Kündigung in Anschreiben wie formulieren?

Informationen und Fragen zum Bewerbungsablauf, zu einzelnen Elementen der Bewerbungsmappe und zu individuellen Formulierungen. Wie soll eine Bewerbungsmappe aufgebaut sein? Welche Fakten gehören in ein Anschreiben? Welche Formulierungen sollten unbedingt vermieden werden?
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Xandoras
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Kündigung in Anschreiben wie formulieren?

Beitrag von Xandoras » 24.03.2018, 09:09

Hallo liebe Foris und Mitbewerber,

ich habe ein großes Problem und fange daher mal ganz von vorn an:

- letztes Jahr habe ich eine Verdachtskündigung erhalten
- der Verdacht stimmte nie, aber ich konnte meine Unschuld nicht beweisen und der AG meine Schuld aber auch nicht (man könnte es aus heutiger Sicht so zusammenfassen, dass ich erfolgreich von Kollegen rausgemobbt wurde)
- schlussendlich traf man sich vorm Arbeitsgericht, dass zum Glück auf meiner Seite war.
- man einigte sich dann auf ein halbes Jahr bezahlte Freistellung, gute Abfindung, positives Zeugnis und dem Zusatz, dass es zu einer Auflösung aus betriebsbedingten Gründen kam. Fa. ist sowieso gerade am umstrukturieren.
- bis Alles geregelt war, waren knapp 3 Monate vorbei. Ich habe mich dann natürlich sofort beworben und habe meine Bewerbung so formuliert, dass ich bestens geeignet bin, für die ausgeschriebene Stelle und ich mein ganzes Können bei dieser Stelle einsetzen möchte.
- dann hatte ich genau 1 Vorstellungsgespräch und zack den Job in der Tasche. Beginn sollte nun der 01.04. sein, bis 31.03. lief auch meine Freistellung.
- die Bombe traf am Donnerstag: ich bekam von der neuen (!) Stelle eine Kündigung in der Probezeit, Bezahlung für 1 Monat, Freistellung bis dahin.
- für mich bedeutet dies, dass jemand aus der alten Fa. geredet hat und ich null Chance mehr in meiner eigentlichen Branche habe. Man kennt sich und vermutlich wird immer wieder Mist erzählt.

Wenn ich jetzt außerhalb meiner eigentlichen Branche Bewerbungen schreibe, soll ich irgendwie darauf eingehen? Wie soll ich mich bei einem VG verhalten?

Derzeit bin ich sehr ratlos und enttäuscht und gefrustet.

Vorab bereits vielen Dank für eure Hilfe.
LG
Xandoras
Zuletzt geändert von Xandoras am 26.03.2018, 11:08, insgesamt 1-mal geändert.

Xandoras
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Beitrag von Xandoras » 26.03.2018, 10:09

Ich könnte doch sehr zukunftsorientiert im Anschreiben sein und meine Qualifiktationen für genau diese Stelle hervorheben. Im Lebenslauf müsste ich dann wohl Beschäftigung von XXX bis 31.03. angeben (die neue Stelle würde ich weglassen, da ich ja nie da gearbeitet habe)?!?!

Aber beim Vorstellungsgespräch:
Sage ich, dass ich einer betriebsbedingte Auflösung des AV zugestimmt habe? Wg. Umstrukturierung? So steht es in dem Auflösungsvertrag...

Was meint ihr?

Thx.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 26.03.2018, 19:30

Xandoras hat geschrieben:Ich könnte doch sehr zukunftsorientiert im Anschreiben sein und meine Qualifiktationen für genau diese Stelle hervorheben. Im Lebenslauf müsste ich dann wohl Beschäftigung von XXX bis 31.03. angeben (die neue Stelle würde ich weglassen, da ich ja nie da gearbeitet habe)?!?!
Für den einen Monat würde ich die weglassen. Du darfst nicht lügen, aber du musst auch nicht jeden Fitzel Wahrheit preisgeben.
Aber beim Vorstellungsgespräch:
Sage ich, dass ich einer betriebsbedingte Auflösung des AV zugestimmt habe? Wg. Umstrukturierung? So steht es in dem Auflösungsvertrag...

Was meint ihr?
Dir wird wohl nicht viel anderes übrig bleiben. Aber nur anbringen, wenn es von der Gegenseite angesprochen wird. Häufig werden solche Dinge gar nicht angesprochen. Wenn es aggressiv angesprochen wird, locker reagieren, da geht es nur darum zu testen, wie stressresistent du bist.

Xandoras
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Beitrag von Xandoras » 26.03.2018, 19:52

Herzlichen Dank. Langsam fasse ich wieder Mut, einfach von vorne anzufangen.

Wenn bei einer Stellenanzeige ein Beginndatum gewünscht wird, könnte ich doch im letzten Absatz auch schreiben:

Aufgrund betriebsbedingter Auflösung meines bisherigen Arbeitsverhältnisses stehe ich Ihnen ab sofort zur Verfügung.

Oder alles Negative weglassen was net gefragt wird?

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 26.03.2018, 21:00

Ja, alles negative weglassen, und auch nie schlecht über den Altarbeitgeber reden und wenn es noch so veridnet wäre. Auch nicht dahingehend provozieren lassen.

Xandoras
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Beitrag von Xandoras » 27.03.2018, 18:49

Ich danke Ihnen sehr herzlich für Ihre Hilfe. :D

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