und nachteile gründlich abwägen.
:shock: :shock: :shock:

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Beitrag von Sinsar » 25.06.2014, 21:33

Danke schonmal für die Antwort. Naja im Arbeitsvertrag steht nichts von "genehmigungspflichtigen Nebenjobs". Naja ist eine echt schwierige Situation will welchseln habe nun auch Möglichkeiten dazu kann diese aber nicht wirklich warhnehmen. Ich denke mir bleibt nichts anderes übrig als mit offenen Karten zu spielen.

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Beitrag von dicker Zeh » 25.06.2014, 21:54

jepp, seh ich auch so

aber denk daran je nachdem was der ag vorschlägt kann eine sperre der arbeitsagentur mit sich ziehen.

klär es mal ab und schreib wie die reagiert haben

viel glück :D :D :D

Sinsar
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Beitrag von Sinsar » 03.07.2014, 12:52

So habe es nun abgeklärt xD Ende vom Lied der Chef hat mir einen Aufhebungsvrtrag unter die Nase gehalten. Da ich eh die nächsten Wochen mehrere Vorstellungsgespräch habe, habe ich diesen unterschrieben. Nun Hilfe vom Arbeitsamt gibts nicht. Zum Glück habe ich einiges angespart um diese Zeit zu überbrücken. Bin mal gespannt was die Vorstellungsgespräche ergeben werden. Ist aufjedenfall besser so denke ich, nun habe ich genug Zeit mir die Unternehmen anzuschauen und auchmal eine Probearbeit zu machen.

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Beitrag von dicker Zeh » 03.07.2014, 19:16

ich hätte es auch so gemacht.

viel glück für die folgenden gespräche :D :D :D

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Beitrag von Sinsar » 25.07.2014, 18:34

So es gibt nun neue Infos. Habe heute ein Vorstellungsgespräch/Probearbeit gehabt und ich muss sagen das wäre der Traumberuf. Nun leider ist mir ein sehr peinliches Missgeschickt passiert. Ich bin rechtzeitig losgefahren war sogar 25 min eher in der Stadt und dann plötzlich; Baustelle 2km vor der Firma die ganze Straße war aufgerissen naja Navi gab mir keine alternative Route und eine Umleitung gab es auch nicht. Um noch wenigstens einigermaßen rechtzeitig zu kommen habe ich 2km vor der Firma geparkt bin aus dem auto gehüpft und zur Firma gerannt unterwegs angerufen das leider die Straße gesperrt sei und ich nun zu Fuß unterwegs sei und das es mir sehr leid tut. Naja die Personalerin wollte mir schon ein Taxi rufen habe aber abgelehnt, da ich schon 1.5km gerannt war und fast dort war. Naja nun das Ende vom Lied war das ich 15 Minuten zu spät war und total durchgeschwitzt (habe vorher noch kurz darum gebeten mich eben auf Toilette frisch machen zu dürfen) in den Konferenzraum kam. Bevor das Gespräch losging wurde dann erstmal die Klimaanlage angestellt und ein Glas kaltes Wasser bereitgestellt. Nach dem Gespräch gab es noch eine Probearbeit, es war einfach klasse dort. Am Ende wurde ich sogar noch zum Parktplatz gefahren wo ich mein Auto hab stehen lassen.
Das ganze war mir sowas von peinlich ich weiß das es keinen guten Eindruck macht und hoffe trotzdem das ich noch eine Chance habe. Habt ihr so etwas auchschon erlebt, bzw Erfahrungen damit gemacht?

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Beitrag von TheGuide » 26.07.2014, 09:59

Naja, dass die Straße aufgerissen war, werden die ja selber gesehen haben, einschließlich der damit wahrscheinlich verbundenen Staus; auch dass dein Auto in zwei km Entfernung geparkt war. Von daher hast du sogar Einsatz gezeigt, dass du versucht hast, trotz aller Widrigkeiten noch pünktlich zu kommen. Von daher würde ich die Verspätung und die Durchgeschwitzheit tief hängen und das nicht als Hindernis ansehen.

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Beitrag von FRAGEN » 27.07.2014, 12:23

Denke auch: Das ist die Art von Anekdoten, die in die Firmengeschichte eingehen... und immer wieder gern zu Weihnachtsfeiern u. ä. zum Besten gegeben (und dabei ggf. noch von Mal zu Mal weiter ausgeschmückt) werden: "Das ist übrigens der Sinsar - ein Typ, der das Wort >Nerven< im ganzen Leben noch nicht gehört hat. Der ist zum Vorstellungsgespräch Kilometer vorher mitten auf der Baustelle durch's Seitenfenster ausgestiegen und dann mit hängender Zunge + eingeschlammt bis zu Hüfte hier im Konferenzraum aufgeschlagen... >Hey, schmeiss mal einer den Beamer an!<..." ... ;-)

Und was wirklich sehr für die Firma spricht, ist die spontane Hilfsbereitschaft vorher und nachher. Das ist in dieser Form ALLES andere als selbstverständlich!

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Beitrag von Sinsar » 27.07.2014, 12:51

Naja ne Anekdote ist es auf jedenfall, auch für mich. Ihr habt mich aber schon ein bisschen beruhigt. Ich werde euch auf den laufenden halten ob es dann nun geklappt hat oder nicht und wie du schon sagtest FRAGEN, es spricht viel für die Firma und deshalb wäre es einfach traumhaft dort anzufangen :)

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